Manche Frauen leben in den falschen Zeiten. Und manche Frauen sind genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Ein Dorf, in dem nur noch die Frauen übrig sind und ein Geheimnis, jahrzehntelang gehütet. Mitreißende und romantische Unterhaltung für die Leserinnen von Trude Teige und Barbara Leciejewski.
Nach einem Streit hat Lulu ihre Karriere als Köchin in einem Sylter Nobelrestaurant beendet - und die Beziehung zu ihrem Chef gleich mit. Mit 34 muss sie nun von vorne anfangen und kehrt zurück in ihren kleinen Heimatort im Westerwald, wo ihre Eltern die Dorfkneipe führen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben, und doch beschließt Lulu zu bleiben, um dem Wirtshaus mit ihrer Schwester und ihrem Großvater Max neues Leben einzuhauchen. Als sie kurz nach ihrer Ankunft auf einen Stapel ungeöffneter Briefe stößt, weckt Max' rätselhafte Reaktion Lulus Neugier. Sie kann nicht ahnen, dass das jahrzehntelang gehütete Geheimnis ihrer Familie ihrem Leben eine schicksalhafte Wendung geben wird. Alles begann 1945 mit dem Absturz eines britischen Piloten, als im Dorf nur noch Frauen übrig waren ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Monika Schulte
aus Hagen
5/5
16.07.2026
eBook (ePUB)
Wenn die Vergangenheit ihre Geheimnisse preisgibt
Nachdem sich die Köchin Lulu von ihrem Chef und Lebensgefährten trennt, kehrt sie in ihr Heimatdorf im Westerwald zurück – und damit auch zu ihren Eltern und ihrer Schwester. Die Eltern möchten die Dorfkneipe aufgeben und sich zur Ruhe setzen. Für Lulu ist das die Chance, ihren Traum zu verwirklichen: Sie möchte die Gaststätte übernehmen und ihr neues Leben einhauchen.
Als Lulu und ihre Schwester ihrem Großvater beim Aufräumen helfen, da er eine Dorfchronik erstellen soll, entdecken sie alte Briefe aus der Zeit kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Was hat es mit diesen Briefen auf sich? Und warum reagiert ihr Großvater so ungehalten auf den Fund?
Die beiden Schwestern können nicht ahnen, auf welches lange gehütete Geheimnis sie gestoßen sind: das Geheimnis der Frauen, die einem abgeschossenen britischen Piloten das Leben retteten.
Der Roman erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf spannende Weise. Zu Beginn hatte ich zwar ein wenig Mühe, in die Handlung hineinzufinden, doch mit jeder Seite wurde die Geschichte fesselnder.
Das Geheimnis der Frauen führt die Leser zurück in die Zeit des Krieges und zeigt eindrucksvoll, unter welch brutalen Bedingungen die Menschen ums Überleben kämpften. Gleichzeitig macht der Roman deutlich, warum viele ihre Erlebnisse jahrzehntelang verschwiegen – weil die Erinnerungen zu schmerzhaft waren. Darüber hinaus ist es eine Geschichte über große Gefühle, Mut und eine außergewöhnliche Liebe.
Ein bewegender und spannender Roman, der Vergangenheit und Gegenwart gelungen miteinander verbindet.
friederickes Bücherblog
aus Berlin
5/5
15.07.2026
eBook (ePUB)
Eine starke Geschichte über Frauen, Familie und Geheimnisse
Die Geschichte:
Lulu beendet nach einem Streit auf Sylt nicht nur die Beziehung zu ihrem Chef, sondern auch ihre Karriere als Köchin in seinem Restaurant. Sie kehrt zurück in ihren kleinen Heimatort im Westerwald, wo ihre Eltern den familiären Dorfgasthof betreiben. Doch die Geschäfte laufen schlecht. Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Großvater Max beschließt Lulu, das alte Wirtshaus neu auszurichten und ihm wieder Leben einzuhauchen. Als sie einen Stapel ungeöffneter Briefe findet, ahnt sie noch nicht, dass dahinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis steckt.
Das Cover:
Das schlichte Cover hat mich sofort angesprochen. Es passt sehr gut zur Geschichte und macht zusammen mit dem Klappentext neugierig auf das Buch.
Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Sie beginnt im Jahr 1945, als ein britischer Pilot in dem kleinen Dorf abstürzt, in dem fast nur noch Frauen zurückgeblieben sind. Dieser Handlungsstrang wechselt sich mit der Gegenwart ab, in der Lulu in eben dieses Dorf zurückkehrt – zu ihren Eltern, die dort den Gasthof bewirtschaften.
Die wunderbar ausgearbeiteten Protagonisten haben mich auf ihrem schweren Weg am Ende des Krieges mitgenommen. Sie ließen mich spüren, was es bedeutete, das harte Leben mit all den Problemen dieser Zeit bewältigen zu müssen. Sonja Roos schreibt in einer angenehmen, leicht lesbaren und zugleich sehr bildhaften Sprache. Feinfühlig und gekonnt verknüpft sie die Erzählung mit der Zeitgeschichte. Auch die Schauplätze sind eindrucksvoll beschrieben. Durch die zahlreichen Perspektivwechsel bleibt der Spannungsbogen durchgehend hoch.
Mein Fazit: Eine spannende Familiengeschichte mit zeitgeschichtlichem Hintergrund, die mich begeistert hat. Bücher von Sonja Roos konnten mich bisher immer überzeugen, und auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Meine Leseempfehlung spreche ich sehr gern aus.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog
Nadine Dietz
aus Pforzheim
5/5
13.06.2026
eBook (ePUB)
Berührende Familiengeschichte
Ich liebe die historischen Romane von Sonja Roos schon von Anfang an, denn sie sind warmherzig und sehr berührend.
Ihr neues Werk wird in zwei Zeitebenen erzählt. Wir erleben die Kriegszeit 1945 in einem kleinen Dorf, in dem ein britischer Soldat das Leben zweier Schwestern durcheinanderbringt und in der Gegenwart lernen wir die folgende Generation kennen. Es dauerte etwas, bis ich die Verbindung der Figuren zueinander gefunden habe und das Familiengeheimnis ans Tageslicht kam.
Sonja Roos versteht es, Spannung aufzubauen und zu erhalten und durch die Wechsel der Zeiten hat sich ein wahrer Lesesog entwickelt.
Mich haben vor allem die bewegenden, emotionalen und intensiven Kapitel aus der Vergangenheit beeindruckt. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, sie waren nahbar und und authentisch gezeichnet.
Die Autorinn hat neben.der Familiengeschichte die Widrigkeiten und Not des Krieges dem Leser nähergebracht und ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen.
Von mir gibts eine Leseempfehlung für diese berührende Geschichte, die mich nachdenklich gestimmt hat und mir wundervolle Lesestunden geschenkt hat. Sehr gerne mehr davon.
ullap64
aus Kleve
5/5
25.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Geheimnisse aus der Vergangenheit
Die junge Köchin Lulu muss ihren Job auf den Insel Sylt aufgeben und kehrt nach einigen Jahren in ihre Heimat im Westerwald zurück, um dort von ihren Eltern, die sich aufs Altenteil zurückziehen möchten, den heimischen Dorfkrug zu übernehmen, der seit Generationen in Familienhand ist. Mit an Bord ist ebenfalls noch Opa Max, der Lulu zu Seite steht. Ein zufälliger Dachbodenfund der jungen Frau wirbelt die Familienstrukturen gewaltig durcheinander und scheint ein lange gehütetes Geheimnis zu bergen, das Lulu nun aufzudecken versucht.
In einer weiteren Erzählebene werden wir in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurückversetzt in ein kleines Dorf, in dem es nur noch Frauen und Kinder zu geben scheint, die Männer sind tot oder an der Front, als eines Tages ein englisches Flugzeug abstürzt.
Die Autorin hat uns hier eine tolle und spannende Geschcihte präsentiert, die ich mit Begeistung und auch Mitgefühl gelesen habe. Insbesondere der große Zusammenhalt zwischen den Frauen im Dorf, aber auch die Klatsch- und Tratsch-Geschichten haben mich hier sehr begeistert. Nicht immer ist alles so wie es scheint und auch der vermeintliche Feind kann zum Freund werden. Sehr interessant war hierbei die Rolle von Opa Max als Bindeglied der Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangeheit. Immer wenn man glaubt, jetzt den Ablauf der Handlung gepackt zu haben, ergab sich wieder eine neue Wendung. Eine tolle Geschichte voller Empathie, die ich gerne weiterempfehle!
SusanK
Thalia Book Circle Community
5/5
27.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine emotionale Familiengeschichte
1945. Im kleinen Örtchen Giesenbach im Westerwald leben nur noch die Frauen; alle Männer sind im Krieg. Die Schwestern Hanni und Grete, deren 10jähriger Sohn Max mehr an seiner Tante hängt, führen den “Dorfkrug” mehr schlecht als recht weiter. Als ein englischer Bomber abgeschossen wird, findet Hanni den Piloten James und versteckt ihn vor den Nazis.
2014. Max, inzwischen verwitwet, ist seinen Enkelinnen Lulu und Malin ein liebevoller Großvater. Als Lulu ihre Anstellung in einem Sylter Feinschmeckerrestaurant hinwirft, damit auch ihren Chef und Lebensgefährten Volker verlässt und nach Giesenbach zurückkehrt, entsteht die Idee, dass sie den inzwischen von ihren Eltern aufgegebenen “Dorfkrug” übernimmt und zum 750jährigen Dorfjubiläum neu eröffnet. Als Lulu und Marlin bei ihrem Großvater auf einen Stapel ungeöffneter Briefe stoßen, ist ihre Neugier geweckt und sie versuchen, ein lang gehütetes Familiengeheimnis aufzudecken……
“Das Geheimnis der Frauen” ist ein wunderbarer Roman der deutschen Redakteurin und Schriftstellerin Sonja Roos, die das Setting in ihre Heimat, den Westerwald, gelegt hat.
Sonja Roos schreibt flüssig, bildhaft und emotional und lässt die beschriebenen Szenen leicht lebendig werden vor den Augen ihrer Leser*Innen.Nicht nur wegen eines ungelösten Todesfalls im Prolog, gelingt es der Autorin, schnell Spannung aufzubauen und diese durchgehend hoch zu halten. Nach und nach werden immer mehr Details und ZUsammenhänge aufgedeckt, bis bei einer dramatischen FAmilienzusammenführung am Ende alles zu zerbrechen droht.
Erzählt wird die Familiengeschichte in zwei Zeitebenen; dabei wird die Vergangenheit von einer neutralen Erzählperspektive aus geschildert, während in der Gegenwart Lulu die Ich-Erzählerin ist. So sind beide Ebenen klar voneinander abgegrenzt; viele Kapitel enden mit einer Art Cliffhanger, so dass man das Buch kaum aus der Hand zu legen vermag und schnell alles erfahren möchte.
Die Figuren sind authentisch gezeichnet und insbesondere die Hauptfiguren wirken mehrdimensional; ich fühlte fast sofort eine tiefe Verbindung zu den sympathischen Figuren Lulu, Hanni und James, dem englischen Piloten sowie dem älteren Max, der nach dem Tod seiner geliebten Frau keine neue feste Bindung eingehen kann oder will. Grete ist sicherlich eine Figur, über deren Verhalten sich diskutieren lässt, doch ich fühlte MItleid mit dieser Frau, die einerseits für ihre Familie ihren Körper opferte, andererseits aber kaum ihre wahren Gefühle auszudrücken vermochte und viel missverstanden wurde, bis sie schließlich an den Folgen zerbrach und großes Leid nicht nur über Hanni brachte. Positiv hervorheben möchte ich, wie selbstverständlich Sonja Roos mit Marlin und Sarah ein queeres Paar in der Familie etabliert hat.
Wirklich überragend ist meiner Meinung nach, wie Sonja Roos das (Über-)Leben in einem kleinen Dorf während des Zweiten Weltkrieges schildert.er tägliche Alltag und die Probleme, Nahrungsknappheit, verschiedene Ängste und die konkrete Todesangst während der Bombenangriffe, die mit wenigen ruhigen Worten geschildert wurden und mir doch so nahe gingen. Und immer wieder das Auftreten der Nazis, die selbst noch kurz vor Kriegsende ihre Macht missbrauchten und grausam agierten. Die Stärke der Frauen, die in diesen Zeiten über sich hinauswuchsen und immer wieder zu Lachen und Fröhlichkeit fanden, großer Mut Einzelner, Zusammenhalt aller, was dem Grauen des Krieges gegenüberstand. Das ist echte und emotionale Geschichtskunde, die neben den Schlachten oft vergessen wird. Und wie sich daraus eine Spachlosigkeit, ein Schweigen entwickelte, das in einem so großen Familiengeheimnis mündete, das noch viele Jahrzehnte später eine solche Macht hatte - und aus dem sich die Lehre ziehen lässt, dass das Miteinander Reden so wichtig ist.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass die Autorin in der Handlung einige Details ausgespart hat, um die Handlung schnell voranzutreiben, an denen sich mein logisches Denken jedoch aufgehängte - doch das ist sicher verschmerzbar.
“Das Geheimnis der Frauen” ist ein Buch, das mich emotional gepackt und sehr gut unterhalten hat - und auch dabei hilft, die Grauen des Krieges nicht zu vergessen, damit wir uns mit aller Macht gegen zukünftige stemmen können.
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