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Die Teilacher Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,5 cm

Gewicht

288 g

Auflage

14. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000040736

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

"Eine anschauliche Lektion in jüngerer Zeitgeschichte. Bergmann erzählt mit so viel Wärme und Witz. Sehr lesenswert!" Sabine Doering in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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Sehr gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,5 cm

Gewicht

288 g

Auflage

14. Auflage

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Deutsch

EAN

2710000040736

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  • Bewertung

    5/5

    13.09.2011

    Buch (Taschenbuch)

    Eine ungewöhnliche, jüdische Familiengeschichte

    2010 ist der erste Roman von Michel Bergmann im Arche Verlag erschienen und hat ein großes und positives Echo im Feuilleton bekommen. Jetzt ist endlich als Taschenbuch im DTV Verlag erschienen. Michael Bergmann erzählt darin die Geschichte von David Berman. David Berman war ein großer Teilacher, d.h. er war ein mit allen Wassern gewaschener Handlungsreisender. 1972 stirbt er und sein Stiefsohn Alfred Kleefeld muss sein Zimmer in einem jüdischen Altenwohnheim in Frankfurt auflösen. Bei der Beerdigung trifft er einige andere Teilacher, mit denen David nach dem 2. Weltkrieg zusammengearbeitet hat. Sie erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit und erzählen Alfred ihre Geschichten. Michael Bergmann erzählt eine großartige jüdische Familiengeschichte aus dem 20. Jahrhundert. David Bermann wurde in Galizien geboren, kam aber mit seinen Brüdern Anfang der zwanziger Jahre nach Frankfurt und baute dort ein bedeutendes Kaufhaus auf. Ihm selber lag es allerdings viel mehr als Handlungsreisender zu arbeiten und so hat er hiermit seinen Teil zum Geschäft beigetragen. Die Familie kann Ende der dreißiger Jahre noch rechtzeitig Deutschland verlassen, aber nicht jeder von ihnen hat so viel Glück wie David. David kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in das zerstörte Frankfurt zurück. Hier lernt er den Ostjuden Max Holzmann kennen, der gerade damit beginnt, ein neues Wäschegeschäft aufzubauen. David bietet sich und einige seiner Freunde, alle Überlebende des Holocausts, an, für Max als Teilacher zu arbeiten. Uns so lernen wir auch die tragischen Geschichten der anderen Teilacher kennen sowie das Leben im zerstörten Deutschland nach 1945. Dies ist ein sehr mutiges Buch, denn die Teilacher arbeiten nicht immer ganz sauber. Sie haben durchaus ihre Tricks, ihre Ware an die Menschen zu bringen. Leser, die tendenziell antisemitisch eingestellt sind, werden in diesem Buch wahrscheinlich viel Nahrung für ihre Ansichten finden. Ich selber fand dieses Buch allerdings großartig. Es ist tragisch, traurig und doch auch wieder sehr humorvoll. Ein tolles Zeitporträt über Deutschland speziell nach dem 2. Weltkrieg. Wie haben die Leute die Nazizeit verarbeitet. Was treibt überlebende Juden dazu wieder nach Deutschland zurückzukehren. Nur eine Sache hat mich an diesem Buch wirklich gestört. Der Autor verwendet viele jiddische Begriffe, die sich mir nicht immer gleich erschlossen haben. Es wäre schön gewesen, wenn die Verlage im Anhang ein Wörterbuch zur Verfügung gestellt hätten. Ich hatte zum Glück eines im Regal, welches ich Ihnen hierzu sehr empfehlen kann: Leo Rosten, Jiddisch – eine kleine Enzyklopädie ebenfalls aus dem DTV Verlag

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Bewertungen (1)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia Engelmann

    Claudia Engelmann

    Thalia Korbach

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.09.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein kleines und doch großartiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte.

    Teilacher? Noch nie gehört – aber schon bin ich neugierig geworden. Ich erfahre, dass dies ein Begriff aus dem jiddisch-berlinerischen Milieu ist, von „teilachen“ kommt und in der Umgangssprache „abhauen“ bedeutet. Aber eigentlich bezeichnet man hierzulande mit diesem Wort jüdische Handelsvertreter, die von Tür zu Tür reisen und ihre Ware verkaufen. Und sich dabei oft Wehrmann nennen…warum das so ist, kann man unter anderem in dem großartigen Debütroman von Michel Bergmann erfahren, der ein unvergleichliches Buch über diesen in Vergessenheit geratenen Berufszweig geschrieben hat. Die Geschichte beginnt 1972 in Frankfurt, wo der junge Alfred Kleefeld gerade seinen alten Onkel David Bermann zu Grabe getragen hat. Beim Auflösen des Nachlasses und beim Leichenschmaus mit ehemaligen Kollegen und Freunden gerät Alfred schnell in den Bann der „guten, alten Zeit“, von der die Teilacher Jossel Fajnbrot, Emil Verständig, Max Holzmann und Moische Krautberg bewegt erzählen. Allen war gemeinsam, dass sie die dunklen Jahre des Dritten Reichs in diversen Lagern überlebt hatten, oft als die einzig Überlebenden in ihren Familien und nun auf sich gestellt einen Neubeginn im Land der Täter wagen wollten. Damals gründeten Max Holzmann und David Bermann kurz nach dem Krieg ihre erste eigene Firma, finanziert mit Schwarzmarktgeschäften. Da musste vor allem schnell Ware her, genauso wie eine patente Sekretärin und natürlich Teilacher, diese besonderen Verkaufstalente. Und so ging alles seinen Gang, zunächst „sperrige Deutsche“ wurden überzeugt, überredet und charmant um den Finger gewickelt, denn fast jedes Aussteuerwäschepaket der Nachkriegszeit ist „durch die Hände eines fleißigen Teilachers gegangen, schwer verkauft mit Lachen, Lügen und Weinen“. Am Ende erfährt nicht nur Alfred sondern auch der Leser mehr vom Leben und Leiden der jüdischen Mitbürger während und nach dem Krieg und kann sich manchmal vor Lachen kaum halten, auch wenn das Grinsen oft zu gefrieren droht. Aber es ist nun einmal ein herrlich witziges, schelmisches und hinreißendes Buch, mit eben genau diesem typischen jüdischen Witz und Humor, der mitten ins Schwarze trifft. So gelingt Michel Bergmann ein berührendes Porträt einer mit Chuzpe und Maseltov gesegneten Generation, erzählt mit großer Wärme und Liebe zu den einzelnen Personen, gewürzt mit jiddischen Ausdrücken und Sprachwitz – Michel Bergmann „Die Teilacher“ DTV 288 Seiten
  • Zum Bewerterprofil von Julia Weßbecher

    Julia Weßbecher

    Thalia Karlsruhe

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    In der Tradition jüdischen Humors...

    In der Tradition jüdischen Humors erzählte Familiengeschichte. Sehr lesenswert !
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Kaiser

    Ulrike Kaiser

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Mit viel Humor und Schlitzohrigkeit...

    Mit viel Humor und Schlitzohrigkeit bauen sich jüdische Überlebende im Nachkriegsdeutschland eine neue Existenz auf: Niemals die Hoffnung oder gar das Leben aufgeben!
  • Zum Bewerterprofil von Sabine Rößler

    Sabine Rößler

    Thalia Wildau – A10-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.02.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Ja, es gab sie...

    die überlebenden Juden, die nach 1945 zurück nach Deutschland kamen und hier blieben. Viele von Ihnen waren Teilacher,das heißt, sie verkauften Weisswäsche und Aussteuerpakete an die Deutschen. Und das nicht immer ganz legal. Das sind ihre Geschichten. Warmherzig erzählt, manchmal witzig, oft tot traurig aber immer lesenswert. Dieser Roman ist keine Betroffenheitsliteratur, auch wenn einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt. Michael Bergmann ist ein Roman gelungen der von Rückkehr und Bleiben handelt, und vom Leben nach dem Krieg. Absolut lesenswert.

Unsere Meinungen

Bewertungen (4)

  • Produktbild: Die Teilacher