Eine idyllische Grafschaft in den Highlands. Ein verhängnisvolles Geheimnis. Eine grenzenlose Liebe.
Die junge Lizzie Farland hat sich fernab der Highlands ein neues Leben in Glasgow aufgebaut . Doch als sie einen alarmierenden Brief ihres Vaters, des Pferdezüchters Donnie, erhält, macht sie sich sofort auf den Weg zurück in ihre alte Heimat, die idyllische Grafschaft Perthshire. Der schwerkranke Donnie hat einen letzten Wunsch an seine Tochter: Er möchte sie vor seinem Tod mit Ronain verheiraten, dem Sohn seines besten Freundes. Als junges Mädchen war Lizzie in den sympathischen, gut aussehenden Ronain verliebt - dann musste er für drei Jahre ins Gefängnis, und Lizzie hat ihm nie verziehen. Sie ahnt nichts von dem gut gehüteten Geheimnis hinter Ronains damaliger Verurteilung .
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Sagota
Thalia Book Circle Community
5/5
18.10.2026
eBook (ePUB)
Die Welt der (schottischen und irischen) Traveller
“Schatten über den Highlands” von Constanze Wilken ist nicht der erste (und vor allem nicht der letzte) Roman, den ich von der von mir sehr geschätzten Autorin mit Begeisterung gelesen habe. Ihre Romane zeichnen sich durch Tiefgang, sehr viel Atmosphäre und der Verbindung zu historischen oder wie in diesem Falle einer Bevölkerungsgruppe aus, die noch heute unter Ausgrenzung, Rassismus, Vorurteilen und Diffamierung zu leiden hat: Die Traveller (in Irland Pavees), die Fahrenden, die ihre Existenz durch Pferdehandel (sie sind excellente Pferdekenner!), aber auch dem Verkauf von Selbstgefertigtem, früher oftmals auch Töpfe und Pfannen, bestritten und eine jahrhundertealte Tradition und Kultur pflegen.
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise mit den Travellern; hier stellvertretend die Familien Farland und MacMillen, aus der Lizzie Farland und Ronain MacMillen stammen: Die beiden sehr sympathischen HauptprotagonistInnen wurden einander vom nun gealterten und schwer kranken Clanchief Donnie Farland und seinem besten Freund, Lory MacMillen bereits zu Kinderzeiten versprochen und waren sich früher stets sehr zugetan. Bis Ronain einige Jahre im Gefängnis seine Strafe absitzen muss und Lizzy, die das beengte Leben der Traveller verlassen will, nach Glasgow geht mit einigen Ersparnissen, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Sie hat sehr viel Glück und Mr. Murphy, ein sehr lieber und alter Buchladenbesitzer gibt ihr eine Chance, denn gelesen hat Lizzy schon immer gerne! So wird sie mehr und mehr seine rechte Hand und auch der Buchladen profitiert von dieser hervorragenden und menschlich schönen Kooperation: Er wirft wieder mehr Gewinn ab, da Lizzie einige Neuerungen einbringt, die Gewinne abwerfen. Als ein Brief von ihrer Tante eintrifft, dass es sehr schlecht um ihren Vater Donnie steht, begibt sich Lizzy auf den Weg zu ihrer Familie; auch wenn das Verhältnis der beiden kein gutes war und der Vater die Familie zeitlebens mit strenger Hand regierte…
Dort angekommen, trifft sie auf Ronain, den sie Jahre nicht gesehen hat: Werden sich beide wieder annähern können?
Dies muss der geneigte Leser selbst herausfinden und es ist spannend, in die Vergangenheit zurückzukehren, in der Ronain und Lizzie zu einem Fest des vermögenden Adligen Cam eingeladen wurden, der aus einer anderen Gesellschaftsschicht stammt, aber auch eine Vorliebe für Pferde, wie sein Vater, Lord Grimmond, besitzt.
Die schwierige gesellschaftliche Lage der Traveller, die sich noch heute einmal jährlich in Appleby (Cumbria, NW England) zur Horse Fair treffen, kommt im Roman neben der schönen Liebesgeschichte zum Tragen und hat mich zu weiteren Recherchen veranlasst: In der arte mediathek gibt es dazu eine sehr aufschlussreiche, bewegende und teils auch traurige Doku namens “Ein Volk auf Reisen”, wo man Bilder z.B. zur Appleby Horse Fair und auch dem bescheidenen Leben der Traveller am Rande der Gesellschaft erhält. Sie sind in Europa die am stärksten ausgegrenzte Minderheit und erleben oft Vorurteile, Diskriminierung, Probleme bei der Stellplatzsuche und haben einen erschwerten Zugang zu Bildung und Arbeit. Immerhin ist diese Minderheit in Irland seit März 2017 anerkannt.
Die Themen des flüssig zu lesenden, spannenden und sehr atmosphärischen Romans sind Freundschaft, Liebe, Traditionen, Außenseiter, Vorurteile sowie Gerechtigkeit . Ich kann (ebenso wie die anderen Romane von Constanze Wilken, wozu besonders auch die Wales-Reihe für mich zählt) “Schatten über den Highlands” sehr weiterempfehlen und freue mich bereits auf weitere Romane von Constanze Wilken!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
25.09.2026
eBook (ePUB)
Liebe im Schatten alter Geheimnisse und der Tradition
Lizzie Farland hat es geschafft, sich ihr eigenes Leben aufzubauen und ist glückliche Mitarbeiterin in einem kleinen Buchcafe in Glasgow. Sie ist ausgebrochen aus ihrer Traveller-Familie, deren Lebensweise sie nicht mehr ertragen konnte. Trotzdem kehrt sie zurück, als sie Nachricht erhält, dass es ihrem Vater Donnie gesundheitlich schlecht geht. Auf einmal kehren die Erinnerungen zurück, die schlechten, sowie auch viele gute. Aber die Tyrannei des Vaters ist geblieben. Und Lizzie sieht Ronain wieder, ihre große Jugendliebe., der sich nach einem Fehltritt von ihr abgewandt hat. Nicht zu vergessen Cam, der Sohn des reichen ortsansässigen Lords. Als ein schreckliches Unglück Lizzies Familie in den finanziellen Ruin treibt, übernimmt sie Verantwortung und erfährt endlich, welche Geschehnisse der Vergangenheit zum heutigen Punkt geführt haben. .
Die Autorin ist eine großartige Geschichtenerzählerin . Gerade ihre Romane, die in Schottland angesiedelt sind, liebe ich sehr. Ihre Landschaftsbeschreibungen sind eine Freude, zu lesen, denn sie malt mit Worten Bilder, die in meinem Kopf entstehen. Neben der berührenden Liebesgeschichte, die zu meiner Erleichterung immer hoffnungsvoll enden, sind auch viele interessante Informationen über die Geschichte und soziale Verhältnisse passend in die Handlung eingearbeitet. Hier ist es die Kultur und die Lebensbedingungen der Traveller. Das war mir komplett unbekannt. Die Lebensweise der Traveller ist am ehesten mit der der Roma zu vergleichen. Sie reisen in Caravans durchs Land und sind durch ihren Pferdeverstand und Wissen über die Tiere gefragte Ansprechpartner, aber soziale Außenseiter. Eine Tradition, die durch immer weniger Pferdehaltung im Niedergang begriffen ist. Die Problematik wurde für mich nachvollziehbar und teilweise auch sehr emotional dargestellt.
Das Buch ist ein fesselnder Unterhaltungsroman, der bei aller Leichtigkeit auch Substanz besitzt, was ich sehr schätze.
Nina Albert
Thalia Book Circle Community
5/5
08.09.2026
eBook (ePUB)
„Manchmal führt der Weg zurück,…
…damit das Herz endlich heimfindet.“
Mit „Schatten über den Highlands“ entführt Constanze Wilken
ihre Leser in die raue, geheimnisvolle Schönheit Schottlands – dorthin, wo Nebel über den Hügeln liegen, alte Wunden im Verborgenen schlummern und die Vergangenheit ihre Finger nach der Gegenwart ausstreckt.
Lizzie Farland hat sich in Glasgow ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut. Doch die schwere Erkrankung ihres Vaters führt sie zurück in die Highlands – und damit mitten hinein in ihre eigene Vergangenheit. Zwischen familiären Geheimnissen, den Traditionen der Traveller und der besonderen Welt der Pferde begegnet sie Ronain, ihrer einstigen großen Liebe. Was damals geschah, scheint längst Vergangenheit zu sein. Doch je tiefer Lizzie gräbt, desto mehr Wahrheiten kommen ans Licht.
Besonders berührt die Geschichte durch ihre warmherzige Verbindung aus Liebe, Familie, Freiheit und der Suche nach den eigenen Wurzeln. Die Highlands werden dabei fast selbst zu einer Figur: wild und wunderschön, geheimnisvoll und voller Erinnerungen. Rückblenden verweben Vergangenheit und Gegenwart zu einem spannenden Puzzle.
Ein atmosphärischer Roman über zweite Chancen, alte Geheimnisse und die Erkenntnis, dass Heimat manchmal kein Ort ist, sondern ein Gefühl, das man erst wiederfinden muss.
️️️️️ | 5
Kyra112
aus Sachsen-Anhalt
5/5
07.09.2026
eBook (ePUB)
Zwischen Tradition und Moderne
Ein Leben, zwei Welten - Lizzie Farlands Wurzeln liegen bei den Traveller. Doch Lizzie wählt ein anderes Leben. Als ihr Vater schwer krank wird, muss Lizzie sich entscheiden: Will sie ihr neues Leben in Glasgow oder kehrt sie zurück in den Schoß der Familie?
Constanze Wilkens „Schatten über den Highlands“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die gezwungen ist, sich zwischen Tradition und Moderne zu entscheiden. Die loyal zu ihrer Familie zurückkehren kann oder sich dafür entscheidet, ihren Lebensweg selbst zu wählen.
Die Autorin hat mit Lizzie dabei eine junge und vorbildhafte Frau gestaltet. Sie ist sich den Erwartungen, die an sie gestellt werden bewusst, aber versucht dennoch ihren eigenen Weg zu gehen. Ich habe Lizzie dabei als überaus patent erlebt. Sie ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt und mit der man mitfiebert.
Die Strukturen ihres Traveller-Clans fand ich auch respektabel. Constanze Wilken hat hier gezeigt, was es bedeutet, einer solchen Volksgruppe in der heutigen Zeit anzugehören und mit welchen Vorurteilen diese zu kämpfen hat.
Das Buch spielt in zwei, zum Teil auch in drei verschiedenen Zeitebenen. Sie ebenen den Weg dazu, die ganze Geschichte zu verstehen. Es sind die Ebenen der Jugendzeit von Lizzies Vater, Lizzies Jugend und ihre Zeit als junge Erwachsene. Hier zeigt sich auch deutlich, wie sich die Familie Farland entwickelt hat und warum.
Doch es ist nicht nur die Minderheit der Travellers, die hier behandelt wird, sondern auch der alte Adel, mit all seinen Ecken und Kanten, der denkt, man kann die Welt, im besonderen, die Menschen, kaufen.
Für mich war das besondere immer wieder die „Heimkehr“ Lizzies in die Buchhandlung nach Glasgow. Ihr Chef, Mr. Murphy, war dabei immer der rettende Anker und die graue Eminenz.
Alles in allem ist dies ein sehr kurzweiliger Roman, durch den ich nur so geflogen bin. Es ist ein toller Roman über den Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne und das Streben nach Glück. Ich kann diesen Roman nur allen empfehlen, die Cornwall und starke Persönlichkeiten mögen.
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