Produktbild: Scheißkerle

Scheißkerle Roman - Der Nummer-1-Bestseller aus Schweden - ausgezeichnet mit dem August-Preis.

1

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4,1 cm

Gewicht

570 g

Farbe

Anthrazit / Kaffee

Originaltitel

Jävla karlar

Übersetzt von

Justus Carl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87815-7

Beschreibung

Rezension

»Beeindruckend ist die großartige Formulierungskunst Waldens, der mit wunderbaren Sprachbildern das Drama des Erwachsenwerdens unter erschwerten Bedingungen beschreibt.« ("Kölner Stadtanzeiger, Michael Hirz")
»Waldens Sprache ist zwar kindlich geprägt, aber literarisch verdichtet. Also rau und poetisch zugleich. Wie ein Gedicht, das barfuß durch eine Dorfschule läuft.« ("WDR3 "Westart", Klaus Prangenberg")
»Lange hat mich ein Buch nicht mehr so mitgerissen und ich habe den dicken Roman in Nullkommanichts durchgelesen.« ("Emotion, Tina Kröber")
»Was er [Andrev] mit diesen Ersatzvätern erlebt, ist verstörend, komisch und dank seiner kindlichen Perspektive immer anrührend.« ("GONG")
»›Scheißkerle‹ ist ein zartes Buch, das v.a. durch den liebevollen Sound des Autors getragen wird [...] eine Erzählung über die Widerstandskraft der Kindheit.« ("Deutschlandfunk, Büchermakrt, Nils Schniederjann")
»Eine ganz wunderbar erzählte Geschichte, aberwitzig und mit Tiefgang, vom Heranwachsen, Suchen und Finden der eigenen Identität, skurrilen Begebenheiten, dem normalen Alltagswahnsinn und auch sehr emotionalen Momenten« ("Badische Neueste Nachrichten, WO zum Sonntag")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4,1 cm

Gewicht

570 g

Farbe

Anthrazit / Kaffee

Originaltitel

Jävla karlar

Übersetzt von

Justus Carl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87815-7

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Erwachsenwerden mit unterschiedlichen Vätern ist schwer

Bewertung am 24.01.2026

Bewertungsnummer: 3023726

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich weiß nicht, wie es mit Papas anfängt und aufhört, aber bald schon werde ich begreifen, dass die Familiengrenzen lose sind und Papas binnen kurzer Zeit herein- oder hinausschlüpfen können.“ (S. 53) Weihnachten 1983, irgendwo in den schwedischen Wäldern. Während draußen leise der Schnee fällt, zerbricht drinnen eine Familie. Inmitten eines Streits erfährt der siebenjährige Andrev, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Sein echter Vater lebt weit weg und hat lange dunkle Haare. Er wird für Andrev sofort zur Projektionsfläche für alle seine Träume. Für einen Moment fühlt sich diese Wahrheit wie Magie an. Wie der Anfang eines Abenteuers. Wie das Versprechen auf ein anderes, besseres Leben. Doch statt eines Märchens folgt die Realität: Keine Rettung, kein Zauber, keine Ankunft. Nur neue Männer, die kommen und gehen und ein Junge, der lernt, was Verlust wirklich bedeutet. „Ich weiß, dass ich die Art von Kind bin, bei der andere Leute Gänsehaut bekommen. Es ist schwer, mich zu lieben, für alle bis auf eine […]“ (S. 148) Das ist nur einer der vielen Sätze in dem Buch, bei dem ich den siebenjährigen Andrev am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. Denn er ist fest davon überzeugt, dass keiner ihn wirklich lieben kann, außer seiner Mutter. Der Abend, an dem er erfährt, dass der „Pflanzenmagier“ nicht sein echter Papa ist, stellt einen Schicksalsabend dar. Von da an muss Andrev mit den wechselnden Freunden seiner Mutter klar kommen – den Ersatzvätern. Seiner Mutter würde ich durchaus ein Händchen für besonders toxische Männertypen attestieren. Mit großer Fantasie gibt der kleine Andrev den „Papas“ Namen. So gibt es in seiner Realität z.B. nur den Künstler, den Dieb oder den Kanuten. Ich hatte das Gefühl, dass er durch diese Namensgebungen die Männer nicht so sehr an sich heranlassen muss. „Scheißkerle“ ist ein stark autobiofiktionaler Roman. Andrev Walden verarbeitet darin seine eigene Kindheit in Schweden. Dabei verweist er schon zu Beginn des Buches darauf, dass „wenn etwas erfunden klingt, kannst du sicher sein, das es wahr ist“. Der Stil ist humorvoll und direkt und es wird aus der Perspektive eines Kindes erzählt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Buch handelt vom Aufwachsen mit verschiedenen Vätern und der Suche nach dem eigenen Vater und der eigenen Identität. Vermutlich wollte der Autor dadurch auch ein Stück weit seine eigene Kindheit verarbeiten. Der Roman hat in Schweden den renommierten August-Preis erhalten, der seit 1989 jährlich von der schwedischen Verlegervereinigung verliehen wird. Es ist eine leise, berührende Geschichte über Herkunft, Hoffnung und das Erwachsenwerden zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die ich gern gelesen habe und Fans von emotionalen Familiengeschichten werden dabei sicher auf ihre Kosten kommen.

Erwachsenwerden mit unterschiedlichen Vätern ist schwer

Bewertung am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023726
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich weiß nicht, wie es mit Papas anfängt und aufhört, aber bald schon werde ich begreifen, dass die Familiengrenzen lose sind und Papas binnen kurzer Zeit herein- oder hinausschlüpfen können.“ (S. 53) Weihnachten 1983, irgendwo in den schwedischen Wäldern. Während draußen leise der Schnee fällt, zerbricht drinnen eine Familie. Inmitten eines Streits erfährt der siebenjährige Andrev, dass sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Sein echter Vater lebt weit weg und hat lange dunkle Haare. Er wird für Andrev sofort zur Projektionsfläche für alle seine Träume. Für einen Moment fühlt sich diese Wahrheit wie Magie an. Wie der Anfang eines Abenteuers. Wie das Versprechen auf ein anderes, besseres Leben. Doch statt eines Märchens folgt die Realität: Keine Rettung, kein Zauber, keine Ankunft. Nur neue Männer, die kommen und gehen und ein Junge, der lernt, was Verlust wirklich bedeutet. „Ich weiß, dass ich die Art von Kind bin, bei der andere Leute Gänsehaut bekommen. Es ist schwer, mich zu lieben, für alle bis auf eine […]“ (S. 148) Das ist nur einer der vielen Sätze in dem Buch, bei dem ich den siebenjährigen Andrev am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte. Denn er ist fest davon überzeugt, dass keiner ihn wirklich lieben kann, außer seiner Mutter. Der Abend, an dem er erfährt, dass der „Pflanzenmagier“ nicht sein echter Papa ist, stellt einen Schicksalsabend dar. Von da an muss Andrev mit den wechselnden Freunden seiner Mutter klar kommen – den Ersatzvätern. Seiner Mutter würde ich durchaus ein Händchen für besonders toxische Männertypen attestieren. Mit großer Fantasie gibt der kleine Andrev den „Papas“ Namen. So gibt es in seiner Realität z.B. nur den Künstler, den Dieb oder den Kanuten. Ich hatte das Gefühl, dass er durch diese Namensgebungen die Männer nicht so sehr an sich heranlassen muss. „Scheißkerle“ ist ein stark autobiofiktionaler Roman. Andrev Walden verarbeitet darin seine eigene Kindheit in Schweden. Dabei verweist er schon zu Beginn des Buches darauf, dass „wenn etwas erfunden klingt, kannst du sicher sein, das es wahr ist“. Der Stil ist humorvoll und direkt und es wird aus der Perspektive eines Kindes erzählt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Buch handelt vom Aufwachsen mit verschiedenen Vätern und der Suche nach dem eigenen Vater und der eigenen Identität. Vermutlich wollte der Autor dadurch auch ein Stück weit seine eigene Kindheit verarbeiten. Der Roman hat in Schweden den renommierten August-Preis erhalten, der seit 1989 jährlich von der schwedischen Verlegervereinigung verliehen wird. Es ist eine leise, berührende Geschichte über Herkunft, Hoffnung und das Erwachsenwerden zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die ich gern gelesen habe und Fans von emotionalen Familiengeschichten werden dabei sicher auf ihre Kosten kommen.

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Scheißkerle

von Andrev Walden

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Simone Büchner

Thalia Coburg

Zum Portrait

4/5

Jenseits von Hygge

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Scheißkerle ist der Sammelbegriff für die Männer, die Andrev an Vater statt vorgesetzt werden. Die Mutter ist eher ein Blatt im Wind als eine selbstbestimmte Frau, die Auswahl der Kerle lässt deutlich zu wünschen übrig. Es herrschen diverse widrige Umstände, je nachdem, welcher Mann gerade das Sagen hat. Alkohol in ungesunden Mengen, Obdachlosigkeit, sexuelle und häusliche Gewalt prägen das Aufwachsen des Jungen. Seine Hoffnung setzt er in das Erscheinen seines leiblichen Vaters, wie ein Indianer soll er sein sagt die Mutter, diese überraschende Information trägt er als Kleinod in seinem Herzen. Das Buch hat in Schweden den August-Preis erhalten. Die desaströsen Zustände werden durch den Galgenhumor etwas entschärft. Ein lesenswertes, für die schwedische Literaturlandschaft ungewöhnliches Buch.
  • Simone Büchner
  • Buchhändler/-in

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4/5

Jenseits von Hygge

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Scheißkerle ist der Sammelbegriff für die Männer, die Andrev an Vater statt vorgesetzt werden. Die Mutter ist eher ein Blatt im Wind als eine selbstbestimmte Frau, die Auswahl der Kerle lässt deutlich zu wünschen übrig. Es herrschen diverse widrige Umstände, je nachdem, welcher Mann gerade das Sagen hat. Alkohol in ungesunden Mengen, Obdachlosigkeit, sexuelle und häusliche Gewalt prägen das Aufwachsen des Jungen. Seine Hoffnung setzt er in das Erscheinen seines leiblichen Vaters, wie ein Indianer soll er sein sagt die Mutter, diese überraschende Information trägt er als Kleinod in seinem Herzen. Das Buch hat in Schweden den August-Preis erhalten. Die desaströsen Zustände werden durch den Galgenhumor etwas entschärft. Ein lesenswertes, für die schwedische Literaturlandschaft ungewöhnliches Buch.

Claudia Limprecht

Thalia Berlin-Schmargendorf

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5/5

" Scheißkerle" von Andrev Walden

Bewertet: eBook (ePUB)

Was für ein großartiges Buch erzählt im Stil eines Heranwachsenden! Die Scheißkerle sind die unterschiedlichen Männer, zu denen seine Mutter, einer Alt-68er, Beziehungen hat, von denen aber keiner sein Vater ist. Andrev sehnt sich nach seinem Vater und hat die unterschiedlichsten Vorstellungen von ihm, während seine Mutter von einer toxischen Beziehung in die nächste wandert und nicht aus ihrem prekären Leben herausfindet. Eigentlich tieftraurig, aber wunderbar leicht erzählt; eine absolute Leseempfehlung!
  • Claudia Limprecht
  • Buchhändler/-in

5/5

" Scheißkerle" von Andrev Walden

Bewertet: eBook (ePUB)

Was für ein großartiges Buch erzählt im Stil eines Heranwachsenden! Die Scheißkerle sind die unterschiedlichen Männer, zu denen seine Mutter, einer Alt-68er, Beziehungen hat, von denen aber keiner sein Vater ist. Andrev sehnt sich nach seinem Vater und hat die unterschiedlichsten Vorstellungen von ihm, während seine Mutter von einer toxischen Beziehung in die nächste wandert und nicht aus ihrem prekären Leben herausfindet. Eigentlich tieftraurig, aber wunderbar leicht erzählt; eine absolute Leseempfehlung!

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