Produktbild: Ein schönes Paar
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Ein schönes Paar

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.02.2018

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,5 cm

Gewicht

380 g

Auflage

3. Auflage - Neuausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710002248468

Beschreibung

Rezension

»Gert Loschütz ist der David Lynch unter Deutschlands Romanautoren.«
Jenny Hoch, Der Spiegel

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.02.2018

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/2,5 cm

Gewicht

380 g

Auflage

3. Auflage - Neuausgabe

Sprache

Deutsch

EAN

2710002248468

Herstelleradresse

Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
Kaiserstraße 79|60329|Frankfurt am Mai|DE
info@schoeffling.de

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Lebensnahe Erzählung über ein sensibles Thema

Lesepartie aus Bielefeld am 16.04.2021

Bewertungsnummer: 1149087

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem sein Vater verstorben ist, findet Philipp bei der Haushaltsauflösung einen Gegenstand, welcher die Erinnerung an die Trennung der Eltern weckt. Hertha und Georg lernen sich kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kennen. Hertha lebt in einem kleinen brandenburgischen Dorf und träumt davon Model zu werden. Nach dem Krieg bauen sich die jungen Eheleute in dem Dorf ein Leben auf. Hertha und Georg sind ein schönes Paar. Doch Hertha zieht es in den Westen. Der Familie gelingt die Flucht nach Westdeutschland. Zeitgleich mit dem neuen Leben beginnt das Ende der Ehe. Kein Jahr später verlässt Hertha die Familie. Philipp erinnert sich an Postkarten, die er 30 Jahre lang in unregelmäßigen Abständen von der Mutter erhält. Mit einer nüchternen Distanz schildert der Sohn die Beziehung seiner Eltern ebenso wie sein eigenes Verhältnis zu Mutter und Vater. Das Glück, die Hoffnung und die Enttäuschung. Sein Vater, der häufig in Situationen gerät, die ihn in Schwierigkeiten bringen. Die Mutter, die ihn zurücklässt, ohne ihrem Sohn zu sagen, wo und wie sie lebt. Gert Lohschütz erzählt in seinem Roman aus dem Blickwinkel des erwachsenen Sohnes, der in der Rückschau versucht zu verstehen, warum und wann die Ehe seiner Eltern scheiterte. Ein sensibler Roman, der zeigt wie nahe Hoffnung und Enttäuschung beieinander liegen. Zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Lebensnahe Erzählung über ein sensibles Thema

Lesepartie aus Bielefeld am 16.04.2021
Bewertungsnummer: 1149087
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nachdem sein Vater verstorben ist, findet Philipp bei der Haushaltsauflösung einen Gegenstand, welcher die Erinnerung an die Trennung der Eltern weckt. Hertha und Georg lernen sich kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges kennen. Hertha lebt in einem kleinen brandenburgischen Dorf und träumt davon Model zu werden. Nach dem Krieg bauen sich die jungen Eheleute in dem Dorf ein Leben auf. Hertha und Georg sind ein schönes Paar. Doch Hertha zieht es in den Westen. Der Familie gelingt die Flucht nach Westdeutschland. Zeitgleich mit dem neuen Leben beginnt das Ende der Ehe. Kein Jahr später verlässt Hertha die Familie. Philipp erinnert sich an Postkarten, die er 30 Jahre lang in unregelmäßigen Abständen von der Mutter erhält. Mit einer nüchternen Distanz schildert der Sohn die Beziehung seiner Eltern ebenso wie sein eigenes Verhältnis zu Mutter und Vater. Das Glück, die Hoffnung und die Enttäuschung. Sein Vater, der häufig in Situationen gerät, die ihn in Schwierigkeiten bringen. Die Mutter, die ihn zurücklässt, ohne ihrem Sohn zu sagen, wo und wie sie lebt. Gert Lohschütz erzählt in seinem Roman aus dem Blickwinkel des erwachsenen Sohnes, der in der Rückschau versucht zu verstehen, warum und wann die Ehe seiner Eltern scheiterte. Ein sensibler Roman, der zeigt wie nahe Hoffnung und Enttäuschung beieinander liegen. Zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

schwebender Ton

yellowdog am 16.04.2021

Bewertungsnummer: 1129509

Bewertet: eBook (ePUB)

Ein schönes Paar von Gert Loschütz ist ein ruhig, eigentlich unspektakulär geschriebener Roman über die Spurensuche eines Mannes über seine Eltern bzw. über ihre Trennung. Leitmotiv dabei ist eine alte Kamera des Paares und Fotos von ihnen. Herta und Georg treffen sich vor dem Krieg in Ostdeutschland und heirateten 1942. Später flüchteten sie nacheinander in den Westen. Sie waren ein schönes Paar, aber warum sie sich plötzlich trennten, erschloß sich dem Sohn Philipp nicht. Ich mag Gert Loschütz Stil, nicht direkt spröde, aber mit einem schwebenden Ton. Zugang zu den Figuren findet man nicht so leicht, da nie aus der Sicht von Herta oder Georg erzählt wird, konsequent ist es die Erzählstimme des Sohnes. Das Cover deutet die Form an, indem ein Lichtstrahl über ein Paar ins dunkle dringt. Durch viele Leerstellen bleibt mir ein Teil des Romans verschlossen, doch ich habe viel übrig für eine Literaturform, die sich dem verborgenen und rätselhaften stellt. Patrick Modiano ist ein großer Autor dieser Form und Gert Loschütz folgt ihm mit vielen detailreichen und sorgfältigen Beschreibungen der Umgebung. In dieser Form mit Sprache zu arbeiten ergibt ein lesenswertes Stück Literatur.

schwebender Ton

yellowdog am 16.04.2021
Bewertungsnummer: 1129509
Bewertet: eBook (ePUB)

Ein schönes Paar von Gert Loschütz ist ein ruhig, eigentlich unspektakulär geschriebener Roman über die Spurensuche eines Mannes über seine Eltern bzw. über ihre Trennung. Leitmotiv dabei ist eine alte Kamera des Paares und Fotos von ihnen. Herta und Georg treffen sich vor dem Krieg in Ostdeutschland und heirateten 1942. Später flüchteten sie nacheinander in den Westen. Sie waren ein schönes Paar, aber warum sie sich plötzlich trennten, erschloß sich dem Sohn Philipp nicht. Ich mag Gert Loschütz Stil, nicht direkt spröde, aber mit einem schwebenden Ton. Zugang zu den Figuren findet man nicht so leicht, da nie aus der Sicht von Herta oder Georg erzählt wird, konsequent ist es die Erzählstimme des Sohnes. Das Cover deutet die Form an, indem ein Lichtstrahl über ein Paar ins dunkle dringt. Durch viele Leerstellen bleibt mir ein Teil des Romans verschlossen, doch ich habe viel übrig für eine Literaturform, die sich dem verborgenen und rätselhaften stellt. Patrick Modiano ist ein großer Autor dieser Form und Gert Loschütz folgt ihm mit vielen detailreichen und sorgfältigen Beschreibungen der Umgebung. In dieser Form mit Sprache zu arbeiten ergibt ein lesenswertes Stück Literatur.

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Ein schönes Paar

von Gert Loschütz

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Carola Ludger

Thalia Lippstadt

Zum Portrait

4/5

Zwischen Ost und West – zwischen Liebe und Trennung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gert Loschütz ist ein großartiger Jongleur der schönen und präzisen Worte. Allein schon deshalb wird der anspruchsvolle Leser seine Freude an dem 'schönen Paar' haben. Aber er ist auch ein scharfer Beobachter. So lässt er die Geschichte aus der Perspektive des Ich-erzählenden Sohnes Philipp erzählen. Sehr sachlich und sorgfältig erinnert sich Philipp nach dem Tod seiner Eltern an ihre facettenreiche Liebes- und Trennungsgeschichte. Auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018.
  • Carola Ludger
  • Buchhändler/-in

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4/5

Zwischen Ost und West – zwischen Liebe und Trennung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gert Loschütz ist ein großartiger Jongleur der schönen und präzisen Worte. Allein schon deshalb wird der anspruchsvolle Leser seine Freude an dem 'schönen Paar' haben. Aber er ist auch ein scharfer Beobachter. So lässt er die Geschichte aus der Perspektive des Ich-erzählenden Sohnes Philipp erzählen. Sehr sachlich und sorgfältig erinnert sich Philipp nach dem Tod seiner Eltern an ihre facettenreiche Liebes- und Trennungsgeschichte. Auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018.

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Sabine van Ahlen

Thalia Münster – Münster-Arkaden

Zum Portrait

4/5

Geteilte Liebe

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erst stirbt der Vater. Kurz darauf die Mutter. Nicht ungewöhnlich für Menschen, die jahrzehntelang ihr Leben als Paar miteinander teilten und ohne einander keinen Sinn mehr in ihrem nunmehr vereinzelten Dasein erkennen können. Hier aber ist es anders. Philipp, der Sohn, muß gleich zwei Haushalte auflösen: das Haus des Vaters Georg und das Zimmer der Mutter Herta im Seniorenheim, denn, obwohl noch immer verheiratet, leben die beiden seit 40 Jahren getrennt und haben keinen Kontakt mehr gehabt. Oder doch? Dieser Roman ist keine chronologisch erzählte, auf historische Details versessene Familiengeschichte, obwohl er durchaus die deutsche Nachkriegszeit thematisiert, das Drama der deutschen Teilung, die hier einmal mehr auch zu einem persönlichen Drama wird; denn die überstürzte Flucht von Herta und Georg aus der DDR entpuppt sich fatalerweise als Anfang vom Ende ihrer gemeinsamen Geschichte. Aber war ihre Trennung tatsächlich auch das Ende ihrer Verbundenheit? Loschütz schreibt in der Rolle des Sohnes, der den Spuren der Eltern folgt, wo immer er auf sie stößt. Er ist ein Suchender, der Mutmaßungen anstellt und gleich wieder verwirft, der versucht, den Nebel zu durchdringen, der sich vor die klare Sicht auf die Vergangenheit geschoben hat, und die Versatzstücke einer Epoche und der darin gelebten Leben zu einem sinnvollen logischen Ganzen zusammenzufügen. Letztendlich bleibt vieles scheinbar paradox, ein nie ganz lösbares Rätsel, verdichten sich einzelne Details lediglich zu einer Ahnung des Gesamtbildes. Loschütz beherrscht in seinem klaren, gezügelten Stil die Kunst des Unausgesprochenen, des Nicht – Auserzählens, und er schafft Bilder, die gleichzeitig eine optische Täuschung sein könnten. Was am Ende bleibt, ist die Melancholie des Unabänderlichen und – ganz handfest – eine alte Stereokamera aus dem Nachlass des Vaters, in der DDR ein wertvoller Besitz, dessen Verkauf im Westen der Familie die finanzielle Grundlage für einen Neuanfang schaffen sollte. Stattdessen entpuppt sie sich als unverkäuflich und letztlich wertlos und wird - ironischerweise - zum Auslöser für den Abstieg ihres Besitzers und der Auflösung seiner Ehe und Familie. Und schließlich ist diese Kamera, die stereoskopische Halbbilder zur Illusion eines dreidimensionalen Ganzen zusammenfügt, zu einer Art Sinnbild persönlich-menschlicher und auch historisch-politischer Tragik geworden. Ein überaus lesenswerter Roman und eine unbedingte Empfehlung für alle, die abseits des Mainstreams nach literarischen Schätzen suchen.
  • Sabine van Ahlen
  • Buchhändler/-in

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Geteilte Liebe

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erst stirbt der Vater. Kurz darauf die Mutter. Nicht ungewöhnlich für Menschen, die jahrzehntelang ihr Leben als Paar miteinander teilten und ohne einander keinen Sinn mehr in ihrem nunmehr vereinzelten Dasein erkennen können. Hier aber ist es anders. Philipp, der Sohn, muß gleich zwei Haushalte auflösen: das Haus des Vaters Georg und das Zimmer der Mutter Herta im Seniorenheim, denn, obwohl noch immer verheiratet, leben die beiden seit 40 Jahren getrennt und haben keinen Kontakt mehr gehabt. Oder doch? Dieser Roman ist keine chronologisch erzählte, auf historische Details versessene Familiengeschichte, obwohl er durchaus die deutsche Nachkriegszeit thematisiert, das Drama der deutschen Teilung, die hier einmal mehr auch zu einem persönlichen Drama wird; denn die überstürzte Flucht von Herta und Georg aus der DDR entpuppt sich fatalerweise als Anfang vom Ende ihrer gemeinsamen Geschichte. Aber war ihre Trennung tatsächlich auch das Ende ihrer Verbundenheit? Loschütz schreibt in der Rolle des Sohnes, der den Spuren der Eltern folgt, wo immer er auf sie stößt. Er ist ein Suchender, der Mutmaßungen anstellt und gleich wieder verwirft, der versucht, den Nebel zu durchdringen, der sich vor die klare Sicht auf die Vergangenheit geschoben hat, und die Versatzstücke einer Epoche und der darin gelebten Leben zu einem sinnvollen logischen Ganzen zusammenzufügen. Letztendlich bleibt vieles scheinbar paradox, ein nie ganz lösbares Rätsel, verdichten sich einzelne Details lediglich zu einer Ahnung des Gesamtbildes. Loschütz beherrscht in seinem klaren, gezügelten Stil die Kunst des Unausgesprochenen, des Nicht – Auserzählens, und er schafft Bilder, die gleichzeitig eine optische Täuschung sein könnten. Was am Ende bleibt, ist die Melancholie des Unabänderlichen und – ganz handfest – eine alte Stereokamera aus dem Nachlass des Vaters, in der DDR ein wertvoller Besitz, dessen Verkauf im Westen der Familie die finanzielle Grundlage für einen Neuanfang schaffen sollte. Stattdessen entpuppt sie sich als unverkäuflich und letztlich wertlos und wird - ironischerweise - zum Auslöser für den Abstieg ihres Besitzers und der Auflösung seiner Ehe und Familie. Und schließlich ist diese Kamera, die stereoskopische Halbbilder zur Illusion eines dreidimensionalen Ganzen zusammenfügt, zu einer Art Sinnbild persönlich-menschlicher und auch historisch-politischer Tragik geworden. Ein überaus lesenswerter Roman und eine unbedingte Empfehlung für alle, die abseits des Mainstreams nach literarischen Schätzen suchen.

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Ein schönes Paar

von Gert Loschütz

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