Produktbild: Die Schrecken der anderen
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Martina Clavadetscher

1. Die Schrecken der anderen

Die Schrecken der anderen Roman

Gesprochen von
96
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Michaela Winterstein

Spieldauer

7 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

36

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406840098

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Michaela Winterstein

Spieldauer

7 Stunden und 38 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

36

Verlag

C.H. Beck

Sprache

Deutsch

EAN

9783406840098

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  • drawe

    aus Landau

    4/5

    14.11.2025

    Hörbuch-Download

    Die Schrecken einer schmutzigen Vergangenheit

    Mein Hör-Eindruck: Im fiktiven Schweizer Ödwil wird im vereisten See eine Leiche entdeckt. Der Ort staunt: wieso wird sie im Winter nach oben getrieben? Und damit sichtbar? Bald wird klar, dass es in diesem Roman nicht um die Aufklärung eines Mordfalles geht, und zwar spätestens dann, wenn der Tote als McGuffin identifiziert wird. Hitchcock zwinkert uns zu: so nannte er seinen Platzhalter für Personen, Vorkommnisse etc., die die Handlung in Gang setzten. Dieser Leichenfund setzt tatsächlich die Handlung in Gang. An den Fund knüpfen sich nun verschiedene Erzählstränge an, und der Personenkreis erweitert sich. Da ist Rosa, die im Wohnwagen wohnt, der menschenscheue Archivar, die hundertjährige Erbin eines Fischzüchters, die Herren mit den Zylindern und schließlich der reiche Erbe, dessen Blick auf die Welt buchstäblich und sinnbildlich verschwommen ist. Und dann kommen noch die Sagen der gefährlichen Drachen in den Bergen dazu, die auf die Menschheit lauern. Der Leser verfolgt zunehmend verwirrter die einzelnen Erzählstränge, bis sie sich endlich zusammensetzen zu einem dichten Gefüge. Und jetzt wird klar: der sichtbar gewordene Tote im Eis wird zum Sinnbild. Er ist eine Metapher für die schmutzige Geschichte der Schweiz, die die Autorin quasi aus dem Eis des Vergessens befreit und ins Sichtbare hebt. Sie legt mit ihrer ungemein bildstarken Sprache den Finger auf die Geschichte der Schweiz während des europäischen Faschismus, eine Geschichte, an die sich die Schweiz nicht erinnern will: an die Verbindung zu Nazi-Größen und das Nazi-Geld, das nach wie vor in der Schweiz liegt, an die menschenverachtende Bereicherung an Verfolgten, an die faschistischen Umtriebe im eigenen Land, die Verstrickung vieler heute wohlhabender Familien in den Nationalsozialismus und die aktuelle finanzielle Förderung rechtsradikaler Jugendgruppen. Der Schrecken der anderen – das ist der Schrecken der Geschichte, das sind die alten, aber nach wie vor wirkmächtigen Schrecken einer schmutzigen Vergangenheit, der sich das Land nicht stellen will. Trotz des schönen Vortrages von Michaela Winterstein: ein herausforderndes Hörbuch, das konzentriertes Hören einfordert.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    3/5

    19.07.2025

    Hörbuch-Download

    Schwierig

    Zum Inhalt: Ein Junge, der beim Schlittschuhlaufen einen Toten findet, ein reicher Erbe, der immer weniger sieht und dessen Mutter, die zwar fast nur noch im Bett liegt aber dennoch alle Fäden in der Hand hält. Wie das alles zusammen passt? Ein alter Archivar lässt sich von der seltsamen Rosa mitreißen, denn sie hat verstanden, dass alles miteinander verbunden ist. Meine Meinung: Das war ein echt sonderbares Buch, in meinem Fall Hörbuch. Es war zwar irgendwie interessant anzuhören, aber ich konnte lange keinen roten Faden erkennen und das Buch wirkte wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die nichts miteinander zu tun haben. Erst langsam wird klar, dass es um etwas geht, was in der Vergangenheit liegt. Auch wenn irgendwann die Fäden entwirrt werden und sich nach und nach ein klareres Bild zeigt, ist es für mich ein Buch, dass nicht im Gedächtnis bleiben wird. Fazit: Schwierig

  • Bewertung

    5/5

    10.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, dass Ausdauer fordert

    »Da ist die Welt, da sind die Gesellschaften, unterjocht von Politik und Religion und alle voran der Wirtschaft — dieses ganze Zusammenspiel aus Macht und Ohnmacht, Geben und vor allem Nehmen. […] Die Frage ist nun: Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen?« (S. 127). Ein mysteriöser Klappentext und ein schrecklich-schönes Cover ziehen mich in den Bann. Was ist gemeint, mit der Duldung, die als scheinheiligste Form des Verbrechens definiert wird? Wie hängen die einzelnen Charaktere des Buches damit zusammen? Wir gehen rein, in »Die Schrecken der Anderen«: Es geht um einen Jungen, der durch Zufall eine Leiche entdeckt. Als die Polizei anrückt, wird Rosa, die im Buch oft nur als »die Alte« bezeichnet wird, auf den Tatort und somit auf das Verbrechen aufmerksam. Sie ermittelt zusammen mit Arnold Schibig. Einem einsamen, mit Angststörung lebendem Archivaren, auf eigene Faust. Und dann wäre da noch Erbanwärter Kern, mit seiner Frau Hanna. Die beiden stehen massiv unter Druck, da Mutter Kern, eine Hundertjährige, die auf Pflege angewiesen ist, die Fäden in der Hand hält. Dieses Buch gab mir Rätsel auf und ich war kurz davor nicht am Ball zu bleiben, frustriert abzubrechen. Doch ein Satz hat mich bei Laune gehalten: »Bei undurchsichtigen Geschichten geht es oft um Ausdauer« (S. 55). Die geforderte Ausdauer wollte ich zeigen, mich durchringen. Selbst die Geschichten innerhalb der Geschichte haben mich irgendwann nicht mehr abgehalten, dieses Buch beenden zu wollen und gegen Ende kam das Aha-Erlebnis. Welches so dringlich, wichtig und erleuchtend ist, dass ich mich für meine vorangegangene Unlust fast schon schämte. Sprachlich geht Martina Clavadetscher äußerst detailliert vor. Überzeugen konnten mich vor allem die düsteren Sequenzen in der Villa. Im Dachgeschoss, in dem Kerns Mutter den Rest ihres Lebens verbringt ist die Luft zum Schneiden. Emotionen, Macht und Geheimnisse erschweren das Atmen. Eindrücklich schildert die Autorin die Beziehung zwischen Kern und seiner Mutter. Unwissentlich stehen die Beteiligten alle in Beziehung zueinander — es entsteht ein einzigartiges Beziehungsgeflecht durch die Figuren. »Die Schrecken der Anderen« von Martina Clavadetscher bildet eine zarte Geschichte ab, die mit höchster Genauigkeit gelesen werden sollte, damit sie sich vollkommen entfalten kann und verstanden wird. Dranbleiben hat sich bei diesem Buch definitiv gelohnt.

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    03.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Zylinderherren tanzen und Tote im Eis liegen

    Manchmal stolpert man über ein Buch und denkt: Was zur Hölle passiert hier eigentlich – und warum macht es trotzdem so süchtig? Genau so ging’s mir bei Die Schrecken der anderen. Martina Clavadetscher hat wieder mal tief in die Trickkiste gegriffen und ein literarisches Labyrinth gezimmert, das gleichzeitig verstört, fasziniert und zum Lachen bringt (ja, sogar das!). Da ist dieser Tote im Eis – klingt nach Krimi, ist aber mehr so ein Türöffner in eine Geschichte, die permanent aus den Angeln springt. Plötzlich hängt man zwischen Zylinderherren, schrägen Archivaren, einer alten Frau im Wohnwagen und einem Mahnmal, das fast lebendiger wirkt als die Leute drumherum. Und mittendrin Kern, der schwerreiche Typ, dessen Augen nicht mehr mitmachen wollen. Klare Sicht? Fehlanzeige! Aber genau das macht’s genial: Der Leser sieht mehr als die Figuren, während man gleichzeitig spürt, dass man selbst auch nicht durchblickt. Mindfuck deluxe. Was mich komplett weggeblasen hat, ist diese Mischung aus realer Geschichte, Mythos und feiner Ironie. Clavadetscher zieht die Schichten ab wie eine Zwiebel – nur dass einem dabei nicht die Augen tränen, sondern der Kopf glüht. Und sie haut einem so nebenbei die unbequeme Wahrheit um die Ohren: Dulden ist auch ein Verbrechen. Zack, sitzt. Trotz aller Düsternis steckt in dem Buch ein wilder Funken Humor, so schräg und unerwartet, dass man ständig grinst, obwohl man eigentlich Gänsehaut haben sollte. Das ist kein Roman zum Wegsnacken vorm Einschlafen. Das ist ein Erlebnis. Ein literarischer Trip, der dich auf der Couch fesselt und nachts im Traum noch Zylinderherren vor dir tanzen lässt. Ich sag’s mal so: Wer mutig ist, liest das. Wer feige ist, verpasst das Abenteuer seines Lebens.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    27.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Etwas ganz besonderes

    Ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Schwierig in Worte zu fassen, weil es eigentlich mehr einem Gefühl entspricht. Irgendwo zwischen Neugier und Beklemmung. Die Handlungsstränge verwirren, die Charaktere sind merkwürdig und trotzdem geht alles nahtlos ineinander über. Für jede Situation findet Martina Clavadetscher die exakte Beschreibung und verschwendet dabei kein einziges Wort. Genau so viel, um zu verstehen, und wenig genug, um selber zu denken. So kann man, obwohl es kein Krimi ist, mitraten und sich ganz herrlich von allen Hinweisen in die Irre führen lassen. Ein Buch, das auf ganz vielen Ebenen funktioniert und das verschiedenen Leser:innen wohl ganz unterschiedliche Geschichten erzählen wird. Den einen vielleicht eine von Freundschaft, den anderen von vergangenen Verbrechen und wieder anderen eine von Drachen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (96)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2025

    eBook (ePUB)

    Mal was ganz anderes!

    Dieser Roman hat mich mit seiner zupackenden Sprache, den eigenwilligen, markanten Charakteren und dem Thema der schweizerischen Verbindungen zum Deutschen Nationalsozialismus absolut überzeugt. Die Hörbuchversion kann ich wärmstens empfehlen!
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gut gehütete Schweizer Abgründe

    Aus einem zugefrorenen See in der Schweiz wird eine Leiche geborgen - ein dunkles Geheimnis, das die Stille des Winters durchbricht. Schibig, eigentlich als Archivar im Polizeipräsidium tätig, wird in diese frostige Szenerie gerufen und begegnet Rosa, einer eigenwilligen Frau, die in einem Wohnwagen lebt und ihm bei der Aufklärung des Falls mit klugem Gespür zur Seite steht. Im Folgenden erweitert sich das Figurenrepertoire um Kern und seine Mutter, eine bösartige, neugierige Alte, die im Bett liegend das Umfeld mit ihrer unerbittlichen Präsenz durchdringt. Die Autorin webt geschickt Legenden in die Erzählung, die zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart pendelt. Die Handlung entfaltet sich in komplexen Schachtelsätzen, der weit gezirkelte Radius offenbart die Zusammenhänge erst nach und nach und nimmt die Lesenden auf eine emotionale und gedankliche Reise mit. Die Geschichte gipfelt in Paukenschlägen am Ende. Ein literarischer Kriminalroman für experimentierfreudige Lesende, der dunkle Kapitel der Schweizer Geschichte beleuchtet, zugleich unterhält und zum Nachdenken anregt. Eine Empfehlung für jene, die das Ungewöhnliche suchen.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    3/5

    03.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplex

    Gegenwart und Vergangenheit werden mit Fabeln vermischt und die Protagonisten bewegen sich irgendwo dazwischen. Es dauert etwas bis klar wird, was das alles soll, aber in dem Fall hat sich das Durchhalten gelohnt.
  • Zum Bewerterprofil von M. Mischok

    M. Mischok

    Thalia Universitätsbuchhandlung

    Buchhändler*in

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    3/5

    18.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konnte mich nicht komplett überzeugen

    Martina Clavadetsch hat mit "Die Schrecken der anderen" ein Roman geschrieben, der vom Konzept gut hätte werden können, aber nach etwa der Hälfte stark nachgelassen hat. Mir hat vor allem die Vielschichtigkeit der Charaktere gefehlt. Die Geschichte fühle sich irgendwann flach an und konnte mich nicht Hundertprozent überzeugen...

Unsere Meinungen

Bewertungen (4)

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