Produktbild: Anti Müller
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Anti Müller Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

284

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2943 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843737722

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Verkaufsrang

284

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2943 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843737722

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  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Unbequem

    Anti Müller hat für mich völlig zu Recht einen Platz auf der Longlist des Deutschen Buchpreises verdient. Die Protagonistin war mir dabei ehrlich gesagt nicht besonders sympathisch – und trotzdem konnte ich erstaunlich gut nachvollziehen, wie sie an diesen Punkt gelangt und warum sie sich schließlich so verhält. Gerade darin liegt für mich die Stärke des Romans. Die Geschichte ist sehr gesellschaftskritisch und beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn Frauen ihre Wünsche und Bedürfnisse zwar klar kommunizieren, aber trotzdem immer wieder nicht ernst genommen werden. Die Entwicklung der Protagonistin ist dabei sicherlich extrem und teilweise bewusst überzeichnet. Aber gerade diese Überzeichnung macht deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn sich Frustration, Enttäuschung und das Gefühl, nicht gehört zu werden, immer weiter aufstauen. Auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt. Die Sprache ist pointiert und passt sehr gut zu dieser bissigen, teilweise bitterbösen Geschichte. Die Charaktere sind insgesamt stark überzeichnet, was sicherlich nicht jedem gefallen wird, für mich aber gut zum gesellschaftskritischen Ansatz gepasst hat.

  • Tina Dietrich

    aus Bern

    4/5

    22.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Unterhaltsam, böse für neugierige Menschen

    Die Ich-Erzählerin in „Anti Müller“ hat einen Kinderwunsch. Einen ziemlich grossen Kinderwunsch - einen wahnsinnig machenden Kinderwunsch. Das Doofe ist, dass sie schon Mitte dreissig ist und von Männern umgeben ist, die keinen Bock darauf haben, Vater zu werden. Zumindest jetzt noch. Und zumindest auch nicht mit ihr. So wie Kar, der Ex-Freund der Erzählerin. Jahrelang hat er sie vertröstet, und dann irgendwann Schluss gemacht. Also zurück in die Tinder-/Bumble-Hölle. Mit Andi (Müller) könnte es vielleicht was werden. Blöd nur, dass er bereits zwei Kinder hat. Aber er könnte es sich durchaus vorstellen, noch mal Vater zu werden…vielleicht irgendwann. Möchte ihr erstes Buch dann auch noch lesen. Oender hat einen ganz besonderen, irritierenden Schreibstil mit feministischer Ausrichtung. Wer sich dadurch nicht abschrecken lässt - unbedingt ausprobieren!

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bissig, wütend, komisch und gleichzeitig erschreckend traurig

    „Anti Müller“ ist definitiv kein Buch, das man einfach gemütlich wegliest und anschließend wieder zur Seite legt. Yade Yasemin Önder hat mir mit diesem Roman gleichzeitig den Nerv geraubt, mich zum Lachen gebracht und mich an einigen Stellen ziemlich sprachlos zurückgelassen. Im Mittelpunkt steht eine namenlose Erzählerin Mitte 30, deren langjährige Beziehung zu Kar zerbrochen ist. Und plötzlich wird etwas, das für sie lange gar nicht im Vordergrund stand, zu einer existenziellen Frage. Sie möchte ein Kind. Und zwar jetzt. Ihre biologische Uhr tickt, die Zeit scheint davon zu rennen und aus einem Kinderwunsch wird zunehmend eine Obsession. Die Männer, die ihr auf ihrer Suche begegnen, machen die Sache allerdings nicht gerade einfacher.  Da ist unter anderem Andi Müller, Schauspieler und vermeintlicher Muster-Feminist. Einer dieser Männer, die die richtigen Worte kennen, die sich selbstverständlich für feministisch halten und wahrscheinlich auch genau wissen, welche Haltung auf einem Dating-Profil gut aussieht, aber sobald es um tatsächliche Verantwortung, Verbindlichkeit und die Bedürfnisse einer Frau geht, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus.. Und genau hier wird der Roman unglaublich bissig. Önder nimmt nicht nur die Männer auseinander, sondern gleich den gesamten Mikrokosmos, in dem ihre Erzählerin sich bewegt. Dating, Beziehungen, Kinderwunsch und einen Kulturbetrieb, der sich nach außen modern und aufgeklärt gibt und trotzdem von Macht, Konkurrenz, Abhängigkeiten und alten Strukturen geprägt ist. Besonders beeindruckend fand ich dabei die Sprache. Die ist nicht einfach nur schön oder ungewöhnlich, sie hat eine eigene Energie. Mal sind die Sätze kurz und beinahe abgehackt, dann wieder völlig überbordend. Es gibt Tinder-Profile, Chats, Beobachtungen, Gedankenspiralen und sprachliche Bilder, die gleichzeitig absurd komisch und bitterernst sein können. Diese Erzählerin denkt, beobachtet und analysiert ohne Pause und genau dadurch bekommt man das Gefühl, direkt in ihrem Kopf festzustecken. Und trotzdem ist „Anti Müller“ für mich keineswegs nur eine wütende Abrechnung. Unter all dem Sarkasmus liegt eine riesige Verletzlichkeit. Denn hinter der Wut steckt eine Frau, die Angst hat, dass ihr ein Leben entgleitet, das sie plötzlich unbedingt haben möchte. Eine Frau, die gleichzeitig selbstbestimmt sein will und verzweifelt nach etwas sucht, das sie nicht vollständig kontrollieren kann. Das fand ich unglaublich stark. Überhaupt hat mich überrascht, wie viel Traurigkeit in diesem Buch steckt. Man lacht über absurde Dates, über selbsternannte Feministen und über die grotesken Mechanismen des Kulturbetriebs und plötzlich kippt die Stimmung und man merkt, eigentlich geht es hier gerade um Einsamkeit, Verlust, Alter, Körper, Kinderwunsch und die Angst, am Ende mit den eigenen Wünschen allein dazustehen. Genau diese Mischung macht das Buch für mich so besonders. „Anti Müller“ ist unbequem. Es ist teilweise anstrengend. Es fordert Aufmerksamkeit. Aber genau das wollte ich hier auch. Ich möchte bei einem solchen Roman nicht das Gefühl haben, dass mir alles hübsch erklärt und mundgerecht serviert wird. Ich möchte eine Stimme, die aneckt, übertreibt, provoziert und mich zwingt, genauer hinzusehen. Und das gelingt Yade Yasemin Önder hervorragend. Für mich ein sprachlich herausragender, bitterböser und gleichzeitig sehr verletzlicher Roman über Kinderwunsch, Beziehungen, weibliche Selbstbestimmung und die Männer, die sich für progressiv halten, solange es sie nichts kostet. Ein Buch, das mich nachhaltig beschäftigt hat, und genau deshalb bekommt es von mir 5 Sterne. 

  • Juno

    5/5

    20.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über die Sehnsucht nach Verantwortung

    Der Wunsch nach Familie, nach Männern die Verantwortung übernehmen und zu ihren Worten stehen, der unerfüllt bleibt, treibt das lyrische ich an den Rand des erträglichen und darüber hinaus. Teile des Romans haben mich an Warum Liebe weh tut von Eva Illouz erinnert.

  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    12.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dating und Kinderwunsch in der Kunstszene minus mentale Gesundheit

    Einzigartige, beeindruckende Sprache. Immer, wenn man denkt, jetzt muss diese Reihe an gleich aufgebauten und doch immer noch überraschenden Wortketten jetzt aber ein Ende finden, schmeißt die Autorin uns noch fünf nach. Eine literarische Wucht, die modernes Dating, unerfüllten Kinderwunsch, mentale Gesundheit und die Abwesenheit dieser sowie Suizidalität behandelt, mit Witz und Einsicht in das Künstler:innen- und Literatenleben im heutigen Deutschland. Wärmste Empfehlung für alle, die bereit sind für schmerzhafte Schönheit und eine sprachliche Herausforderung.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lennart Bobber

    Lennart Bobber

    Thalia Großpösna – Pösna Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über unerfüllte Kinderwünsche und feministische Männer

    Yade Önder shreib in einer so fesselnd-humorvollen Sprache, dass dieses Buch einen ganz eigenen Sog entwickelt. Sie wagt einen Blick hinter die Fassaden von sich feministisch gebenden Männern. Die Protagonistin kämpft sich durch einen ach so gleihberechtigten Kulturbetrieb und versucht dabei ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Das wäre alles viel einfacher, wenn sich ihre Partner nicht selbst wie Kinder verhalten würden. "Dieses Jahr werde ich schwanger" verspricht sie sich immer wieder, aber wie weit ist sie bereit dafür zu gehen? Ein Buch über Abhängigkeit und Souveränität und über alles was dazwischen liegt.
  • Zum Bewerterprofil von Isabel Koob

    Isabel Koob

    Thalia Mannheim – Planken

    Buchhändler*in

    4/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das für Diskussionsstoff sorgt

    Eine 35jährige junge Frau, die nur noch einen Eierstock besitzt, bekommt Torschlusspanik, was ihre Familienplanung anbelangt, da ihre langjährige Beziehung zu Kar in die Brüche geht und ihre darauffolgenden Tinderbeziehungen auch nicht das Wahre sind: Keiner der Männer ist bereit mit ihr ein Kind zu zeugen. Am Ende beschließt die Protagonistin ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen, indem sie sich Eizellen einfrieren für den Fall der Fälle. Das Buch "Anti Müller" spiegelt eine Generation wider, die scheinbar nur nach Selbstoptimierung strebt und Beziehungen ohne Verantwortung für Kinder führen möchte (aus den unterschiedlichsten Gründen). Ob die Entscheidung ein Kind alleine großzuziehen allerdings die Richtige ist, ist schwer zu beantworten.  Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen da ich Yade Yasemin Önders Schreibstil mochte, der mich an die rasante Poetry Slam Sprache erinnert. Die Gefühlslage der Protagonistin lässt sich gut nachvollziehen und das Thema an sich sorgt für Diskussionsstoff. Fazit: Ein supergutes Buch, trotz des traurigen realistischen Themas.

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