Produktbild: Paranoia in Hollywood

Paranoia in Hollywood Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten 1941-1953

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

9533

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

13440 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783751821049

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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9533

Erscheinungsdatum

26.02.2026

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Matthes & Seitz Berlin Verlag

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400 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Deutsch

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9783751821049

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Gut gemacht, aber der Funke ...

EvyHeart am 18.04.2026

Bewertungsnummer: 3112645

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Titel des Buches klang sehr plakativ, trotzdem hat mich das Thema gereizt. Ich habe schon einige Biografien über Emmigranten gelesen und wollte nun einen anderen Aspekt sehen. Letzlich fällt mir eine Bewertung schwer, weil das Buch für mich gut war, aber der Funke fehlte. Worum geht es? Das Buch beschreibt die Zeit der Emmigranten in Hollywood in den 40er Jahren und behandelt dabei Themen wie Arbeit, Kunst und das berüchtigte HUAC (Kommitee für anti-amerikanische Umtriebe). Im Mittelpunkt stehen dabei Thomas Mann, Billy Wilder und William Wyler. Viele weitere Persönlichkeiten werden eingeflochten. Den roten Faden bildet die Salonière Salka Viertel. Wie hat mir das Buch gefallen? Das Buch hat mich gefesselt, ich habe es flott durchgelesen, es hatte keine Längen. Für mich passen Titel und Klappentext aber nur bedingt zum Inhalt, weil es nur im zweiten Teil tatsächlich um das HUAC, um die Paranoia geht. Das führte bei mir dazu, dass die Spannung ein bisschen raus war. Das Buch versammelt wundervoll faktenreich verschiedene Biografien von emmigrierten Künstler:innen in den USA, überwiegend aus dem Filmgeschäft. Es war interessant zu lesen und nie langweilig. Der Autor erzählt lebhaft, an seltenen Stellen wird kommentiert. Es gibt für 330 Seiten 744 Fußnoten, was sehr viel ist. Das Buch ist also gut recherchiert. Die Auswahl der Persönlichkeiten fand ich nicht ganz gelungen. Der Autor versammelt die Großen der Filmbranche und schafft es, verschiedene Strömungen darzustellen. Beispielsweise wird Bertholt Brecht erwähnt, der die USA ohnehin verlassen wollte und die Anhörung vor dem HUAC eher als Bühne betrachtete, auf der er seine Abschiedsvorstellung gibt. Ich mochte auch die Verflechtungen der Studiobosse, von denen einige jüdische Wurzeln haben, ins Thema. Der Antisemitismus in den USA, der im Buch manchmal anklingt. Für mich war Thomas Manns Rolle im Buch zu groß. Mann ist ein sehr gut erschlossenes Feld, aber für mich war er eher ein Mensch, der mit seiner politischen Meinung gehadert hat. Dem Konflikt mit Adorno und Schönberg bei der Entstehung des "Doktor Faustus" gibt das Buch einige Seiten. Ich fand das nett, habe mich aber gefragt, ob es nicht andere Persönlichkeiten gegeben hat, die mehr Raum verdient hatten. Die unbekannter sind, mehr bewegt oder eine andere Ansicht gehabt haben. Mich hat das Buch emotional nicht so gepackt, weil ich die Zusammenhänge manchmal nicht gut nachfühlen konnte. Für mich haben manchmal ein paar Grundlagen gefehlt z.B. bei der Entstehtung des HUACs. Der Weg wird erklärt, aber ... es fehlte etwas. Auch die Frage, welche Persönlichkeiten sich in den USA heimisch fühlten und warum, das interessiert mich. Es ist ein Sachbuch, klar. Aber manchmal wären weniger Fakten und mehr Erzählerisches gut gewesen. Wirklich bildhaft ist das Buch an Anfang und Ende, als der Autor das Haus Salka Viertels beschreibt. Die Szene ist sehr beeindruckend und führt gut in das Buch ein (und aus). Dieser rote Faden funktioniert sehr gut, obwohl ich Salka Viertel vorher nicht kannte. Fazit Ich denke, das Buch gefällt vielen Leuten. Es ist gut erzählt, vereint verschiedene bekannte Persönlichkeiten und bleibt meistens fokussiert. Der eigentliche Schwerpunkt ging bei mir etwas unter, das empfindet aber jeder anders. Defintiv ein gutes Buch.

Gut gemacht, aber der Funke ...

EvyHeart am 18.04.2026
Bewertungsnummer: 3112645
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Titel des Buches klang sehr plakativ, trotzdem hat mich das Thema gereizt. Ich habe schon einige Biografien über Emmigranten gelesen und wollte nun einen anderen Aspekt sehen. Letzlich fällt mir eine Bewertung schwer, weil das Buch für mich gut war, aber der Funke fehlte. Worum geht es? Das Buch beschreibt die Zeit der Emmigranten in Hollywood in den 40er Jahren und behandelt dabei Themen wie Arbeit, Kunst und das berüchtigte HUAC (Kommitee für anti-amerikanische Umtriebe). Im Mittelpunkt stehen dabei Thomas Mann, Billy Wilder und William Wyler. Viele weitere Persönlichkeiten werden eingeflochten. Den roten Faden bildet die Salonière Salka Viertel. Wie hat mir das Buch gefallen? Das Buch hat mich gefesselt, ich habe es flott durchgelesen, es hatte keine Längen. Für mich passen Titel und Klappentext aber nur bedingt zum Inhalt, weil es nur im zweiten Teil tatsächlich um das HUAC, um die Paranoia geht. Das führte bei mir dazu, dass die Spannung ein bisschen raus war. Das Buch versammelt wundervoll faktenreich verschiedene Biografien von emmigrierten Künstler:innen in den USA, überwiegend aus dem Filmgeschäft. Es war interessant zu lesen und nie langweilig. Der Autor erzählt lebhaft, an seltenen Stellen wird kommentiert. Es gibt für 330 Seiten 744 Fußnoten, was sehr viel ist. Das Buch ist also gut recherchiert. Die Auswahl der Persönlichkeiten fand ich nicht ganz gelungen. Der Autor versammelt die Großen der Filmbranche und schafft es, verschiedene Strömungen darzustellen. Beispielsweise wird Bertholt Brecht erwähnt, der die USA ohnehin verlassen wollte und die Anhörung vor dem HUAC eher als Bühne betrachtete, auf der er seine Abschiedsvorstellung gibt. Ich mochte auch die Verflechtungen der Studiobosse, von denen einige jüdische Wurzeln haben, ins Thema. Der Antisemitismus in den USA, der im Buch manchmal anklingt. Für mich war Thomas Manns Rolle im Buch zu groß. Mann ist ein sehr gut erschlossenes Feld, aber für mich war er eher ein Mensch, der mit seiner politischen Meinung gehadert hat. Dem Konflikt mit Adorno und Schönberg bei der Entstehung des "Doktor Faustus" gibt das Buch einige Seiten. Ich fand das nett, habe mich aber gefragt, ob es nicht andere Persönlichkeiten gegeben hat, die mehr Raum verdient hatten. Die unbekannter sind, mehr bewegt oder eine andere Ansicht gehabt haben. Mich hat das Buch emotional nicht so gepackt, weil ich die Zusammenhänge manchmal nicht gut nachfühlen konnte. Für mich haben manchmal ein paar Grundlagen gefehlt z.B. bei der Entstehtung des HUACs. Der Weg wird erklärt, aber ... es fehlte etwas. Auch die Frage, welche Persönlichkeiten sich in den USA heimisch fühlten und warum, das interessiert mich. Es ist ein Sachbuch, klar. Aber manchmal wären weniger Fakten und mehr Erzählerisches gut gewesen. Wirklich bildhaft ist das Buch an Anfang und Ende, als der Autor das Haus Salka Viertels beschreibt. Die Szene ist sehr beeindruckend und führt gut in das Buch ein (und aus). Dieser rote Faden funktioniert sehr gut, obwohl ich Salka Viertel vorher nicht kannte. Fazit Ich denke, das Buch gefällt vielen Leuten. Es ist gut erzählt, vereint verschiedene bekannte Persönlichkeiten und bleibt meistens fokussiert. Der eigentliche Schwerpunkt ging bei mir etwas unter, das empfindet aber jeder anders. Defintiv ein gutes Buch.

Verfolgungswahn in Hollywood

esque aus Darmstadt am 12.03.2026

Bewertungsnummer: 3074291

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte der deutschsprachigen Emigration nach Kalifornien wurde lange Zeit entlang eines vertrauten Narrativs erzählt. Es ist die Erzählung vom „Weimar am Pazifik“, von Thomas Manns repräsentativem Frühstück in Pacific Palisades und von Billy Wilders Weg zur Unsterblichkeit. In dieser Lesart erscheint das Exil oft als eine sonnendurchflutete, wenngleich von Heimweh begleitete Wartehalle bis zur Rückkehr nach Europa. Jan Jekal tritt in seinem Buch „Paranoia in Hollywood“ (Matthes & Seitz Berlin) dieser romantisierten Vorstellung entgegen. Jekals Untersuchung konzentriert sich auf die Jahre 1941 bis 1953 und damit auf eine Phase, in der die politische Atmosphäre in den USA radikal umschlug. Die zentrale These des Buches beschreibt ein Paradox: Dieselbe Demokratie, die den Verfolgten des Nationalsozialismus Schutz bot, transformierte sich innerhalb weniger Jahre in eine Instanz der systematischen Ausgrenzung. Mit dem Übergang vom Zweiten Weltkrieg zum Kalten Krieg gerieten die antifaschistischen Intellektuellen unter den Generalverdacht des Kommunismus. Jan Jekal stützt seine Analyse auf bislang kaum ausgewertetes Archivmaterial. Diese Dokumente belegen eine lückenlose Überwachung durch das FBI unter J. Edgar Hoover. Die Akten zeichnen ein Bild, in dem die Grenze zwischen legitimer staatlicher Sicherheit und paranoider Bespitzelung verschwimmt. Wenn Jekal schildert, wie der Hausmüll von Exilanten durchsucht oder Privatgespräche abgehört wurden, verlässt er die Ebene der bloßen Anekdote und liefert eine präzise Dokumentation staatlicher Repression in einer demokratischen Gesellschaft. Ein wesentlicher Verdienst des Buches liegt in der differenzierten Darstellung der Exilgemeinde. Jekal verzichtet darauf, die Künstler als geschlossene Gruppe von Helden zu stilisieren. Stattdessen zeigt er Menschen unter extremem existenziellem Druck, deren Reaktionen von mutigem Aktivismus und intellektuellem Witz bis hin zu Kapitulation und „Verrat“ reichten. Während einige Regisseure wie Fritz Lang die Erfahrung der Verfolgung in die Ästhetik des Film Noir übersetzten und so einen „codierten Widerstand“ leisteten, zerbrachen andere an der sozialen Isolation und den Arbeitsverboten der „Schwarzen Listen“. Formal besticht das Werk durch eine journalistische Präzision, die ohne moralisierenden Unterton auskommt. Jekal gelingt es, die historische Lücke zwischen dem rettenden Hafen der frühen 1940er-Jahre und der systematischen Verfolgung durch den McCarthyismus zu schließen. Paranoia in Hollywood ist ein Sachbuch. Aber eines, das weiß, wie man Spannung erzeugt. Jan Jekals Debüt, das auch direkt für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch nominiert wurde, ist ein sehr lesenswertes Buch. Es füllt eine Lücke in der deutschsprachigen Exilforschung und tut dies mit journalistischer Präzision und erzählerischem Bewusstsein. Es hat den Mut, eine romantisierte Geschichte gegen den Strich zu bürsten, und stützt diesen Mut auf erstmals ausgewertetes Quellenmaterial. 4,5/5

Verfolgungswahn in Hollywood

esque aus Darmstadt am 12.03.2026
Bewertungsnummer: 3074291
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Geschichte der deutschsprachigen Emigration nach Kalifornien wurde lange Zeit entlang eines vertrauten Narrativs erzählt. Es ist die Erzählung vom „Weimar am Pazifik“, von Thomas Manns repräsentativem Frühstück in Pacific Palisades und von Billy Wilders Weg zur Unsterblichkeit. In dieser Lesart erscheint das Exil oft als eine sonnendurchflutete, wenngleich von Heimweh begleitete Wartehalle bis zur Rückkehr nach Europa. Jan Jekal tritt in seinem Buch „Paranoia in Hollywood“ (Matthes & Seitz Berlin) dieser romantisierten Vorstellung entgegen. Jekals Untersuchung konzentriert sich auf die Jahre 1941 bis 1953 und damit auf eine Phase, in der die politische Atmosphäre in den USA radikal umschlug. Die zentrale These des Buches beschreibt ein Paradox: Dieselbe Demokratie, die den Verfolgten des Nationalsozialismus Schutz bot, transformierte sich innerhalb weniger Jahre in eine Instanz der systematischen Ausgrenzung. Mit dem Übergang vom Zweiten Weltkrieg zum Kalten Krieg gerieten die antifaschistischen Intellektuellen unter den Generalverdacht des Kommunismus. Jan Jekal stützt seine Analyse auf bislang kaum ausgewertetes Archivmaterial. Diese Dokumente belegen eine lückenlose Überwachung durch das FBI unter J. Edgar Hoover. Die Akten zeichnen ein Bild, in dem die Grenze zwischen legitimer staatlicher Sicherheit und paranoider Bespitzelung verschwimmt. Wenn Jekal schildert, wie der Hausmüll von Exilanten durchsucht oder Privatgespräche abgehört wurden, verlässt er die Ebene der bloßen Anekdote und liefert eine präzise Dokumentation staatlicher Repression in einer demokratischen Gesellschaft. Ein wesentlicher Verdienst des Buches liegt in der differenzierten Darstellung der Exilgemeinde. Jekal verzichtet darauf, die Künstler als geschlossene Gruppe von Helden zu stilisieren. Stattdessen zeigt er Menschen unter extremem existenziellem Druck, deren Reaktionen von mutigem Aktivismus und intellektuellem Witz bis hin zu Kapitulation und „Verrat“ reichten. Während einige Regisseure wie Fritz Lang die Erfahrung der Verfolgung in die Ästhetik des Film Noir übersetzten und so einen „codierten Widerstand“ leisteten, zerbrachen andere an der sozialen Isolation und den Arbeitsverboten der „Schwarzen Listen“. Formal besticht das Werk durch eine journalistische Präzision, die ohne moralisierenden Unterton auskommt. Jekal gelingt es, die historische Lücke zwischen dem rettenden Hafen der frühen 1940er-Jahre und der systematischen Verfolgung durch den McCarthyismus zu schließen. Paranoia in Hollywood ist ein Sachbuch. Aber eines, das weiß, wie man Spannung erzeugt. Jan Jekals Debüt, das auch direkt für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch nominiert wurde, ist ein sehr lesenswertes Buch. Es füllt eine Lücke in der deutschsprachigen Exilforschung und tut dies mit journalistischer Präzision und erzählerischem Bewusstsein. Es hat den Mut, eine romantisierte Geschichte gegen den Strich zu bürsten, und stützt diesen Mut auf erstmals ausgewertetes Quellenmaterial. 4,5/5

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Paranoia in Hollywood

von Jan Jekal

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Jutta Landig

Thalia Chemnitz – Sachsen-Allee

Zum Portrait

5/5

Spannende Lektüre für alle Film- und Geschichtsinteressierten!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine hochspannend erzählte Abhandlung über deutsche bzw. europäische Exilant*innen in Hollywood vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Durch Briefe, Tagebucheinträge und zahlreiche weitere Quellen gelingt es Jan Jekal, ein stimmungsvolles Bild jener Zeit zu schaffen und einen Blick in die Gedankenwelt von Größen wie Thomas Mann, Billy Wilder und Marlene Dietrich zu gewähren: von Hoffnung und Zuversicht hin zu Missmut und Abkehr. Nebenher zeigt das Buch eindrücklich, wie stark die goldene Ära Hollywoods von exilierten Künstler*innen geprägt war. Ein Muss für alle Film- und Geschichtsinteressierten!
  • Jutta Landig
  • Buchhändler/-in

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5/5

Spannende Lektüre für alle Film- und Geschichtsinteressierten!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine hochspannend erzählte Abhandlung über deutsche bzw. europäische Exilant*innen in Hollywood vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. Durch Briefe, Tagebucheinträge und zahlreiche weitere Quellen gelingt es Jan Jekal, ein stimmungsvolles Bild jener Zeit zu schaffen und einen Blick in die Gedankenwelt von Größen wie Thomas Mann, Billy Wilder und Marlene Dietrich zu gewähren: von Hoffnung und Zuversicht hin zu Missmut und Abkehr. Nebenher zeigt das Buch eindrücklich, wie stark die goldene Ära Hollywoods von exilierten Künstler*innen geprägt war. Ein Muss für alle Film- und Geschichtsinteressierten!

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Detlef Grundtner

Thalia Hildesheim

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5/5

Wenn das Exil zur Hölle wird!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn wir ehrlich sind, dann ist für die meisten Leser das Exil in Kalifornien mit den tradierten Bildern von Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Ernst Lubitsch oder Billy Wilder verbunden. Autoren und Filmschaffende, die auch in den USA finanziell abgesichert, künstlerisch erfolgreich und hoch angesehen waren, auf Partys glänzten und ihre Kreise dominierten. In seinem Buch "Paranoia in Hollywood" entführt uns der Autor Jan Jekal auf die Schattenseiten des Exils. Exemplarisch macht er das an seiner Protagonistin Salka Viertel fest, die als beste Freundin Greta Garbos in Hollywood hervorragend vernetzt war. Doch nachdem die sensible Darstellerin ihre Karriere quasi beendet hatte, wurde es auch für Salka Viertel immer schwieriger wirtschaftlich Anschluss zu halten. Zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vielen Exilanten Unannehmlichkeiten bereiteten, kamen mit dem Ende des Krieges handfeste politische Probleme, denn kaum hatte Deutschland den Krieg verloren, machte sich in den USA eine paranoide Furcht vor möglicher kommunistischer Infiltration breit, die in bizarren Anhörungen und Verdächtigungen gegenüber besonders den Menschen gipfelten, die die USA noch einige Jahre zuvor vor dem Zugriff der Nazis bewahrt hatten. Dies führte dazu, dass, ähnlich wie in den beginnenden dreißiger Jahren als die Elite der Kulturwelt Deutschland verlassen musste, erneut viele Exilanten nun den USA den Rücken kehrten, um Ressentiments, Verdächtigungen oder auch Haftstrafen zu entgehen. Jan Jekal hat ein gewaltiges Pensum an Quellenstudium und Recherchearbeit hinter sich gebracht, um dieses mitreissende Buch fertigstellen und somit eine Lücke schließen zu können.
  • Detlef Grundtner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Wenn das Exil zur Hölle wird!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn wir ehrlich sind, dann ist für die meisten Leser das Exil in Kalifornien mit den tradierten Bildern von Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Ernst Lubitsch oder Billy Wilder verbunden. Autoren und Filmschaffende, die auch in den USA finanziell abgesichert, künstlerisch erfolgreich und hoch angesehen waren, auf Partys glänzten und ihre Kreise dominierten. In seinem Buch "Paranoia in Hollywood" entführt uns der Autor Jan Jekal auf die Schattenseiten des Exils. Exemplarisch macht er das an seiner Protagonistin Salka Viertel fest, die als beste Freundin Greta Garbos in Hollywood hervorragend vernetzt war. Doch nachdem die sensible Darstellerin ihre Karriere quasi beendet hatte, wurde es auch für Salka Viertel immer schwieriger wirtschaftlich Anschluss zu halten. Zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die vielen Exilanten Unannehmlichkeiten bereiteten, kamen mit dem Ende des Krieges handfeste politische Probleme, denn kaum hatte Deutschland den Krieg verloren, machte sich in den USA eine paranoide Furcht vor möglicher kommunistischer Infiltration breit, die in bizarren Anhörungen und Verdächtigungen gegenüber besonders den Menschen gipfelten, die die USA noch einige Jahre zuvor vor dem Zugriff der Nazis bewahrt hatten. Dies führte dazu, dass, ähnlich wie in den beginnenden dreißiger Jahren als die Elite der Kulturwelt Deutschland verlassen musste, erneut viele Exilanten nun den USA den Rücken kehrten, um Ressentiments, Verdächtigungen oder auch Haftstrafen zu entgehen. Jan Jekal hat ein gewaltiges Pensum an Quellenstudium und Recherchearbeit hinter sich gebracht, um dieses mitreissende Buch fertigstellen und somit eine Lücke schließen zu können.

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Paranoia in Hollywood

von Jan Jekal

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