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Produktbild: Tokyo Girls Club

Tokyo Girls Club Roman

11

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

24653

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.03.2026

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

21/14,3/3,1 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Creme / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

ナイルパーチの女子会 (Nairupāchi no joshikai)

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05138-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Wie bei ›Butter‹ bekommt man aber auch hier verblüffende Einblicke ins moderne Großstadt-Japan.« Martin Pesl ("Falter")
»ein psychologischer Thriller, der schnell gelesen ist, aber lange im Gedächtnis bleibt« Helene Slancar ("der Standard")
»ein leises Drama, das ein Psychogramm zweier einsamer Frauen in Japans misogyner Gesellschaft zeichnet.« Kathrin Ivancsits ("WeiberDiwan")
»›Tokyo Girls Club‹ ist ein kühner Roman, ein fesselnder Thriller und bietet psychologischen Tiefgang.« ("Frankfurter Wochenblatt")
»Der Schreibstil ist präzise und steckt voller feiner Beobachtungen. Die Darstellung gesellschaftlicher Erwartungen in Japan hat mich hier besonders gefesselt [...].« ("Instagram")
»leicht und locker formuliert« Lorina Speder ("Missy Magazine")
»Asako Yuzuki findet für diese verzerrten Gefühlswelten eine beeindruckend bildhafte Sprache.« Andi Hörmann ("Deutschlandfunk Kultur")
»ein kluger und vielschichtiger Roman, der nicht nur für Japan relevant ist und der trotz allem mit einer versöhnlichen Note endet« Mike Domeyer ("Sonntagsanzeiger für Dithmarschen")
»Ich fand dieses Buch faszinierend. Es ist eine intensive Charakterstudie über Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und vor allem über Oberflächlichkeiten.« ("Instagram")
»Ein unverhofft helles Buch über die dunklen Seiten menschlicher Seelen, mit psychologischem Tiefgang, subtilem Thrill und warmem Erzählton.« Antonia Peldszus ("WO zum Sonntag")

Produktdetails

Verkaufsrang

24653

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.03.2026

Verlag

Blumenbar

Seitenzahl

383

Maße (L/B/H)

21/14,3/3,1 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Creme / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

ナイルパーチの女子会 (Nairupāchi no joshikai)

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-05138-9

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Anita

    aus Bonn

    4/5

    02.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    interessant mit schwerem Einstieg

    Worum geht es? Eriko, eine arbeitsame alleinstehende Frau, ist fasziniert vom Blog der Hausfrau Shoko, die eher in den Tag hinein lebt. Eriko setzt sich in den Kopf, mit Shoko befreundet sein zu wollen und stürzt sich in diesen Plan. Worum geht es wirklich? Freundschaft, Ansprüche und Obsession. Lesenswert? Ja. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einstieg, aber nach mehreren Anläufen bin ich dann gut in das Buch gestartet. Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen und auch der Klappentext klang so gut. Die CHARAKTERE entwickeln eine verstörende Dynamik, haben düstere Gedanken und versinken teilweise völlig in ihren Plänen. Sie sind dabei oft nicht sympathisch und man hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Beziehung der beiden Frauen. ATMOSPHÄRISCH ist das Buch wirklich gut, man kann sich das ganze vorstellen und sich auch in die Kultur und Arbeitsweise einfinden. Dieser Aspekt hat mir allumfassend gut gefallen. Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Ursula Gräfe) ist prinzipiell angenehm und gut lesbar, aber gerade in der zweiten Hälfte sind mir vermehr sexistische Kommentare (Hüften wie eine Frau / Frauen könnten potentiell verkleidete Männer sein /…) und sowohl derbe als auch eklige Aussagen aufgefallen. Den Bogen der HANDLUNG habe ich prinzipiell ebenfalls als okay empfunden, auch wenn mir manchmal der rote Faden und das große Ganze gefehlt haben. Die Handlung ist daher auch gar nicht so leicht zusammenfassbar, denn es passiert wenig und viel zugleich. Das Ende hatte ich mir anders vorgestellt. Dies spiegelt sich auch in der SPANNUNG wieder, die wechselhaft mal ausgeprägter und mal schwächer war. LOGISCH erschien mir dann doch wieder das meiste und recht realistisch hinsichtlich Grundvoraussetzungen. Beim LESESPASS sind mir Höhen und Tiefen aufgefallen. Der Einstieg war wie gesagt gar nicht leicht für mich, dann fand ich es richtig gut und psychologisch spannend, zum Ende hin bei wieder weniger. Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 7 Bewertungspunkten gerade so 4 Sterne für dieses Buch.

  • Bewertung

    4/5

    28.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abgrund

    Mit Tokyo Girls Club gelingt Asako Yuzuki ein intensiver, psychologisch dichter Roman, der vor allem durch seine Perspektivstruktur überzeugt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht zweier Frauen erzählt, wodurch man tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Gerade diese Nähe macht das Buch so eindringlich – und gleichzeitig auch fordernd. Beide Protagonistinnen sind auf ihre eigene Art anstrengend, was jedoch klar Teil des Konzepts ist. Sie bewegen sich in engen, von gesellschaftlichen Erwartungen geprägten Lebensrealitäten und versuchen, darin ihren Platz zu finden. Doch die Wege, die sie wählen, führen sie eher weiter in Isolation und Abhängigkeit als zu echter Selbstbestimmung. Dadurch entsteht ein beklemmendes Bild von Rollenbildern, Einsamkeit und dem schwierigen Miteinander unter Frauen, das der Roman kritisch beleuchtet. Sprachlich ist das Buch sehr detailliert und schafft es, die emotionalen Zustände der Figuren greifbar zu machen. Gleichzeitig ist genau das manchmal herausfordernd: Die Verzweiflung und Enge, in der sich die Figuren bewegen, können beim Lesen so intensiv werden, dass man das Buch zeitweise am liebsten beiseitelegen möchte. Ein anspruchsvoller, interessanter Roman, der unter die Haut geht – auch wenn er nicht immer leicht auszuhalten ist.

  • Jürg K.

    4/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einsamkeit ist nicht immer laut

    Tokyo Girls Club hat mich vor allem durch seine stille, schleichende Intensität getroffen. Eriko, die perfekte Karrierefrau, trägt ihre Einsamkeit wie ein unsichtbares Korsett. Shoko dagegen wirkt frei, ungebunden, fast schwerelos und gerade deshalb wird sie für Eriko zu einer Art Sehnsuchtsfigur, zu einem Versprechen auf ein anderes Leben. Es entsteht eine Beziehung, die alles aus dem Gleichgewicht bringt. Erikos Faszination ist keine harmlose Bewunderung, sondern ein Hunger nach Nähe, nach Echtheit, nach einem Leben jenseits der glatten Oberflächen. Shoko ist zugleich Projektionsfläche und Rätsel. Ihr Blog wirkt wie ein Fenster in eine Welt, die Eriko nie betreten durfte. Das Verschwinden ist der Moment, in dem aus Neugier Besessenheit wird. Die Leerstelle, die Shoko hinterlässt, zieht Eriko hinein wie ein Strudel. Die Grossstadt wird nicht als Ort der Freiheit gezeigt, sondern als Labyrinth, in dem Menschen sich verlieren, weil sie niemanden haben, der sie wirklich sieht. Die toxische Dynamik zwischen den beiden Frauen entfaltet sich langsam, fast unmerklich, bis man merkt, dass sie längst ineinander verstrickt sind. Mich hat besonders bewegt, wie schonungslos der Roman zeigt, dass Einsamkeit nicht immer laut ist. Eriko und Shoko sind zwei Frauen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, der Leere zu entkommen. Der Roman hinterlässt ein Gefühl von Beklemmung, aber auch von tiefer Menschlichkeit. Sehr zu empfehlen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Nähe und Zerrissenheit

    Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle, die oft von Unsicherheit, Druck und innerer Zerrissenheit geprägt sind. Auffällig ist, dass die Hauptfiguren zunächst wenig sympathisch wirken. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich zwar weiter, doch ihre düsteren Gedanken und inneren Konflikte verschwinden nie ganz. Gerade das macht sie gleichzeitig realistisch, jedoch sehr schwer greifbar. Der Roman zeichnet ein kritisches Bild der japanischen Gesellschaft. Kommunikation fällt schwer, Emotionen werden selten offen ausgesprochen, und die Arbeit steht klar im Mittelpunkt des Lebens. Freundschaften gelten zwar als wichtig, doch genau daran scheitern die Figuren immer wieder. Die einzelnen Protagonisten sehnen sich nach Nähe, sind aber kaum in der Lage, diese wirklich aufzubauen oder zu halten. Weiterhin kämpfen sie mit psychischen Problemen und ihre Persönlichkeit ist stark von Abhängigkeiten und äußeren Erwartungen geprägt. Als Leser ist man verwirrt darüber, welche Figur eigentlich die größeren Probleme hat. Insgesamt wirken alle auf ihre Weise verloren und verstörend. Die Atmosphäre ist emotional sehr düster, trotz eines sprachlich überzeugenden und fein beobachtenden Stils. Die Melancholie und das Streben nach Perfektion um jeden Preis können beim Lesen stellenweise erdrückend wirken. Als Fan japanischer Literatur empfinde ich den Roman als ungewohnt kritisch, düster und anders als viele andere Werke aus diesem Kontext. Insgesamt ein tiefgründiger Einblick in komplexe Charaktere und gesellschaftliche Zwänge, der jedoch durch seine düstere Stimmung und das intensive, fast verzweifelte Streben nach Freundschaft irritieren kann. ⅗ Sterne.  

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    02.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvolle Charakterstudie: 3,5⭐️

    Eriko hat auf den ersten Blick ein perfektes Leben: ein toller Job in einer großen Handelsfirma, gepflegtes Äußeres. Doch innerlich verzehrt sie sich vor Einsamkeit. Sie ist Single, doch mehr als einen Ehemann wünscht sie sich schon ihr ganzes Leben lang eine beste Freundin. Eriko ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die unter dem Pseudonym „Heilbutt“ in ihrem Lifestyle-Blog „Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau“ von ihrem für eine Hausfrau untypischen Alltag berichtet.   „Eriko war fasziniert davon, wie Heilbutt in den Tag hineinlebte, ohne etwas Bestimmtes zu tun, ohne ein Ziel zu haben oder Pläne zu schmieden. Wie eine Katze. Wann hatte sie selbst ihre Zeit zum letzten Mal so verbracht? Es musste sehr lange her sein, denn sie konnte sich an nichts dergleichen erinnern. Doch die Lektüre des Blogs half ihr, sich ein wenig von ihrer beruflichen Belastung und den allabendlichen Firmenessen zu erholen.  Eriko war stets darauf bedacht, ihre Zeit produktiv zu nutzen. Wenn sie nicht arbeitete, widmete sie sich emsig der Körperpflege, recherchierte und bildete sich weiter. Selbstverständlich sorgte sie auch für ausreichend Ruhe und Schlaf. Sie war zuversichtlich, dass alles, was sie tat, ihr zu irgendeinem Vorteil gereichte, und zweifelte nie daran, dass sie sich im Vergleich zum Vortag verbessert hatte. Allerdings verspürte sie – vielleicht seit sie dreißig geworden war? – beim geringsten Anlass einen stechenden Schmerz in der Nase. Dann bekam sie nicht ausreichend Sauerstoff und ihre Hände fühlten sich taub an, selbst wenn sie sie hektisch bewegte. In solchen Momenten versuchte sie, tief durchzuatmen. Sie sagte sich immer wieder, dass alles in Ordnung sei, und rechnete sich ihren Anteil am Wachstum und Erfolg der Firma vor. Wenn auch das nicht zu ihrer Beruhigung beitrug, bemühte sie sich, das Wohlwollen anderer durch übertrieben bescheidenes Verhalten zu erregen, bis sie ihre Fassung wiedererlangte. Doch trotz aller Bemühungen stellte sie häufig am Ende des Tages fest, dass ihr die Kontrolle entglitten war und eine Kurskorrektur sich ihr zunehmend entzog. Ob diese Unruhe etwas mit dem Alter zu tun hatte? Würde sie sich in ein paar Jahren daran gewöhnen? Wenn sie eine ähnliche Unruhe bei anderen Frauen wahrnahm, war sie unwillkürlich erleichtert und sogar erfreut.  Heilbutts Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau war frei von derartigen Beunruhigungen. Eriko fand es besonders angenehm, dass der Ehemann die einzige andere Person war, die darin vorkam. Keine Freundinnen und niemand sonst. Heilbutt bildete damit eine große Ausnahme, denn die meisten Hausfrauen prahlten in ihren Blogs ständig mit »Networking« und ihren zahlreichen Kontakten. Es war Erikos heimliches Ziel, sich Heilbutts Unbekümmertheit anzueignen.  Es ermutigte sie, dass eine Frau wie Heilbutt keine Freundinnen hatte. Offensichtlich war es möglich, dass auch ein wunderbar ausgeglichener Mensch wie die Bloggerin unter Umständen nicht in der Lage war, Freundinnen zu finden. War es denn ein Versagen, keine Freundinnen zu haben? Oder war es womöglich gar kein Versagen, sondern lediglich eine andere Form des zwischenmenschlichen Umgangs?“   Eriko forciert ein (zufällig wirkendes) Zusammentreffen mit Shoko, und obwohl beide auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, verstehen sie sich gut. Eriko glaubt, endlich eine beste Freundin gefunden zu haben – doch die Beziehung der beiden Frauen nimmt eine toxische Wendung, der in einem Strudel der Besessenheit zu enden droht …   „Tokyo Girls Club“ von Asako Yuzuki war mein erster Roman der Autorin, der sich innerhalb der japanischen Kultur hauptsächlich um die Themen Freundschaft, Familie und Social Media dreht. Sprachlich fand ich den Stil gleichermaßen interessant wie herausfordernd. In die fremde Kultur muss man sich etwas einfühlen, doch die Darstellung der gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenbilder, denen beide Frauen unterworfen sind, fand ich sehr überzeugend dargestellt.   Ich bin etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite werden die Emotionen der beiden Protagonistinnen sehr detailliert dargestellt, durch die wechselnden Perspektiven bekommt man tiefe Einblicke in ihre Leben. Andererseits blieben die Charaktere insgesamt eher kühl und distanziert für mich.   „Tokyo Girls Club“ ist ein anspruchsvolles Psychogramm zweier Frauen, das mich fasziniert hat, jedoch zum Ende hin nicht ganz überzeugen konnte. Ich vergebe daher 3,5 von 5 Sternen für diese interessante Leseerfahrung.   Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (11)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jule Marquart

    Jule Marquart

    RavensBuch Osiander Friedrichshafen

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Freundschaft zu Obsession wird...

    Eriko hat ein makelloses Leben und einen erfolgreichen Job in einer Handelsfirma. Als sie eines Tages die Hausfrauen-Bloggerin Shoko kennenlernt, die sie begeistert im Internet verfolgt, ist sie sich sicher, dass Shoko ihre neue beste Freundin werden muss. Was am Anfang wie der Beginn einer besonderen Freundschaft scheint, wird schnell zu einer toxischen Beziehung. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil immer wieder die Parallelen und Unterschiede der zwei Protagonistinnen dargestellt werden. Dadurch werden auch die Charakterentwicklungen im Verlauf der Geschichte deutlich hervorgehoben. Auch Klischees, die in Tokio eine Rolle spielen werden angesprochen. Trotz der Handlung ist die Geschichte in einem locker leichtem Scheibstil geschrieben. Deswegen eignet sich dieses Buch perfekt als Urlaubslektüre, oder als was Leichtes für zwischendurch.
  • Zum Bewerterprofil von Christine Holzner

    Christine Holzner

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.04.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Wie man Freunde findet?

    Eriko ist sehr ehrgeizig bei der Arbeit, hat aber große Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen. Sie möchte so gerne eine Freundin haben. Der Blog einer faulen Hausfrau fasziniert sie und sie setzt alles daran, diese Bloggerin zu ihrer Freundin zu machen. Shoko hat keine Ambitionen und ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrem Ehemann. Als sie Eriko kennenlernt und zudem das Angebot bekommt, ihren Blog in ein Buch umzuwandeln, ändert sich die Lage. Psychologische Spannungen und feinfühlige Charaktergestaltung machen diese Geschichte zu etwas Besonderem. Madiha Kelling Bergner gibt sich Mühe mit der japanischen Aussprache. Ihre helle Stimme klingt brüchig und passt hervorragend zum Thema.
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Freundschaft zur Obsession wird

    Tokyo Girls Club ist ein psychologischer Thriller über Besessenheit und das toxische Potenzial von Freundschaft. Eriko, eine erfolgreiche Karrierefrau mit makellosen Fassade, ist innerlich von Einsamkeit zerfressen. Sie wird fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die in ihrem Blog „Heilbutt - Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau" ein Leben lebt, das Eriko fremd und verlockend zugleich erscheint. Die zufällige Begegnung der beiden entwickelt sich zu einer intensiven Verbindung – doch als Shoko plötzlich verschwindet und ihr Blog verstummt, kippt die Dynamik in Besessenheit um. Yuzuki erzählt, wie diese Obsession beide Leben zerstört und eine Spur der Verwüstung hinterlässt. Das Buch ist eine psychologische Studie über Projektion, Einsamkeit und die Gefahr, andere Menschen als Projektionsflächen für eigene Sehnsüchte zu missbrauchen. Auf 383 Seiten wird der Roman konzentriert erzählt, psychologisch präzise und fesselnd – typisch für Yuzukis Fähigkeit, oberflächlich alltägliche Situationen in existenzielle Krisen zu verwandeln. Ein starker Roman für Leser:innen, die psychologische Komplexität und unbehagliche Wahrheiten über menschliche Beziehungen schätzen.
  • Zum Bewerterprofil von Evelyn Lehmann

    Evelyn Lehmann

    OSIANDER Memmingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer diese Freundin hat, braucht keine Feindin mehr

    Beklemmend zu lesen, wie die Sehnsucht nach einer besten Freundin zur Besessenheit wird - angesiedelt in der japanischen Lebens- und Arbeitswelt entfaltet die Geschichte eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Wer Lesenachschub braucht, kann zum anderen, ebenfalls ins Deutsche übersetzte Roman der Autorin greifen: "Butter".
  • Zum Bewerterprofil von Markus Haack

    Markus Haack

    Thalia Mainz

    Buchhändler*in

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    4/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wo hört Zuneigung auf und wo beginnt Besessenheit?

    Eriko ist einsam. Ihr sehnlichster Wunsch: Eine Freundin. Sie hat nie verwunden, wie ihre beste Schulfreundin sie verstoßen hat. Ihre Versuche, das Loch in ihrer Seele mit Arbeit und noch mehr Arbeit zu stopfen, scheitert kläglich. Erfolg im Beruf hat sie, aber kein Glück will sich einstellen. Dann lernt sie Shoko kennen. Sie ist zwar verheiratet, aber wird von anderen Frauen ebenso gemieden wie Eriko. Als Hausfrau, die das Hausfrauendasein ablehnt und in den Tag hineinlebt, verkörpert sie das Gegenmodell zu Erikos Lebenskonzept. Eriko ist zuerst fasziniert von ihr, stemmt sich dann aber gegen die Enttäuschung, als Shoko ihren Erwartungen doch nicht entspricht. Sie akzeptiert nicht, dass Shoko tatsächlich keinen Ehrgeiz hat und nicht aus Überzeugung so lebt, wie sie lebt. Erikos Verhalten wird zunehmend manipulativ und sie verliert sich selbst in einer Besessenheit, die sie nicht erkennen lässt, wie sie Shoko damit die Luft zum Atmen nimmt. Ein raffinierter, psychologischer Roman über Einsamkeit und Grenzüberschreitung, der bisweilen auch dem Leser oder der Leserin viel abverlangt. Dies ist kein Buch für Zartbesaitete, aber trotz mancher stilistischer Mängel eine Empfehlung wert - gerade, weil es unter die Haut geht. Die teils künstlerisch überzeichnet wirkenden Verhaltensweisen der Protagonistinnen können erschrecken, dort, wo sie Leser:Innen vielleicht einen Spiegel vorhalten.

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