Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Lisa
5/5
07.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschichte oder Geographie - was definiert uns?
Alma kehrt aus Rom zurück in ihre Heimatstadt Triest. Dort verbringt sie ein paar Tage, besucht Orte aus ihrer Kindheit und Jugend und hängt Erinnerungen nach. Diese drehen sich vor allem um ihren Vater, der immer wieder ins damalige Jugoslawien verschwindet und nur unregelmäßig für ein paar Tage zu seiner Familie zurückkehrt, und Vili, ihre erste Liebe, den ihr Vater irgendwann aus Belgrad mitbringt und der fortan bei ihnen aufwächst. Auch Triest selbst spielt eine große Rolle.
„In den Zeitungen heißt es, Zugehörigkeit werde immer wichtiger, am besten durch Abstammung. Sie wüsste nicht zu sagen, wohin sie gehört, nicht einmal ihre Stadt weiß es: Man nennt sie ‚Stadt aus Papier‘, weil sie sich stets als Teil einer Nation begriffen hat, die nicht die ihre ist, sie dachte an Österreich, träumte von einem Slawenreich, sogar von der garibaldischen Nation, doch dann ist sie allem fremd geblieben, vor allem sich selbst.“
Geschichte vs. Geografie, das ist das große Motiv dieses Romans: Was prägt uns? Ist es der Ort, an dem wir aufwachsen, oder die Geschichte unserer Familie? Almas Vater und ihr Großvater haben hierzu sehr unterschiedliche Ansichten… Aber wohin gehört Alma? Nach und nach entblättern sich durch die Erinnerungen Almas ihre Identität und Familiengeschichte und mit ihnen auch diejenige Triests und die des ehemaligen Jugoslawiens.
Die Handlung wird episodenhaft erzählt mit großen Lücken. Gleichzeitig springt die Geschichte immer wieder zwischen den Erinnerungen Almas und ihrer Gegenwart hin und her. Dies ist nicht immer leicht zu erkennen und hat mich stellenweise verwirrt, sodass ich einige Abschnitte mehrmals lesen musste. Auf der anderen Seite erzeugt diese Art des Erzählens ein Gefühl der Gleichzeitigkeit, des Verschwimmens der zeitlichen Grenzen und des Ineinanderfließens der zeitlichen Ebenen. Hierdurch verbindet sich die Form des Romans wunderbar mit seinen Themen. Inhaltlich fand ich vor allem die Stellen spannend, in denen es um den Zerfall Jugoslawiens und die folgenden Kriege geht, von denen ich viel zu wenig weiß.
„Doch für Alma ist die Stadt ihrer Kindheit ein Ort der Zersplitterung, ein Kaleidoskop möglicher Leben – all der Leben, die ihre hätten sein können, hätte sie sich für diesen, statt für jenen Weg entschieden, hätte sie etwas treu zu bleiben und menschliche Beziehungen zu pflegen vermocht wie ihre Mutter die Rosen, mit Stecklingen im selben Topf.“
Die Figuren im Buch spiegeln die sowohl historisch als auch geografisch bedingte kulturelle Vielfalt Triests wider. Almas Großeltern mütterlicherseits, bei denen sie zeitweise lebt, haben österreichische Wurzeln, repräsentieren die lange Dominanz Österreich-Ungarns über Triest und sprechen mit ihr Deutsch oder den städtischen Dialekt. Vili kommt aus Belgrad und kehrt auch später dorthin zurück, er verliert seinen Belgrader Akzent nie. Ganz nebenbei zeigt sich hier, wie sehr Sprache Zugehörigkeit oder Anderssein ausdrückt. Woher ihr Vater genau kommt, findet Alma nie heraus, auch wenn sie ihn danach fragt. Alle Figuren haben ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Welt, die der Roman mir sehr eindringlich nahebringt. Entsprechend empfand ich die Konflikte zwischen den Figuren als sehr schmerzhaft, gleichzeitig waren diese Stellen für mich die Stärksten im Buch.
An einer Stelle sagt Almas Vater über Tito: „Wir folgten ihm und schrieben für ihn. Doch all unser Schreiben und unser Bestreben, uns vor der Außenwelt zu schützen, führte dazu, dass wir eine Schmierenkomödie aufführten, den Stolz auf unsere Identität anheizten und dem Nationalismus damit den Weg ebneten. Bei Titos Tod fanden sie den Boden gut bereitet und konnten mit der Politik loslegen, die sie im Sinn hatten.“
Die Sprache ist zurückgenommen, fast zart. Durch die Verschachtelungen muss man etwas aufpassen, wird aber belohnt mit gelungenen Formulierungen. Der Stil hat mich sehr beeindruckt und eine richtige Sogkraft entwickelt; auch durch die Übersetzung scheint mir hier nichts verlorenzugehen.
„Die Stadt hat sich immer weit über ihre Leben gespannt, über ihres und das ihres Vaters und Vilis: Ein Magnet, der sie umtrieb, sie flüchten und wiederkehren ließ und in den Menschen, die sie liebten, den Verdacht nährte, nur ein der Verbundenheit mit der Stadt dienlicher Zufall zu sein, die ohnehin stets darin glänzte, das Bleiben unmöglich und das Gehen herzzerreißend zu machen.“
Ein wunderbares Buch, das ich wirklich gern gelesen habe, und über das ich noch viel nachdenken werde. Außerdem macht es Lust, nach Triest zu fahren oder gar noch etwas weiter über die Grenze…
„Ihre Eltern hatten sie mit neurotischer Halsstarrigkeit vor der Erinnerung beschützt, und das hatte sie unbeschwert groß werden lassen, ohne Blei an den Fesseln. Doch jetzt tauchten diese Bruchstücke Geschichte auf. Splitter eines Ganzen, dessen Form nur erahnbar war, und sie wogen schwer und waren zugleich großartig: Am liebsten wäre sie stehen geblieben, um sie wie einen Bernstein zu betrachten. Stattdessen gingen sie weiter, denn nur im Gehen setzt sich die Erzählung fort.“
Wer Lust hat auf tolle Literatur über Triest, über Fragen von Identität und Herkunft, über Jugoslawien, seinen Zerfall und die folgenden Kriege, dem kann ich dieses Buch wirklich wärmstens ans Herz legen!
Bewertung
5/5
04.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was bleibt, wenn die Überzeugung nicht mehr trägt?
Eine schwierige Familie im Mittelpunkt eines Roman mit real historischem Bezug.Das lässt sich als Zusammenfassung aus dem Text des Coves heraus lesen.
Das kann durchaus sehr interessant sein, aber auch genauso gut misslingen.Gespannt beginne ich mit der Lektüre.
Das Leben von Alma könnte so einfach sein, wären ihre Eltern einfach nur Eltern und keine schwierigen Persönlichkeiten. Der Vater, eine Figur, mit Hang zu Abenteuerlust, Narzissmus und begeistertem Engagement für sein Idol Tito. Die Mutter, in einer psychiatrischen Klinik arbeitend, und eher selbst eine Patientin als eine Angestellte. Die Großeltern in der Tradition eines großbürgerlichen Lebens verankert.
Ein komplexes Gemenge, und ein Bild einer zurückliegenden, belegten Zeit des Umbruches.Deutlich zeigt die Autorin auf, was geschieht, wenn die grundlegende eigene Lebensüberzeugung und das Lebensumfeld rigoros zerstört wird bishin zu den unbewussten Prägungen der nachfolgenden Generationen.
Ein sehr intensiver Text, und dabei eher sperrig,die Zerrissenheit ihrer Figuren wird deutlich gezeigt.Und ein sehr aktueller Text,die Aussagen lassen sich auf fast jeden Konflikt , politisch oder religiös, übertragen.
Kein Roman, der unterhält, sondern einer, der Unterhaltung nutzt, um Nachdenken und Verständnis zu initieren.
Wenn es auch gelegentlich schwierig ist, den Faden nicht zu verlieren, so ist dieses wohl auch eher eine Metapher für eine Zeit ohne Halt.
Das Buch , die Arbeit der Autorin, imponiert.
LeseHeli25
5/5
03.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein intensives Leseerlebnis
Ich gebe zu, ich habe etwas gebraucht, um reinzukommen. Aber es lohnt sich, erschafft die Autorin doch eine facettenreiche Reise durch die Zeit. Die Sprache ist dicht, jede Seite enthält wertvolle Hinweise, die das ganze Bild zusammensetzen. Apropos, die Autorin kreiert mit Worten eindrucksvolle Bilder. Man startet noch mit Abstand, eine namenlose Frau besucht eine namenlose Insel und verfällt in Kindheitserinnerungen. Warum gerade hier und jetzt? Nach und nach und Schicht für Schicht wird eine Geschichte von Nähe und Verlust, Einverständnis und Missverständnis entfaltet. Mit jedem Kapitel erfahren wir mehr über Alma. Die Sehnsucht nach dem Vater, das Nebeneinander mit der Mutter, das Verhältnis zum Jungen, der plötzlich bei ihnen wohnen soll. Parallel die Geschichte eines Krieges, der sich praktisch vor der Tür abspielt und doch so leicht zu verdrängen ist. Eine wertvolle Lesereise.
katis zettelchen
aus Salzburg
5/5
03.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das mit der Lektüre immer größer wird
Ein großartiges Buch über die Kriege zum Ende Jugoslawiens und über die Sinnlosigkeit von Kriegen im Allgemeinen. Ich bin 58 Jahre alt, ich habe von Tito gehört und von Srbenica, von Karadzic und Mladic und den Prozessen in Den Haag, und in diversen Tatorten, die in Wien spielen von untergetauchten serbischen Kriegsverbrechern. In den 90er Jahren lebte ich in den USA und habe nur wenig von den Kriegen mitbekommen. Jetzt wohne ich in Österreich, wo viele Serben, Bosnier und Kroaten leben. Ich weiß also so gut wie gar nichts über die Situation in Jugoslawien in den 70er bis 2000er Jahren. Die Lektüre des Romans war oft ziemlich verwirrend – wenn ich mich am Klappentext orientiert habe – Geschichte von Frau, die nach vielen Jahren ihre Heimatstadt Triest wieder besucht und sich mit Vergangenheit auseinandersetzt. Ich versuchte mich an geographischen Punkten zu orientieren, doch sind sie allgemein gehalten, „die Stadt“, „die Stadt im Osten“, „die Hauptstadt“, „die Insel“ und „drüben“. Manchmal gibt es konkretere Hinweise. Nach Wikipedia-Einträgen zu Jugoslawien, Triest, Tito und Jugoslawien-Kriege wurde es klarer. Wenn ich jedoch nicht mit der Erwartung einer konkreten Stadt gelesen hätte, wäre die Lokalisierung auch egal gewesen. Es geht in diesem Roman konkret um die verwirrende Situation der Region nach dem Tod Titos und nach dem Zerfall des Ostblocks. Es war für alle verwirrend, denn in dem Krieg kämpften plötzlich die, die jahrzehntelang meist friedlich miteinander gelebt hatten, der Krieg hatte territoriale und ethnische Ursachen und war damit unbegreiflich und unübersichtlich. Alma, die Protagonistin steht außerhalb des Ganzen und wird bewusst so gehalten – von ihren Eltern, die den Ballast der Geschichte (Habsburger Monarchie, Weltkriege, Diktatur unter Tito usw) von ihr fernhalten wollen, damit sie frei aufwächst, was sie tut, was sie nicht versteht, was sie verwirrt. Ihre Großeltern versuchen sie mit ihrer Geschichte und Gesellschaft zu beeinflussen, sie genießt das schöne Leben, bleibt aber bei ihrer Mutter. Almas Geschichte ist eine persönliche Geschichte – zwischen Großeltern, Eltern, dem Pflegebruder, Freunden – eingebettet in eine sehr komplexe Situation – der Vater ist selten da, er ist meist „drüben“, ohne dass sie weiß, was er dort macht, die Mutter leidet; der Pflegebruder, zu dem sie sich hingezogen fühlt, ist ihr auch oft fremd; den Freunden öffnet sie sich nie ganz, sie bleibt verschlossen in ihrer Welt. Alma ist bis zu einem Grad unpolitisch, sie betrachtet die Menschen, urteilt nach richtigem und falschem Verhalten. Sie lernt mit der Zeit, dass die Regeln im Krieg andere sind, dass viel geschwiegen und verschwiegen wird aus Selbstschutz oder zum Schutz anderer; es gibt Missverständnisse, es ist oft nicht klar, wer gut und wer böse ist, die Grenzen sind fließend. Der Roman ist aber keine Generalentschuldigung für Kriegsverbrechen und Verrat, keine Carte Blanche für fragwürdiges Verhalten. Er liefert eine Außenansicht (von Triest aus, nicht von Belgrad) zur Entstehung und zum Ablauf eines Krieges, von dem keiner genau weiß, warum er geführt wurde, die manchmal eine Innenansicht wird. Durch die weitgehende Anonymisierung sind die Lokalitäten, die Gruppen austauschbar mit denen anderer Kriege. Auf dem kleinsten Nenner ist es das Unverständnis gegenüber Kriegshandlungen und Gewalt. Almas Mutter arbeitet in einer Nervenheilanstalt, einem „Irrenhaus“, die Grenzen zwischen dem Inneren und dem Äußeren dieser Anstalt verwischen sich.
Dies ist ein Roman, bei dem ich Anlaufschwierigkeiten hatte, der mich aber jetzt nicht mehr loslässt. Er hat einen Platz in meinem Regal gefunden, ich werde ihn wieder lesen und kann ihn jedem empfehlen – mit oder ohne Hintergrundwissen. Nach der Lektüre kann ich den dreiteiligen SRF Podcast „Jugoslawiens Zerfall“ empfehlen.
Violettera
aus Stuttgart
5/5
02.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vielschichtig, verwirrend, faszinierend
Die Handlung spielt an einem Osterwochenende in der Gegenwart, die Protagonistin Alma besucht zuvor eine kleine Insel vor Istrien voller Kindheitserinnerungen an den Vater, verbringt drei Tage in ihrer Geburtsstadt Triest, es folgt ein Ausklang auf der Insel. Alma ist nach Triest gefahren, um ein ihr unbekanntes Erbe abzuholen, das der Vater ihr hinterlassen hat. In diesen Tagen erinnert sich Alma, inzwischen Anfang fünfzig, an ihre Kindheit und Jugend in der Stadt und im Haus auf dem Karst, an erste Liebesabenteuer, auch an die Ausflüge als Kind mit dem Vater. Sie erinnert sich an ihre ersten Jahre als Journalistin, ehe sie Triest verließ, vor rund 30 Jahren. Die Familienverhältnisse waren verworren, die politischen Verhältnisse ebenso, vor allem jenseits der Grenze.
Als Kind fand sie Halt und Sicherheit im geordneten, großbürgerlichen Heim ihrer Großeltern, die sie umsorgten und versuchten, ihr ihre eigenen festen Grundsätze zu vermitteln. Ihre einzige Tochter, Almas Mutter, war aus diesem Heim ausgebrochen und hatte einen Fremden aus dem Osten geheiratet. Ihre Liebe galt diesem Mann, Almas Vater, ihre Fürsorge den Rosen und den Irren, die sie in der Stadt der Irren betreute. Alma fühlte sich von alldem ausgeschlossen. Sie liebte den Vater, einen charismatischen Mann, aber er war ein unsteter Grenzgänger, selten zu Hause, häufig unterwegs im damaligen Jugoslawien, und es blieb unklar, was er dort trieb. Einmal brachte er von dort einen Jungen in Almas Alter mit, Vili, der fortan bei ihnen lebte. Der Vater nahm Alma bei seinen Besuchen stets mit auf lange Spaziergänge, wo er ihr manches erzählte, niemals aber seine eigene Geschichte. Sie sollte in Freiheit aufwachsen, frei von Erinnerungen und den Zwängen der Vergangenheit. Schon früh empfand sie den Konflikt zwischen den Einstellungen der Großeltern und der Eltern, hatte niemand, mit dem sie sich über verletzte Gefühle und drängende Fragen austauschen konnte, und zog sich ins Schweigen zurück.
In Rom, wo sie seither als erfolgreiche Journalistin lebt, führt sie noch immer das Leben einer Außenseiterin, die nichts Privates preisgibt. Die Erzählerin breitet eine Fülle von Bildern, Erinnerungen und Gedanken aus, die zeitliche Einordnung springt hin und her, so wie die Erinnerungen in ihr geweckt werden, angenehme wie schmerzliche. Erst allmählich schält sich aus vielen bruchstückhaften Episoden das Bild einer verstörenden Kindheit und Jugend heraus.
Es ist nicht nur Almas Geschichte, die den Roman ausmacht, auch die politischen Verwirrungen im ehemaligen Jugoslawien, die eine Serie grausamer Kriege auslösten, sind immer wieder Thema und greifen tief in das Leben von Almas Vater, von Vili und in ihr eigenes ein.
Der Roman fasziniert durch seine Vielschichtigkeit ebenso wie durch eine ungewöhnlich bildhafte, sinnliche und schöne Sprache. Für mich ist er eine literarische Entdeckung.
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5/5
06.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Meisterhafte Erinnerungsliteratur
„Alma“, der erste übersetzte Roman der vielfach ausgezeichneten italienischen Schriftstellerin Frederica Manzon, ist ein vielschichtiger und tiefgründiger Roman, der das Leben der titelgebenden Protagonistin mit der Geschichte des kommunistischen Jugoslawiens bis hin zum Balkankrieg verwebt. Das farbenfrohe, sonnige Cover mag auf den ersten Blick auf einen leichten Roman schließen lassen, doch lassen Sie sich nicht täuschen.
Manzon zeichnet überzeugende Charaktere in bewegenden Zeiten auf der Suche nach ihrer Identität und lässt dabei auch die Schrecken des Krieges nicht außer Acht. Der anspruchsvolle, bildgewaltige Sprachstil und die Symbolik, die vieles unausgesprochen lässt, erfordern ein aufmerksames Lesen.
Am Ende des Romans erschließt sich auch die gesamte Symbolik des Covers, das hervorragend den Inhalt widerspiegelt! Mich hat der Roman in seiner Komplexität voll überzeugt.
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