Produktbild: Vielleicht Esther
Gebraucht Band 4826

Vielleicht Esther Ausgezeichnet mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2013, dem Aspekte-Literatur-Preis 2014, dem Ernst-Toller-Preis 2015 und dem Schubart-Literaturpreis 2015

9

7,78 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

110450

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

285

Maße (L/B/H)

21,8/13,5/2,8 cm

Gewicht

378 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003797712

Beschreibung

Rezension

»Selten wurde eine Familienrecherche, und es gibt ihrer inzwischen ja unzählige, derart spannend und bisweilen tränentreibend dargeboten. ... Als Romanfiktion wäre es überladen und unglaubwürdig, würde es konstruiert wirken. So ist es große Literatur geworden.« ("DER SPIEGEL")
»Es ist eines der großen Verdienste dieses Buchs, dass es nichts festzurren, abschließen, ausräumen will. Es geht, ganz buchstäblich, der Erinnerung nach.« ("DIE WELT")
»Dieses Buch packt einen bei den Sinnen, eine fremde Familie wird lebendig und versammelt sich hinter des Lesers Rücken, weil Katja Petrowskaja ihre Helden so dringlich erweckt. ... Ihre Familie hat jetzt ein Zuhause: dieses Buch. Katja Petrowskaja verbindet das Heute mit dem Gestern, schnürt es zu einem Päckchen, das ins Lesegepäck für morgen gehört.« ("Frankfurter Rundschau")
»Schon jetzt ist die deutsche Gegenwartsliteratur um eine kluge, flamboyante und höchst eigenständige Stimme reicher.« ("DIE ZEIT")
»Völlig zu Recht erhielt die Autorin für diese souveräne Erinnerungsreise in eine imaginierte Zone des Schreckens den Ingeborg-Bachmann-Preis.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Die vielen verstreuten Splitter einer osteuropäisch-jüdischen Familiengeschichte montiert die Autorin staunend, kunstvoll und mit Sinn für Komik zu einem mehrfach ausgezeichneten Roman.« ("Radio Bremen Zwei")
»Mit Vielleicht Esther schafft Kat ja Petrowskaja ein Kunstwerk, wie man es in der deutschsprachigen Literatur selten findet: Eine Familiengeschichte, die weder von den literarischen Konventionen erdrückt wird, noch von der historischen Last des erzählten Stoffes.« ("SPIEGEL ONLINE")
»Die Autorin Katja Petrowskaja hat einen grandios verdichteten Roman geschrieben« ("der Freitag")

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Zustand

Sehr gut

Verkaufsrang

110450

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

285

Maße (L/B/H)

21,8/13,5/2,8 cm

Gewicht

378 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003797712

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  • LiteraTüren

    5/5

    01.01.2024

    Hörbuch (CD)

    Wiederholende Vergangenheit

    Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther Flucht, Krieg, Massenmord aber auch die Berufung, Kindern mit Beeinträchtigungen zu helfen. Katja Petrowskaja erzählt in „Vielleicht Esther“ eine alte, moderne Familiengeschichte. Vorgetragen von Meike Rötzer. Wiederholende Vergangenheit Befinden wir uns in einem Zeit-Hamsterrad? Muss die Menschheit ihre Fehler beständig wiederholen? An diesen Fragen kommt man nicht vorbei, wenn man „Vielleicht Esther“ von Katja Petrowskaja gehört (oder gelesen) hat. Nicht, dass diese Botschaft Inhalt des Hörbuches ist, mitnichten. Katja Petrowskaja fahndet in sechs Kapitel und mehr als 70 Geschichten nach den Spuren, den Wurzeln ihrer Familie. Das Hörbuch wird von Meike Rötzer vorgetragen. Bei mehr als 70 beinahe episodenhaften Geschichten liegt ein Bild nahe: Puzzle. Von Berlin nach Europa Es ist nicht nur eine Zeitreise, auf die uns Petrowskaja mitnimmt. Es geht auch durch halb Europa. Kiew, immer wieder Kiew, aber auch Mauthausen, Wien, Warschau, Polen, Russland, Österreich, Ukraine und Deutschland. Diese Aufzählung lässt auf die Themen schließen: Na klar, es geht um Flucht, um Krieg; und diese Themen beschäftigen uns auch heute prägnant und nachhaltig. Hinzu kommt bei „Vielleicht Esther“ Massenmord und Diskriminierung. Ganz überraschend aber auch die ungewöhnliche Berufung, die fest in der Familie verankert scheint, Kindern mit Beeinträchtigungen ein Zuhause zu bieten. Nominierung Man muss nicht lange nach den Gründen fahnden, die dieses Hörbuch auf die Shortliste des Deutschen Hörbuchpreises 2023 brachten. Es ist eine alte Geschichte, eine alte Familiengeschichte, die von der Zeit wiederholt, modernisiert wird und wie gerne hätten wir es als Vergangenheit gesehen. Es ist eine fast episodenhafte Geschichte, die eine Weite und Tiefe von Gefühlen erreicht, und dazu von einer wunderbaren Meike Rötzer vorgetragen wird, die Emotionen für sich selbst sprechen lässt. Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther Gesprochen von Maike Rötzer Der Audio Verlag 2023

  • beagline

    5/5

    19.01.2023

    Hörbuch (CD)

    Ergreifende osteuropäisch-jüdische Familiengeschichte

    Frau Petrowskaja erzählt hier von ihren Bemühungen und Ergebnissen, etwas Licht in ihre verworrene Familiengeschichte im letzten Jahrhundert zu bringen. Ich reise mit ihr zu verschiedenen Orten, wo Teile ihrer Familie gelebt haben ( sollen ) , zb Kiew, Warschau, Mauthausen und Wien und erfahre so immer ein wenig mehr von den furchtbaren, traumatischen aber manchmal auch einfach informativen Erlebnissen ihrer Vorfahren. Wie bei einem Puzzle arbeiten wir uns immer weiter. Es ist für mich zum Teil schwer verstörend, aber gleichzeitig auch wichtig gewesen, zuhören zu dürfen, wo ich doch definitiv zur Kriegsenkel-Generation gehöre und mich damit immer noch mitschuldig fühle. Für mich ist das Hörbuch in diesem Fall eindeutig die bessere Wahl gewesen. Das Buch hätte ich vermutlich zur Seite gelegt. So aber konnte ich der äußerst angenehmen Stimme von Frau Rötzer folgen, wie sie die osteuropäischen und auch jiddischen Namen der Personen, Straßen usw. aussprach, was ich absolut liebe. Ich bin sicher, dass mir die Geschichte durch das Hörbuch viel intensiver nähergebracht wurde, als wenn ich es selbst gelesen hätte. Ich habe mit Tränen in den Augen zugehört, sprachlos, kopfschüttelnd und bin dankbar, dass Frau Petrowskaja ihre Familienrecherche mit mir geteilt hat, denn so werden ihre Vorfahren, stellvertretend für alle anderen, nicht anonym bleiben und vergessen, sondern im Gedenken in Erinnerung bleiben.

  • Bewertung

    5/5

    01.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Vielleicht Esther

    Das Thema ist höchst interessant, zurzeit leider auch sehr aktuell. Sprachlich ist das Buch ausgezeichnet geschrieben, durch die kurzen Kapitel ist es auch relativ leicht lesbar. Für Geschichtsinteressierte ist es sehr empfehlenswert.

  • Miri

    5/5

    17.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "...dieser Krieg (ist) dein Ursprung..., deine Geschichte, deine Antike (...)." (321)

    Ich-Erzählerin Katja, begibt sich auf die Suche nach ihren Verwanden/ihrem Stammbaum. Viele Fragen bleiben jedoch unbeantwortet, da der Großteil der Familie schweigt, verschollen bleibt oder nicht mehr am Leben ist. Ihr bleibt nichts anderes übrig als in Archiven und an Gedenkstätten ihren Drang nach „(Ge-)Wissen“ zu befriedigen/zu stillen. Als sie die Orte betritt, wo unzählige Menschen ermordet wurden, plagt sie der Gedanke der Kontaminierung/Überschreibung und Selektion. Sowie ihre fast blinde Oma manchmal das Blatt beim Niederschreiben ihrer Memoiren nicht gewechselt hatte und einfach das Vorige mit Neuem überschrieben hatte, so findet sie auch diese Orte vor (Bahnhof Berlin, Babij Jar - Kiew, Mauthausen, St.Johann und viele andere). „Bleibt ein Ort derselbe Ort, wenn man an diesem Ort mordet, (…), später zehn Mahnmale errichtet, der eigenen Opfer einmal pro Jahr gedenkt oder meint, man habe damit nichts zu tun?“ (224). „Zehn Denkmäler, aber keine gemeinsame Erinnerung, sogar im Gedenken setzt die Selektion sich fort. Was mir fehlt, ist das Wort Mensch.“ (234). Sie realisiert, dass ohne Krieg, auch sie keine Geschichte hätte. Toll geschrieben. Man spürt die Verzweiflung beim Lesen. Viele Stellen bringen einen zum Nachdenken und Innehalten. Wir alle sind durch den Krieg geformt, der weder Verlierer noch Gewinner hatte/hat (so scheint es mir), weil durch die unzähligen Toten an beiden Seiten, hat die ganze Menschheit verloren. Unmenschlichkeit der Menschlichkeit. Ein tolles Werk, das zeigt wie die Sowjets den Krieg gedenken dürften - nur Helden wurden geehrt, Kriegsgefangene und Opfer des Holocausts (Zigeuner, Behinderte, Juden...) dürften noch viele Jahre nach dem Krieg kein Teil der Erinnerung und Huldigung sein. Werk, das mahnt und auch die absichtlich vergessenen Opfer ehrt. Sehr lesenswert. Meine absolute Empfehlung.

  • Bewertung

    aus Löhne

    5/5

    03.04.2014

    eBook (ePUB)

    Ein sehr bewegendes Buch

    Wer sich für Geschichte und Schuld, aber auch für Sprache interessiert, muss dieses Buch einfach gelesen haben. Ich verneige mich vor dieser Autorin und ihrem faszinierenden Stil, die jeden, der Sprache liebt und vor der jüngeren deutschen Geschichte nicht die Augen verschließt, nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (9)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von G. Knollmann-Wachsmuth

    G. Knollmann-Wachsmuth

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerung trifft Realität zwecks...

    Erinnerung trifft Realität zwecks vervollständigung eines Stammbaums. Für den geübten Leser, der sich für jüdische Lebensgeschichten interessiert. Ich fand's MEGA!
  • Zum Bewerterprofil von Anja Werner

    Anja Werner

    Thalia Leverkusen

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlich geht Petrowskaja...

    Eindringlich geht Petrowskaja tief in die eigene Familiengeschichte hinein. Fiktion und Biographie mischen sich zu einem faszinierenden Panorama.
  • Zum Bewerterprofil von Buchhändler*in

    Buchhändler*in

    Thalia Berlin – Schönhauser Allee Arcaden

    Buchhändler*in

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein berührendes Buch über das...

    Ein berührendes Buch über das Schicksal der meist namenlosen Opfer der Nazidiktatur in Kiew, Mauthausen, Warschau u.a.Orten. Petrowskaja gibt ihnen wieder eine Stimme. Lesen.
  • Zum Bewerterprofil von Friederike Foerster

    Friederike Foerster

    Thalia Bonn Duisdorf

    Buchhändler*in

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jüdische Identität heute. Familiengeschichte...

    Jüdische Identität heute. Familiengeschichte einer abwesenden Familie mit Einfluss. Großartig!

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