Produktbild: Der Kaiser der Freude
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Ocean Vuong

1. Der Kaiser der Freude

Der Kaiser der Freude

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Fabian Busch

Spieldauer

13 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

28

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Nikolaus Stingl + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783844942095

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Fabian Busch

Spieldauer

13 Stunden und 30 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

28

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

  • Nikolaus Stingl
  • Anne-Kristin Mittag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844942095

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • BücherBummler

    4/5

    15.07.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Vieles zu viel

    Fünf Jahre ist es her, dass ich Ocean Vuongs Debüt „On Earth We're Briefly Gorgeous“ gelesen habe. Damals begegnete einem dieser Roman überall, doch zu den ganz großen Fans habe ich nicht gehört. Es war eins dieser Bücher, von denen mir schon nach kurzer Zeit nichts mehr im Gedächtnis geblieben ist, aber immerhin habe ich damals solide vier Sterne vergeben. Auf dieser Grundlage hatte ich an Vuongs zweiten Roman „Der Kaiser der Freude“ keine übertriebenen Erwartungen, ging aber schon davon aus, ihn zu mögen. Und so ganz falsch war diese Annahme auch nicht, Vuong macht vieles richtig. Es hat etwas Anrührendes, wie er seine Figuren am Rand der Gesellschaft sucht, und sie mit so vielen Spleens und Eigenheiten ausstattet, dass sie einfach liebenswert sind. Wie der junge Hai, den seine Mutter beim Medizinstudium wähnt, sich stattdessen nach einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik mit suizidalen Gedanken trägt, dann aber von der dementen Immigrantin Grazina aufgenommen und eine Art Pfleger für sie wird, das ist durchaus eine vielversprechende Ausgangslage. Die muntere Schar von Hais Kollegen im Imbiss, in dem er einen Job ergattert hat, kann man fast als ein Vergnügen bezeichnen. Und auch die Wahl der bevorzugten Themen unseres Autors – Armut, Sucht, Suizidgedanken, Krankheit, Homosexualität, Migration – macht seine Erzählung wieder interessant und lesenswert. Zumal er sie seinen Lesern nie unter die Nase reibt, sondern genug Raum für eigene Erkenntnisse und Gedanken lässt. Und trotzdem habe ich mich für dieses Werk nicht voll und ganz erwärmen können. Was meiner Meinung nach daran liegt, dass vieles einfach zu viel ist. Vuongs Figuren sind alle so originell, dass es schon wieder gewöhnlich, fast langweilig ist, und sie an Individualität verlieren lässt. Dasselbe gilt für die Ereignisse, die immer mehr an Glaubwürdigkeit verlieren und einen Hauch von Melodramatik annehmen. Und Vuongs Sprache – und man merkt, dass er Sprache liebt und aus dem Vollen schöpft – überschreitet für mein Empfinden des Öfteren die Grenzen der Bescheidenheit und wirkt schon fast schwülstig. Auch Fabian Busch als Sprecher der Hörbuchversion stehe ich ein wenig zwiegespalten gegenüber. Ich mag seine Stimme und vieles hat er gut gemacht, mich auch zum Lachen gebracht. Aber die Interpretationen einiger Charaktere hat so gar nicht mit meinen Vorstellungen übereingestimmt, hat sie dümmer oder lächerlicher klingen lassen, als ich als fair empfunden habe. Was natürlich immer das Risiko bei Hörbüchern ist und ja auch das großartige an Büchern, dass jeder seine eigene Version liest. Um noch eine letzte Quengelei der privaten Ebene anzubringen: Die Schlachthof-Szene fand ich eine extreme Zumutung. Ich weiß nicht, welcher Lebensweise Vuong in Ernährungsfragen folgt, eine Frage, die vielleicht klären könnte, was er mit diesem sich ewig hinziehendem Grauen erreichen wollte, aber so oder so hätte ich unbedingt drauf verzichten können. Und trotzdem sind es wieder vier Sterne geworden. Warum? Weil mir, bei allem, was mir zu übertrieben war, die Grundideen und -strukturen gut gefallen haben. Weil Vuong eine Leidenschaft für seine Inhalte ausstrahlt, die durchaus etwas Ansteckendes hat. Weil er vom Leben erzählt, wie es ist, und nicht, wie man es gerne hättet. Und weil dieser Roman für mich die Botschaft enthält, dass zwar jeder von uns in seinen Funktionen ersetzbar ist, aber niemals in seiner Ganzheit als Individuum.

  • Bewertung

    aus Horn-Bad Meinberg

    4/5

    18.06.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Eine neue Welt

    Mit "Der Kaiser der Freude" liegt der nächste Beststeller vom Autor Ocean Vuong vor. Der Autor entführt die geneigten Leser*innen in das kleine Städtchen East Gladness in New England. Hier lebt auch der junge Hai, der als Sohn einer vietnamnesischen Mutter hier keine Chancen auf die Verwirklichung seiner Lebensträume sieht und sich eigentlich das Leben nehmen will. Bis er auf die ältere Frau Grazina trifft, die die Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges noch nicht verarbeitet hat. Hai wird ihr Pfleger, aber auch mit der Zeit ein Freund und Seelengefährte und gemeinsam können sie an- und miteinander neuen Lebensmut finden. Die Sprache des Buches ist detailliert und poetisch, so dass mensch sich intensiv auf die Schilderungen und die Charaktere einlassen kann. Das Buch wird von Fabioan Busch lebendig eingesprochen, so dass die Atmosphäre gut rüber kommt.

  • Birgit

    aus Wien

    4/5

    16.06.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ruhig und warm trotz schwieriger Themen

    Wie schon bei seinem ersten Roman, merkt man auch bei "Der Kaiser der Freude", dass Ocean Vuong eine wunderbare Art zu Erzählen hat. Dieses Mal geht es um den queeren Hai mit vietnamesischen Wurzeln, der von Grazina, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Litauen nach Amerika gekommen ist, vom Brückengeländer "gepflückt" wird und mit ihr nach Hause geht, wo er sich um sie kümmert. Durch die Pflege der alten Frau, die beinhaltet, dass sie ihre Medikamente gegen die Demenz nicht, aber auch dass er ihr vorspielt, ihr Mann oder "Sergeant Pepper" zu sein, und einem neuen Job in einem Fast-Food-Lokal lernt Hai wieder zu leben und findet eine Gemeinschaft. Besonders beindruckend ist, wie ruhig Vuong von alldem erzählt. Trotz schwierigen Themen wie Demenz, Drogenkonsum, Krebserkrankungen und vielen mehr, wirkt der Roman nie reißerisch oder unnötig brutal erzählt. Vuong findet eine Sprache, bei der der Roman eigentlich ziemlich leicht und angenehm daher kommt, bei der das Miteinander, die Wärme im Vordergrund steht. Der Roman wirkt wie ein Lächeln mit Tränen in den Augen.

  • wal.li

    4/5

    10.06.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Was kann ich für Sie tun?

    Seine Mutter, eine gebürtige Vietnamesin, wünscht sich nur das Beste für ihren Sohn Hai. Dieser mag ihr nicht direkt sagen, dass er zumindest zwischenzeitlich gescheitert ist. Sein Traum von einem Medizinstudium in Boston ist geplatzt, weil er sich nicht richtig beworben hat. Als Hai dann auf einer Brücke rumturnt und eher weniger lebensbejahende Gedanken hegt, sieht er die ältere Litauerin Grazina bei ihrem Haus. Die Beiden lernen sich kennen und Hai beginnt sich um die alte Dame zu kümmern und zusätzlich tritt er eine Arbeitsstelle in einem Diner an. Dort arbeitet auch sein Cousin Sony. Dies ist wirklich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem queeren Hai, der mit dem Leben hadert, und der älteren Grazina, die als Jugendliche vor den Nazis geflohen ist und diese Erlebnisse nie verarbeiten konnte. Nicht immer lebt Grazina in der Gegenwart, doch Hai passt sich ihr an und so durchleben sie gemeinsam, was unbewältigt ist. Für Hai ist auch die Arbeit im Diner wichtig. Mit den Kollegen verbindet ihn etwas Besonderes. Speziell für Sony, der in einer Wohngruppe lebt, will Hai da sein. Sie sind einfache und ehrliche Leute und für eine Weile stehen sie zusammen. Vielleicht hat man das Buch(/Hörbuch zunächst übersehen, weil man sich nicht vorstellen konnte, wie es einen gefangen nehmen sollte. Wenn man dem Roman dann doch eine Chance gibt, merkt man schnell, dass einen die Geschichte berührt. Einwanderer aus verschiedenen Ländern und Generationen können durchaus Gemeinsamkeiten finden. Und ein junger Mensch kann sich mit großer Herzenswärme um eine alte Dame kümmern, selbst wenn es zunächst aus einer eigenen Not heraus geschieht. Die Erlebnisse dieses ungleichen Paares sind dabei nicht nur melancholisch, sondern auch humorvoll und witzig. Auch die große Phantasie, mit der sich Hai anpasst, wenn Grazina in die Vergangenheit gleitet, das liest sich sehr beeindruckend. Dieser Roman ist eine kleine Perle, die als Hörbuch hervorragend gelesen wird von Fabian Busch. 4,5 Sterne

  • drawe

    aus Landau

    4/5

    03.06.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Schattenseiten des amerikanischen Traums

    "Das Schwerste auf der Welt ist, nur einmal zu leben" Ein düsterer Romanbeginn: ein heruntergekommenes und verseuchtes Wohnviertel, eine trostlose kleine amerikanische Industriestadt mit dem ironischen Namen Gladness, es ist dunkel, es regnet, und der junge Hai steht auf einer Brücke und will in den reißenden Fluss springen. Warum? Er ist verschuldet, drogenabhängig, hat seine Ausbildung abgebrochen, ist arbeitslos und lügt seiner Mutter ein Studium in Boston vor. Die demente Grazina Vitkus beobachtet ihn und dirigiert ihn zu ihrem Haus. Hier beginnt die anrührend erzählte Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die bei allen Unterschieden eines verbindet: beide sind traumatisiert von Krieg und Flucht. Hai findet Arbeit in einem Fastfood-Restaurant, und hier entwickelt sich ein zweiter Erzählstrang. Es sind die Schattenseiten des amerikanischen Traums, die Vuong hier zeigt. Hai trifft auf skurrile Gestalten, sowohl bei der Belegschaft als auch bei den Gästen. Alle sind sie Verlierer der Wohlstandsgesellschaft, alle sind sie Opfer der Wirtschaftskrise. Alle sind Außenseiter, underdogs, die sich täglich aufs Neue harten Lebensbedingungen stellen müssen. Aber hier trifft Hai auf so positive Erfahrungen, dass er sich dem Leben wieder zuwendet. Er erfährt Solidarität und Freundschaft, und vor allem: er wird so angenommen, wie er ist. Dieser zweite Erzählstrang hat keinen Spannungsbogen und streng genommen auch keinen Handlungsbogen, aber er macht den Roman durch seine leise Erzählweise zu einer mitreißenden Lektüre, perfekt vorgetragen von Fabian Busch. Weniger hinreißend sind Vuongs Metaphern, mit denen er v. a. im 1. Teil seinen Roman anreichert. Es ist nicht nur die Fülle der Metaphern, die den Leser überrollt, sondern auch ihr Bildgehalt. Da wird z. B. eine „Abwrackkarre“ beschrieben, „die Augenhöhle gefüllt mit warmem Coca-Cola, das Werk eines Jungen, der sein Getränk... aus Langeweile in dieses endlose Dunkel blinder Blicke geschüttet hatte“. Oder: Hai hatte „es wie eine durch die Ader eines gefallenen Engels geschwemmte Blutzelle warm und endlich gut". Das gute und warme Gefühl gönnt man dem Protagonisten von Herzen, aber dieses und andere Metaphern sind reines Wortgeklingele und schrammen scharf am trivialen Kitsch vorbei. Trotz dieser Einschränkungen: ein eindringlicher Roman, beeindruckend, perfekt eingelesen, hörenswert!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (101)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Moritz Eschbach

    Moritz Eschbach

    Thalia Köln-Kalk – Köln Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Kaiser der Wortkunst

    "Der Kaiser der Freude" ist ein Buch, das polarisiert. Zugegeben: Eine kohärente Handlung sucht man vergeblich, Ocean Vuongs Schreibstil wird sicher nicht allen zusagen und für ein bisschen gute Laune sollte man wohl auch zu einem anderen Buch greifen. Doch gerade diese Sprachgewalt, bei der jedes Wort präzise gewählt wirkt, gepaart mit der atmosphärischen Dichte der mosaikhaften Erzählung rund um Hai und seinen kleinstädtischen Dunstkreis, haben den Roman für mich zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht.
  • Zum Bewerterprofil von R. Posny

    R. Posny

    Thalia Krefeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neues Lieblingsbuch!!!!

    "Der Kaiser der Freude" handelt vom jungen Hai, der an einem abgelegenen Ort in New England lebt. Hai hat Probleme und Sorgen, die für Menschen wie ihn in dieser Welt leider nicht selten sind. Als er gerade am hoffnungslosesten ist, trifft er Grazina, eine alte Frau, die ihm sein Leben rettet und ihn bei sich aufnimmt. Zwischen ihnen entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, die mich tief berührt hat. Ocean Voung schreibt in diesem Buch über Trauer, Sucht und Einsamkeit, aber auch über die Liebe und Freundschaften. Dabei hat er einen wunderbaren Humor und ist so authentisch. Ein grandioses Buch und jetzt schon eines meiner Lieblingsbücher!
  • Zum Bewerterprofil von Violetta Hofmann

    Violetta Hofmann

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne kleine Loser

    „Wir sind vielleicht schön, aber das ist egal, wenn wir Loser sind. Wir sind kleine Loser. Schöne kleine Loser. Und das bringt keinem was.“ (Seite 311) „Kaiser der Freude“ war mein erstes Buch von Ocean Vuong und obwohl es wohl nicht so stark wie „Auf Erden sind wir kurz grandios“ sein soll, hat es mich doch vollkommen überzeugt. Wir folgen hier der Geschichte von Hai, Sohn einer vietnamesischen Mutter, der in einer unbedeutenden amerikanischen Stadt - East Gladness - aufwächst und bereits mit 20 Jahren an seiner Tablettensucht verzweifelt. Der Absprung aus diesem tristen Kindheitskaff will ihm einfach nicht gelingen, sein Traum von der Schriftstellerei liegt begraben unter einer dicken Schicht Trauer und Scham. Als er seinem Leben ein Ende setzen will, trifft er auf Grazina. Die alte Dame, nach dem 2. Weltkrieg aus Litauen in die USA eingewandert, nimmt ihn bei sich auf und Hai wird ihr Pfleger. Grazina hingegen kämpft mit Demenz und den Geistern ihrer Vergangenheit. Und mit der Einsamkeit. Hai wird im Laufe des Romans noch vielen weiteren Menschen begegnen, alle mit Schrammen und den sprichwörtlichen Päckchen, die sie zu tragen haben. Sie alle bilden ein Kaleidoskop an Schicksalen, die alle nicht so recht dem großen amerikanischen Traum entsprechen. Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist, wie der Autor mit seinen Figuren umgeht. Es wäre so leicht von oben auf sie herabzublicken oder sich über sie lustig zu machen. Das mach Ocean Vuong nie. Und genau das macht den Zauber dieses Buches aus. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall auch die anderen Bücher dieses Autors anschauen, denn ich glaube, da gibt es noch richtig gute Literatur zu entdecken.
  • Zum Bewerterprofil von Jürgen Thormann

    Jürgen Thormann

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hinreißend und zu Herzen gehend

    Manche würden den 'Kaiser der Freude' vielleicht als "ein bisschen rührselig" bezeichnen (wie in der TAZ vom Juni diesen Jahres geschehen). Dieses Buch polarisiert halt ungemein, entweder man liebt es oder man legt es nach der Lektüre völlig desillusioniert beiseite. Mich hat dieser großartige Roman von Beginn an gefesselt: die Hauptakteure sind ein junger, schwuler und tablettensüchtiger Anti-Held sowie eine durch Kriegserlebnisse zerrissene und in die Demenz gleitende ältere Anti-Heldin. Weitere Underdogs bilden im Verlauf der Geschichte ein wunderbar buntes, wildes Kaleidoskop der US-amerikanischen Gesellschaft.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erneut ein Meisterwerk

    Die Erwartungen an den neuen Roman von Ocean Vuong waren gelinde gesagt riesig, da sein Debüt für mich zu den besten Büchern der letzten Jahre gehört. Umso schöner ist es, wenn diese Erwartungen dann auch erfüllt werden. Was Vuong hier sprachlich und emotional abliefert, können so wirklich nicht viele Autor*innen. Die Tristesse einer amerikanischen Kleinstadt in Verbindung mit seiner unglaublich lyrischen Prosa verdeutlicht perfekt die Ambivalenz seines Protagonisten, der sich nirgends so ganz zugehörig fühlt. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, aber das diese Zeit dann auch belohnt. Großartig!

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