Produktbild: Lil

Lil Roman

33

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19,1/12,2/1,6 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84607-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19,1/12,2/1,6 cm

Gewicht

236 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84607-6

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • madamebiscuit15

    5/5

    10.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau weiß sich zu wehren

    Dieses Buch war für mich einfach absolut rund. Bereits ab der ersten Zeile hat Markus Gasser mich in den Bann seiner Geschichte geschlagen und erst am Ende wieder losgelassen. Dabei geht es um Lillian Cutting, eine unkonventionelle, moderne und unverschämt erfolgreiche Geschäftsfrau Ende des 19. Jahrhunderts. Als ihr Ehemann stirbt, dauert es nicht lange, bis Neider und Feinde aus der Deckung kommen. Dabei entpuppt sich ausgerechnet ihr Sohn Robert, als der gefährlichste. Doch Lillian Cutting trägt nicht umsonst den Spitznamen „Lil the Kill“. Erzählt bekomme ich diese Geschichte dabei von Lils Nachfahrin Sarah in der Jetztzeit. Die das gesamte Geschehen ihrer Hundedame Miss Bronte in einem äußerst amüsanten Zwiegespräch schildert. Bereits dieser stilistische Kniff gefiel mir gut. Noch viel besser gefiel mir der Schreibstil des Autors, er ist herrlich ironisch und treffsicher in seiner Wortwahl. Die Protagonist*innen sind greifbar beschrieben und ich hatte keine Mühe die Handlung, wie einen gelungen Film, vor meinem inneren Auge ablaufen zu lassen. Dabei adressiert Markus Gasser in diesem Roman universelle Themen wie Macht und Abhängigkeit, der Bedeutung des Gelds und der Familie. Gekonnt integriert er diese in die Handlung und spart auch nicht an einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik an der Oberschicht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Für einen äußerst unterhaltsamen und kurzweiligen Roman, der Spaß macht und keine Frage nach dem Guten und dem Bösen offenlässt.

  • Fee04

    5/5

    29.03.2024

    eBook (ePUB)

    Stilvolle Rache

    “Lil” von Markus Gasser lässt uns eintauchen in die Welt der gesellschaftlichen Konventionen um 1880 in New York. Die Unternehmerin Lilian Cutting besitzt Macht, Geld und einen scharfen Verstand. Ihr etwas älterer Ehemann Chev steht voll und ganz hinter seiner außergewöhnlichen Frau, sein Respekt und seine Achtung ihr gegenüber sind vorbildlich. Nur die herrschenden Familien der Stadt sind mit der extravaganten, vorlauten und geschäftstüchtigen Lil nicht begeistert. Als ihr geliebter Mann stirbt, setzt ihr Sohn Robert all sein Geschick ein und bringt mit Hilfe von seinem Bekannten, dem Psychiater Dr. Fairwell seine Mutter in dessen Anstalt. Hier werden ihr unter dem Mantel der Heilung Menschen verachtende und würdelose Behandlungen angetan. Ihre neidvollen Peiniger schrecken vor nichts zurück und die Highsociety der Stadt feiert es, diese starke Frau zermürbt in einer geschlossenen Anstalt zu sehen. Und hoffen, dass sie dort für immer bleiben muss. Erzählt wird diese Geschichte von Sarah, einer späten Nachfahrin von Lil, ihrer Hündin Ms. Brontë. Sarah kämpft mit einer Krebserkrankung und spricht mit ihrem Hund; was an sich noch nicht verwundert. Jedoch, dass die Hündin auch mit ihr spricht, lässt Sarah schmunzeln und über Irrsinn und psychische Probleme nachdenken. Genau diese Thematik wurde in der Vergangenheit missbraucht und auch in der Gegenwart ist man davor nicht gefeit. Der Autor baut eine unglaublich intensive Bindung zum Leser auf, seine Figuren sind authentisch und die bildliche Sprache zeichnet den Roman aus. Die Macht der Gesellschaft wird hervorgehoben und zeigt auf, was “normal” sein sollte und verbindet die Verfehlungen der Vergangenheit mit der Gegenwart. Emanzipation, Würde, Respekt und Achtung werden auf 238 Seiten unglaublich gut verarbeitet und dem Leser hallt der Machtmissbrauch, der Verrat und auch die geschickte Wendung in der Geschichte nach. Der süße Geschmack von stilvoller Rache einer kultivierten, intelligenten Frau lässt uns atemlos der Geschichte folgen. Ein Lesehighlight mit einer großen Leseempfehlung.

  • Martina *Blubie*

    aus Schönau

    5/5

    13.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine großartige Satire

    Dieses Buch liest man nicht oberflächlich schnell weg, nein, hier genießt man jeden einzelnen Satz. Inhaltlich ist es ein Satirefeuerwerk ohne jeglichen Schenkelklopfer - eine Breitseite auf die bessere Gesellschaft Amerikas im Ausgehenden 19. Jahrhundert. Misogynie, Ableismus, Rassismus, Arroganz, Dekadenz, das alles finden wir in den Charakteren bei "Lil" wieder. Die Protagonisten teils real, teils fiktiv aber allesamt herrlich herausgearbeitet von liebenswert bis skurril und hassenswert ist alles dabei. Lil eine starke Frau, die nach dem Tod ihres Mannes kleingemacht sogar ausgelöscht werden soll - weil es nicht sein kann, dass eine Frau so erfolgreich wie ein Mann ist. Die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft, das ist ein nie enden wollendes Thema und Markus Gasser hat es zu einem Meisterstück in Buchform verarbeitet. Sein Schreibstil ist scharfzüngig, pointiert und wunderbar sarkastisch. Das Setting und die Figuren wirken absolut real und man kann kaum aufhören zu lesen. Dieses Buch ist, auch wenn die Themen manchmal enorm schwer zu verdauen sind, absolut vergnüglich zu lesen. Ich gebe eine hundert prozentige Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    12.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie ein reales Leben

    arah Cutting erzählt die Geschichte ihrer Vorfahrin Lillian Cutting, der Eisenbahnunternehmerin und Millionärin. Beim Lesen teilt man fast die Meinung, 1880 hätte Lillian Cutting wirklich gelebt. Nach dem Tod ihres Mannes Chev führt Lil die Geschäfte klug und erfolgreich weiter. Ihr Sohn Robert und die New Yorker Gesellschaft sind sich jedoch einig, dass diese Frau zu starr und eigensinnig ist. Sie verhält sich nicht so, wie eine Frau es tun sollte – unterwürfig und angepasst. Robert lässt seine Mutter in einer Psychiatrie verschwinden und entmündigen, nachdem sie morphinsüchtig ist, um an ihr Geld zu kommen. Doch man legt sich nicht mit Lillian Cutting an! Ein herrlich unterhaltsamer Roman, über eine exzentrische Frau, der Unrecht getan wurde, weil sie nicht in die damalige Zeit passte.

  • darkola77

    5/5

    03.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lil the Kill - Brillante Unternehmerin und der Schrecken ihrer Zeit

    Intelligent, selbstbewusst, unabhängig – Lillian Cutting ist eine erfolgreiche Unternehmerin, ein kluger Kopf und damit der Schrecken der New Yorker-Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Denn eine Frau, die sich über Rollenzuschreibungen hinwegsetzt und weibliche Attribute als nachrangig betrachtet, stellt das patriarchale Denken ihrer Zeit auf den Kopf – und bringt die gesellschaftliche Oberschicht damit gegen sich auf. Wie sehr sich gerade die männlichen Vertreter von ihrem visionärem Denken und Handeln bedroht fühlen, muss Lillian am eigenen Leib und Geist erfahren: Ihr eigener Sohn regt eine Verschwörung gegen sie an und lässt sie in die fragwürdige psychiatrische Anstalt des angesehenen Doktors Fairwell einweisen, der nach einer Karriere als Prediger und Showman sich nun der mentalen Gesundheit seiner zahlungskräftigen Klientel verschrieben hat. Der Vorwurf und das angebliche Krankheitsbild Lillians sind dabei ebenso suspekt wie aus heutiger Sicht hinfällig: ihre Weigerung, den damaligen Konventionen zu entsprechen und Weiblichkeit in Wesen und Erscheinung zu verkörpern. Die angewandten Methoden gleichen dabei einer Tortur und Folter, für die ihr Sohn Robert nur zu gerne und gut bezahlt. Doch Lillians Kampfgeist ist unerschütterlich und ihr Rachefeldzug wohl überlegt und grausam. Dabei immer an ihrer Seite ihre Enkelin Libby, bereits in jungen Jahren ein Abbild ihrer Großmutter, und der chinesische Einwanderer Cheng – selbst aufgrund seiner Herkunft an den Rand der Gesellschaft gedrängt und doch mit seiner Intelligenz sowie als Lillians Verbündeter an der Spitze eben dieser stehend. Markus Gasser hat mit seiner Geschichte einen großen Gesellschaftsroman geschaffen – und das auf gerade einmal 240 Seiten! Seine Erzählung ist voller Leidenschaft für seine überragende Hauptfigur, voller Inbrunst für die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau, Menschen jeglicher Herkunft und Orientierung. Doch vor allem zeichnet „Lil“ ein sehr feinsinniger und intelligenter Humor aus, mit Wortwitz und einem sarkastisch-ironischen Unterton. Das alles macht den Roman zu einem fesselnden Lesevergnügen, zu einer Geschichte, die lange in Kopf und Herz bleibt.

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