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Gebraucht Band 1

Commissario Gaetano und der lügende Fisch Ein Neapel-Krimi | Auftakt zur großen Italien-Krimireihe

Aus der Reihe Gaetano ermittelt
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

29450

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.04.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/3,5 cm

Gewicht

387 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001459896

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Rezension

So viel Spannung, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Freundin 20250625

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Gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.04.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

19,1/12,1/3,5 cm

Gewicht

387 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001459896

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    21.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Mord in Neapel

    Mit dem „lügenden Fisch“ präsentiert Fabio Nola den Auftakt einer neuen italienischen Krimi-Reihe. Mit Neapel hat der Autor zudem einen höchst interessanten und spannenden Schauplatz gewählt. Die Neapolitaner feiern zu Beginn der Handlung ihren Stadtheiligen San Gennaro. Während in den engen Gässchen und Straßen der Stadt das Leben tobt, wird Commissario Salvatore Gaetano an den Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen. In einer Wohnung mitten in der historischen Innenstadt sitzt ein Mann ohne Kopf – enthauptet wie Neapels Stadtpatron. Klar, dass Gaetano vor einem Rätsel steht, denn warum sollte jemand in Neapel einen reichen Turiner ermorden? Hinter dem Pseudonym Fabio Nola verbirgt sich ein junger deutscher Historiker. Ein Studienaufenthalt in Neapel inspirierte ihn zu dieser neuen Reihe – und wie sehr er ein Kenner Neapels und seiner Bewohner/innen ist, zeigt sich eindrucksvoll auf gefühlt jeder Seite. Die zahlreichen Widersprüche dieser Stadt werden dem Leser/der Leserin eindrucksvoll vor Augen geführt. So liest man am Ende nicht nur einen spannenden Kriminalroman, sondern erfährt zugleich vieles über Stadt, Land und Leute. Beides zusammengenommen ergibt eine höchst lesenswerte Kombo. Und auch die familiären Herausforderungen Gaetanos, die immer wieder in die Handlung eingebaut werden, sowie sein illustres Ermittlerteam sorgen für kurzweilige Lektüre. In Kürze erscheint mit „Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ der zweite Band dieser neuen Reihe. Auf dieses zweite Abenteuer Gaetanos darf man schon jetzt gespannt sein.

  • MoMe

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein ausdrucksstarker Mix aus Kriminalfall und packendem Lokalkolorit

    So bunt, vielfältig und intensiv wie die italienische Stadt Neapel ist auch der Kriminalroman Commissario Gaetano und der lügende Fisch. Ich werde direkt hineingeworfen in das pulsierende Leben einer einzigartigen Stadt, die ständig zwischen Himmel und Hölle pendelt. Neapel betet, heißt es zu Beginn und mir wird sofort eine Stadt im Ausnahmezustand präsentiert. Denn es ist der Tag, an dem die Neapolitaner ihren Heiligen San Gennaro feiern. Fabio Nola gelingt es hervorragend, den Mythos um San Gennaro nicht nur zu erzählen, sondern ihn für mich erlebbar und verständlich zu machen. Die religiöse Verehrung der Neapolitaner wird dabei weder belächelt noch romantisiert, sondern Teil dieses vielschichtigen Kriminalromans. Die sozialpsychologische Urgewalt von San Gennaro verwebt sich eng mit einem sehr brutalen Mordfall, den Commissario Gaetano aufklären soll. Commissario Gaetano und der lügende Fisch ist geprägt von einer Überfülle an Informationen und Emotionen. Es prasseln gleich zu Beginn verschiedenste Eindrücke auf mich ein, die aus Gerüchen, Farben, Geräuschen und Napulitano bestehen. Das macht den Kriminalroman zu Beginn herausfordernd, aber auch gleichzeitig so faszinierend. So taumele ich durch die ersten Seiten von Commissario Gaetano und der lügende Fisch und versuche Fuß zu fassen, in dieser aufgeheizten Atmosphäre. Fabio Nolas Schreibstil besticht durch eine sprachliche Intensität. Rasante Wechsel zwischen Erzähl- und Wahrnehmungsperspektiven erzeugten eine eindringliche sowie mitreißende Atmosphäre. Dazu kommen verschiedenste Handlungsstränge, die nicht parallel zu einander laufen, sondern eng miteinander verknüpft sind. So wirft mich Fabio Nola in den sprichwörtlichen Hexenkessel, in dem ein Mord und sein unbekannter Täter, ein heiliges Wunder und eine Stadt am Rand des Wahnsinns, ein Commissario zwischen polizeilicher Ermittlungsarbeit und privaten Probleme schwimmen. Abgerundet wird das Ganze durch eine gelungene Dialoginszenierung. Der beiläufige Witz, gepaart mit Kulturkritik und einer guten Portion Sozialrealismus, macht die Dialoge zu etwas Lebendigen. Besonders die hitzigen Gespräche zwischen den Neapolitanern begeistern mich. Auch das Figurenensemble kann sich sehenlassen. Die Hauptfigur Commissario Salvatore Gaetano schließe ich direkt ins Herz. In ihm steckt noch immer der Weinbauer von früher und doch hat er den Ehrgeiz, die richtige Wahrheit herauszufinden. Er ist kein Superheld und oft schwankt er durch sein eigenes Leben genauso wie durch seine Ermittlungen. Aber er bleibt fokussiert auf das Ziel, nämlich den Mord an Capuano zu lösen und vielleicht auch seine familiären Probleme in den Griff zu bekommen. Die namenlose Figur, die scheinbar Capuano ermordet hat, führt mich auf falsche Fährten und gewährt mir doch intime Einblicke in ihr Innerstes. Es fasziniert mich und macht mich neugierig, wer es nun sein wird. Die Nebencharaktere und das Ermittlerteam treten pointiert auf und runden das Ganze gekonnt ab. Sehr begeistert bin ich von Beppa „Monica“ Bellucci, die eine kleine Perle in diesem Chaos ist. Sie ist frech, starrsinnig und bei der Ermittlungsarbeit erfrischend fehl am Platz, aber Gaetano bindet sie immer wieder mit ein. Es zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht, wenn die Carabiniere mit Aufgaben betraut wird, die am Ende nicht so ausgeführt werden, wie sie sollten. Die Polizeiarbeit hat etwas Entmystifiziertes. Das Team hat mit allerlei Problemen zu kämpfen, sei es Personalknappheit, politischen Ränkespielchen oder juristischem Gegenwind. Diese Eigenschaften verleihen dem Kriminalroman eine hohe Authentizität, weshalb ich Gaetano mit großer Freude begleite. Der Kriminalfall selbst steht nicht ständig um Fokus, aber das muss er auch gar nicht. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, dass ich mich einfach mitreißen lasse. Hier vermischen sich religiöse Motive mit kriminalistischer Düsternis und soziale Satire mit psychologischem Tiefgang. Gespannt verfolge ich die Aufklärung und komme von selbst nicht auf die Lösung. Besonders das Finale reißt mich mit, ich bin erstaunt und obwohl das Ende doch unerwartet ist, sehr zufrieden damit. Wer sich jetzt denkt, dies ist mir alles zu bunt, zu laut, zu wild, dem lege ich das Hörbuch ans Herz. Peter Lontzek veredelt mit seiner brillanten Interpretation das Werk Commissario Gaetano und der lügende Fisch. Er liest so mitreißend, lebendig und voller Nuancen, dass es ein wahrer Hörgenuss ist. Peter Lontzek überzeugt mich mit seiner ausdrucksstarken Stimme, die perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Jede Emotion ist spürbar und jede Szene gewinnt an Tiefe. Besonders herausragend ist seine Umsetzung der Dialoge. Jeder Charakter erhält seine eigene stimmliche Färbung, sodass die Gespräche nicht nur echt, sondern auch dynamisch wirken. Peter Lontzek versteht es gekonnt mit dem Tempo der Geschichte zu spielen und ein wahres Kopfkino zu entfachen. Zu gern vergesse ich, dass nur eine Person das Buch spricht, so authentisch wird der Kriminalroman vermittelt. Und es passiert dabei noch etwas Wunderbares. Fabio Nola hat nicht nur viele italienische Begriffe in sein Werk einfließen lassen, sondern auch ausgewählte neapolitanische Ausdrücke. Im Zusammenspiel mit Peter Lontzek als Hörbuchsprecher habe ich auf einmal das Gefühl, mittendrin und ein Teil von dieser Geschichte zu sein. Besonders in den Dialogen scheint es, als lausche ich waschechten Italienern bei ihren Gesprächen. Das Hörbuch ist ein echtes Hörerlebnis und macht das Gesamtgeschehen absolut greifbar. Und wer jetzt Angst vor den italienischen Begriffen hat, die Sorge ist unbegründet. Im Kontext ist der Kern zu verstehen und teilweise werden sie auch im Text noch mal erklärt. Am Ende des Buches gibt es zudem noch ein ausführliches Glossar mit der entsprechenden Übersetzung. Fazit: Ein Kriminalroman mit einer explosiven Atmosphäre und einem gelungen mythologischen Unterbau, der gleichzeitig eine feurige Hommage an die Stadt Neapel ist. Absolut lesens- und hörenswert.

  • Ben @Buchkomet

    5/5

    30.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Starker Auftakt

    Was wie ein launiger Italien-Krimi aussieht, entpuppt sich als düsterer, kluger Auftakt für eine neue Reihe: „Commissario Gaetano und der lügende Fisch“ von Fabio Nola ist alles – außer bequem. Schon der Einstieg lässt keine Zweifel: Ein Mann wird enthauptet, mitten im Centro Storico von Neapel, zur Hoch-Zeit des San-Gennaro-Festes. Was wie ein Ritual wirkt, wird zur Tür in einem vielschichtigen Fall – voller Wendungen, Abgründe und gesellschaftlicher Fragen. Mafia? Eifersucht? Fanatismus? Alles denkbar. Commissario Gaetano selbst ist eine Zumutung: cholerisch, zynisch, alkoholabhängig und gegenüber seinen Kolleg:innen ist er grob, herablassend, manchmal schlicht gemein. Aber glaubwürdig bis ins Mark. Nola verzichtet auf falsche Heldenmythen. Gaetano darf unsympathisch sein, solange er echt ist – und genau das ist er. Ein Ermittler, der mit sich selbst im Clinch liegt, der scheitert, aufsteht, weitermacht. Kein Genie, kein Held – einfach ein Mensch in einer kaputten Welt. Und Neapel? Keine Postkarte. Die Stadt lebt, flucht, verdirbt, betört – und ist immer präsent. Die Hitze, die Gerüche, die engen Gassen, die Korruption – all das wird zum Klangteppich des Romans. Nola kennt seine Stadt – und zeigt sie ohne Zuckerguss. Der Fall selbst ist hart, aber nie Selbstzweck. Die Gewalt dient nicht dem Schock, sondern treibt die Fragen voran: Was ist Schuld? Was treibt Menschen an? Die Ermittlungen verlaufen in Wellen, nie geradlinig, nie vorhersehbar. Und auch das ist Teil der Spannung. Fazit: Kein Wohlfühlkrimi, sondern ein literarisch anspruchsvoller, psychologisch dichter Krimi mit bissiger Hauptfigur, glaubhaftem Setting und erzählerischer Substanz. Wer Lust hat auf einen düsteren Neapel-Krimi mit Tiefe statt Klischees – hier entlang. 9/10

  • zauberblume

    5/5

    18.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein gelungener Auftakt

    „Commissario Gaetano und der Lügende Fische“ aus der Feder von Fabio Nola ist der Auftakt einer zu einer großen Italien-Krimireihe, in der uns der Autorin nach Neapel entführt. Der Inhalt: In Neapel mordet nicht nur die Camorra.Die Neapolitaner feiern ihren Heiligen San Gennaro. Während in den engen Gässchen das Leben tobt, wird Commissario Salvatore Gaetano an den Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen. In einem Appartamento mitten im Centro Storico sitzt ein Mann ohne Kopf – enthauptet wie Neapels Stadtpatron. Was steckt dahinter: Mafiafehde, Beziehungstat oder doch ein Ritualmord? Statt sich von vorgefertigten Meinungen lenken zu lassen, vertraut Gaetano lieber auf sein sensibles Gespür für die Bewohner und die Geheimnisse der Stadt. Doch der Mörder bleibt ihm immer einen Schritt voraus. Wow, was für ein sensationeller Auftakt. Noch jetzt Beendigung dieses Neapel-Krimis habe ich Gänsehautfeeling und das Gelesene läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Der Schreibstil des Autors ist klasse und der Spannungsbogen einfach perfekt. Durch die herrlichen Beschreibungen kann ich mir Neapel lebhaft vorstellen. Ich genieße einen Spaziergang durch die Altstadt und entdecke bezaubernde Ecken. Ich lerne einen äußerst sympathischen Protagonisten kennen, Commissario Salvatore Gaetano. Er wird in seinem ersten Fall gleich vor eine große Herausforderung gestellt. Unterstützt wird er von einem tollen Team. Voller Spannung bin ich nur so durch die Seiten geflogen und war entsetzt über das, was Gaetano alles ans Licht gebracht hat. Beim Lesen merkt man gleich, dass man sich in Italien befindet und sollte man einmal ein italienisches Wort nicht verstehen, kann der Leser im Glossar nachschauen. Das fand ich neben dem spektakulären Krimi auch sehr interessant. Ich habe Gaentano fleißig beim Ermitteln geholfen, war manchmal auf der falschen Spur und habe voller Neugierde dem Ende entgegengefiebert. Für mich war dieser Krimi ein tolles Lesevergnügen, für das ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Übrigens, das Cover ist ein echter Hingucker.

  • Ilses Lesetipps

    aus Wien

    5/5

    17.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Non è vero, ma ci credo (es ist nicht wahr, aber ich glaube es)

    „Commissario Gaetano und der lügende Fisch “ von Fabio Nola ist der Auftakt zu einer Neapel-Krimi-Reihe. Kurz zum Inhalt: Ganz Neapel feiert das Fest des Heiligen Gennaro, als Commissario Gaetano von einem Turiner, der sich bedroht fühlt, um Hilfe gebeten wird. Obwohl Gaetano dessen seltsame Geschichte nicht wirklich ernst nimmt, beauftragt er einen seiner Leute, am Abend die Wohnung des Turiners zu beschatten. Doch als er dort eintrifft, erwartet ihn eine kopflose Leiche, geköpft wie einst San Gennaro! Das Cover mit einer Ansicht von Neapel mit Blick auf den Vesuv stimmt auf den Schauplatz des Krimis ein und vermittelt südliches Flair. Das Buch erschien 2025 im Verlag dtv. Es ist in Abschnitte pro Tag unterteilt. Die Kapitel sind angenehm kurz. Die Handlung spielt in der Gegenwart und umfasst einen Ermittlungszeitraum von zehn Tagen, beginnend am Gedenktag von San Gennaro im September. Dieses alljährliche Ereignis ist in die Krimihandlung facettenreich eingebaut, der Trubel und die Festlichkeiten sind anschaulich beschrieben und ausführlich erklärt. Das Lokalkolorit äußert sich nicht nur sprachlich durch italienische Ausdrücke bzw. in Napulitano (Glossar ist vorhanden), sondern es wird an und für sich ein sehr lebendiges Bild der Stadt Neapel vermittelt, von Hitze, Gerüchen und Geräuschen angefangen über poetisch anmutende Stimmungen bis zu Schilderungen der Schattenseiten der Stadt, wo Kriminalität und Armut hausen. Die Protagonisten und Nebenfiguren verkörpern eine eigene Spezies von Menschen, eben Neapolitaner, die sehr tiefgehend charakterisiert sind. Der Autor verbindet die Traditionen und den Aberglauben rund um San Gennaro geschickt mit dem Mordfall, wo der Ermordete ebenfalls Gennaro heißt und geköpft wird. Erzählt wird aus Sicht von Gaetano, mit wenigen Perspektivenwechseln zu einer geheimnisvollen Gestalt, dem Täter? Gaetano und seine Leute sind überarbeitet. Zudem erweist sich der Kriminalfall als extrem rätselhaft. Am Tatort existieren so gut wie keine verwertbaren Spuren, noch dazu fehlt der Kopf der Leiche. Aufgrund der mühsamen Ermittlungsarbeit verläuft die Handlung eher ruhig, überrascht zwar durch Wendungen und unerwartete Hintergrundinformationen, aber es gibt keine Action, keine prickelnden Gefahrenmomente. Je eingehender sich Gaetano und sein Team mit dem Opfer und dessen Umfeld befassen, desto deutlicher wird, was für ein verachtenswerter Mensch der Ermordete war, der aufgrund seiner Taten und Neigungen nicht nur von der Familie gehasst wurde. So weitet sich zwar der Kreis der Verdächtigen aus, doch der wahre Täter kristallisiert sich lange nicht heraus. Für den Kommissar gilt nicht „Non è vero, ma ci credo (es ist nicht wahr, aber ich glaube es)“. Gaetano gibt sich erst zufrieden, als wirklich alle Indizien passen, als sich alles schlüssig klärt, Motiv und Tathergang. Im Mittelpunkt steht Commissario Gaetano, nicht nur als Ermittler, sondern auch als Mensch, mit all seinen Stärken und Schwächen, er verfügt über gute Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe. Er steht nicht nur dienstlich unter Druck, den Fall so rasch wie möglich lösen zu müssen, sondern ihn belasten auch private Probleme schwer. Letzteres auch, weil er das Private meist hintanstellen muss. Der Beruf füllt ihn aus, steht bei ihm an erster Stelle und er gibt sich mit keinen Halbheiten zufrieden. Generell ist die Atmosphäre in diesem Krimi eher bedrückend, bedingt durch das Milieu, in dem er spielt, auch durch das Böse, das der Ermordete verursachte. Ob Haupt- oder Nebenfiguren, sie wirken alle irgendwie tragisch, unglücklich, vom Schicksal nachhaltig gezeichnet. Über der gesamten Stadt Neapel liegt trotz Sonnenstrahlen, trotz der Lebendigkeit und des Trubels, trotz der Liebe, die Gaetano für seine Heimatstadt empfindet, etwas Deprimierendes. Im Gegensatz zu den meisten in Südeuropa spielenden Kriminalromanen dominiert hier nicht das Urlaubsflair. Dafür wirkt alles sehr echt und authentisch. Nichtsdestotrotz hat mir der Krimi sehr gut gefallen, insbesondere der Erzählstil und der Protagonist Gaetano. Auch im ruhigen Handlungsaufbau lag Spannung. Die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Wesen der Neapolitaner, ihren Traditionen und der Geschichte Neapels bzw. ihres Stadtpatrons fand ich interessant. Nun bin ich neugierig auf die Fortsetzung.

Kundinnen und Kunden meinen

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    Franziska Lauszus

    Thalia Göttingen – Kauf Park

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    5/5

    05.05.2025

    eBook (ePUB 3)

    Neapel

    Ein neuer Commissario erobert die Ermittlerszene. Sowohl der Mordfall - aus cosy crime mit mystischen Zügen wird ein ernsthafter und perfider Fall, als auch Neapel als Setting - der Autor fängt die einzigartige Verruchtheit und Rohheit der Stadt atmosphärisch gut ein, machen den Krimi zu einem Debüt Meisterwerk. Auch sprachlich führt uns der Autor aufs Glatteis: was behäbig und blumig-nett beginnt, verführt den Kopf beim Lesen und spricht alle Sinne an. Gaetano wird Montalbano, Brunetti & Co Begeisterte gleichermaßen überzeugen. "Vedi Napoli e poi muori!"
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Rauh

    Andrea Rauh

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

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    5/5

    19.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    San Gennaros Wahnsinn

    Der Krimi und Gaetano haben mir sehr gut gefallen. Einmal ist da natürlich die ganz besondere Atmosphäre Neapels und dann natürlich die verpeilte Art des Commissario, der manchmal wirkt wie in anderen Welten. Während des alljährlichen religiösen Wahnsinns um San Gennaros Blutung passiert ein perfider Mord mit seltsamen Bezügen zu San Gennaro. Der ermordete reiche Turiner schien ein Faible für sehr junge neapolitanische Frauen zu haben, was gar nicht gut ankommt, und die Turiner sind per se eh verhasst. Gaetano folgt gegen viele Widerstände seinem neapolitanischen Bauchgefühl und gräbt sich in Richtung Wahrheit. Lebendig geschrieben, sehr atmosphärisch und spannend, teils faszinierende Charaktere!
  • Zum Bewerterprofil von Nicole Krauß

    Nicole Krauß

    Thalia Karlsruhe-Mühlburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein neuer Commissario betritt die Bühne

    Commissario Gaetano ermittelt in Neapel, Gaetano ein leicht grimmiger, etwas arroganter Commissario, der mir mit jedem Kapitel mehr ans Herz gewachsen ist. Ein Krimi mit viel Lokalkolorit, der Begeisterung für die italienische Hafenstadt weckt, gepaart mit einem spannenden Fall. Was will man mehr!?
  • Zum Bewerterprofil von Franziska Gensler

    Franziska Gensler

    Thalia Fulda

    Buchhändler*in

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    4/5

    07.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Non è vero, ma ci credo

    "Commissario Gaetano und der lügende Fisch" lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Das Ermittlerteam um Gaetano herum ist zwar einigermaßen chaotisch aber dennoch vielfältig und liebenswert! Familiäre Probleme lenken den Commissario immer wieder ab und führen dazu, dass sich die Ermittlungen dahin ziehen. Zudem hatte der Roman einige Längen, vor allem wenn es um Ausführungen des beratenden Psychologen ging. Schön ist, dass aus jedem Kapitel des Kriminalromans die Liebe des Autoren zu Neapel spricht! Es macht den Krimi authentisch. Zu guter Letzt habe ich das Buch gerne gelesen. Gaetano ist einfach ein netter Kerl.

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