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Sommer 1969. Der elfjährige Tobias fiebert am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen, während sich seine eher konservativen Eltern mit den politisch engagierten und flippigen neuen Nachbarn anfreunden. Deren dreizehnjährige Tochter Rosa bringt Tobias nicht nur Popmusik und Literatur bei, auch was das Liebesleben hat angeht, hat sie ihm einiges voraus. Zwischen den Eltern entwickelt sich ebenfalls eine wechselseitige Anziehung, aber die Liebe geht andere Wege als vermutet.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Der 11jährige Tobias fiebert der Mondlandung entgegen - und gerät in einen Strudel von neuen beängstigenden Gefühlen, die seine Kindheit zuerst allmählich, dann aber brutal beenden. Seine Eltern und die Eltern von Rosa, ihren neuen Nachbarn, freunden sich an. Tobi und Rosa kommen sich näher, doch Tobi begreift nicht, was geschieht, er ist ahnungslos seinem Körper und seinen Gefühlen ausgeliefert. Dass sich zwischen den Erwachsenen irritierende Beziehungen entwickeln, verstört ihn. Schliesslich – er schleicht sich nachts um 3 ins Wohnzimmer, möchte die ersten Schritte der Astronauten auf dem Mond sehen, macht er eine nicht nur ihn absolut verstörende Entdeckung.
Sehr feinfühlig und sorgfältig geschrieben, zärtlich, tragisch, ein Bild der Zeit und Gesellschaft von 1969.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Roman spielt im Sommer 1969 und wird aus der Sicht des 11-jährigen Tobias erzählt. Damals dreht sich alles um die Mondlandung. Überall ist eine Aufbruchsstimmung zu spüren, die auch vor seiner Familie nicht Halt macht. In der Ehe seiner Eltern kriselt es. Als im Nachbarhaus eine unkonventionelle Familie einzieht und sie sich anfreunden, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Tobias und Rosa machen erste sexuelle Erfahrungen. In beiden Familien kommt es zu Turbulenzen. Es ist ein atmospärisch dichter, wunderbarer Roman, der Sie ins Jahr 1969 zurückversetzt.
Bewertung
aus Bülach
5/5
17.07.2021
eBook (ePUB)
Alles chemie
Ich habe das Buch noch nicht fertig gelesen und bis jetzt ist es interessant.
Bewertung
5/5
20.07.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte zweier Familien im Sommer 1969
Als die Leinhardts das Haus neben dem von dem neunjährigen Tobias beziehen, entsteht zwischen den Familien schnell eine Freundschaft.
Was erst nur nach Nachbarschafts-Gesten ausschaut, entwickelt sich schnell zu einer erotischen Spannung zwischen den Paaren, und auch Rosa, die Tochter der Leinhardts, bringt Tobias einiges über das Erwachsenwerden bei.
Ein ästhetisch wundervoll strukturierter Sommer-Roman, der den Charme der Sechziger mit einem unzensierten Rhythmus überbringt. Ein Buch, das ich mehrfach lesen werde!
sleepwalker
5/5
10.10.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Im Sommer 1969, ein paar…
„Im Sommer 1969, ein paar Wochen nach der ersten bemannten Mondlandung, nahm sich meine Mutter das Leben.“ Mit diesem Satz wirft der Autor novellengleich den Leser mitten in die Geschichte und mitten in sein Leben. In ein Leben voller Umbrüche, neuer Entwicklungen, Entdeckungen und Chaos. Es ist die Welt meiner Eltern und Großeltern, für mich als Leser, der 1977 geboren wurde, ist sie fremd. Den „Summer of Love“ kennt man aus Filmen, die Spießigkeit der Vorstadtsiedlung (im Buch ist es Köln, könnte aber jede beliebige Stadt dieser Zeit sein) ebenso. Es ist die Zeit der Mondlandung, der Proteste und Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und die der Emanzipation., Und mittendrin ist der elfjährige Tobias. Hin- und hergerissen zwischen seiner Begeisterung für die Mondlandung und den ersten erotischen Erfahrungen mit Rosa, der Tochter der neuen Nachbarn. Und nicht nur er erlebt Neues. Auch seine Mutter versucht, sich vorsichtig aus der Spießigkeit und der Enge des Patriarchats zu befreien. Mit neuen Kleidern und einem Job. Sie erlebt mit den neuen Nachbarn (einem Philosophieprofessor und seiner Frau, die als Übersetzerin arbeitet), dass sie mehr ist, als nur das Heimchen am Herd, das in den Augen des Ehemannes „nicht richtig funktioniert“. „Es war wie so oft: durch meine Mutter erlebte ich Dinge und mein Vater erklärte sie mir“, sinniert Tobias. Und der Vater ist ein Mann seiner Zeit. Er ist der Ernährer, seine Frau hat zu funktionieren. Er hätte gerne mehr Kinder gehabt, sie ist ihm aber nicht so zu Willen, wie er es gerne hätte. Auch ihre Bestrebungen, sich als Übersetzerin zu versuchen, findet er falsch („Es gefällt mir nicht, wenn du arbeitest. Was sollen unsere Freunde denken? Oder meine Kollegen? Dass es nicht reicht, und wir auf einen Zuverdienst angewiesen sind? Es wäre peinlich für mich, das muss dir klar sein.“). Wie die Geschichte ausgeht, weiß der Leser vom ersten Satz an. Wieso es dazu kommt, erfährt er auf den letzten paar der nur knapp 190 Seiten. Das Buch ist trotz des tragischen Ausgangs keine wirkliche Tragödie, dafür ist alles viel zu nüchtern und exakt beschrieben, ich konnte keine wirklichen Sympathien für irgendeinen Charakter entwickeln. Der erwachsen gewordene Tobias blickt auf die Zeit zurück, beschreibt sie sachlich, fast wissenschaftlich. Interessant für mich die Beschreibung der Vorstadt-Idylle, die tatsächlich ja keine ist. Eine Idylle voller Bügelfalten, gestärkten Blusen, wo man E605 noch gegen Ungeziefer einsetzen konnte und man Kinder „früh, aber behutsam an Alkohol heranführen“ sollte. „Das ist der beste Weg zu lernen, später damit umzugehen.“ Erzählerisch hatte das Buch für mich keinerlei Spannung. Psychologisch, vor allem entwicklungspsychologisch und historisch steckt allerdings unfassbar viel drin. Die Kontraste zwischen den beiden Nachbarsfamilien, sowohl bei den Eltern als auch bei den beiden Kindern und die Entwicklungen, die angestoßen werden, sind enorm spannend. Die Umbrüche, sowohl in der Gesellschaft im Allgemeinen, als auch in den Familien im Speziellen und im Leben von Tobias – für mich stand mehr zwischen den Zeilen als in ihnen. Insgesamt für mich ein interessantes Buch, die Mischung aus Novelle und Coming-of-Age Roman ist dem Autor geglückt. Er hat den Zeitgeist der späten 1960er Jahre hervorragend eingefangen und beschrieben. Für mich eine klare Lese-Empfehlung und 5 Sterne.
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5/5
21.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Thema des Buches ist der Stand...
Das Thema des Buches ist der Stand der Emanzipation der Frauen in den 60er Jahren. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht diese Geschichte zu lesen. Ich fand sie unglaublich schön geschrieben, obwohl sie auch echt traurig ist.
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5/5
04.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine fesselnde Geschichte über...
Eine fesselnde Geschichte über den Emanzipationsversuch einer Frau. Während die Menschheit den ersten Schritt auf den Mond setzt, wagt sie den Schritt aus ihrem kleinbürgerlich-spießigen Alltag - zwei Ereignisse, die in diesem Buch gekonnt miteinander verwoben sind.
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5/5
31.08.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kurzer Sommer für zwei Familien, aber mit einer großen Wucht, alles zu verändern
Bereits nach dem ersten gelesenen Kapitel, war ich derartig gebannt, dass ich diesen kurzen Roman einfach an einem Tag verschlingen musste.
"Der Sommer meiner Mutter" erzählt die Geschichte zweier Familien im Jahre 1969, dem Jahr der Mondlandung. Gelungen, berührend und wortgewandt verknüpft der Autor die Szenerie und die Begeisterung eines kleinen Jungen (aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird) für die Raumfahrt und den aufflimmernden Bildern von Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betritt, mit dem Schicksal zweier Familien in einem Vorort von Köln. Dabei fängt er nicht nur die Erwartungen an das Rollenbild der Frau und Mutter gekonnt ein, sondern sträubt sich auch nicht davor politische und philosophische Themen auf den wenigen Seiten zu thematisieren. Empfehlenswert für einen gelungenen rheinischen Lesenachmittag!
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5/5
18.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alles könnte so schön sein
Der Sommer meiner Mutter ist Adoleszenz- und Emanzipations-Roman in einem. Berührend und fesselnd zugleich und mit einer wohldosierten Prise Humor. Genau das Richtige für alle, die Lust auf eine kleine Zeitreise zurück in den Sommer des Jahres 1969 haben, die Aufregung um die erste bemannten Mondlandung noch einmal miterleben wollen und sich dabei vielleicht in der einen oder anderen Person wiederfinden werden.
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5/5
16.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Sommer der Gegensätze
Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Blick in diesen Roman werfen, war neugierig was in dieser konservativen Familie am Rhein vor fünfzig Jahren geschah. Daraus wurde nichts – glücklicherweise. Ich hätte einen berührenden Roman verpasst. Dieser beginnt mit einem Knalleffekt. Danach erzählt Ulrich Woelk ganz unprätentiös und bei aller Tragik angenehm lebendig von unerfüllten Wünschen und nicht gelebten Bedürfnissen, vom Kosmos der Familie und von Liebe, vom Anderssein(dürfen) sowie Veränderung und Verlust. Dies alles vor der Kulisse der ersten Mondlandung 1969, als die einen Boden unter den Füßen spüren und die anderen eben diesen verlieren. Das Besondere: Er urteilt nicht, sondern lässt genügend Raum zum Nachdenken.
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