In Caimor sind die Reichen so gut wie unsterblich. Wer genug Geld hat, kauft sich einen neuen Körper, wenn der alte versagt - oder nicht mehr gefällt. Doch Anabelle Gage ist nicht reich. Sie kann sich nur einen schwachen, kranken Jungenkörper leisten. Ihre einzige Chance auf ein besseres Leben ist die Paragon Academy, die magische Eliteschule Caimors. Als Annabelle zum dritten Mal durch die Aufnahmeprüfung fällt, beschließt sie, einen neuen Körper zu stehlen - und wird prompt erwischt. Und zwar von keinem Geringeren als Carriwitch, dem Direktor der Paragon Academy. Er stellt Anabelle vor die Wahl: Entweder sie wird für ihr Verbrechen mit dem Tod bestraft oder sie arbeitet undercover als Spionin. Carriwitch ist einer Gruppe Rebellen um die geheimnisvolle Magierin Khaiovhe auf der Spur, die Caimors magische Elite zu Fall bringen wollen, und schon bald geht es für Anabelle um so viel mehr, als nur ihr eigenes Leben ...
Enthaltene Tropes: Broken Hero/Heroine, Dark Academia
Spice-Level: 2 von 5
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Chillysbuchwelt
aus Reinsbek
5/5
28.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nach dem etwas holprigen Einstieg konnte mich die Geschichte immer mehr packen und besonders das letzte Drittel hat mich komplett mitgerissen.
Queen of Faces: Die Königin der tausend Gesichter konnte mich nach einem etwas holprigen Einstieg immer mehr begeistern und hat mich besonders ab der zweiten Hälfte komplett in ihren Bann gezogen.
Schon optisch ist das Buch ein echter Hingucker.
Das Cover gefällt mir richtig gut und besonders über die beiden wunderschönen Karten von der Hauptstadt Elmidde und dem Land Caimor habe ich mich gefreut.
Ich liebe Karten in Büchern einfach!
Die Welt ist komplex und steckt voller Details.
Neben innen und außenpolitischen Konflikten gibt es Naturkatastrophen und viele weitere Herausforderungen, die diese Welt sehr lebendig wirken lassen.
Auch die gesellschaftlichen Unterschiede werden hier sehr gut und deutlich aufgezeigt.
Wenn der eigene Körper versagt oder einem nicht mehr gefällt, kann man sich einfach einen neu produzierten kaufen.
Zumindest, wenn man es sich leisten kann.
Dieser Aspekt macht die Ungleichheit noch einmal deutlich.
Auch das Magiesystem fand ich richtig spannend.
Die Paragon Akademie fand ich mega interessant, ich mag solche Akademien ja generell sehr.
Nur die wenigsten schaffen es überhaupt, aufgenommen zu werden, um dort zu lernen, mit ihrer Magie und allem, was dazugehört, umzugehen.
Gleichzeitig gibt es eine große kriminelle Organisation, die sich gegen die Akademie und alles, wofür sie steht, auflehnt.
Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht und gerade das erste Drittel fand ich stellenweise etwas wirr.
Danach wurde es für mich aber immer besser.
Ab der zweiten Hälfte steigt der Spannungsbogen massiv an und dann wurde es wirklich schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen.
Die Figuren sind für mich eine der größten Stärken der Geschichte.
Sie wirken unglaublich authentisch und ihre Gefühle und Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar, auch wenn man natürlich nicht immer alles gutheißen kann, was sie tun.
Ana hat bereits viel Schlechtes erlebt, wurde enttäuscht und verletzt und trotzdem glaubt sie weiterhin an das Gute im Menschen.
Sie muss lernen, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, versucht aber trotzdem, so gut es geht, das Richtige zu tun.
Nell ist als Tochter einer Admiralin im Adel aufgewachsen und hat trotzdem ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen.
Stellenweise fand ich sie wirklich richtig ätzend, gleichzeitig konnte ich ihre Entwicklung aber sehr gut nachvollziehen.
Nima und Korin komplettieren die Gruppe und bringen noch einmal ihre ganz eigenen Beweggründe und Geschichten mit.
Die Entwicklung der Figuren im Verlauf der Geschichte fand ich sehr gelungen.
Einige konnten mich richtig überraschen, andere haben mich emotional sehr berührt.
Auch die teilweise tiefgründigen Dialoge haben mir richtig gut gefallen.
Extrem spannend fand ich auch, mehr über die Hintergründe und alles rund um den schwarzen Spuk zu erfahren.
Gerade im letzten Drittel fügen sich immer mehr Puzzleteile zusammen und einige Zusammenhänge werden klarer.
Es gab sowohl kleinere als auch größere Wendungen, mit denen ich teilweise überhaupt nicht gerechnet habe.
Einfach nur WOW!
Eine kleine Anmerkung habe ich noch zum beworbenen Spicelevel von 2/5, welches einfach falsche Erwartungen wecken könnte.
Denn tatsächlich gibt es hier gar keinen Spice.
Ich fand das überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil, denn dieses Buch braucht ihn auch gar nicht.
Für mich eine faszinierende, komplexe und spannende Geschichte mit einer außergewöhnlichen Welt, einem interessanten Magiesystem und unglaublich starken Figuren.
Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.
Ich danke dem Heyne Verlag von Herzen für das Rezensionsexemplar
Bewertung
5/5
25.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer bin ich und wer möchte ich sein?
Meine Gedanken
**Jahres-Highlight 2026.**
Ich bin immer noch begeistert davon, wie viel mir *Queen of Faces* gegeben hat.
Dieses Buch hat mich nicht nur unterhalten.
Es hat mich nachdenklich gemacht.
Es hat meinen Blick erweitert.
Und es hat Fragen aufgeworfen, die weit über die eigentliche Handlung hinausgehen.
Im Mittelpunkt stehen Geschlechterrollen, Identitätskonflikte und vor allem die großen Fragen:
**Wer bin ich?**
**Und wer möchte ich sein?**
Der Körper wird dabei beinahe zu einem Gefäß.
Und genau daraus entsteht eines der außergewöhnlichsten Konzepte, die ich seit Langem in einer Fantasygeschichte gelesen habe.
Ana:
Ana steckt seit einem tragischen Ereignis in ihrer Kindheit in einem männlichen Körper fest.
Und allein diese Ausgangslage gibt ihrer Geschichte unglaublich viele Ebenen.
Ana ist tough, willensstark und weiß sehr genau, was sie erreichen möchte.
Ihr großer Traum ist die Paragon Academy.
Doch sie gehört zu den Gramänteln und kommt aus armen Verhältnissen.
Noch dazu läuft ihr die Zeit davon.
Die Edgar-Hülle, in der sie lebt, ergraut immer weiter.
**Ihr Körper hat ein Ablaufdatum.**
Die Paragon ist deshalb nicht nur irgendein Studienplatz.
Sie ist Hoffnung.
Sie ist die Aussicht auf eine neue Hülle.
Auf eine Zukunft.
Auf Leben.
Und genau deshalb konnte ich Anas Entscheidungen so gut nachvollziehen.
Eine Welt kurz vor dem Umbruch:
Natürlich kommt alles anders.
Caimor ist in Aufruhr.
Revolution.
Rebellion.
Geheime Gruppierungen.
Menschen, die genug von einer Elite haben, die über ihr Leben bestimmt.
Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Anas persönlichen Traum.
Die ganze Gesellschaft beginnt zu wanken.
**Und nirgendwo fühlt man sich wirklich sicher.**
Die Atmosphäre ist dicht, düster und permanent bedrohlich.
Das Gefühl, dass hinter jeder Entscheidung etwas Größeres lauert, zieht sich durch die gesamte Geschichte.
Found Family:
Und dann wären da die Figuren.
**Ich habe sie allesamt ins Herz geschlossen.**
Nach und nach entsteht eine Gruppe, die für mich ganz klar Found-Family-Vibes hatte.
Ein bisschen musste ich dabei tatsächlich an Leigh Bardugos Krähen denken.
Nicht, weil die Figuren Kopien wären.
Sondern wegen dieses Gefühls:
Eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen.
Jede mit eigenen Geheimnissen.
Eigenen Motiven.
Eigenen Wunden.
Und trotzdem wachsen sie irgendwie zusammen.
**Genau solche Gruppen liebe ich.**
*Niemals ganz vertrauenswürdig – aber irgendwann trotzdem Familie.*
Wes, Nima & Korin:
Ach, Wes.
**Man hasst ihn. Man liebt ihn. Man misstraut ihm. Und eigentlich möchte man genau das nicht.**
Er war für mich einer der spannendsten Charaktere des Buches und ist definitiv zu einem meiner Lieblinge geworden.
Gerade weil man nie ganz sicher weiß, woran man bei ihm ist.
Und dann Nimah und Korin.
Zwei, oder sollte ich sagen drei weitere Seelen, die ich jetzt schon vermisse.
Die Charaktere sind überhaupt eine der ganz großen Stärken des Buches.
Sie sind greifbar.
Fehlerhaft.
Widersprüchlich.
Moralisch grau.
**Hier gibt es selten ein klares Richtig oder Falsch.**
Jede Figur verfolgt eigene Ziele.
Und selbst wenn ich nicht jede Entscheidung gutheißen konnte, konnte ich die Motivation dahinter verstehen.
Genau das macht ihre Handlungen so schmerzhaft.
Denn fast jede Entscheidung fordert einen Preis.
Moralisch grau – und genau deshalb so gut:
Was ich besonders geliebt habe:
Das Buch macht es einem nicht einfach.
Es gibt nicht die Guten auf der einen und die Bösen auf der anderen Seite.
Menschen handeln aus Angst.
Aus Liebe.
Aus Machtstreben.
Aus Verzweiflung.
Aus Überzeugung.
Und manchmal aus all diesen Gründen gleichzeitig.
**Man versteht Entscheidungen – und kann trotzdem unter ihren Konsequenzen leiden.**
Diese moralische Grauzone hat die Geschichte für mich unglaublich lebendig gemacht.
Sie zwingt dazu, selbst Stellung zu beziehen.
Und manchmal die eigene Meinung wieder zu ändern.
Magiesystem & Sprache:
Auch das Magiesystem ist gewaltig.
Ungewöhnlich.
Komplex.
Und gefährlich.
Die Idee von Hüllen, magischer Entwicklung und Identität greift so eng ineinander, dass sich Magie und gesellschaftliche Ordnung kaum voneinander trennen lassen.
Gerade am Anfang musste ich mich allerdings erst einmal in die Begrifflichkeiten einfinden.
Bezeichnungen wie **Alltag** für eine Rebellengruppe oder **Kodex** für magische Entwicklung waren zunächst ungewohnt.
Aber nach und nach ergibt alles Sinn.
Und irgendwann fühlt sich diese Sprache ganz selbstverständlich an.
**Das Worldbuilding verlangt Aufmerksamkeit – belohnt sie aber auch.**
Twists & Enthüllungen:
Und dann kommen die Twists.
**Was bitte waren das für Enthüllungen?!**
Gerade gegen Ende hat mir die Geschichte mehrfach den Boden unter den Füßen weggezogen.
Immer wenn ich dachte, ich hätte die Zusammenhänge verstanden, kam eine neue Information hinzu, die meinen Blick auf Figuren oder Ereignisse wieder verändert hat.
Dabei wirken die Wendungen nicht wie bloße Schockmomente.
Sie greifen ineinander.
Sie verändern Dinge.
Und sie sorgen dafür, dass man plötzlich zurückdenkt und sich fragt, was man vorher vielleicht übersehen hat.
**Genau so liebe ich Twists.**
Das Ende:
Nach all diesen Enthüllungen hätte ich mit einem völlig zerstörerischen Ende gerechnet.
Stattdessen hat mich das Finale überraschend geerdet.
Es fühlt sich nicht an wie ein endgültiger Abschluss.
Eher wie:
**eine Pause vor dem großen Knall.**
Ein Moment, in dem man kurz Luft holen darf.
Die Figuren dürfen stehen bleiben.
Wir dürfen stehen bleiben.
Und trotzdem weiß man:
Das hier ist noch lange nicht vorbei.
Genau dieses Gefühl fand ich unglaublich passend.
Was bleibt?
**Große Liebe.**
Mehr kann ich fast nicht sagen.
*Queen of Faces* hat mich auf so vielen Ebenen erreicht.
Als Fantasygeschichte.
Als Geschichte über Macht und Gesellschaft.
Als Geschichte über Identität und Geschlechterrollen.
Als Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr unser Körper eigentlich bestimmt, wer wir sind.
Dazu kommen ein außergewöhnliches Magiesystem, moralisch graue Figuren, eine Found Family, die ich nicht mehr loslassen möchte, ein düsteres Worldbuilding und Twists, die mich komplett erwischt haben.
**Dieses Buch hat nicht nur meine Erwartungen erfüllt – es hat meinen Blick erweitert.**
Und genau dafür liebe ich Geschichten.
/ 5 + Jahres-Highlight 2026
Fünf Eulen reichen kaum für eine Geschichte, die mich gleichzeitig begeistert, aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht hat. Queen of Faces ist für mich ganz große Fantasy-Liebe. ✨
Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen im Vorhinein sehr groß und ich hatte eigentlich mit etwas mehr Magie gerechnet. Aber die Geschichte ging in eine viel bessere Richtung und war so erfrischend einzigartig, dass das Lesen zu einem absoluten Genuss wurde! Ich war von der Story so gepackt, dass ich schon nach zwei Tagen beim Finale ankam und mir einfach wünschte, ich könnte diese Reise noch einmal völlig neu erleben.
Bereits optisch ist das Werk durch seine liebevollen Details eine absolute Augenweide, doch auch inhaltlich hat mich die außergewöhnliche Grundidee des Körpertausches wahrlich sprachlos gemacht. Denn in der Welt rund um Caimor kann man zwar unsterblich sein, aber der Preis hierfür ist höher als man denkt. Allein wie diese düstere Hierarchie mit ihren dystopischen Gedanken durch den bildreichen Schreibstil zum Leben erwacht, sorgt für pure Spannung gepaart mit einer spürbar beklemmenden Atmosphäre, sodass man sich nach dem Lesen noch lange den Kopf über das Thema Identität zerbricht. Was mich dabei besonders begeistert hat, war die einfache Einführung in das komplexe Magiesystem. Kein ständiges Vor- und Zurückblättern, sondern man erlernt auf Augenhöhe mit der Protagonistin Anabelle Gage sämtliche Tücken dahinter und kann die Handlung einfach genießen.
Aber auch sämtliche Figuren konnten mich durch ihre emotionale Tiefe komplett begeistern. Ihre Hintergründe sowie ihre authentischen Entwicklungen sorgen nicht nur für überraschende Wendungen, sondern erzeugen eine fesselnde Achterbahnfahrt der Gefühle. Somit bilden sie den perfekten Gegenpol zu dieser düsteren Welt und sind durch ihre vielschichtige Art etwas ganz Besonderes. Ein riesiges Plus war für mich außerdem das Ende. Petra Lord verzichtet auf künstliche Cliffhanger und liefert stattdessen einen rundum gelungenen Abschluss. Dass es ganz knapp nicht für die volle Punktzahl reicht, liegt nur an den wenigen langatmigen Passagen.
Fazit: Was für ein grandioses Debüt! Petra Lord erschafft mit ihrem bildreichen Schreibstil eine düstere Dystopie voller einzigartiger Grundideen und vielschichtiger Figuren, welche einen durch ihre emotionalen Bindungen durchgehend fesseln. Eine überraschende Wendung jagt die nächste und sorgt für stetige Spannung mit Gänsehautgarantie. Stellenweise bremsten langatmige Passagen die Handlung etwas aus, weshalb ich starke 4,5 Sterne vergebe. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung und bin gespannt, mit welchen neuen Ideen sie uns überraschen wird.
Liska
5/5
23.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnliche und tiefgründige Fantasy
Schon das Cover von Queen of Faces hat mich direkt angesprochen, denn es passt meiner Meinung nach hervorragend zur Geschichte. Die düsteren Farben werden durch helle, goldene Akzente ergänzt und die Illustration spiegelt dabei nicht nur die Atmosphäre, sondern auch die Inhalte des Buches wider. Insgesamt ist das Cover wirklich gelungen und macht neugierig auf die Geschichte.
Besonders spannend fand ich das außergewöhnliche Konzept des Körpertausches, wobei neue Körper durch den hohen Preis nicht für alle Menschen zugänglich sind. Dadurch setzt sich die Geschichte auf interessante und tiefgründige Weise mit dem Thema Identität und auch sozialer Ungerechtigkeit auseinander. Gleichzeitig hält das Buch mit zahlreichen unerwarteten Wendungen immer wieder Überraschungen bereit. Vieles konnte ich nicht vorhersehen, wodurch die Spannung durchgehend erhalten bleibt.
Die Figuren sind vielschichtig gestaltet und auch die Beziehungen zwischen ihnen haben mir sehr gut gefallen. Dadurch wirken die Charaktere nicht eindimensional, sondern entwickeln sich auf nachvollziehbare und interessante Weise. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Nur sehr selten gab es Passagen, bei denen ich einzelne Handlungen oder Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte.
Auch der Schreibstil von Petra Lord konnte mich überzeugen. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Besonders gelungen fand ich das Ende: Es bietet einen gewissen Abschluss und endet nicht mit einem Cliffhanger, lässt mich aber trotzdem neugierig auf die Fortsetzung zurück. Queen of Faces ist für mich daher definitiv ein Buch, bei dem ich nun sehr ungeduldig auf den nächsten Band warte, um endlich zu erfahren, wie es weitergeht.
Sonne
5/5
22.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Besticht mit vielen guten Ideen
Ich hatte mir unter dem Buch ehrlich gesagt eine andere Story vorgestellt. Ich dachte es gehe eher darum, wie sich die Hauptperson langsam zur starken Magierin hocharbeitet, bekanntes Material als, welches sich gut lesen lässt. Dieses Buch war allerdings anders und gerade das hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Charaktere sind vielschichtig, nichts ist wie es scheint und die Welt sehr dystopisch. Die Idee der Körpertausche, in dem sich dann z.B. weibliche Charaktere in Männerkörpern befinden, fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, hat dann aber super zur Story und der Welt gepasst. Anfangs verwirrend fand ich auch, dass in der Welt von Caimor ein paar normale Worte eine andere Bedeutung haben, wie z.B. Kodex oder Exempel. Nach einiger Zeit hat es mich aber nicht mehr gestört. Ich freue mich schon richtig auf den zweiten Teil und hoffe, dass er nicht zu lange auf sich warten lässt.
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3/5
26.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
wir hatten eine schwierige Beziehung
Okay, dieses Buch und ich hatten eine etwas komplizierte Beziehung. ❤️
Queen of Faces hat mich wirklich oft gepackt und genauso oft auch komplett verloren. Ich muss ehrlich sagen: An manchen Stellen war ich einfach raus. Ich musste immer wieder zurückblättern, weil mein Gehirn offensichtlich beschlossen hatte, kurz in den Urlaub zu fahren.
Die Geschichte rund um Anabelle, die sich in einer Welt voller Magie, Körpertausch und einer ziemlich krassen sozialen Kluft wiederfindet, war aber definitiv spannend. Besonders das Setting hat es mir angetan!
Caimor fühlt sich so besonders und detailliert an, dass ich mich teilweise komplett darin verlieren konnte. ✨
Und dann die Gefühle. ❤️
Die kamen für mich richtig gut rüber. Ich konnte Anabelles Verzweiflung, ihre Ängste, ihre Hoffnung und ihren Wunsch nach einem besseren Leben wirklich spüren. Gerade dadurch hatte die Geschichte für mich emotional einiges zu bieten.
Trotz meiner Verständnisprobleme wollte ich aber immer wissen, wie es weitergeht. Und das sagt ja auch einiges aus.
Für mich deshalb leider „nur“ 3,5 von 5 Sternen. Nicht, weil die Geschichte schlecht war, ganz im Gegenteil. Ich glaube einfach, dass ich an einigen Stellen etwas zu sehr damit beschäftigt war, herauszufinden, WAS ZUR HÖLLE gerade eigentlich passiert.
Nicht jedes Buch muss es einem leicht machen, manchmal muss man sich eben gemeinsam durchkämpfen. ❤️ Und bei Queen of Faces hat sich das Durchhalten für mich definitiv gelohnt.
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