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Das Schweigen des Wassers Kriminalroman

171

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

40541

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.09.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/11,7/2,5 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Mokka / Messing

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50292-3

Beschreibung

Rezension

»Susanne Tägder […] zeigt sich als sensible Erzählerin mit großem Respekt vor ihren vielfach gebrochenen Figuren. Ein wertvoller Roman, der sehr genau die Befindlichkeiten einer schwierigen Umbruchszeit in den Blick nimmt.« Silke Arning, SWR Kultur, 27. April 2024 ("SWR Kultur")
»Immer knapp und fokussiert, schnörkellos und treffsicher auf den Punkt gebracht - das ist Susanne Tägder.« Peter Scherrer, NDR Kultur, 18. März 2024 ("NDR Kultur")
»Tägders zwischen Poesie und Realismus schwebender Sound kann süchtig machen.« Christian Schröder, Tagesspiegel, 04.03.2024 ("Tagesspiegel")
»[Ich habe] eine Autorin entdeckt, die mich ziemlich begeistert hat, […] eine ganz große Entdeckung […]. Eine unglaublich gute Erzählerin, die in einer ruhigen, sachlichen, nie ausufernden und total realistischen Art erzählt.« Dora Heldt, Dora Heldt trifft, 26.06.2025 ("Dora Heldt trifft")
»Tägder gelingt es in ihrem ersten Krimi vorzüglich, die Stimmung kurz nach der deutschen Wiedervereinigung abzubilden.« Susanne Schramm, Aachener Zeitung, 13. Mai 2024 ("Aachner Zeitung")
»Nicht nur, dass Susanne Tägder einen Tatsachenfall für ihren neuen Roman zugrunde legt, auch im Stil, Tempo und der lange Zeit unübersichtlichen Ermittlungen gelingt es ihr, die Atmosphäre der Wendejahre, die fast allmächtige Welt der Polizei und der Stasi zu DDR Zeiten auf den Punkt zu erzählen.« Michael Lehmann-Pape, Buchtips, 29. April 2024 ("buchtips.net")
»Susanne Tägder versteht es, ebenso präzise wie beiläufig zu erzählen und die großen Umbrüche nach der Wende in starken Bildern und feinsinnigen Beobachtungen einzufangen.« Silke Arning, SWR Kultur, 27. April 2024 ("SWR Kultur")
»Wunderbar gemacht, ganz tolle Sprache. Wirklich ein richtiger Hochgenuss für Leute, die auch gerne […] literarische Krimis lesen.« Andrea Biedermann, SWR, 24. April 2024 ("SWR")
»[Mit großer erzählerischer Ruhe und Gespür für Timing.] Politisch brisant und hervorragend auch in der Beschreibung des Misstrauens zwischen Ost und West in den 90er-Jahren. Susanne Tägder zeigt mit ihrem ersten Krimi großes Talent, eine Geschichte nicht nur raffiniert zu entwickeln, sondern auch die politischen Umstände zu beleuchten.« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 02. April 2024 ("NDR Kultur")
»Mit einem genauen Blick für die Figuren, einer wunderbar lakonischen Sprache, beschreibt Tägder auf der einen Seite eine Welt, in der noch nichts sicher ist und alles in Bewegung.« Tobias Rapp, Der Spiegel Kultur, 27. März 2024 ("Spiegel Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

40541

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.09.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,5/11,7/2,5 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Mokka / Messing

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50292-3

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    13.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Einen Mord mit einem Mord verstecken

    Susanne Tgder legt hier ihren ersten Krimi vor und ich war sehr gespannt, eine neue Autorin kennenzulernen. Kriminalhauptkommissar Groth aus Hamburg kehrt in seine Heimatstadt Wechtershagen in Mecklenburg zurück - als Aufbauhelfer Ost. Die Wende liegt erst wenige Jahre zurück und aus den ehemaligen Volkspolizisten sollen moderne Ermittler mit westdeutschen Methoden geschult werden. Eine sehr zähe Aufgabe, denn vor allem in den älteren Polizisten sind die alten Vorgehensweisen tief eingebrannt. Groth begegnet im Hof des Polizeireviers ein Odachloser, Siegmar Eck, der sich verfolgt fühlt. Groth weiss nicht recht, was er davon halten soll. Dann ist Eck, der im Sommer als Bootsverleiher arbeitet, zwei Tage später tot, scheinbar im See ertrunken. Er, der gemäss der Aussage der Kellnerin Regine Schadow aus dem Ausflugslokal am See, ein hervorragender Schwimmer gewesen ist. Die Autorin erzählt sehr ruhig und schnörkellos und aus dieser gradlinigen Sprache erwächst ein Sog, zunächst sehr zurückhaltend, dann aber von Seite zu Seite mit grösserer Kraftentwicklung. Die Beobachtungen lassen mich an Geoerges Simenon denken - es ist das eigentlich Unscheinbare, welches packende Stimmungsbilder zeichnet und die Charaktere der Protagonisten sehr nah und lebendig beleuchtet wie Groths Kollegen Gerstacker, der das System der Volkspolizei bestens aus langjähriger Erfahrung bestens kennt. Zur unmittelbaren Nähe mag auch die Tatsache beitragen, dass Susanne Tägder im Präsens erzaählt. Aus den Seiten steigt der Mief der Kleilichkeit, der Trostlosigkeit, des Wegduckens, des Vertuschens und des Schweigens auf, gepaart mit tiefem Misstrauen gegen alle und alles, was aus dem Westen kommt. Die Menschen sind gefangen in ihrer Vergangenheit als DDR, die sie fürchteten und auch hassten, aber dennoch nicht ablegen können, jetzt, da sie doch frei sind. Nicht nur das, die Autorin zeigt uns mit erschreckender Klarheit, wie alte Seilschaften nach der Wende chamäleonhaft weiterfunktionieren, ja sogar prächtig gedeihen. Die DDR ist nicht mehr, aber die DDR lebt weiter.I n ihrem Weltbild, in ihrem Denken. Mit enormer Beharrlichkeit kommen Grozh und Gerstacker dem Mörder Ecks auf die Spur, um hinter diesem Mord einen ganz andere Mord zu erkennen. Ich finde dieses Erstlingswerk sehr beeindruckend! Ja, ich darf sagen, garndios. Ein Scheinwerfer auf die j¨üngere deutsche Geschichte. Unbedingt lesenswert! Ich hoffe, von Susanne Tägder noch viel lesen zu können.

  • Streiflicht

    5/5

    26.07.2024

    Hörbuch-Download

    Spannend und poetisch zugleich

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich zu jung bin, um mich an die DDR oder das, was direkt danach kam, zu erinnern. Zugleich finde ich es aber sehr, sehr interessant, es ist ja unsere deutsche Geschichte. Ich mag es, mich der Geschichte in Form von Romanen zu nähern, die mich unterhalten, zugleich aber auch Wissen vermitteln. Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Atmosphäre der Zeit, die Probleme, die daraus resultierten, dass man zwei so verschiedene Regime versuchte unter einen Hut zu bringen, und das Leben damals darzustellen. Es wirkt nie aufgesetzt oder seltsam, sondern man ist immer ganz nah dran und fiebert richtig mit. Die Geschichte ist total spannend und sehr vielschichtig. Ich habe gelesen, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht und das finde ich umso interessanter. Siegmar Eck wird tot aufgefunden, aber warum? War es wirklich nur ein tragischer Unfall? Und welches Geheimnis hat Regine, die junge Servierkraft aus der "Erholung"? Der Erzählstil der Autorin ist unfassbar schön, man könnte auch poetisch sagen. Für mich war es ganz wunderbar zu lesen, sie beschreibt banale Alltagssituationen ganz anschaulich und detailverliebt. Zusammen mit der wunderbaren Stimme des Erzählers entstanden in meinem Kopf durch diese Beschreibungen realistische Bilder. Ich sah mich mit Regine am Wasser des Sees stehen, ich spürte die Kälte und den Regen im Herbst. Man sieht durch die Brille der Figuren, die so authentisch und real wirken, dass man richtig mitfühlen kann. Einfach toll! Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band mit Arno Groth, der eine unfassbar sympathische Hauptfigur ist!

  • Streiflicht

    5/5

    26.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend und poetisch…

    Spannend und poetisch zugleich Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich zu jung bin, um mich an die DDR oder das, was direkt danach kam, zu erinnern. Zugleich finde ich es aber sehr, sehr interessant, es ist ja unsere deutsche Geschichte. Ich mag es, mich der Geschichte in Form von Romanen zu nähern, die mich unterhalten, zugleich aber auch Wissen vermitteln. Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Atmosphäre der Zeit, die Probleme, die daraus resultierten, dass man zwei so verschiedene Regime versuchte unter einen Hut zu bringen, und das Leben damals darzustellen. Es wirkt nie aufgesetzt oder seltsam, sondern man ist immer ganz nah dran und fiebert richtig mit. Die Geschichte ist total spannend und sehr vielschichtig. Ich habe gelesen, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht und das finde ich umso interessanter. Siegmar Eck wird tot aufgefunden, aber warum? War es wirklich nur ein tragischer Unfall? Und welches Geheimnis hat Regine, die junge Servierkraft aus der "Erholung"? Der Erzählstil der Autorin ist unfassbar schön, man könnte auch poetisch sagen. Für mich war es ganz wunderbar zu lesen, sie beschreibt banale Alltagssituationen ganz anschaulich und detailverliebt. Zusammen mit der wunderbaren Stimme des Erzählers entstanden in meinem Kopf durch diese Beschreibungen realistische Bilder. Ich sah mich mit Regine am Wasser des Sees stehen, ich spürte die Kälte und den Regen im Herbst. Man sieht durch die Brille der Figuren, die so authentisch und real wirken, dass man richtig mitfühlen kann. Einfach toll! Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band mit Arno Groth, der eine unfassbar sympathische Hauptfigur ist!

  • MoMe

    5/5

    12.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein tiefschürfender Kriminalroman

    Der Einstieg ist ruhig und dennoch sofort atmosphärisch. Die Geschichte beginnt 1980 mitten in der DDR. In nur wenigen Szenenbildern wird deutlich, wie es damals so lief. Wie die Polizei arbeitete, welche Regeln es für Journalisten gab und was passierte, wenn sich jemand nicht daranhielt. Gleichzeitig ahne ich, dass die Ereignisse entscheidend für die Geschehnisse des Herbstes 1991 sein könnten. Ab Kapitel 1 wechselt Das Schweigen des Wassers zu den Anfängen der Neunzigerjahre. Erzählt wird Das Schweigen des Wassers aus zwei Perspektiven. Der große Handlungsfaden gehört Arno Groth, Kriminalhauptkommissar und Aufbauhelfer Ost in der fiktiven Stadt Wechtershagen. Er ist ein Außenseiter, die ostdeutschen Kollegen meiden ihn. Groth ist einsam und er vermisst schmerzlich seine tote Tochter Saskia. Was genau geschehen ist, wird erst später kurz thematisiert. Saskia ist ein wichtiger Teil von Groth und durch den beinah beschaulichen Einstieg habe ich Zeit, den Kriminalhauptkommissar in Ruhe kennenzulernen. Der kleinere Handlungsfaden gehört der Servicekraft Regina Schadow. Sie wirkt undurchsichtig. Es umgeben sie so einige Geheimnisse, die sie nicht preisgibt, was meine Mutmaßungen über sie befeuern. Durch Das Schweigen des Wassers führt der personale Erzähler, der mir zum einen die Nähe zu den beiden Protagonisten ermöglicht, zum anderen auch eine faszinierende Distanz schafft. Ich habe beim Lesen nicht das Gefühl, mit einen von ihnen Freundschaft zu schließen. Passend zur eher tristen Atmosphäre sind die beiden kein Sonnenschein. Alles wirkt bedrückend und leicht behäbig. Die Ermittlungsmethoden aus den 1990er-Jahren faszinieren mich, ebenso das Kompetenzgerangel zwischen den neuen Kollegen. Die deutsch-deutsche Geschichte in ihren Anfängen wird düster gezeichnet. Der Kriminalroman kommt ohne Effekthascherei und raffiniert angelegten Plot Twists aus. Die Erzählart ist unaufgeregt und doch mitreißend. Die Feinheiten des Falls werden authentisch dargestellt und es bedrückt zu lesen, wie jemand völlig unschuldig eines schweren Verbrechens beschuldigt wird. Was nicht passt, wird passend gemacht. Die Konsequenzen davon wabern durch die Geschichte so schwer und beklemmend, dass ich einfach wissen muss, wie alles enden wird. Zwischenmenschliche Beziehungen stehen im Vordergrund, aber auch die Frage nach Heimatgefühl und wie es sein kann, dass ein Fall erst Jahre später wieder in den Fokus rücken kann, vielleicht auch muss, damit endlich so etwas wie Frieden einkehren kann. In diesem Kriminalroman und auch in dem wahren Verbrechen, welches Das Schweigen des Wassers zugrunde liegt, gibt es nicht nur ein Opfer. Die wahre Tragödie offenbart sich mit jeder gelesenen Seite mehr und mehr, schnürt mir dabei die Kehle zu. Und dazu bedarf es eben keiner adrenalinpeitschender Erzählart. Das Ende ist genauso unglamourös wie die Geschichte selbst. Es ist ernüchternd und doch zündet da ein Funken Hoffnung. Manchmal bedarf es Geduld, teilweise jahrzehntelange Geduld, bis ein Verbrechen aufgeklärt werden kann. Aber nicht immer kann es auch gesühnt werden. Mich lässt die Geschichte nicht mehr los und so recherchiere ich selbst ein bisschen zu den Hintergründen des True Crime Falles. Obwohl Susanne Tägder einen fiktiven Ort und Charaktere erschaffen hat, die nur an die Wahrheit angelehnt sind, so gelingt es ihr mit viel Fingerspitzengefühl das Unglück um Karin Grabowski und Werner Engler einzufangen. Sie bleibt bei ihrer Geschichte ganz dicht an den Ereignissen dran, formt nur wenig zu ihren erzählerischen Zwecken um. Am meisten beeindruckt mich, wie sie die Gefühle der wahren Personen in Das Schweigen des Wassers verarbeitet hat und in mir damit tiefe Betroffenheit auslöst. Fazit: Das Schweigen des Wassers ist ein ruhiger, aber tiefschürfender Kriminalroman. Hier gibt es keine reißerischen Spezialeffekte, sondern eine fiktionale Abbildung eines Verbrechens, dessen Tragödie einen bedrückenden Umfang genommen hat.

  • Bewertung

    5/5

    18.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr erfreut - eigentlich nicht so sehr „Krimi“

    Ich habe nun den „Krimi“ fertig gelesen, der hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich lese ich nicht so gerne Krimis, finde sie manchmal mühsam, wenn immer nur nachträglich reflektiert wird. Aber der hat ein eigenes Geschehen, was beim Lesen spannend bleibt und ist in der Beobachtung der Figuren und Handlungen so schön genau geschrieben, mit Blick für Kleinigkeiten, das fand ich sehr beeindruckend. Insgesamt sehr erfreulich!

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Bewertungen (171)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Eva-Maria Brinks

    Eva-Maria Brinks

    Thalia Mülheim – Rhein-Ruhr-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Was für ein tolles (spätes) Debut...

    Was für ein tolles (spätes) Debut : Ein sprachlich hervorragender Kriminalroman, der gänzlich ohne blutige Szenen auskommt und dabei einen Sog entwickelt, der einen so schnell nicht loslässt. Absolute Lesempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Barbara Lohmann

    Barbara Lohmann

    Thalia Lohne

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Tod in Mecklenburg

    Getriggert haben mich Ort und Zeit der Handlung: Mecklenburg-Vorpommern 1991. Hauptkommissar Groth kehrt als Schulungsleiter von Hamburg in seine alte Heimatstadt zurück. Ein unklarer Todesfall und der Mord an einem Mädchen in den 80er Jahren lassen ihm schon bald beruflich wie privat keine Ruhe und führen zu früheren politischen Intrigen und alten Erinnerungen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, nicht zuletzt wegen excellent gezeichneten Figuren und der wunderbaren Sprache.
  • Zum Bewerterprofil von Silke Geldmacher

    Silke Geldmacher

    Thalia Minden

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Inspiriert von einem wahren Fall

    Dieser Kriminalroman wird auf dem Cover von Lucy Fricke und Andreas Pflüger gelobt, deshalb wollte ich mal reinlesen und konnte überhaupt nicht mehr aufhören. Hauptkommissar Groth ist eine interessante und vielschichtige Persönlichkeit, der in seiner Freizeit Kafka liest und mehr oder weniger erfolgreich versucht, in seiner alten Heimat, Mecklenburg, Fuß zu fassen. Die Story spielt kurz nach der Wende und ist auch ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte. Wenn sie Krimis lesen, weil sie in erster Linie wissen möchten, wer der Täter ist, ist dieses Buch möglicherweise nicht das richtige für sie.
  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    "Legt sich ins Schilfgras und hört von ganz nah - Das Schweigen, das Schweigen des Wassers..."

    Sie können das obige, titelgebende, lyrische Zitat aus den ungeordneten schriftlichen Texten des Siegmar Eck wahlweise poetisch nennen, oder auch, fast abfällig, als "die Ergüsse des jungen Werther" bezeichnen - wie es Hauptkommissar Groths ostdeutscher Amtskollege Gerstacker tut. Aber es lässt wohl.... Hej, Moment, was soll das jetzt eigentlich? Wer ist Siegmar Eck, wer sind die beiden Polizisten, wo und wann und warum geht es hier? Oder, um mit Herbert Grönemeyer zu sprechen: Was soll das? Eigentlich ist das alles ziemlich einfach zu beantworten: Siegmar Eck, Anfang dreißig, schwerer Alkoholiker, arbeitet an einem See in Mecklenburg als Bootsverleiher, mehr schlecht als recht. Harte Trinker sollten wacklige, rutschige Bootsstege meiden, vor allem am Ende eines Tages. Eck beherzigt diese Maxime nicht, und wird so eines Morgens tot im See treibend gefunden. Einzig Hauptkommissar Groth, der kurz zuvor eine knappe Unterhaltung mit dem bedauernswerten ehemaligen Musiker geführt hat, hat seine Zweifel. Ausgerechnet "dieser" Groth, der frisch von Hamburg, es ist das Jahr 1991, als "Aufbauhelfer Ost" nach Wechtershagen gekommen ist, um den neuen Kollegen im neuen Rechtssystem zur Seite zu stehen. Und um seinen eigenen diversen Dämonen zu entfliehen. und der jetzt auf erheblichen Widerstand stößt, als er zu verstehen beginnt, dass der o.g. Unfall sehr eng mit einem nie aufgeklärten Mord aus DDR-Zeiten verknüpft ist... Der Autor Andreas Pflüger, ein Schwergewicht des etwas anderen deutschen Thrillers, dem wir die unvergleichliche Agentin Jenny Aaron verdanken, urteilte über die Verfasserin des Buchs: "Diese Autorin ist gekommen, um zu bleiben!" Dem ist nichts hinzuzufügen! Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen. Ein Erstling, der auf grandiose Art und Weise beweist, dass Spannungsromane eben auch ganz große Literatur sein können. Hier sitzt jedes Wort, jeder Satz, einfach fantastisch. Als Fan von intelligenten Krimis und Thrillern ist dieses Buch ein absolutes Muss, besser geht es einfach nicht! Einmal mehr erweist sich der Tropen Verlag als allerfeinste Adresse für allerfeinste Unterhaltung, Hut ab...
  • Zum Bewerterprofil von G. Knollmann-Wachsmuth

    G. Knollmann-Wachsmuth

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein vollkommen gelungener Krimi. Uneingeschränkte...

    Ein vollkommen gelungener Krimi. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

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