Kann es nach Srebrenica noch Poesie geben? Essay
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Sprache:Deutsch
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.03.2026
Verlag
Verlag KlingenbergSeitenzahl
68 (Printausgabe)
Dateigröße
694 KB
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Silvia Stecher + weitere
Sprache
Deutsch
EAN
9783903284746
Dreißig Jahre nach dem Völkermord an den Bosniak:innen, den bosnischen Muslim:innen, im Zuge der jugoslawischen Kriege stellt der Autor und Literaturkritiker Mirnes Sokolovic im Anschluss an Adornos wohl meistzitierte Zeile ,nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch' erneut die Frage nach den ethisch-ästhetischen Zusammenhängen von Dichtung - diesfalls der bosnischen/kroatischen/montenegrinischen/serbischen, deren Paradigmen er von den Avantgarden der Zwanzigerjahre bis in die zeitgenössische Lyrik skizziert und mit gesamteuropäischen Antworten nach 1945 in Beziehung setzt: Angesichts des Unsäglichen und Unvorstellbaren blieb als poetische Strategie zunächst nur Schweigen und Stammeln, Atmen und Japsen - oder das Absurde, wobei die Frage nach Ethik und Ästhetik, Sinn und Sinnlosigkeit, Geschichtsvergessenheit und Geschichtsbewusstsein auf je spezifische Weise wiederkehrt.
Diesen verzweigten Schreibansätzen, Überlegungen und Überlagerungen folgt Sokolovic in seinem Essay auf beherzte Art und beleuchtet dabei sowohl den in Srebrenica kulminierenden Genozid im Jahr 1995 als auch die jugoslawische und postjugoslawische Literaturgeschichte, was in dieser Edition durch Textbeispiele veranschaulicht wird, die hier zum Teil erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen.
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