Produktbild: Vom Gendern und seinen Grenzen

Vom Gendern und seinen Grenzen Eine Zwischenbilanz

29,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.06.2026

Abbildungen

IX, 297 S. 11 Abb., 10 Abb. in Farbe.

Verlag

Springer Berlin

Seitenzahl

297

Maße (L/B/H)

20/12,6/2,2 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Graublau / Weiß

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-662-72687-7

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.06.2026

Abbildungen

IX, 297 S. 11 Abb., 10 Abb. in Farbe.

Verlag

Springer Berlin

Seitenzahl

297

Maße (L/B/H)

20/12,6/2,2 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Graublau / Weiß

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-662-72687-7

Herstelleradresse

Springer-Verlag GmbH
Tiergartenstr. 17
69121 Heidelberg
DE

Email: ProductSafety@springernature.com

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  • Zum Bewerterprofil von Thorsten Büchner

    Thorsten Büchner

    Thalia Hamburg

    Buchhändler*in

    5/5

    02.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Alles gesagt

    Eigentlich ist in diesem Buch alles gesagt. Denn Helmut Glücks "Zwischenbilanz" zu einem hoch umstrittenen Thema könnte ebenso gut eine Abschlussbilanz sein. Der Linguist hat sich das Gendern vorgeknöpft. Und nach 260 Seiten sprachwissenschaftlicher Überprüfung bleiben vom "Betreuten Sprechen" nur noch ein paar Häute übrig. Der Autor seziert etwa die beliebte, von der Fachwelt aber längst widerlegte Sapir-Whorf-Hypothese, wonach Sprache das Denken bestimmt. Dieser hartnäckige, romantische Holzweg ist einer der Glaubenssätze der Genderfreunde. Zudem beschreibt Glück das (vergebliche) Ringen des Knacklauts um Phonemstatus. Die lautliche Form von Sternchen und Unterstrich ist unweigerlich markiert und deshalb dysfunktional. Und er zeigt, wie Ideologie am Regelsystem der Grammatik zerschellt. Sprache, so Glück, kann ebensowenig geschlechtergerecht wie -ungerecht sein. Sie ist evolutionären Prinzipien unterworfen und entzieht sich menschlicher Kontrolle. Dies gelte übrigens gleichermaßen für die Genderfans in Deutschland wie für Trumps MAGA-Ideologen, die derzeit Behörden-Leitlinien und -Glossare in den USA säubern. Les extrêmes se touchent, und beide sind lernresistent. Die Zwischenbilanz von Helmut Glück fällt eindeutig aus. Für eine Schlussabrechnung - so viel lässt er offen - sei es immerhin möglich, dass sich das Gendern in einer schriftsprachlichen Nische hält. Aber das ist dann eben eine Konvention. Sprachwissenschaftler muss man nicht sein, um das Buch mit großem Gewinn zu lesen - es richtet sich an ein breites Publikum. Aber es liefert die dringend notwendige linguistische Perspektive für eine Debatte, in der zu viele glauben, Ahnung zu haben, nur weil sie ein bisschen Deutsch können.

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  • I. Vom Sexus, vom Genus und von der Gerechtigkeit.- 1. Was Sie in diesem Buch erwartet.- 2. ‚Geschlechtergerechte‘ Sprache: Was ist das?.- 3. Die Grammatik und ihre postgrammatische Fortsetzung.- 4. Was ist Sexus, was ist Genus?.- 5. Wie die Sprachen sich sortieren: Genussprachen und Klassensprachen.- II. Woher kommen die Wörter für die Genera? Geschichtliche Hintergründe.- 1.   Männlich , weiblich , sächlich : Wie die Genus-Terminologie zustande kam.- 2. Die Genus-Terminologie: Wie die Grammatik sexualisiert wurde.- 3. Zur Forschungsgeschichte.- 4. Haben die Genera eine Genusbedeutung? Vom indogermanischen Erbe.- 5. Frauen , Weiber , Mütter und Männer .- III. Drei Ausflüge in die Sprachtheorie.- 1. Vom Bild und seinem Hintergrund: Markiertheitstheorien.- 2. Die Sprache, das Denken, die Sprechakte und Robert Habeck.- 3. Vom Sprachwandel und von der Sprachlenkung.- IV. Von den generischen Ausdrücken.- 1. Das Schreckgespenst: Das generische Maskulinum.- 2. Nur mitgemeint?.- 3. Der Hoffnungsträger: Das generische Femininum.- 4. Das generische Neutrum, das „dehumanisierende Neutrum“ und DAS NEUNER.- V. Wo das Genderdeutsche auf die Grammatik trifft.- 1. Wie man vom Lehrer zur Lehrerin kommt: die Movierung.- 2. Der Lehrer , die Lehrerin , der/die Lehrende und die Lehrkraft .- 3. Lehrer und Lehrerinnen : Das Splitting.- 4. Genderstern & Co.: Lehrer*in, Lehrer:in, LehrerIn, Lehrer_in, Lehrer!n, LehrerN, Lehrens, Lehre, Lehrere, Lehry und Lehrx .- 5. Der Genderstern und die Politik.- 6. Der Knacks im Wort.- 7. Die Realos, die Nazis und ihre Frauen: Pluralprobleme.- 8. Schiffsführende und Abonnierende : Das Partizip I.- 9. Wer und was : Die Pronomina.- 10. Alle, jeder, manche, viele : Mengenangaben.- 11. Bürgermeisterstellvertreter und Landesmeisterschaftsteilnehmersprecher : die Komposita.- 12. Die bürgerliche Mitte und die bürgernahe Verwaltung: Ableitungen.- 13. Maßschneidern und quacksalbern : Die Verben.- 14. Herr und Frau Müller : Anreden.- 15. Maria und Mario : Eigennamen.- 16. Wo das Gendern Unsinn produziert.- VI. Das Genderdeutsche in der Praxis.- 1. Rettet das Testlabor das Genderdeutsche?.- 2. Rechtschreibung ist Ländersache. Gendern auch?.- 3. Die Presse und der öffentlich-rechtliche Rundfunk.- 4. Die Sprache der Gesetze, der Gerichte und der Verwaltung.- VII. Vom Geist der Zeiten, der Wissenschaft und der Moral.- 1. Schlussbemerkungen zum betreuten Sprechen.- 2. Nachsätze.- Quellen.- Wörterbücher.- Zitierte Literatur.- Genderwörterbücher und Genderleitfäden.- Personenregister.