Produktbild: Der Tag, an dem ich sterben sollte
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Said Etris Hashemi

1. Der Tag, an dem ich sterben sollte

Der Tag, an dem ich sterben sollte

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Matthias Keller

Spieldauer

7 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

18

Verlag

Saga Egmont

Sprache

Deutsch

EAN

9788727216195

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Matthias Keller

Spieldauer

7 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

18

Verlag

Saga Egmont

Sprache

Deutsch

EAN

9788727216195

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  • seitenmusik

    5/5

    27.02.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    (Über-)Leben ist politisch

    "Erinnerung ist wichtig um Veränderung zu forcieren. Erinnern gehört in die Öffentlichkeit und in die Politik und nicht ausschließlich auf den Friedhof." Mit "Der Tag, an dem ich sterben sollte" erzählt Said Etris Hashemi die Geschichte seines Überlebens des rechtsextremen Anschlags von Hanau. Das Hörbuch, erschienen bei SAGA Egmont und gesprochen von Matthias Keller, basiert auf Hashemis persönlichen Erinnerungen: an sein Aufwachsen als Sohn afghanischer Geflüchteter, an den 19. Februar 2020 und an den langen, zermürbenden Kampf um Aufklärung danach. Hashemi wurde bei dem rechtsextremen Terroranschlag in Hanau schwer verletzt, sein jüngerer Bruder Said Nesar und acht weitere Menschen wurden ermordet. Im Januar 2026 starb auch Ibrahim Akkuş an den Folgen des rassistischen Attentats. Schon vor dem Hören war mir klar, dass dieses Buch mich emotional richtig fordern wird. Und genauso war es auch. Vor allem weil ich wirklich 0 auf das Datum geschaut habe, aber es dann zufälligerweise kurz dem Jahrestag des Attentats gehört hab. Hashemi schildert zunächst sein Aufwachsen als Sohn afghanischer Geflüchteter, geprägt von engem Familienzusammenhalt, vom Glauben an Bildung, von Eltern, die trotz finanzieller Unsicherheit alles für ihre Kinder geben. Gleichzeitig beschreibt er schon die subtilen und offenen Formen von Rassismus, die ihm und seinen Geschwistern schon früh signalisierten, dass man ihnen weniger zutraute und sie nicht dazu gehören. Dann kommt der 19. Februar 2020. Die Schilderungen der Tat sind nur sehr schwer auszuhalten. Hashemi lässt uns als Leser:innen/Hörer:innen die Sekunden miterleben, in denen sein Leben, das seiner Familie und vieler anderer unwiderruflich auf den Kopf gestellt wird. Das Attentat alleine ist schon schlimm, aber richtig schockiert war ich, wie es überhaupt dazu kommen konnte, wie der Täter nicht schon vorab festgenommen hat werden können, wie es sein kann, dass der Notruf nicht erreichbar ist, dass Menschen auf die geschossen wurde Minuten später zu Fuß alleine zu einer Polizeistation laufen müssen und wie es sich anfühlen muss wenn rauskommt, dass die Menschen (Polizisten), denen du als Überlebender einen rechtsextremen Anschlag als Erstes nach dem Attentat gegenüber stehst und die dir helfen sollten, selbst Mitglieder von rechtsextremen Gruppen sind. Und das ist noch nicht alles. Das Buch endet nicht mit dem 19. Februar, sondern fängt erst richtig an. Hashemi beschreibt den zermürbenden Kampf um Aufklärung, das Ringen mit Behörden, das Gefühl, nicht gehört zu werden. Fragen werden ignoriert, Verantwortlichkeiten verschoben, Opfer geraten unter Verdacht und müssen selbst die Beweise liefern, die eigentlich die Polizei zusammentragen sollte. Diese systemische Ungerechtigkeit macht fassungslos und zeigt, wie politisch Überleben in Deutschland sein kann. Der Stil des Buches bzw. indem erzählt wird ist zugänglich, fast gesprächsnah. Man hat das Gefühl, Hashemi selbst würde einem gegenübersitzen und erzählen. Matthias Keller der Sprecher des Hörbuches liest hervorragend. Zurückhaltend und mit respektvoller Distanz, ohne Dramatik zu erzwingen , so wie ich es mir angesichts der Schwere des Textes erwarten würde. Das Buch ist Anklage, Erinnerung und Appell zugleich. Es hält die Namen der Ermordeten wach und macht deutlich, dass rechter Terror kein „Einzelfall“ ist. Die Hinterbliebenen, Verletzten und Überlebenden, die sich zur Initiative 19. Februar Hanau fordern: ein würdevolles, von ihnen gestaltetes Gedenken und Erinnern im öffentlichen Raum; Gerechtigkeit und Entschädigung; lückenlose Aufklärung der Tat und der Verantwortung staatlicher Behörden für das Attentat; dringend notwendige politische Konsequenzen in Hessen ebenso wie bundesweit. Abschließend bleibt zu sagen: #SayTheirNames: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov und Ibrahim Akkuş Mein Dank gilt NetGalley und SAGA Egmont für das Hörbuch-Rezensionsexemplar.

  • Mika

    aus Würzburg

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend

    Der Text auf jeder einzelnen Seite wiegt mindestens 1000-mal mehr als das Papier, auf dem er gedruckt ist. Man spürt in jeder Zeile den Schmerz, die Verzweiflung und die Wut, die Said fühlt – schlicht und einfach: das Buch lässt einen nicht kalt. Noch nie hat ein Buch mich so sehr bewegt wie dieses. Der Anschlag an sich und die vielen Schicksale gehen einem so unfassbar nah. Das totale Versagen der Behörden lässt einen beim Lesen des Buches jede Emotion von Wut bis Entsetzen spüren. Es ist klar, dass Hanau kein Einzelfall war, sondern vielmehr das Ergebnis eines viel zu großen Netzes aus den Vorstellungen rechtsextremer Gleichgesinnten. Jeder Mensch, der Teil dieser rechten Idiologie ist, hat sich mitschuldig gemacht – und das schließt auch wohl ein Viertel der deutschen Bevölkerung ein, die Rechtsextremismus im Wahllokal wirklich für eine Alternative halten. Bitte vergesst Hanau nie!

  • Bewertung

    5/5

    24.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Selten so ein persönlich geschriebenes Buch gelesen

    In diesem Buch werden wir als Leser*innen mit in Saids Kindheit genommen, mit in das Aufwachsen in Hanau Kesselstadt in seine ersten rassistischen Erfahrungen in der Jugend – und wir kommen an dem Tag mit, an dem der Anschlag verübt wurde. Und wir sind dabei, wenn Said im Prozess des Untersuchungsauschlusses sitzt und geklärt werden soll, was an diesem Tag strukturell schief gelaufen ist. Das Buch schafft den Spagat zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftsspolitischer Einordnung. Es geht nah und das ist gut so.

  • nickys_buntewelt

    5/5

    28.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Versagen Menschen opfert...

    In dem Buch geht es um Said,der schwerverletzt den Terroranschlag von Hanau überlebt hat. Sein Bruder Nessar und viele andere sind gestorben. Wir erfahren über die Familie und das Leben von Said,über den Terrortag und was danach geschah. Mir war natürlich klar,dass das Buch etwas mit mir machen würde,aber es soviele Emotionen hervorruft,hätte ich nicht gedacht. Der Schreibstil ist locker und man hat das Gefühl als würde man mit Said persönlich reden. Daher war da direkt eine gewisse Bindung. Die Beschreibung des Tattages war für mich sehr ergreifend,da man direkt die Bilder aus dem Fernsehen vor den Augen hat. Doch alles nochmal von jemanden zu hören,der es durchlebt hat und uns Dinge erzählt,die wir nicht zu hören und zu sehen bekommen haben,ist um einiges emotionaler. Und ab da änderte sich meine Gefühlslage von Trauer auf Wut.Wie man mit den Menschen und den Familien umgegangen ist. Wie man versuchte Wahrheiten unter den Tisch zu kehren und wieviel Versprechen gemacht wurden. Besonders gut gefällt es mir das Namen genannt werden und diese uns nicht unbekannt sind. Das alles macht sprach- und fassungslos. Das Buch war für mich emotional und erschütternd. Es hat mich aber auch zum Nachdenken angeregt. Denn es geht hier um das gern totgeschwiegene Thema Rassismus,um Dinge die in diesem Land so falsch laufen und wie man mit Opfern und ihren Familien umgeht. Von mir gibt es 5 Sterne und ich hoffe vom Herzen,dass das Buch große Kreise zieht und die Menschen ihre Augen öffnen.

  • Bewertung

    5/5

    22.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch

    Das Buch ist sehr bewegend und tief berührend. Es vermittelt die Traurigkeit und Ungerechtigkeit hautnah und lässt einen nicht mehr los. Eine emotionale Reise, die lange nachwirkt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (28)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Maret Renn

    Maret Renn

    Thalia Oberhausen – BERO-Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein anderer Blickwinkel

    Ein Buch, das viel mehr Menschen lesen sollten. Said Etris Hashemis Erzählungen von seinem Erlebten -nicht nur von dem Anschlag in Hanau und dem Leben danach, sondern auch Erinnerungen aus seiner Kindheit- haben mich tief berührt. Er erzählt von Dingen in seinem Leben, die mir als weißer Frau in meinem Alltag nicht begegnen und von Anfeindungen, die ich nicht erleben musste. Und gerade deshalb ist es mir sehr wichtig gewesen, dieses Buch zu lesen. In einem anderen Blickwinkel betrachten, Unterschiede erkennen, daraus lernen und niemals vergessen. Hashemi schreibt mit viel Emotion und hält nichts zurück, sondern lässt uns an allem teilhaben. #SayTheirNames
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Werner

    Bianca Werner

    Thalia Göttingen – Kauf Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend

    Ich habe ja schon einige Erfahrungsberichte und Biographien gehört, oder gelesen. Das Hörbuch liest der Autor nicht selbst. Seine Emotionen werden authentisch projiziert, noch nie hat mich etwas erzähltes so mitgenommen. Der Hergang des Geschehens ist schon unfassbar, aber es durch einen betroffenen geschildert zu bekommen ist hart. Das so mit Opfern umgegangen werden darf macht mich und viele andere wütend. Gut, dass Herr Hashemi seine Geschichte erzählt, furchtbar, dass er sie so erleben musste.
  • Zum Bewerterprofil von Mareike Wolkenhauer

    Mareike Wolkenhauer

    Thalia Wernigerode

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Unglaublich wichtig

    Said Etris Hashemi erzählt als direkt betroffener von den Versäumnissen von Polizei und Staat im Fall Hanau. Er erzählt vom Prozess aber auch von seiner Kindheit in Hanau Kesselstadt und wie er sich Zeit seines Lebens mit dem Rassismus der Polizei auseinandersetzen musste. Diese Mischung aus persönlichen Erfahrungen aus der Kindheit und Bereicht über und Kritik and Staat und Polizei machen dieses Buch zu etwas ganz besonderen. Jeder, der versuchen will zu verstehen warum rechtsextreme Anschläge wie der von Hanau immer wieder passieren können, muss dieses Buch lesen. Say their names, immer und immer wieder!
  • Zum Bewerterprofil von Marcus Löwer

    Marcus Löwer

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Harte, aber wichtige Kost

    Bitte unbedingt lesen, damit wir niemals vergessen, dass rechter Hass in unserer Gesellschaft immer noch allgegenwärtig ist. Ich will hier nichts schön reden, das Buch tut weh. Es trifft. Aber genau das will es.
  • Zum Bewerterprofil von Joyce Komossa

    Joyce Komossa

    Thalia Köln-Kalk – Köln Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wichtig!

    "19.Februar" & "Hanau", sollten vielen Menschen ein Begriff sein. Besonders in der heutigen Zeit, sollte dieses Buch eine Pflichtlektüre für jeden werden! Die 5 Minuten und 29 Sekunden, von denen Said berichtet, machen einen nicht nur wütend, sondern lassen auch Fragen aufkommen, wie eine solche Tat und deren Nachwirkungen heute überhaupt möglich sind.

Unsere Meinungen

Bewertungen (12)

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