Produktbild: Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war
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Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war Erzählung

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.07.2017

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/1,7 cm

Gewicht

239 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003683671

Beschreibung

Rezension

"Als hätte Hochgatterer jedes einzelne Wort behutsam wie zerbrechliches Porzellan auf dem Papier platziert. Und obwohl grausame Dinge geschehen, obwohl Vergewaltigungen und ausgeschlagene Zähne noch zu den weniger brutalen Handlungen gehören, die wir erleben, behält das Buch seine Hoffnung. Seine Zärtlichkeit." Martin Becker, WDR3, 30.01.18
"Das ist der große Kunstgriff dieses Autors, das Besondere an diesem schmalen, ungemein poetisch und dicht gewobenen Buch: Es verkündet keine Wahrheiten, es weiß um die Schwierigkeit, der Vergangenheit gerecht zu werden … Paulus Hochgatterer hat eine kleine Erzählung vorgelegt. Jeder Satz darin ist aber so genau gearbeitet und enthält so viel Leben, dass man glaubt, einen großen Roman gelesen zu haben.“ Ulrich Rüdenauer, SWR2, 07.01.18
"Hochgatterer hat für dieses verstörte, zärtliche Mädchen eine behutsame Sprache gefunden, in der alle Gefühle unter einer dünnen Haut verborgen bleiben. Es ist eine warmherzige Geschichte, die neben ein paar Nazi-Bösewichten vor allem menschliche Solidarität aufleuchten lässt." Jörg Magenau, Deutschlandfunk Kultur, 27.11.17
"Eine ganz knappe Erzählung, aber was da alles drin ist! Das ist schon sehr kunstvoll gemacht.“ Sigrid Löffler, rbb Kulturradio, 13.11.17
"In der ihm eigenen Meisterschaft von Knappheit und Präzision gelingt es Paulus Hochgatterer, zugleich Historisches nahezubringen und der Geschichte seiner Figuren wohltuend irritierend die Ungewissheit der Erinnerung zu verleihen, ohne die Gewissheit zu schmälern, wie inhuman die Zustände damals waren. So lesen wir von Schicksalen und sind bei packender Lektüre zum Nachdenken angehalten." Klaus Zeyringer, Der Standard, 07.11.17
"In Wahrheit ist diese Erzählung ein komprimierter Roman … Anregender Stoff, kunstvoll erzählt, prägnant gezeichnetes Figuren-Ensemble“. Sigrid Löffler, SWR2, 11.10.17
"Der Ton, die Stimmung dieser Geschichte … sind in dieser Erzählung symbolisch eingefangen und spiegeln sich in seiner hochpoetischen, so seltsam Sehnsucht auslösenden Sprache." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 22.08.17
"Es hat mich hell begeistert. … Er beschreibt Außergewöhnliches und wie er das macht, ist außergewöhnlich gut." Christine Westermann, WDR2 Bücher, 20.08.17
"Das nicht-Gesagte ist die große Kraft seines Schreibens … Es sind feine / leise Beobachtungen, die ich großartig finde, weil man mitspüren muss." Christine Westermann, Literarisches Quartett, 11.08.17
"Kunstfertig hält Paulus Hochgatterer die Zeit in der Schwebe und macht diesen Ausnahmezustand auf allen Ebenen seiner Erzählung kenntlich, ohne ihn auszusprechen … Ein beeindruckendes kleines Buch." Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau, 11.08.17
"Paulus Hochgatterer gelingt ein Kunststück: Er wählt eine begrenzte Perspektive, und doch gerät die Erzählung zu einem faszinierenden Rundumblick." Beatrix Kramlovsky, Die Presse, 05.08.17
"Der Autor zieht den Leser von der ersten Zeile an in den Bann … Eine stilistische Glanzleistung. … Ein Meisterwerk der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur." Erich Klein, Falter, 02.08.17
"Wie Paulus Hochgatterer darüber schreibt, ist seine große Kunst. Niemals aufdringlich, vordergründig oder platt, seine Sätze deuten nur an, seine Sprache ist fast schon lakonisch, aber immer brillant. Es ist die Kraft des Nichtgesagten, die sein Schreiben auszeichnet.“ Christine Westermann, WDR5 Bücher, 29.07.17
"Fantastisch-realistisch erzählt Hochgatterer vom Versuch, das eigene Leben zu meistern, von Momenten des Glücks und jenen, in denen man zum Helden werden kann.“ Karoline Thaler, ORF, 30.07.17
"Hochgatterers grosse Kunst ist es, die Verwirrungen des Psychologischen in eine Sprache äusserster Klarheit zu transformieren. In eine Sprache, die nichts glättet und nichts beschönigt. In eine Sprache, die lebt. Vor allem dann, wenn es um den Tod geht. … Paulus Hochgatterer macht aus dieser Geschichte ein Kammerspiel der Gefahr, er zeigt, wie sich zarte Bande zwischen den Figuren ergeben, die dennoch zum Zerreißen gespannt bleiben … Der österreichische Autor schreibt lakonische Sätze, die nichts ausschmücken, die so hart an der Kargheit sind, dass man das wuchtige Crescendo dieses Textes nur ganz allmählich bemerkt und sehr plötzlich vor dem dramatischen Finale steht.“ Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 26.07.17
"Paulus Hochgatterer ließ sich für sein neues Buch viel Zeit. Das Warten hat sich gelohnt … Die Episode von den finalen Tagen wurde bereits gefühlte Hundert Male berichtet, verfilmt, besungen, dokumentiert aber selten so eindringlich erzählt wie von Paulus Hochgatterer in seinem neuen Buch … 'Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war' fasst scheinbar schwer Vereinbares in eindringliche Bilder … Hochgatterer erzählt den letzten Akt jenes Dramas, in dem Lebensläufe und Zukunftspläne neu geordnet wurden, auf gut 100 Seiten. Man könnte das als Hybris abtun, wäre Hochgatterer nicht ein derart guter Schriftsteller, der kleine Einblicke in den großen Kreislauf eines Lebens ohne sicheren Morgen gewährt." Wolfgang Paterno, profil, 24.07.2017
"Hochgatterer spielt auf faszinierende Weise bis zuletzt mit der Erwartungshaltung und den innersten Wünschen seiner Leserschaft.“ Judith Hoffmann, Ö1, 22.07.17
"Dicht und voller Poesie." Cornelia Zetzsche, BR2, 16.07.17

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Erscheinungsdatum

24.07.2017

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/1,7 cm

Gewicht

239 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003683671

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22|81679|München|DE
info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    03.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Helden des Alltags

    Aktuell und bezeichnend für die jetzige Situation ist P. Hochgatterers Roman, denn er erzählt davon wie ein einfacher Mann zum Helden werden kann. Ein "Held des Alltags", damals wie heute. In den Zeiten des 2. Weltkrieges gab es viele gute Beispiele und auch jetzt machen einfache "Helden des Alltags" Geschichte, in dem sie Zivilcourage zeigen und Mitmenschen helfen. Dies funktionierte schon lange vor Corona und lässt uns hoffen !!! Ein absolut lesenswertes Buch, das bewegt !

  • Miri

    5/5

    05.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Sie sagen, ich heiße Nelli. Manchmal glaube ich es, manchmal nicht." (8)

    Zur eigentlichen Geschichte nur soviel: Nelli = Bombengeschädigtes 13 jähriges Mädchen kommt in eine Bauerfamilie, wo sie den weißrussischen Ex-Soldaten, Ex-Gefangenen und Ex-Arbeiter trifft. Alles, was er besitzt ist eine geheimnisvolle Rolle mit einem Gemälde (das verschollene Bild: Turm der blauen Pferde). Nachdem sich ein paar Soldaten der Wehrmacht am Hof einquartieren, nimmt die Erzählung ihren Lauf ins...Ungewisse und Möglich-Unmögliche! Warum? Weil der Autor mehrere Ausgangsmöglichkeiten aufzeigt. Die Erzählform lässt die Geschichtsstränge offen. Leser vermutet, ahnt wie es ausgeht oder auch nicht. Dieses Konzept mag den einen oder anderen verwirren und wer explizite Geschichten mit klarem Ausgang mag, wird sich hier schwertun. Allerdings ist gerade diese Form das eigentliche Mittel zum Zweck. Das immer wieder Gehörte: Ich hatte keine Wahl, ich müsste meine Pflicht erfüllen, ich war gezwungen mitzumachen u.v.m. wird mit dieser Erzählform implizit kritisiert und die viele Ausgangsmöglichkeiten zeigen auf, dass man auch im Ausnahmezustand seine Wahl treffen kann/darf/soll.

  • C. Welser

    aus Salzburg

    5/5

    29.04.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was wäre gewesen wenn...

    Ein gelungener Rückblick speziell auf die österreichische Geschichte des letzten Kriegsjahres, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich als auch figurentechnisch völlig überzeugt. Die genaue Auslegung der Erzählung regt zudem zum Nachdenken an und lässt einen nicht gleich wieder los. Ein idealer Tipp für Leser, die ein kurzes Buch mit großer Wirkung wünschen.

  • Bewertung

    5/5

    15.11.2017

    eBook (ePUB)

    Preisverdächtig

    Niederösterreich Ende 1944 - eine Bauernfamilie, deren Hof außerhalb des Dorfes liegt, nimmt ein junges Mädchen auf. Sie ist schwer traumatisiert und kann sich nicht mal an ihren Namen erinnern. Die Behörden vermuten, das sie die Tochter einer Rüstungsarbeiterin aus dem Barnat ist. Die Fabrik wurde durch Bomben vollständig zerstört und die Mutter ist tot. Nelli, wie die Familie sie nennt, lebt sich sehr schnell ein - aber ihre Erinnerungen, die sie verschweigt, sind deutlich anders.... Anfang 1945 strandet ein russischer Fremdarbeiter auf dem Hof. Er hütet eine Bilderrolle wie seinen Augapfel und auch er hat einen eigene Geschichte..... Das Leben geht friedlich weiter - bis eine Gruppe Wehrmachtsoldaten auf den Hof kommen und anfangen Fragen zu stellen. Letzten Endes gibt es nur eine Lösung .... Oder doch eine zweite Möglichkeit? Auch die wird angeboten ...... Diese Geschichte besticht durch ihre eindrucksvolle Sprache. Mit wenigen Worten ist alles gesagt - und doch lesen wir viel mehr zwischen den Zeilen.

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    20.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wundervoll

    Es ist das Jahr 1944. Der zweite Weltkrieg ist noch nicht ganz vorbei. Der Winter steht vor der Tür. Auf einem Bauernhof in Niederösterreich wird ein Mädchen als Pflegekind aufgenommen. Sie ist ungefähr 13 Jahre alt. An einen Namen erinnert sie sich nicht. Sie erinnert sich an gar nichts, so scheint es. Auf dem Bauernhof leben die Bäuerin, der Bauer, ihre fünf Töchter und der Bruder des Bauern- Laurenz. Leo der einzige Sohn ist im Krieg. Er ist noch nicht wieder nach Hause gekommen. Von der Familie wird das Mädchen Nelli genannt. Als eines Tages ein aus deutscher Gefangenschaft geflohener Ostarbeiter auf dem Bauernhof auftaucht, freundet sie sich mit ihm an. Der junge Russe hat nichts bei sich außer ein Bild. Die Gewissheit, dass der Krieg verloren ist, breitet sich aus. Eine Gruppe von auf dem Rückzug befindlichen Wehrmachtssoldaten fällt auf dem Bauernhof ein. "Der Tag an dem mein Großvater ein Held war" von Paulus Hochgatterer ist unter die Haut gehende, wundervolle Leselektüre.

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    Kerstin Hahne

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    26.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Finale (Weltkriegs-)Tage in den Bergen - gelungene Erzählung

    Ein Kammerspiel: in eindringliche Sprache bzw.Bilder gefasst, bringt uns der Autor auf nur 112 Seiten die letzten Weltkriegstage in einem österreichischem Tal vor Augen.In verdichteter Sprache erleben wir Grausames neben Mitmenschlichkeit, bäuerlichen (Kriegs-)Alltag,aber auch Empathie und Tapferkeit. Als eine kleine Gruppe Wehrmachtssoldaten auf dem Bauernhof der Familie einfällt, die als Einquartierung bereits eine traumatisierte Dreizehnjährige (und seit kurzem einen russischen Zwangsarbeiter-Flüchtling) beherbergt, droht die Situation zu eskalieren und den Bergleuten bleibt nicht mehr viel Spielraum... Karg, nüchtern und manchmal doch poetisch zugleich, packt uns Hochgatterer bei der Gurgel und lässt uns betroffen zurück. Eine Erzählung, die mehr fasst als mancher Roman....
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    Annegrit Fehringer

    Thalia Kassel

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    03.09.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ergreifend!

    Eine beklemmende und sehr eindringliche Erzählung aus dem Zweiten Weltkrieg in Österreich auf dem Land. Lesen Sie unbedingt diese ergreifende Geschichte!
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    Angela Mielitz

    Thalia Hamm – Allee-Center

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    29.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Erzählung aus dem zweiten...

    Eine Erzählung aus dem zweiten Weltkrieg im Stil von dem Roman Die Bücherdiebin von Markus Zusak.

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