Produktbild: Die neue Mauer

Die neue Mauer Ein Gespräch über den Osten

2

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Verkaufsrang

33737

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

239

Maße (L/B/H)

21,9/14,1/2,5 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Wollweiß / Schwarz

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83831-6

Produktdetails

Verkaufsrang

33737

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

239

Maße (L/B/H)

21,9/14,1/2,5 cm

Gewicht

396 g

Farbe

Wollweiß / Schwarz

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83831-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Wessi" trifft "Ossi" - und man redet miteinander

    Da ist der „Ostdeutsche“, der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk und der „Westdeutsche“, der Politiker bzw. ehemalige Gewerkschafter Bodo Ramelow, die sich für ein sehr interessantes und aufschlussreiches Gespräch getroffen haben. Sie haben viel und Interessantes zu erzählen, der Antikommunist Kowalczuk und der frühere thüringische Ministerpräsident von den Linken Ramelow. Es wird über Themen wie Antiamerikanismus, Friedenssehnsucht oder soziale Ungleichheit diskutiert und im direkten Gespräch wird dabei auch viel Klartext geredet – über die europäische Verteidigungspolitik, den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und über die Partei von Sahra Wagenknecht. Interessant sind auch die Gedanken der beiden Gesprächspartner zu den Christdemokraten und deren teilweisen Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit der AfD. Aber vor allem ziehen Kowalczuk und Ramelow Bilanz über die Wende, die danach erfolgte Wiedervereinigung „und wie wir jetzt, 35 Jahre später, in Deutschland dastehen.“ Hervorzuheben ist die gelebte Gesprächskultur. Es wird gestritten, argumentiert, man hört einander zu. Ramelow und Kowalczuk kommen hier nicht zu einer Meinung, aber einander näher. So respektvoll sollten politische Auseinandersetzungen ablaufen, da wären wir einen großen Schritt weiter.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    4/5

    03.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Perspektiven zu Deutschlands Osten

    "Die neue Mauer: ein Gespräch über den Osten" ist genau das, was der Titel sagt: ein Gespräch zweier prominenter Männer - auf der einen Seite der in der DDR aufgewachsene Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, auf der anderen Seite der ehemalige Ministerpräsident Thüringens und Linke-Politiker Bodo Ramelow - über vielfältige Themen, die mehr oder weniger mit dem ehemaligen Ostdeutschland und den jetzigen neuen Bundesländern im Osten Deutschlands verbunden sind. Thematisch lose in einige wenige längere Kapitel gegliedert, unterhalten sich die beiden Männer miteinander über diese Themen, über das, was diese Region ihrer Meinung nach geprägt hat und wie diese Prägungen bis heute nachwirken und sich in Gesellschaft und Politik zeigen. So einige im Buch erwähnte Themen setzen einiges an Vorwissen zur Geschichte der DDR und der Deutschen Einheit sowie zu den Entwicklungen danach voraus. So wendet sich das Buch grundsätzlich an politisch und historisch gut gebildete und interessierte Leserinnen und Leser. Besonders ist, wie sich die beiden Männer in manchen ihrer Ansichten unterscheiden, aber doch immer in einem wertschätzenden und offenen Dialog miteinander bleiben - etwas, das in der heutigen Zeit selten geworden ist und umso mehr wert ist, erwähnt und bewahrt zu werden. Inhaltlich geht es um die DDR-Zeit, um die Aufarbeitung oder Nicht-Aufarbeitung der NS-Zeit in den beiden deutschen Staaten und danach, um den "Freiheitsschock" (so heißt auch ein weiteres Buch eines der Autoren) nach der Wende und viel darum, was aus Sicht der beiden Autoren den Boden für die jetzigen Erfolge der AfD bereitet hat. Mir persönlich war die Perspektive insgesamt eine doch bei allem Bemühen und der Betonung des ursprünglichen Arbeiterhintergrundes der beiden Männer akademisch und distanziert gebliebene, für mich ist beim Lesen nicht fühlbar geworden, was die Menschen im ehemaligen Ostdeutschland heute wirklich bewegt. Dennoch habe ich insgesamt viel Interessantes, Neues und Lesenswertes aus dem Buch mitgenommen, auch wenn es naturgemäß durch die Art des Buches eine einseitigere Perspektive ist, als wenn es zusätzlich statistische Daten, wissenschaftliche Quellen oder Ergebnisse aus Interviews stärker miteinbezogen hätte. Insgesamt kann ich das Buch aber allen, die sich für diesen speziellen Blick auf das Thema interessieren, als eine von mehreren Quellen durchaus empfehlen.

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  • Zum Bewerterprofil von Detlef Grundtner

    Detlef Grundtner

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Mauer in unseren Köpfen?

    Der renommierte Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, Autor der umfangreichen Ulbricht-Biographie, und der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen, der erste Politiker der Links-Partei in einem solchen Amt, trafen sich sich zu einem wortreichen Dialog über die jüngste Entwicklung, die die deutsche Einheit genommen hat. Kowalczuk, bekennender Antikommunist und scharfer Kritiker der Linken, und Ramelow, Wessi, Gewerkschafter und Realpolitiker, liefern sich einen bisweilen kontroversen, bisweilen überaus kurzweiligen, bisweilen ziemlich einhelligen Schlagabtausch. Die beiden Protagonisten finden sich am Ende mehr in Einigkeit zusammen als das Trennende zu betonen. Witzig, dass sie bis zum Ende beim förmlichen "Sie" bleiben. Überaus lesenswert in Zeiten in denen Populisten sich als Meinungsbildner verstehen und Journalisten/innen wortreich (ohne damit aber tatsächlich etwas zu sagen) eine "Links-grüne Meinungsmacht" beklagen.

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