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Haus zur Sonne Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2025

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

69736

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,6/13/3,3 cm

Gewicht

410 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002556730

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Melles neuer Roman ist der Beweis, dass literarischer Hardcore auch mit leisen Tönen gespielt werden kann.« ("taz")
»Spektakulär« ("FAS")
»Nichts weniger als ein gewaltiges literarisches und persönliches Experiment.« ("Der Spiegel")
»Thomas Melle verfügt über eine feinfühlige Wucht im Beschreiben seines Leidens.« ("Der Standard")
»Eine literarische Meisterleistung« ("Aachener Zeitung")
»›Haus zur Sonne‹ ist tieftraurig und urkomisch (...) Thomas Melle schreibt so sprachgewaltig, präzise und anlalytisch darüber, welche Wünsche es sein könnten, die uns noch in der Welt halten.« ("SPIEGEL Online")
»Ein existenzieller Roman, entlang des Abgrunds geschrieben, der sich auftut – kann sein, vielleicht sogar vor uns allen.« ("Die Rheinpfalz")
»Melle [...] gelingt [es], dass sich beim Lesen tatsächlich auch so etwas wie Glück einstellt – wie es eben großartige Literatur erzeugen kann.« ("Augsburger Allgemeine")
»Ein unglaublicher Roman, eine der eindrücklichsten Lektüren dieses Herbstes.« ("Augsburger Allgemeine online")
»›Haus zur Sonne‹ ist ein Buch, dass man atemlos liest« ("SRF 2 Kultur "Kultur-Aktualität"")

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

69736

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.08.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,6/13/3,3 cm

Gewicht

410 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002556730

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    24.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Zwischen Krankheit, Freiheit und Verantwortung

    Nach seinem autobiografischen Roman "Die Welt im Rücken" legt Thomas Melle nun einen neuen, halb-biografischen Text vor, der zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Er schildert darin, was seit Verlffentlichung seines letzten Buches passiert ist. Er glaubte sich zu der gesundet, glaubte durch das Schreiben von "Die Welt im Rücken" seine bipolare Störung aufgearbeitet zu haben. Doch dann schlug sie erneut zu. Und heftiger als je zuvor. Er durchlebte eine zweijährige manische Phase, in der er alles verlor, Geld, soziale Beziehungen und sein Ansehen. Sogar straffällig wurde er. Dann stellten sich weitere zwei Jahre tiefster Depression ein. Er wurde förmlich aufgefressen von Schuld, Schamgefühlen und der Undähigkeit, irgendetwas zu tun. Ständig schwankte er hin und her zwischen Leben- und Sterbenwollen. Und nun kommt das Fiktive ins Spiel. Der Protagonist wird im Haus zur Sonne aufgenommen, einer Anstalt, die psychisch Erkrankte unter der Bedingung aufnimmt, dass sie am Ende ihres Aufenthaltes aus dem Leben scheiden. Dafür unterschreiben die Patienten bei Eintritt. In der Anstalt selbst werden die Patienten mit sogenannten Simulationen behandelt. Dabei werden ihnen selbst gewählte Wunschbilder vorgespielt, in denen sie selbst vorkommen. Wie es funktioniert, wird nicht erklärt. Getroffen wird sich morgens in der Therme. Der Protagonist ist von Beginn an skeptisch, was die Behandlung anbelangt. Auch ist er der Meinung, die "Therapie" helfe ihm nicht. Dennoch unternimmt er keinen Versuch, die Anstalt zu verlassen, ja weiß noch nicht einmal, ob dies überhaupt möglich ist. Je weiter es auf das Ende seines Aufenthaltes zum Haus der Sonne zugeht, desto mehr stellt Melle seine anfängliche Entschlossenheit, sterben zu wollen, in Frage. Er pendelt permanent zwischen den beiden Polen Leben und Tid hin und her. Ohne Zuviel verraten zu wollen, das Ende lässt wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer zu. Melle schreibt in einem eingänglichen, gut lesbaren Stil, der zum Mitfiebern einlädt. Der Roman bietet aber noch viel mehr. So wirft er auch deutlich gesellschaftliche Fragen auf. Wird irgendwann eine Institution wie das Haus zur Sonne möglich sein, wo jetzt schon in der Schweiz assistierte Suizide praktiziert werden? Wo verläuft die Grenze zwischen Freiheit und Verantwortung? Schade, dass Thomas Melle den deutschen Buchpreis nicht erhalten hat. Er wäre ein würdiger Sieger gewesen.

  • AB

    aus MUC

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    verstörend, klug, intensiv

    „Haus zur Sonne“ ist kein Buch, das man einfach liest und anschließend zur Seite legt. Dafür kommt einem die Gedankenwelt des Erzählers viel zu nahe. Thomas Melle nimmt ein eigentlich kaum vorstellbares Szenario – eine staatliche Einrichtung, in der Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt bekommen, bevor sie sterben – und macht daraus einen Roman, der zugleich beklemmend, absurd und immer wieder überraschend komisch ist. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Konsequenz, mit der Melle seine Idee verfolgt. Das „Haus zur Sonne“ wirkt zunächst beinahe wie eine groteske Zukunftsvision, und doch steckt darin erstaunlich viel Gegenwart: der Wunsch nach Selbstbestimmung, die Sehnsucht nach einem besseren Ich, die permanente Selbstoptimierung und die Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn er selbst nicht mehr an sein eigenes Leben glaubt. Dabei ist der Roman keineswegs nur düster. Gerade der trockene, manchmal fast absurde Humor hat mich überrascht. An Stellen, an denen man eigentlich kaum noch Luft bekommt, gelingt Melle eine Wendung, die einen plötzlich schmunzeln lässt. Dieser Kontrast macht das Buch für mich erst recht stark. Es geht um Tod und Verzweiflung, aber eben auch um Fantasie, Begehren, Erinnerung und die erstaunlich widerspenstige Kraft des Erzählens. Sprachlich fand ich den Roman großartig. Melle schreibt präzise, manchmal schonungslos, dann wieder beinahe spielerisch. Besonders eindrucksvoll ist, wie die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung, Vorstellung und literarischer Konstruktion allmählich verschwimmen. Man weiß irgendwann nicht mehr genau, wo die Wirklichkeit endet – und vielleicht ist genau das der Punkt. „Haus zur Sonne“ fordert seine Leserinnen und Leser durchaus heraus. Es ist kein leichtes Buch und sicher auch keine Lektüre für zwischendurch. Aber es ist eines, über das ich noch lange nachgedacht habe. Gerade weil es keine einfachen Antworten liefert, sondern die großen Fragen offenhält: Was macht ein Leben lebenswert? Wie viel Freiheit brauchen wir, um glücklich zu sein? Und kann der Wunsch zu sterben vielleicht manchmal auch ein anderer Ausdruck für den Wunsch sein, endlich wieder leben zu können? Für mich eines der eindringlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Radikal in seiner Idee, sprachlich brillant und trotz seines schweren Themas erstaunlich lebendig.

  • V

    aus München

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvolle Lektüre zum Thema mentaler Krankheiten

    Im besten Sinne: Kein Buch, das man nebenher lesen kann. Es greift an und nimmt die Leserin mit, in eine Welt, in der das Leben nicht einfach seinen ruhigen Gang geht. Die Wellen und Schübe seiner Erkrankung nehmen den Protagonisten, der dem Autor in vielem sehr ähnlich ist, immer wieder mit und lassen ihn Schiffbruch erleiden, jedes Mal wird die Lage danach aussichtsloser. In dem Buch gibt es eine Art "Ausweg" - das "Haus zur Sonne", in dem sich lebensmüde und geistig Erkrankte einliefern lassen können, um dort freiwillig aus dem Leben zu scheiden (und somit, ganz im Stile der aktuellen Sozialpolitik, der Allgemeinheit nicht mehr "auf der Tasche zu liegen). Ein sehr krasses "Was wäre wenn" Spiel, das mich sehr nachdenklich zurückgelassen hat.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Haus zur Sonne

    Wie ist es psychiatrisch krank zu sein? Dieses Buch zeigt dies sehr intensiv! Aber es zeigt auch die eigene Nähe zur Erzählstimme! Und gerade das empfinde ich als etwas Großes. Denn psychiatrische Erkrankungen sind immer noch stigmatisiert. Obwohl so viele von uns betroffen sind. Und die Suizidzahlen sind hoch. Erschreckend hoch. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention zählte 2024 10372 Suizide in Deutschland! Dies muss man sich einmal vor Augen führen! So viele Menschen in einem Jahr! 2025 wird ähnlich werden. Und die Jahre vor 2024 waren genauso. Das Haus zur Sonne. Im Buch ist das eine Institution, die Wunscherfüllungsmaschine und Abschaffungsanstalt ist. Vom Staat finanziert dürfen hier psychiatrisch und körperlich erkrankte Menschen nach der Erfüllung von Wünschen aus dem Leben scheiden. Vertraglich wird dies festgelegt und dann darf man nach einer Frist gehen. Muss gehen!  Was für ein Konstrukt! Im vorangegangenen Buch „Die Welt im Rücken“ verarbeitet Thomas Melle seine bipolare Erkrankung literarisch. Und hier im Haus zur Sonne liefert er einen Gedankengang, der es in sich hat. Noch dazu, wenn man weiß, dass Thomas Melle selbst psychiatrisch erkrankt ist. Wie kommt er auf solch ein Buch? Was hat er selbst in der psychiatrischen Medizin erfahren, dass ihm solche Gedanken einfließen? Bzw. was hat ihn seine Erkrankung erleben lassen, dass er solch ein Buch schreiben kann?  Ich arbeite selbst seit vielen Jahren in der Psychiatrie. Und ja, mein Herz schlägt für psychiatrisch Erkrankte. Ich liebe meine Arbeit! Und ich liebe es, wenn es den Patienten besser geht. Ich habe auch das Gegenteil gesehen. Die Stagnation in der Erkrankung. Die wiederkehrenden Krankheitsschübe. Und schlussendlich das Aufgeben der Betroffenen. Und ja. Das macht etwas mit den in der Psychiatrie Arbeitenden. Man versucht dies zu verhindern, man versucht zu helfen, man versucht, man gibt, man kämpft. Aber letztendlich kann man nicht alles verhindern. Leider!!! In der Klinik funktioniert dieses Verhindern eines Suizids schon. Aber nicht im Außenraum. Letztendlich kann man auch nur Agieren, wenn es eine Kommunikation zwischen Behandler und Behandeltem gibt. Wenn nicht mehr geredet wird, kann man noch aus der nonverbalen Kommunikation Rückschlüsse ziehen. Aber allem Tun sind auch gewisse Grenzen gesetzt. Leider! Dieses Buch hier hat etwas mit mir gemacht. Ich fand das Buch wirklich sehr sehr gut. Aber auch schlimm. Eine psychiatrische Erkrankung wird in der Lektüre schonungslos erlebbar gemacht. Authentisch und eindringlich. Sehr eindringlich! Dieses Buch triggert natürlich. Man denkt an Patienten, an Begegnungen auf Arbeit, in der Psychiatrie. Und natürlich flossen bei der Lektüre Tränen. Aber nicht nur durch die Gedanken an die reale Geschehene in meinem Leben, auf der Arbeit. Ebenso auch durch die Handlung des Buches. Das Buch „Haus zur Sonne“ ist intensiv und richtig gut. Ich habe es als E-Book gelesen, nach der Lektüre zog es dann in Buchform bei mir ein, verschenkt habe ich es auch schon, an Arbeitskollegen. Und ich empfehle es. Immer und immer wieder! Denn dieses Buch verdient es gelesen zu werden. Nicht nur durch die intensive Darstellung einer psychiatrischen Erkrankung. Sondern auch wegen der Handlung. Wegen diesem Haus zur Sonne. Welches sich der Autor hat einfallen lassen. Denn dieses Haus zur Sonne gibt es nicht. Dennoch empfinde ich im Geschriebenen auch eine Kritik an unserer Gesellschaft. Eine Kritik an unserem Blick auf die Psychiatrie. Eine Kritik am Umgang mit psychiatrisch Erkrankten. Denn wohin soll die Reise in der Medizin noch gehen, wenn der Gewinn an vorderster Stelle steht und der Mensch dabei auf der Strecke bleibt? Wohin soll die Reise für uns alle gehen, wenn die Gier unser Tun bestimmt? Besonders in der Medizin! Die Psychiatrie sehe ich in ihrer Ausrichtung als ein sehr spezielles Fachgebiet in der Medizin an. Denn gerade hier ist das Personal besonders wichtig. Denn genau dieses Personal muss kleinste Veränderungen beim Patienten erkennen können, um das Schlimmste verhindern zu können. Wenn am Personal gespart wird, leidet die psychiatrische Versorgung sehr, und damit leidet letztendlich der Patient!!! In der intensiven, zutiefst empathischen Darstellung einer psychiatrischen Erkrankung ermöglicht dieses Buch hier ein Verständnis, ein Verstehen, welches in unserer Gesellschaft immens wichtig ist! Die immer größer werdenden Zahlen der psychiatrisch Erkrankten bedingen ein Verstehen. Denn aus dem Verstehen erwächst auch eine Heilung. Denn wer etwas versteht, kann dagegen vorgehen. Die Aktion beim Patienten ist die dritte Säule in der psychiatrischen Behandlung, neben der Medikation und der psychologischen Betreuung. Eine immens wichtige Säule. Auch wegen diesem Verstehen ist das Buch „Haus zur Sonne“ ein immens wichtiges Buch! Lesen!!!

  • MarieOn

    5/5

    08.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Leidensdruck

    Die letzte manische Phase lag noch nicht lange zurück. Er hatte sich hoch verschuldet, Freunde vor den Kopf gestoßen, seine Wohnung getrümmert, seine Beziehung zu Ella über die Maßen belastet und war straffällig geworden. Dieser Schub war der Schlimmste, der ihn je weggeflutet hat und hatte ihm alles genommen, was ihm wichtig war. Zuvor hatte er über bipolare Störung geschrieben und gehofft, das Ungetüm bändigen zu können, aber das war ihm nicht gelungen, trotz der Medikamente. Die folgende Depression hatten ihn in dumpfe Untätigkeit gezogen und nur die tiefe Antriebslosigkeit verhinderte, dass er sich umbrachte. In sich drin allerdings war er bereits tot. Er erzählte Ella von einer ganzheitlichen Therapie und dass sie ihn die ersten Wochen nicht besuchen dürfe. Es gefiel ihm nicht, aber er wollte es diesmal alleine durchziehen, wollte nicht wieder von ihr „gerettet“ werden. Ob er seine Medikamente nehme, wollte sie wissen. Ja, wie immer und wie vor der Manie auch. Sein Umfeld glaubte ihm nicht, sie bevorzugten einfache Lösungen. Er war wieder abgestürzt und musste wohl etwas falsch gemacht haben. Er ertrug das elende Gefühl der Schuldzuweisungen nicht mehr. Was er Ella nicht sagte, war dass er ins Haus zur Sonne gehen werde, um seinem nutzlosen Dasein ein gnädiges Ende zu verleihen. Fazit: Thomas Melle, Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer, erkrankte im Alter von 24 Jahren an einer besonders schwierigen Form der bipolaren Störung. Seine Geschichte scheint fiktional mit autobiografischem Einfluss. Sein Protagonist lebt mit dieser Erkrankung und den ständigen Auf und Abs. Der letzte Schub war so lang und intensiv, dass er sich davon nicht mehr erholt. Die Manie hatte ein Eigenleben entwickelt und ihn durch turbulente Monate gepeitscht. In der folgenden Phase der Depression war das vorherrschende Gefühl Scham. Nicht zum ersten Mal wollte er sein Leben beenden. Er stößt auf ein Therapieangebot, das er nicht ausschlagen kann. Im Haus zur Sonne will man ihm den kurzen Rest seines Lebens versüßen und ihn dann auf die Art, die ihm beliebt aus dem Leben nehmen. Er unterzeichnet einen Vertrag und zieht ein. So absurd die Idee des Autors ist, zeigt sie doch den enormen Leidensdruck. Die Erkrankung reißt ihn immer wieder aus dem Leben, lässt ihn Entscheidungen treffen, die er später bitter bereuen wird. Es folgt eine Phase der Erholung, ein Neuanfang und Wiederaufbau des Zerstörten und dann schlagen die Botenstoffe wieder zu und alles auf Anfang. Wer sollte da nicht den Mut verlieren und an Selbsttötung denken, die dann wiederum durch die depressive Antriebslosigkeit verhindert wird. Du meine Güte, das hat Thomas Melle gut dargestellt. Das Buch hat mich beim Lesen gar nicht besonders berührt, vielleicht liegt das an seiner Schreibweise. Auf jeden Fall aber hat die Geschichte es in sich und hallt nach. Von mir eine klare Leseempfehlung für den Shortlisttitel des Deutschen Buchpreises 2025.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (33)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Marco Berner

    Marco Berner

    Thalia Röhrsdorf – Chemnitz-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.12.2025

    eBook (ePUB 3)

    Keine leichte, aber großartige Kost!

    Wenn der Tod eine absehbare Gewissheit ist, würdest du noch kämpfen? In diesem absolut fesselnden Werk taucht der Leser in eine von Krankheit und Resignation bestimmte Welt ein. Ein letztes Hurra vor dem vertraglich beschlossenen Freitod soll einem Mann, der in seinen Augen sowieso nur noch passiv am Leben teilnimmt den Abschied erleichtern. Zwischen Dystopie und biografisch anmutender Erzählung ist dieses Buch nicht nur unglaublich fesselnd, sondern auch mehr als zurecht für den deutschen Buchpreis nominiert!
  • Zum Bewerterprofil von Diana Goldack

    Diana Goldack

    Thalia Dortmund – Thier-Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Weiterleben?

    Noch nie habe ich eine so greifbare Beschreibung des Todeswunsches gelesen. Kann der Lebenswille wiedergeweckt werden, wenn alle Wünsche wahr werden? Was muss geschehen, damit man weiterleben möchte - oder will man es im tiefsten Inneren sowieso? Schwere Kost, leicht serviert.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.10.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Zwischen Sehnsucht und Abgrund

    „Haus zur Sonne“ ist nominiert für den Deutschen Buchpreis. Jens Harzer liest diese Geschichte so wie ich mir vorstelle, dass der Autor selbst spräche - offen, verletzlich und eindringlich. Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema. Umso mehr empfinde ich tiefen Respekt dafür, dass Thomas Melle seine Krankheit nun bereits zum zweiten Mal zum Gegenstand seines Schreibens macht. Direkt und ungeschönt bilanziert er die zurückliegenden Jahre, berichtet von Mutlosigkeit, Verdruss, Zerstörung und suizidalen Gedanken. Vor ihm liegt eine Rehabilitationsmaßnahme, die verschiedene Therapieformen vereint - und vielleicht auch der Versuch, sich dem Licht wieder anzunähern.
  • Zum Bewerterprofil von Marion Stange

    Marion Stange

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe noch nie etwas ähnliches gelesen.

    Das behandelte Thema, der Schreibstil – alles an diesem Roman ist interessant. Man spürt, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Nichts ist melodramatisch, alles ist ausgewogen und präzise, und genau das macht einen großartigen literarischen Text aus. Das Thema des Buches selbst kann verstörend sein: Selbstmord, Depressionen, der Wunsch zu leben oder zu sterben und das, was einen noch am Leben hält. Man kennt das Ende des Buches fast von Anfang an, aber wie der Protagonist treibt uns ein letzter Überlebenswille an. Genial.
  • Zum Bewerterprofil von Sina Hufnagel

    Sina Hufnagel

    Thalia Baden-Baden – Wagener Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Deutsche Buchpreis an Thomas Melle

    Unglaublich wie Melle schreibt. Ich bin total gefangen in diesem Buch und in dieser Sprache. Ein brutal ehrliches Buch, autobiographisch und schonungslos geschrieben. Herr Melle, ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass es diesmal klappt.

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