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Michaela Kohlhaas Roman | Eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

41467

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.05.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,4 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Rost

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43280-8

Beschreibung

Rezension

»Das ist nicht nur als Gegenfolie zu Kleists Novelle, sondern als Gegenwartsdiagnose hochinteressant und lesenswer.« ("WELT AM SONNTAG")
»›Michaela Kohlhaas‹ ist großes Theater. Eine Revolution in Gedanken, der die Sprache auf sanften Füßen folgt. Man muss diesen Roman lesen, nicht nur weil er eine aberwitzige Geschichte hat, sondern weil seine Sätze der Hauptfigur überaus zart auf den Leib gestickt sind.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Geißlers eigene Wortgewandtheit, ihr Sinn für starke Bilder, ihre klare Sicht auf unlösbares Übel tun sich damit zusammen zu einem Stück großer Literatur.« ("Frankfurter Rundschau")
»Geißlers Sprache lebt in ihrer Direktheit von Wortwitz sowie dialektischer Spannung ... [Ein] großartiger Roman ...« ("wochentaz")
»Eine radikale Gesellschaftskritik. ... [Heike Geißler erzählt mit] geschliffener Sprache und viel Wortwitz ...« ("Kurier")
»Es ist ein Buch voller starker, realistischer Bilder. Sie flirren mitunter ins Surreale. Ein ungewöhnlicher Erzählstil trägt dazu bei. ... Einerseits bewundert [die Ich-Erzählerin] den Mut und die Unbedingtheit der Anarchistin und probiert vergeblich den eigenen Ausbruch. Andererseits beobachtet sie mit Befremden deren Trotz und Starrsinn, der bis in die Selbstzerstörung führt. Diese zwiespältige Sicht dürften Leserinnen und Leser teilen. Mit Michaela Kohlhaas wird man so schnell nicht fertig.« ("Sächsische Zeitung")
»Geißler gelingt es mit bissigem Humor, ihre Figur zu einerProjektionsfläche zu machen, in der sich Ängste und Vorurteile gegenüber allem Fremden und anderen vereinen – odereinfach nur gegenüber jenen, die es wagen, das Bestehende infrage zu stellen und sich dagegen aufzulehnen.« ("Berliner Morgenpost")
» Michaela Kohlhaas lässt sich auf mehrere Arten lesen, auch als feministischer Schelminnenroman. Diese Uneindeutigkeit ist eine große Stärke. Und das Fremdeln mit der Sprache und der Figur ist von Geißler gewollt. ... Der Text ist anspielungsreich, humorvoll und bisweilen surreal ...« ("Märkische Oderzeitung")
»Verstörend und intensiv liest sich diese Geschichte, die einen anderen Blick auf die Gesellschaft erzwingt.« ("Nürnberger Nachrichten")
»Heike Geißler findet für ihre Geschichte einen wunderbar eingängigenTon. Es ist ein sanftes, rhythmischesund dichtes Strömen. Gespickt mitschönen Formulierungen. Auch hat derText seine komischen Seiten.« ("Kölner Stadt-Anzeiger")

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Verkaufsrang

41467

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.05.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

253

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/2,4 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Rost

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43280-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau steigt aus!

    In Kleists Novelle (1810) wird dem Pferdehändler Michael Kohlhaas ein großes Unrecht widerfahren. Um zu seinem Recht zu kommen, zieht er eine Spur der Verwüstung durchs Land. Obwohl er letztendlich Gerechtigkeit erlangt, wird er für seine Untaten erhängt. Heike Geißler überträgt die Geschichte in die Gegenwart. Michaela Kohlhaas, stellvertretende Friedhofsverwalterin, weigert sich, sich länger Fremdbestimmung zu unterwerfen. Sie hat genug von den Mächtigen und steigt aus ihrem bürgerlichen Leben aus. Anders als Michael Kohlhaas führt ihr Weg jedoch zur Selbstzerstörung. Sie verfällt zusehends der Verwahrlosung, vernachlässigt ihre Hygiene, stinkt und zieht mit ihrem Planwagen durchs Land. Dass dies kein glückliches Ende nehmen kann, wird bereits auf den ersten Seiten deutlich. Michaela Kohlhaas ist für mich keine Sympathieträgerin. Manche ihrer Handlungen kann ich nachvollziehen, aber der radikale Bruch mit der bürgerlichen Gesellschaft fällt mir schwer zu akzeptieren. Heike Geißler erleichtert es uns, dieses düstere Szenario zu akzeptieren, indem sie humorvolle Momente in ihren Roman einbaut. So beispielsweise, wenn ihre Kohlhaas in Karnevalskostümen herumläuft und mit einem Kinderholzschwert ihre Reden hält. Ebenso fließt dezent ein feiner Sprachwitz in den Text ein. Zu Schulzeiten hätte ich mich zumindest lieber mit diesem Text beschäftigt als mit dem über 200 Jahre alten Original!

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