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Zeit der Schuldigen Roman nach einem wahren Kriminalfall

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.02.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

22,1/15/3,5 cm

Gewicht

607 g

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710001455294

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Sehr gut

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Erscheinungsdatum

29.02.2024

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Lübbe

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

22,1/15/3,5 cm

Gewicht

607 g

Auflage

1. Auflage 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710001455294

Herstelleradresse

Lübbe
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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Im November 1981 wird die…

Lena aus Köln am 18.12.2024

Bewertungsnummer: 2906659

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im November 1981 wird die 17-jährige Nina Markowski vergewaltigt und brutal mit 22 Messerstichen getötet. Als Tatverdächtiger wird der 14 Jahre ältere Volker März aufgrund von Indizien verhaftet und wegen Mordes verurteilt, das Urteil allerdings wenig später aufgrund eines Formfehlers aufgehoben. Nina hatte sich mit Volker angefreundet und mehrmals getroffen, bevor sie sich in einen Jungen in ihrem Alter verliebte und die Verbindung zu Volker wenige Tage vor ihrem Tod abbrach. Dem leitenden Kriminalkommissar Klaus Margraf lässt der ungelöste Fall auch nach seiner Pensionierung keine Ruhe. In einem Zivilrechtsprozess wird das Verfahren aufgrund von DNA-Spuren neu vor Gericht aufgerollt. 40 Jahre später möchte Kriminalkommissarin Anne Paulsen für Gerechtigkeit sorgen und Volker März zu einem Geständnis zwingen. "Zeit der Schuldigen" basiert auf realen Ereignissen und nimmt Bezug auf den Mordfall an Frederike von Möhlmann, der in einem Nachwort erläutert wird. Im Kern des Romans geht es neben der abscheulichen Tat um Art. 103 Abs. 3 GG (Ne bis in idem), dass niemand wegen derselben Tat mehrfach bestraft werden darf. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und handelt auf zwei Zeitebenen. Sie gibt damit Einblicke in das Leben des Opfers und der Angehörigen, die polizeilichen Ermittlungen, den Gerichtsprozess und die Folgen. Es ist eine Zeitreise in die 1980er-Jahre, in der die technischen Möglichkeiten der Beweisführung noch deutlich eingeschränkt waren. So werden auch Zweifel gehegt, ob der einzige Verdächtige, der seine Unschuld beteuert, der Täter ist. Durch die unterschiedlichen Perspektiven des Hauptermittlers Margraf, des Vaters des Opfers, von Nina selbst und 40 Jahre später der Kriminalkommissarin Paulsen ist die Geschichte vielschichtig und abwechslungsreich geschildert. Die Charaktere und ihre Motive sind authentisch und nachvollziehbar, selbst wenn sie nicht den geradlinigen Weg gehen. Ihr Zusammenspiel und der Zusammenhalt, der sich aufgrund der ungewöhnlichen Situation ergibt, ergänzen den Sumpf aus Schuld und Sühne um ein Quäntchen Hoffnung. Anhand dieses (fiktiven) Falls sind zudem die Raffinessen und Fallstricke unseres Rechtssystems durch den Autor, der selbst Jurist ist, verständlich und alles andere als trocken dargelegt. "Zeit der Schuldigen" ist ein fesselnder und vielschichtiger Mix aus Kriminalroman, True Crime und Justizthriller, der Fragen zu Gerechtigkeit, Schuld und Sühne aufwirft, wobei durch insbesondere durch den Akt der Selbstjustiz Emotionen geweckt werden, die am deutschen Rechtssystem zweifeln lassen. Abhängig vom Blickwinkel ist Recht nicht gleichzusetzen mit Gerechtigkeit und was wiegt schwerer: Rechtsfrieden und Rechtssicherheit für die Allgemeinheit oder die Vollziehung der gerechten Strafe im Einzelfall?

Im November 1981 wird die…

Lena aus Köln am 18.12.2024
Bewertungsnummer: 2906659
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im November 1981 wird die 17-jährige Nina Markowski vergewaltigt und brutal mit 22 Messerstichen getötet. Als Tatverdächtiger wird der 14 Jahre ältere Volker März aufgrund von Indizien verhaftet und wegen Mordes verurteilt, das Urteil allerdings wenig später aufgrund eines Formfehlers aufgehoben. Nina hatte sich mit Volker angefreundet und mehrmals getroffen, bevor sie sich in einen Jungen in ihrem Alter verliebte und die Verbindung zu Volker wenige Tage vor ihrem Tod abbrach. Dem leitenden Kriminalkommissar Klaus Margraf lässt der ungelöste Fall auch nach seiner Pensionierung keine Ruhe. In einem Zivilrechtsprozess wird das Verfahren aufgrund von DNA-Spuren neu vor Gericht aufgerollt. 40 Jahre später möchte Kriminalkommissarin Anne Paulsen für Gerechtigkeit sorgen und Volker März zu einem Geständnis zwingen. "Zeit der Schuldigen" basiert auf realen Ereignissen und nimmt Bezug auf den Mordfall an Frederike von Möhlmann, der in einem Nachwort erläutert wird. Im Kern des Romans geht es neben der abscheulichen Tat um Art. 103 Abs. 3 GG (Ne bis in idem), dass niemand wegen derselben Tat mehrfach bestraft werden darf. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und handelt auf zwei Zeitebenen. Sie gibt damit Einblicke in das Leben des Opfers und der Angehörigen, die polizeilichen Ermittlungen, den Gerichtsprozess und die Folgen. Es ist eine Zeitreise in die 1980er-Jahre, in der die technischen Möglichkeiten der Beweisführung noch deutlich eingeschränkt waren. So werden auch Zweifel gehegt, ob der einzige Verdächtige, der seine Unschuld beteuert, der Täter ist. Durch die unterschiedlichen Perspektiven des Hauptermittlers Margraf, des Vaters des Opfers, von Nina selbst und 40 Jahre später der Kriminalkommissarin Paulsen ist die Geschichte vielschichtig und abwechslungsreich geschildert. Die Charaktere und ihre Motive sind authentisch und nachvollziehbar, selbst wenn sie nicht den geradlinigen Weg gehen. Ihr Zusammenspiel und der Zusammenhalt, der sich aufgrund der ungewöhnlichen Situation ergibt, ergänzen den Sumpf aus Schuld und Sühne um ein Quäntchen Hoffnung. Anhand dieses (fiktiven) Falls sind zudem die Raffinessen und Fallstricke unseres Rechtssystems durch den Autor, der selbst Jurist ist, verständlich und alles andere als trocken dargelegt. "Zeit der Schuldigen" ist ein fesselnder und vielschichtiger Mix aus Kriminalroman, True Crime und Justizthriller, der Fragen zu Gerechtigkeit, Schuld und Sühne aufwirft, wobei durch insbesondere durch den Akt der Selbstjustiz Emotionen geweckt werden, die am deutschen Rechtssystem zweifeln lassen. Abhängig vom Blickwinkel ist Recht nicht gleichzusetzen mit Gerechtigkeit und was wiegt schwerer: Rechtsfrieden und Rechtssicherheit für die Allgemeinheit oder die Vollziehung der gerechten Strafe im Einzelfall?

Das Leben ist grausam

Witch-Journal am 09.11.2024

Bewertungsnummer: 2336990

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Krimi ist keine leichte Kost. Besonders, da man weiß, das es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Wer bringt ein 17jähriges Mädchen auf solche Weise um? Der Vater des Mädchen kämpft um Beweise zu finden. Seine Arrangement ist beeindruckend. Der Autor - Markus Thiele - hat dieser Figur, so finde ich, besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Richtig so. Markus hat die Story bemerkenswert umgesetzt. Aus jeder Zeile springt seine Arbeit und seine Recherchen für dieses Buch, dem Leser an. Dieser Kriminalfall hält den Leser in seinem Bann gefangen. Spannung, Verwirrungen, Neuigkeiten, die Frage nach dem Warum, tiefe Trauer und eine große Portion Wut, bestimmen die Handlungen der Protagonisten. Dieses Zusammenspiel ergeben eine Handlung, die das Leben schrieb. Markus Thiele hat sich an einen wahren Kriminalfall orientiert. Das war bestimmt nicht leicht. Das Cover ist brutal gut gewählt und passt zur Story. Der Schreibstil vom Markus Thiele erscheint mir sehr ausgereift, flüssig und sehr vielfältig. So läßt sich dieser Krimi gut lesen. Doch manchmal fiel auch eine Träne beim Lesen. Das Buch hat mich umklammert und nicht vor Ende losgelassen. Die Nachwehen sind immer noch da. Man kann die Handlungen der Charaktere verstehen. Wie hätte man selbst gehandelt? Dieser Krimi ist wirklich gelungen. Vielen Dank, lieber Markus.

Das Leben ist grausam

Witch-Journal am 09.11.2024
Bewertungsnummer: 2336990
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieser Krimi ist keine leichte Kost. Besonders, da man weiß, das es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Wer bringt ein 17jähriges Mädchen auf solche Weise um? Der Vater des Mädchen kämpft um Beweise zu finden. Seine Arrangement ist beeindruckend. Der Autor - Markus Thiele - hat dieser Figur, so finde ich, besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Richtig so. Markus hat die Story bemerkenswert umgesetzt. Aus jeder Zeile springt seine Arbeit und seine Recherchen für dieses Buch, dem Leser an. Dieser Kriminalfall hält den Leser in seinem Bann gefangen. Spannung, Verwirrungen, Neuigkeiten, die Frage nach dem Warum, tiefe Trauer und eine große Portion Wut, bestimmen die Handlungen der Protagonisten. Dieses Zusammenspiel ergeben eine Handlung, die das Leben schrieb. Markus Thiele hat sich an einen wahren Kriminalfall orientiert. Das war bestimmt nicht leicht. Das Cover ist brutal gut gewählt und passt zur Story. Der Schreibstil vom Markus Thiele erscheint mir sehr ausgereift, flüssig und sehr vielfältig. So läßt sich dieser Krimi gut lesen. Doch manchmal fiel auch eine Träne beim Lesen. Das Buch hat mich umklammert und nicht vor Ende losgelassen. Die Nachwehen sind immer noch da. Man kann die Handlungen der Charaktere verstehen. Wie hätte man selbst gehandelt? Dieser Krimi ist wirklich gelungen. Vielen Dank, lieber Markus.

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Zeit der Schuldigen

von Markus Thiele

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Simone Büchner

Thalia Coburg

Zum Portrait

5/5

Lebenslänglich ungesühnt?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Jurist und Autor Markus Thiele ließ sich in seinem neuesten Roman von einem wahren Kriminalfall inspirieren. 1981 wurde eine siebzehnjährige Schülerin auf schreckliche Weise ermordet. Trotz eindeutiger Spurenlage wurde der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen. Dem Ermittlerteam stellt Thiele eine fiktive Figur zur Seite, die aus ganz persönlichen Gründen nicht von diesem Fall lassen kann. Man könnte den Glauben an die Rechtsstaatlichkeit verlieren - vorausgesetzt, dass Sie noch einen haben. Unfassbar, manchmal kaum zu ertragen, Hoffnung bleibt bis zum Schluss. Sehr gut verfasst, funkelt aus der Masse der Neuerscheinungen heraus.
  • Simone Büchner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Lebenslänglich ungesühnt?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Jurist und Autor Markus Thiele ließ sich in seinem neuesten Roman von einem wahren Kriminalfall inspirieren. 1981 wurde eine siebzehnjährige Schülerin auf schreckliche Weise ermordet. Trotz eindeutiger Spurenlage wurde der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen. Dem Ermittlerteam stellt Thiele eine fiktive Figur zur Seite, die aus ganz persönlichen Gründen nicht von diesem Fall lassen kann. Man könnte den Glauben an die Rechtsstaatlichkeit verlieren - vorausgesetzt, dass Sie noch einen haben. Unfassbar, manchmal kaum zu ertragen, Hoffnung bleibt bis zum Schluss. Sehr gut verfasst, funkelt aus der Masse der Neuerscheinungen heraus.

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Ulrike Zimmermann

Thalia Mayersche Köln-Mülheim

Zum Portrait

4/5

Ne bis in idem - nicht zweimal in derselben Sache

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 17jährige Nina wird 1981 vergewaltigt und anschließend brutal ermordet. Nach 4 Tagen findet man ihre Leiche. Der vermeintliche Täter, Volker März, wird jedoch wegen zweifelhafter Beweislage freigesprochen. Der Vater des Mädchens will Gerechtigkeit und startet Jahrzehnte später erneut eine Zivilklage, da nun eine DNA-Analyse sicher beweist, dass Volker März der Täter ist. Jedoch wird er wieder nicht verurteilt, da er schon einmal für dieselbe Tat freigesprochen wurde. Anne Paulsen, Kriminalbeamtin, lässt dennoch nicht locker, will ein Geständnis des Täters mit Gewalt erzwingen. Einmal, um den trauernden, um Gerechtigkeit kämpfenden Vater zu unterstützen, aber auch aus persönlichen Gründen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Dieses „Dreckschwein“ muß hinter Gitter, komme, was wolle! Markus Thiele lehnt diesen Roman an den wahren Kriminalfall der Frederike von Möhlmann an. Es geht in diesem Roman nicht nur um diesen Kriminalfall. Während des gesamten Verlaufs erfahren die Lesenden so viel über die Gefühlswelt der Protagonisten. Wie verarbeitet der trauernde Vater den Verlust der Tochter, die schreiende Ungerechtigkeit der Justiz? Wie weit reizt eine Polizistin ihre Macht aus? Überschreitet sie eine Grenze, nur um für sich selbst endlich Gerechtigkeit zu erlangen? Wie lebt es sich als Täter mit der Schuld? Dieser Roman ist sicherlich kein reißerischer Thriller, vielmehr eine stille, doch hochinteressante Gesellschaftsstudie um Recht und Gerechtigkeit, Moral und Gewissen. Für alle Fans von Ferdinand von Schirach zu empfehlen.
  • Ulrike Zimmermann
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ne bis in idem - nicht zweimal in derselben Sache

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 17jährige Nina wird 1981 vergewaltigt und anschließend brutal ermordet. Nach 4 Tagen findet man ihre Leiche. Der vermeintliche Täter, Volker März, wird jedoch wegen zweifelhafter Beweislage freigesprochen. Der Vater des Mädchens will Gerechtigkeit und startet Jahrzehnte später erneut eine Zivilklage, da nun eine DNA-Analyse sicher beweist, dass Volker März der Täter ist. Jedoch wird er wieder nicht verurteilt, da er schon einmal für dieselbe Tat freigesprochen wurde. Anne Paulsen, Kriminalbeamtin, lässt dennoch nicht locker, will ein Geständnis des Täters mit Gewalt erzwingen. Einmal, um den trauernden, um Gerechtigkeit kämpfenden Vater zu unterstützen, aber auch aus persönlichen Gründen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Dieses „Dreckschwein“ muß hinter Gitter, komme, was wolle! Markus Thiele lehnt diesen Roman an den wahren Kriminalfall der Frederike von Möhlmann an. Es geht in diesem Roman nicht nur um diesen Kriminalfall. Während des gesamten Verlaufs erfahren die Lesenden so viel über die Gefühlswelt der Protagonisten. Wie verarbeitet der trauernde Vater den Verlust der Tochter, die schreiende Ungerechtigkeit der Justiz? Wie weit reizt eine Polizistin ihre Macht aus? Überschreitet sie eine Grenze, nur um für sich selbst endlich Gerechtigkeit zu erlangen? Wie lebt es sich als Täter mit der Schuld? Dieser Roman ist sicherlich kein reißerischer Thriller, vielmehr eine stille, doch hochinteressante Gesellschaftsstudie um Recht und Gerechtigkeit, Moral und Gewissen. Für alle Fans von Ferdinand von Schirach zu empfehlen.

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Zeit der Schuldigen

von Markus Thiele

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