Produktbild: Gilgi - eine von uns

Gilgi - eine von uns Roman | Der Roman, der Irmgard Keun über Nacht berühmt machte

Aus der Reihe Irmgard Keun
4

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

51253

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2389 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783548073927

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ePUB

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Verkaufsrang

51253

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2389 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783548073927

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  • Johanna

    aus München

    5/5

    07.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Aufbruch

    „Die geheime Staatspolizei hat im Juli 1933 die gesamten Bestände meiner beiden Bücher ‚Gilgi, eine von uns‘ und ‚Das kunstseidene Mädchen‘ in den Räumen der Universitas Deutsche-Verlags Akt.-Ges., Berlin W. 50, Passauer Straße 3 beschlagnahmt und an sich genommen. Ein Gerichtsurteil, das diese Beschlagnahme rechtfertigt, ist bis jetzt nicht erfolgt und auch nicht angestrebt worden.“ – Irmgard Keun will Schadensersatz von der Gestapo! Ein draufgängerischer Schritt im Jahr 1935! Natürlich schadet ihr das noch mehr. 1936 geht sie ins Exil. „Gilgi – Eine von uns“ (1931) war ihr Durchbruch. Innerhalb kürzester Zeit gab es mehrere Auflagen. Der Legende nach sagt ihr der Verleger, nachdem er das Buch gelesen hat: „Der Klofrau haben wir das Manuskript auch zum Lesen gegeben. Und die war entscheidend.“ Der Roman wird als Fortsetzungsroman gedruckt, im Jahr nach seinem Erscheinen sogar verfilmt. Offenbar hatte Keun einen Nerv getroffen mit ihrer Geschichte über die kleine Angestellte Gilgi, die sich aus den Fesseln der Rollenbilder befreien will. Gilgi ist eine von Vielen, die „geistig obdachlos“ sind, wie der Soziologe Siegfried Kracauer die Situation der Angestellten bezeichnet. Bürgerliche Sicherheiten zählen nicht mehr, die finanzielle Situation am Ende der Weimarer Republik ist prekär. Aber Gilgi will was aus sich machen. Sie trainiert ihren Körper, hat tippen gelernt, arbeitet als Sekretärin und besucht Sprachkurse. Mit gespartem Geld mietet sie sich ein Zimmer zum Schreiben. An ihrem 21. Geburtstag erfährt sie, dass sie nicht die Tochter der bürgerlichen Familie ist, in der sie aufgewachsen ist. Sie trennt sich von den Eltern, lernt einen Mann kennen, dem sie sich mit Haut und Haar verschreibt, wird arbeitslos. Der Liebhaber bringt sie mit seinem Bohème-Leben völlig von ihrem Weg ab. Er will sie als putziges Anhängsel, sein „Gilgichen“. Aber die Abhängigkeit gefällt ihr nicht. Sie beginnt zu zweifeln. Am Ende – nach einer überraschenden und katastrophalen Wendung - verlässt sie (schwanger) den Mann und ihre Heimatstadt Köln und geht – selbständig - ins Ungewisse nach Berlin. (In der Filmversion kommt ihr der Mann nachgelaufen und macht ihr einen Heiratsantrag. Ein Ende, das Keun ablehnte und kitschig fand.) Keun kannte die Situation der kleinen weiblichen Angestellten aus eigenem Erleben. Sie schildert den Alltag und die Gedanken der Protagonistin äußerst eindrucksvoll. Die Bildlichkeit ihrer Sprache ist an ganz vielen Stellen ungewöhnlich und sehr erfrischend. Ein lesenswerter Klassiker des 20. Jahrhunderts. Regine Ahrem hat mich mit ihrem Buch „Leuchtende Jahre“ über den Aufbruch der Frauen 1926-1933 (bei ebersbachundsimon) zur Lektüre angeregt. Danke!

  • Bewertung

    5/5

    27.04.2018

    Buch (Taschenbuch)

    In ungewöhnlicher Erzählweise...

    In ungewöhnlicher Erzählweise zeichnet Irmgard Keun die Geschichte der zielstrebigen jungen Frau namens Gilgi. Ein berührender und lesenswerter Klassiker feministischer Literatur.

  • Buchverliebt und leselustig

    4/5

    23.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitlos aktuell: Ein Roman über Selbstbestimmung und Unabhängigkeit

    Irmgard Keuns Gilgi, eine von uns ist ein Roman, der auch 100 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Relevanz verloren hat. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich in den 1920er Jahren aus den gesellschaftlichen Zwängen befreit, ist eine eindrucksvolle Schilderung von Emanzipation und Selbstbestimmung. Besonders als Kölnerin hat mir das Buch gut gefallen. Die Schauplätze sind vertraut, und es ist spannend zu lesen, wie sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat. Für Außenstehende könnte der Dialekt an manchen Stellen eine kleine Hürde sein, aber das trägt zur Authentizität der Erzählung bei. Gilgis Entwicklung ist faszinierend – von der angepassten Sekretärin zur Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Allerdings fand ich, dass das Buch zum Ende hin etwas nachlässt. Während der Anfang voller Energie ist und Gilgis Aufbruch mitreißt, verliert die Geschichte für mich im letzten Drittel an Spannung. Trotzdem bleibt der Roman ein lesenswertes Stück Literaturgeschichte, das zeigt, wie modern Irmgard Keuns Blick auf weibliche Selbstbestimmung schon damals war.

  • Bewertung

    aus Bobenheim-Roxheim

    1/5

    12.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Gilgi-eine von uns

    Meiner Ansicht nach ist der Schreibstil katastrophal und der Dialekt nur schwer zu entschlüsseln. Die Charaktere jedoch sind gut beschrieben und sehr authentisch.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die nicht so goldenen 20er

    Gilgi, eigentlich Gisela, ist ein richtig patentes Mädel in den 1920ern in Köln: Sie ist fleißig, arbeitet, lernt Fremdsprachen, spart ihr Geld, trotzdem modern und weltoffen. Ein gutes Leben, das ist das Ziel. Aber es gibt auch einiges, was sie satt hat: die Avancen ihres Chefs, den Alltagstrott. Und auf gar keinen Fall will sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten. Mit ihrer Freundin Olga genießt sie das Leben, die Mode und träumt von einer Zukunft mit Reisen ins Ausland. Dabei kommt ihr nicht nur immer wieder ihr großes Herz in die Quere, sondern auch die Liebe. Die große Liebe, das ist Martin, ein Träumer und so gar nicht lebensklug. Sie verliebt sich , zieht bei ihm ein, verliert immer mehr ihre Ziele aus den Augen. Aber ist es nicht das, was sie eigentlich will? “Gilgi” stand nach der Machtergreifung auf der Schwarzen Liste und wurde als “Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz” geführt, Irmgard Keun ging ins Exil. Und doch habe ich das Gefühl, daß es die Romanfigur, anders als die Autorin, es am Ende schafft, sich selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Und vielleicht wird sie sich dann endlich, mit 25, auch Gisela nennen. Stark genug ist sie.
  • Zum Bewerterprofil von S. H.

    S. H.

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.05.2019

    Hörbuch (CD)

    Lieben oder Leben?

    Gilgi, ein Mädchen aus dem Köln der 20er Jahre, hat ihr Leben im Griff. Sie ist sehr selbständig und zielstrebig, arbeitet als Sekretärin und will sich was leisten können im leben. Dann erfährt sie, dass sie adoptiert wurde und lernt Martin kennen. Martin ist ihre große Liebe und für ihn setzt sie ihr ganzes Leben auf den Kopf. Ob das Zukunft hat? Großartig geschriebener Roman mit toll gezeichneten Charaktere der von Camilla Renschke wunderbar gelesen wird. Ein purer Hörgenuss.
  • Zum Bewerterprofil von J. Wagner

    J. Wagner

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    4/5

    12.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gilgi - Eine von uns

    Das Buch, das Irmgard Keun über Nacht berühmt gemacht hat. Gilgi ist jung, zielstrebig, und möchte unabhängig sein & auf eigenen Beinen stehen. Bis sie Martin trifft, in den sie sich verliebt, der jedoch weder Ziele hat, noch finanzielle Unabhängigkeit versichern kann. Wir erleben eine Beziehung von zwei ungleichen Personen, und es stellt sich die Frage, ob die Liebe zukunftsfähig ist, insbesondere für Gilgi. Das Buch hat viel zu bieten: Anfangs eine klare, sichere Sprache, die später immer wieder in einen Bewusstseinsstrom mündet - je unsicherer Gilgi mit ihren Entscheidungen wird, desto mehr zerfällt auch ihre Sprache. Es gibt großartige Ansätze über die Selbstbestimmung der Frau und den Wunsch, eigenständig zu leben. Zu Anfang hat der Roman mich noch extrem gepackt, auch den Schluss fand ich gut gelungen, aber zwischenzeitig hat mich die Geschichte etwas verloren. Das Buch ist dennoch absolut lesenswert und ich freue mich auf weitere Werke von ihr. Hin und wieder fallen Begrifflichkeiten, die wir heute so nicht mehr nutzen würden - es ist schön, dass der Ullstein Verlag das in einem Vorwort erwähnt.

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