Produktbild: Hummelhirn

Hummelhirn

7

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

10173

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

3375 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462314427

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

10173

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

3375 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462314427

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    3/5

    10.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Sich im Verloren sein zuhause fühlen

    In Judiths Hirn schwirrt ein wilder Hummelschwarm: mit diesem Bild beschreibt sie ihr Anderssein, ihr Anecken, ihre Unmöglichkeit, sich zu konzentrieren, ihre Schusseligkeit und ihre chaotische Unordnung. In wechselnden Abschnitten beschreibt sie einerseits ihre Kindheit bis ins Teeniealter mit ihrer Mutter Caroline, anderseits ihre kreative Seite als Songwriterin und Sängerin im Lauf der Jahre, schliesslich auch ihre Gegenwart als Mutter. Die Sprache ist chaotisch kreativ, ausführlich beschreibt sie die wechselnden Freundschaften und Verliebtheiten mit ihren Mitschüler*innen. «Der Gedanke, auch nur für wenige Wochen in niemanden verliebt zu sein, fühlte sich an, als müsste sich mein Hirn aushängen und im Leerlauf durchdrehen». (293) Sie, die es allen recht machen will, gefallen will, eckt überall an und hat alle Mühe, sich in der Schule zu behaupten, weil sie so unkonzentriert ist. Manchmal etwas langatmig, aber doch eindrücklich bekommt man einen Eindruck, wie es in einem ADHS-Hirn so zu- und hergehen kann. Weil sie überall aneckt, so anders ist, versucht sie sich anzupassen, nett zu sein und droht dabei sich selbst zu verlieren. Schliesslich gelingt es ihr, sich mit sich selbst, ihrem Körper und ihrem Hummelhirn zu versöhnen und ihre Kreativität zu leben. Eigenwillig, eigensinnig, komisch, hummelig – lesenswert.   «Weil ich noch immer das Gefühl habe, die Spielregeln nicht zu kennen. Nur zu tun, als ob. Unter verzweifelten Seitenblicken das Verhalten der anderen zu imitieren. Und doch immer wieder aufzufliegen». (136) «Wir wohnen in Kreuzberg, verdammt, niemand lebt hier so. Ob die anderen in Wirklichkeit auch nur Haus spielen»? (136) «Und hinter der grossen Schnauze ein bodenloses Heimweh, eine Verlorenheit, die sich nach Zuhause anfühlte». (166) Die Diagnose ist die Bestätigung, ein Siegel, und trotzdem hat sie eine erstaunliche Wucht. Ich spüre eine grosse Erleichterung, ein Wusste ich’s doch und ein tröstliches Gefühl der Zugehörigkeit». (205) «Ich würde so nett werden, dass niemand jemals wieder sauer auf mich sein dürfte». (301)

  • Eva

    5/5

    06.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn die Regeln zu eng sind

    Judith Holofernes Kindheit war bunt, wild und unbeständig. Sie wuchs größtenteils bei ihrer Mutter auf, blickt zurück auf eine Erziehung, die sie selbst natürlich nie als antiautoritär bezeichnen würde. Es ist Freiheit, Kommunikation auf Augenhöhe, die dennoch von dem Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen geprägt wurde. Judith findet ihre Heimat in der Sprache, einen Anker in der Liebe ihrer Mutter, sucht den kreativen Ausdruck. Die Energie, die Sprunghaftigkeit, die ausufernde Abenteuerlust sind in ihr, Teil eines unangepassten Wesens, in einer Zeit, die ein neurodiverses Spektrum noch nicht benennt. Judith Holofernes schreibt einnehmend, betörend, präzise und wortgewandt,komisch und tragisch. Grandios spieglet sie die heraufbeschworen Bilder ihrer Jugend in ihren Songtexten, fügt Zitate ein, wo Empfundenes und Erlebtes seinen Ausdruck in der Musik findet. Wir sind Helden, ist Herausforderung und Ventil, anstrengend und lebensrettend. Was für eine Freude, dass die oft zu kritisch beugten Symptome von Neurodiversität in der Musik ihren Ausdruck finden können. Wenn die Regeln der Gesellschaft einfach nicht passen, wenn die Gefühle überschwappen, wenn es ein Kinderspiel ist, ein Stadion zu dirigieren, auch wenn es unvorstellbar ist, im direkten Gespräch für sich einzustehen. Und so erzählt Hummelhirn auch von Anpassung, von Umwegen, von dem Versuch, es allen recht zu machen, und dem grandiosen Scheitern daran, nicht aufzufallen. Und dennoch schafft sie es. Sie wird Rockstar und bleibt unglaublich nett. Judith Holofernes ist eine kluge Frau, die in Bildern spricht, das Absurde feiert, den kreativen Geist abseits der Norm zelebriert und der Langeweile den Rücken kehrt. Hummelhirn ist witzig, unterhaltsam, tiefsinnig, geistreich, persönlich und bietet doch die Anknüpfungspunkte für alle andere Hummelhirne. Ein tolles Buch, in dem sehr viel drin steckt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    24.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hummelig verbindend

    In „Hummelhirn“ beschreibt Judith Holofernes ihre Kindheit als die eines „sonderbaren“ Kindes – eine Träumerin, die voller Ideen und Fantasie steckte, sich noch vor den „gackerigsten Teenagermomenten“ für Jungs interessierte, in Büchern und Musik versank und davon träumte, eine Band zu gründen. Dabei war sie stets nett und angepasst, vor allem als späterer, bescheidener Rockstar, denn wer nett ist, den mögen andere. Denn so vergesslich, schnell abgelenkt und unscheinbar ist die Angst vor Ablehnung ein ständiger Begleiter. Während ihre Mutter Cornelia ihr viele Freiheiten lässt, ihr immer ein offenes Ohr schenkt und Akzeptanz vermittelt, erfährt sie im starrem Schulsystem Unverständnis, harsche Maßreglung und schreckliche Langeweile. «Wenn ich zu Hause war, konnte ich mich wunderbar amüsieren. Mir war nie langweilig in meinem eigenen Kopf. Draußen in der Welt allerdings, zur Teilhabe gezwungen, langweilte ich mich oft so sehr, dass ich glaubte, sterben zu müssen.» Mit viel Feingefühl und einer leichten Prise Tragik erzählt sie von dieser Zeit. Immer wieder springt sie dabei kurz zwischen den Anfängen der Bandgeschichte – dem Sage Club 2001 – und der Gegenwart als Mutter und Selbstständige hin und her – der Fokus liegt aber auf der Kindheit. Sie erklärt, wie ihr „Hummelhirn“, also dieses sprunghafte, eigenwillige Denken, sie bis heute begleitet und geprägt hat. Ein Reflexion, bei der man die Zusammenhänge erst rückblickend erkennt und die nachvollziehbar aufgeschlüsselt wurden. Der Schreibstil ist ganz typisch Judith Holofernes: lebendig, wortgewandt und voller Humor – mal auch mit Reim und Rhythmus. Sie nutzt anschauliche Adjektive und eine bildhafte Sprache, die beim Lesen bunt und innerlich reich wirkt. Manchmal ist es ein bisschen viel, aber vor allem fühlt es sich echt und authentisch an. Es ist, als würde der „Wir sind Helden“-Soundtrack im Hintergrund laufen, während man erfährt, was sie zu den Songtexten inspiriert hat. Dabei greift sie auf Tagebucheinträge, detailreiche Erinnerungen und Dialoge zurück – immer angetrieben von der Neugier, was als Nächstes kommt. Ihre Erzählung erinnert an die eigene Kindheit oder an Eigenschaften, die man selbst an sich entdeckt: an erfundene Geheimsprachen, an Stapel von Büchern aus der Bibliothek, die man nach Hause trug, oder daran, wie man „Auf der Flucht“ mit Harrison Ford nachspielte. Das ist nicht nur unterhaltsam – an manchen Stellen musste ich sogar lachen (die beiden fiesen Beos) –, sondern es schafft auch eine Verbindung. Genau das hat mir an dem Buch besonders gefallen. Es ist eine warmherzige Reflexion darüber, wie schön es ist, anders zu sein, und wie viel Charme in den Dingen liegt, die nicht perfekt sind.

  • Bewertung

    5/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben eines Rockstars. Authentisch und einfühlsam.

    Judith Holofernes, war bevor sie mit WIR SIND HELDEN berühmt wurde, nach eigener Aussage, ein komisches Kind. In Berlin der wilden 70er Jahre, fällt sie als Neurodivergentes Mädchen nicht auf. Sie bewegt sich wie eine betrunkene Hummel. Erst als sie mit ihrer Mutter nach Freiburg zieht, beginnt sie anzuecken. Das Hummelkind ist unniedlich. Doch möchte sie alles richtig machen, besonders nett sein. "Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rückstar sein kann." Die Autorin beschreibt hier ihr Leben in zwei Abschnitten, abwechselnd in kurzen Kapiteln. Ihr Kindheit, und ihr musikalische Karriere ab 2001. Ihr Leben als Kind in verschiedenen WG's, oft umgezogen, der Vater nicht da, die adligen Herkunft mütterliche Seite. Ihr Anfang als Sängerin. Ohne Plattenvertrag wurden sie im Radio und auf MTV gespielt. Sie werden alle links überholt, und waren ein Jahrzent, die nettesten Band Deutschlands, und Judith war unverschämt glücklich. Das Buch, in der Buchhandlung schon ein Hingucker, durch sein wunderschönes Cover, ist für Fans, aber auch für alle, die die authentische Lebensgeschichte der deutschsprachigen Sängerin lesen möchten. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es sehr empfehlen. Ich sehe, dass du denkst Ich denke, dass du fühlst Ich fühle, dass du willst aber ich hör' dich nicht. Nur ein Wort. Wir sind Helden

  • gaia

    5/5

    04.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    klug - bescheiden - NETT - neurodivergent

    In ihrem zweiten Buch widmet sich Judith Holofernes, bekannt als ehemalige Sängerin und Songtexterin von Wir sind Helden sowie als Solokünsterlin und Podcasterin, ihrer Kindheit und Jugend in Berlin und Freiburg im Breisgau. Dabei schreibt sie nicht einfach eine lahme Künstlerinnen-Autobiografie zusammen, sondern legt ein Augenmerk auf ihre besondere, nicht durchschnittliche Art das Leben zu deuten und durch selbiges zu gehen. Dass hier ein neurodivergentes Mädchen ihren Weg erst noch finden muss, ist hintergründig immer Thema, wenngleich die Autorin dies ihrer Leserschaft nicht auf die Nase bindet. Denn vordergründig wird von einem kleinen Mädchen gesellschaftlich verlangt „klug, bescheiden und nett“ zu sein. So geht es in ihrer ganz persönlichen Geschichte, die die Autorin halb-chronologisch aus ihrer Kindheit in den 1970ern bis in die frühen 2000er durch Zeitsprünge und Blitzlichter in spätere Erwachsenenjahre erzählt, eigentlich um „das Nettsein“ und welche Anstrengungen damit verbunden sind, wenn man eigentlich Ummeln im Hintern, im Hirn und im Herzen hat. Dass diese Judith ihr aus heutiger Sicht fragwürdiges Ziel erreichen und die wohl netteste Person im deutschen Showbiz sein wird, wissen wir aus ihrem vorherigen Buch „Die Träume anderer Leute“. Und wir wissen aus diesem Buch auch, zu welchem Preis sie dieses Ziel erreicht. In „Hummelhirn“ geht es aber um die Voraussetzungen, um die Momente im Leben, die prägen und die die Idee einpflanzen, auf eigene Kosten und unter allen Umständen „nett“ sein zu wollen und zu müssen. Die Autorin geht dabei mit ihrer Diagnose, die sie erst mit 46 Jahren erhalten wird, nicht hausieren. Hier durchbricht sie sogar ganz wunderbar die Vierte Wand und lässt ihren Lektor zu Wort kommen, der von ihr wünscht, die Diagnose ins Buch zu schreiben. Holofernes will aber ein Buch „für alle komischen Kinder“ schreiben und deshalb nicht die Diagnose benennen, die für einigermaßen Kundige natürlich schon vollkommen klar ist. Das macht die Autorin so unglaublich authentisch und , ja, auch sympathisch. Denn ihre Erfahrungen, mit gewissen Abwandlungen, sind auf andere Neurodivergenzen übertragbar. Selbst ihre Reaktion auf die Diagnose ist universell. Allein die vielen juvenilen Tagebucheinträge im letzten Drittel des Buches haben mich etwas verwundert und zunächst auch in ihrer Menge etwas genervt. Zunächst hatte ich den Eindruck, diese würden nun aber wirklich zu sehr die Oberhand gewinnen, aber zum Ende hin wird klar: die Autorin möchte zeigen, dass sie nicht nur ein Hummelhirn sondern auch ein Hummelherz hat. Und um dies zu zeigen und nicht nur zu erzählen, nutzt die Autorin hier ihre alten Tagebuchaufzeichnungen. Fair enough. Es scheint klar: Viele Helden-Fans werden dieses Buch kaufen und lesen. Aber genauso klar sollte sein: Es ist die Geschichte eines neurodivergenten Mädchens, welche darüber hinaus ganz viele Menschen interessieren könnte und sollte, da sie so universell verdeutlicht, wie es ist, wenn man nicht so ist wie die Mehrzahl der anderen. Deshalb empfehle ich auch ganz grundsätzlich die Lektüre dieses wunderbaren Buches, welches nicht nur sehr gut geschrieben ist, sondern auch wieder wirklich schön von Carolina Rodriguez Fuenmayor illustratorisch in Szene gesetzt wurde. 4,5/5 Sterne Disclaimer für alle, die noch nichts mit „Neurodivergenz“ und „Neurodiversität“ anfangen können: Unter Neurodivergenz werden unter einem Schirm Menschen mit verschiedenen, meist angeborenen, neurologischen Besonderheiten wie ADHS und Autismus (aber auch viele andere) zusammengefasst. Neurodiversität beschreibt das verschiedenartige Vorkommen dieser Neurodivergenzen und neurotypischen (durchschnittlich-mehrheitlichen, neurologisch „unauffälligen“) Menschen innerhalb einer Menschengruppe = diese Gruppe ist dann divers. Ein einzelner Mensch kann neurodivergent sein. Hier sollte der Verlag noch einmal auf den Klappentext schauen, da die Begriffe synonym verwendet werden, was sie nicht sind!

Kundinnen und Kunden meinen

5

4

4

1

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (7)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Björn Gögge

    Björn Gögge

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nett sein, aber anders

    Mit Hummelhirn schenkt uns Judith Holofernes ein sehr ehrliches und berührendes Memoir über das Aufwachsen, das ständige Anecken und die anstrengende Ausbildung zum ultimativen „People Pleaser“. Im Balanceakt zwischen tiefer Melancholie und sprühendem Witz nimmt sie uns mit durch das wilde Berlin und beschauliche Freiburg, und zeigt, wie es sich anfühlt, mit einem Gehirn zu leben, das wie eine betrunkene Hummel durch die Welt navigiert. Was dieses Buch für mich zu einem absoluten Lesehighlight gemacht hat, ist der unverkennbare Sound. Sie spielt virtuos mit der Sprache, begegnet auch den schweren, bedrückenden Erinnerungen mit einer entwaffnenden Leichtigkeit und lässt einen dabei immer wieder laut auflachen, nur um im nächsten Moment die Schwerkraft wieder auszusetzen. Es ist keine klassische "Sex, Drugs & Rock 'n' Roll"-Biografie (der Vorgäner "Die Träume Anderer Leute" erzählt mehr von der Wir Sind Helden-Zeit), sondern eine zärtliche, witzige und kluge Liebeserklärung an die eigene "Hummeligkeit" und ein literarisches Trostpflaster für alle, die jemals das Gefühl hatten, nicht ganz ins Raster zu passen. Ein Buch, das sich anfühlt wie eine feste Umarmung eben. Und auch, wenn Judith Holofernes es im Buch eher ausschließt: ich wünsche mir trotzdem einen fiktiven Roman von ihr, ohne ersichtlichen Biografie-Fokus, einfach nur, weil ich glaube, dass sie das genau so gut könnte.
  • Zum Bewerterprofil von Verena Flor

    Verena Flor

    Thalia Hagen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam biografisch

    Auch in ihrem zweiten biografischen Roman gelingt Holofernes ein besondere Art der Erzählung. Man erlebt die Künstlerin nochmal anders, tiefgründiger und authentisch. Sie hat in jedem Fall ein Gespür für Sprache und lädt uns Lesende ein auch über uns und das Leben zu philosophieren. Einziges Manko war für mich, dass die zeitlichen Sprünge dieses Mal wahlloser und gehetzter gesetzt wirkten. Als Stilmittel für die Thematik fantastisch, im Lesefluss allerdings an manchen Stellen ermüdend.

Unsere Meinungen

Bewertungen (2)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Hummelhirn