Jan Petersen wollte eigentlich nur den Geburtstag seiner Großmutter auf Helgoland feiern. Doch als das Wetter umschlägt und eine geheimnisvolle Begegnung an Bord einer Fähre ihn aus dem Gleichgewicht bringt und er in die Fluten stürzt, findet er sich unvermittelt in einer anderen Zeit wieder - im Jahr 1792, in einem abgelegenen Fischerdorf. Und das ist erst der Anfang. Immer wieder wird Jan von den Wellen in neue Epochen getragen: von der rauen Welt der Walfänger bis zu den riskanten Fahrten der Schmuggler zur Zeit Napoleons. An seiner Seite: Alva, eine junge Frau, die auf Jan ebenso rätselhaft wie vertraut wirkt und deren Schicksal auf geheimnisvolle Weise mit seinem verbunden zu sein scheint. Was als verzweifelter Versuch beginnt, in die eigene Zeit zurückzukehren, wird zu einer Reise voller bewegender Begegnungen, überraschender Erkenntnisse - und einer Liebe, die Raum und Zeit zu überwinden scheint. Ein fesselnder Roman über das Meer, das Leben und den Glauben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Jürg K.
5/5
08.02.2026
eBook (ePUB 3)
Eindrückliche Geschichte
Das Bild passt perfekt zu diesem Buch. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weil der Roman etwas schafft, das selten gelingt. Er verbindet Abenteuer, historische Atmosphäre und eine leise, tiefgehende Emotionalität zu einer Erzählung, die lange nachhallt. Was als scheinbar zufälliges Unglück beginnt, Jans Sturz von der Fähre, wird zu einem Moment der völligen Entgrenzung. Plötzlich steht er im Jahr 1792, und als Leser spürt man fast körperlich, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Mich hat besonders beeindruckt, wie lebendig und sinnlich die verschiedenen Epochen beschrieben sind. Jede Zeit hat ihren eigenen Rhythmus, ihren eigenen Atem. Erzählt wird immer auch von Jans innerer Bewegung, seinem Ringen um Orientierung, Identität und Heimkehr. Alva war für mich der emotionale Kern des Buches. Sie ist rätselhaft, warm, verletzlich und stark zugleich. Zwischen ihr und Jan entsteht eine Verbindung, die sich nicht erklären lässt, aber sofort glaubwürdig wirkt. Bewegt hat mich, die spirituelle Dimension des Romans. Für mich ein still fesselndes Buch, das Abenteuerlust mit Tiefgang verbindet und zeigt, wie sehr wir Menschen von Geschichten, Begegnungen und unsichtbaren Fäden geprägt werden. Das Buch kann ich empfehlen.
agnes.bookworld
aus Heiligenhaus
5/5
02.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Glaube durch die Zeiten
Erwartet hatte ich einen Roman, der ähnlich ist wie Outlander. Jedoch ist es ein völlig anderes Buch – mehr als nur ein weiterer Outlander von Diana Gabaldon.
Darum geht es in diesem neuen Roman von Thomas Franke:
Jan ist Student der Transkulturellen Europastudien. Als er auf dem Weg zum Geburtstag seiner Oma ist, die auf Helgoland lebt, passiert ihm etwas, das man nicht erleben möchte. Eben befand er sich noch im 21. Jahrhundert, doch durch einen unglücklichen Sturz von der Fähre ins Wasser findet er sich im nächsten Moment im 18. Jahrhundert wieder – genau genommen im Jahr 1792. Er begibt sich sofort auf die Suche nach einem Weg zurück ins 21. Jahrhundert und begegnet dabei vielen Persönlichkeiten.
Alva ist, genau wie Jan, plötzlich in vergangene Jahrhunderte geschlittert. Allerdings macht es den Anschein, dass sie gar nicht zurück ins 21. Jahrhundert möchte. Für sie ist das Reisen durch die Zeit ein Verstecken vor der Gegenwart, damit ihre eigene Vergangenheit sie nicht einholen kann.
Welche Abenteuer Jan und Alva erleben und ob sie sich vielleicht schon in der Gegenwart kannten, dazu empfehle ich dir, das Buch selbst zu lesen – denn mir hat es sehr gefallen.
Außerdem mochte ich, wie gut Thomas Franke den Glauben dezent in alle Zeitepochen einfließen lässt. Da ist ein Mann, der meint, dass man Gott in seinem Leben nicht braucht – und plötzlich erlebt und lernt er Menschen kennen, die in Zeiten leben, die man sich kaum vorstellen kann und auch nicht möchte. Diese Menschen glauben fest an Gott. Jede Zeitepoche zeigt, dass Gott immer da war und dass der Glaube an ihn Menschen verändert und Hoffnung schenkt.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Der Erzählstil von Thomas Franke hat mich gefesselt, und sein Roman zog mich so in den Bann, dass ich mich ständig fragte, wie das Buch enden wird – und letztlich hat es mich regelrecht begeistert.
bunte_buecherliebe
5/5
18.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Roman,
Der Roman „Die Ufer der Zeit“ von Thomas Franke nimmt uns mit auf die Reise von Jan zu seiner Großmutter nach Helgoland. Aber der Student kommt doch nicht so schnell bei Omas Geburtstagfeier an. Die Fähre gerät in einen Sturm und hat extremen Wellengang. Jan möchte eine Passagierin retten und geht dabei selbst über Bord. Als er an Land gespült wird, realisiert er, dass er in einer anderen Zeit gelandet ist!
Und dann taucht auch immer wieder eine blonde junge Frau auf, dieselbe, die er auf der Fähre gesehen hatte und retten wollte.
Jan und Alva treffen sich und wollen zurück in die Gegenwart. Sie reisen jedoch immer wieder in andere Zeiten, vom tiefsten Mittelalter, dem 30jährigen Krieg bis in die Zeit des NS-Regimes. Und als sie im Bombenhagel auf Helgoland sind, ist es mehr als fraglich, ob sie mit dem Leben davon kommen…
Thomas Franke hat es wieder geschafft, einen spannenden, fantasievollen Roman zu schreiben. Die Zeitreisen und Hintergründe der jeweiligen Epoche sind gut recherchiert und detailreich beschrieben.
Besonders spannend war die Entwicklung von Jans Gedanken. Er hat sich während der Zeit mit sich selbst und seinem Glauben auseinandergesetzt. Der Autor hat die innere Zerrissenheit von Jan sehr gut getroffen und nimmt den Leser mit auf die Glaubensreise. Besonders der letzte Teil ist geprägt von leisen Erkenntnissen bzw. Gedanken über das Leben, den Glauben und Vergebung.
„Nur in dieser Gegenwart konnte er denken, handeln, fühlen, lieben. Nur im Jetzt berührte er die Freiheit, denn die Vergangenheit ließ sich nicht mehr ändern und über die Zukunft hatte er keine Kontrolle. Aber die Ewigkeit kam der Gegenwart am nächsten.“ Seite: 404
Der Roman ist ein echtes Lesevergnügen!
Claudia
5/5
03.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Liebevoll, glaubensstark und spannend
Da ich die Romane von Thomas Franke allesamt großartig finde, habe ich mich sehr auf das Erscheinen dieses Buches gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Vielen Dank für diese wunderbare und geheimnisvolle Geschichte. Ich muss zugeben, ich hatte eine ganze Weile Schwierigkeiten, in die Handlung hineinzufinden, das hat aber der Spannung und Lesefreude überhaupt keinen Abbruch getan. Ich habe mich einfach darauf eingelassen und wurde belohnt, als sich zum Schluss alles langsam auflöst; fast wie der Nebel aus dem Buch, wenn er sich lichtet.
Jan Petersen steht mit beiden Beinen im Leben und hält den "antiquierten" und etwas weltfremden Glauben seiner Mutter für überholt. Aus Tradition macht er sich dennoch auf den Weg nach Helgoland, um den Geburtstag seiner Großmutter zu feiern. Auf der Fähre begegnet er einem alten, dementen Mann mit seiner Tochter. Dieser scheint in ihm jemanden zu erkennen und als eine junge Frau vor seinen Augen über Bord geht, springt er ihr hinterher. Von da an ist nichts mehr, wie es war. Dass der bereits erwähnte Nebel dabei eine entscheidende Rolle spielt, wird ihm erst viel später klar. Und auch, dass er dem alten Mann viele Jahre zuvor begegnen wird, weiß er in diesem Moment nicht. Auf seiner (Zeit-)reise durch die Epochen kreuzt sich sein Weg immer wieder mit dem von Alva; auch zu dieser hat er eine ganz besondere Verbindung. Das Buch bietet alles für etliche Lesestunden, die einen ganz gefangen nehmen. Natürlich spielt der Glaube eine Rolle und auch Jans tief verborgene Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens. Ich kann dieses Buch aus vielerlei Hinsicht empfehlen. Es ist fantastisch, spannend, träumerisch, herzberührend und man lernt auch noch etwas aus der Geschichte unseres Landes. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung.
Bewertung
aus Bargteheide
5/5
02.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Hochspannend bis zum Schluss! Klare Leseempfehlung!
Was passiert, wenn wir erleben könnten, wie sich der Landstrich, in dem wir leben, sich langsam aus der Geschichte entwickelt hat? Wenn wir mitten in Krieg und Armut hineingeraten, unter die Umstände, die in jener Zeit gegeben waren. Menschen aus dieser vergangenen Zeit kennen lernen und Hilfe bekommen? Kurz mit den Widerlichkeiten zurechtkommen müssten, die für uns heute einfach nicht mehr vorstellbar sind? Ich würde als Theoretiker vermutlich völlig hilflos auf dem Acker vor dem Pflug der Kuh stehen. Wie sind Menschen in früheren Zeiten mit ihrem Schicksal klargekommen?
Hier lernt man Jan Petersen kennen, ein Student, der mit seinem Leben und Studium (Transkulturelle Europastudien) hadert. Das Bafög ist bald zu Ende, Oma und Eltern fragen, „wann bist du fertig?“, Seine Freundin stellt ihm ihren neuen Freund vor. Kann es noch schlimmer kommen?
Ja, die Geburtstagsfeier seiner auf Helgoland lebenden Oma, mit allen Fragen: was macht dein Studium, hast du eine Freundin etc.
Die eigentliche Geschichte beginnt als Jan auf der Fähre nach Helgoland ist, da kommt ein Sturm auf, da ihm schlecht ist, geht er nach draußen. Da schlingert das Schiff, er bekommt einen Stoß und geht über Bord.
Damit beginnt für Jan eine Odyssee. Er findet im letzten Moment Treibgut, an das er sich klammert, halb tot wird er nach unzähligen Stunden an einen Strand gespült, eine Möwe, die ihn für Tod hält und in seine Hand pickt, bringt ihn wieder zu Bewusstsein.
Da finden ihn Kinder, die ihn auch für tot halten, dann aber in ihr Haus bringen, merkwürdigerweise sprechen die Kinder einen alten Friesischen Dialekt.
Es stellt sich heraus, das Jan in die Vergangenheit katapultiert wurde und so beginnt für Jan eine Reise durch die Jahrhunderte. Dabei taucht immer wieder eine Frau auf, die das gleiche Schicksal ereilt hat. Jan und die unbekannte Frau werden immer wieder durch Zeitsprünge in andere Epochen geworfen. Sie erleben viele Abenteuer, mit den Menschen, denen sie begegnen und das macht das Buch für mich aus. Diese vielen unterschiedlichen Charaktere, Lebensweisen und Epochen. Menschen, die sich entscheiden anderen zu helfen, auch wenn sie fast nichts haben oder mit der Gewalt des Stärkeren überleben wollen.
Die große Frage aber bleibt, welchem Zweck dient das alles?
Jan und die Frau werden immer wieder durch Zeitsprünge in andere Epochen geworfen. Sie erleben viele für den Norddeutschen Raum wichtige Ereignisse. Das Wichtigste aber sind Menschen, die sie dabei kennenlernen und von deren Verhalten.
Mich hat das Schicksal der Beiden nicht losgelassen, ich habe immer weitergelesen, um endlich im positiven Sinne zum Ende zu kommen.
Ich finde, dass der Autor Thomas Franke, erneut bewiesen hat, dass sein Name für spannende und zugleich tiefgründige Geschichten steht. Das hat sich auch in diesem Buch bestätigt. Besonders waren für mich hier, die Schauplätze in und um Schleswig-Holstein spielt, womit ich viele wunderbare Erinnerungen verbinde.
Ein hoch spannendes Buch, das zeigt, wie Menschen in jeder Zeit sich entschieden haben zu helfen, trotz den damit verbundenen Gefahren, während andere nur ihren Vorteil suchen.
Eine klare Leseempfehlung!
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