Meine letzte RezensionWas ich von ihr weißvon Jean-Baptiste Andrea
Mimo – Michelangelo Vitaliani - die falschen Karten gezogen. In Armut geboren, wird er als kleiner Junge zu seinem Onkel nach Italien gegeben, um das Handwerk eines Bildhauers zu erlernen. Dort, in dem kleinen ligurischen Dorf Pietra d’Alba, begegnet er Viola, Tochter aus gutem Hause und jüngstes Kind der Orsinis, einer angesehenen Adelsfamilie. Viola scheint vom Glück begünstigt zu sein, doch sie ist eine junge Frau, die nicht in die Zeit passt. Sie will »fliegen« - auf eigenen Beinen stehen, aus dem engen gesellschaftlichen Korsett ausbrechen, das für eine Frau ihres Standes nur die Ehe vorsieht. Von ihrer ersten Begegnung an durchleben Viola und Mimo Seite an Seite die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, den Aufstieg des Faschismus und die Unruhen der Weltkriege. Er, der ungewöhnlich kleine Bildhauer, wird ein von der Elite gefeierter Künstler; sie versucht unermüdlich, ihre Träume als emanzipierte Frau zu verfolgen. Beide werden sich immer wieder verlieren und finden, als Verbündete oder Gegner, ohne ihre Freundschaft jemals aufzugeben. Aber was nützt Mimo aller Ruhm, wenn er Viola am Ende doch ziehen lassen muss?
Mimo und Viola durchleben Seite an Seite die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, den Aufstieg des Faschismus und die Unruhen der Weltkriege. In Armut geboren, wird Mimo - Michelangelo Vitaliani als kleiner Junge zu seinem Onkel nach Italien gegeben, um das Handwerk eines Bildhauers zu erlernen. Dort, in dem kleinen ligurischen Dorf Pietra d’Alba, begegnet er Viola, Tochter aus gutem Hause und jüngstes Kind der Orsinis, einer angesehenen Adelsfamilie.
Beide passen nicht in ihre Zeit und durchbrechen die vorgegebenen Konventionen.
Mimo schafft, wie sein Namensvetter Michelangelo Buonarroti, eine Pieta, die Viola als Christus zeigt. Diese Darstellung scheint toxisch, dass sie in ein abgelegenes Kloster verbracht und verschlossen wird. Mimo selbst verbringt in diesem Kloster die letzten Jahre seines Lebens. Die Rahmenhandlung des Romans sind eben die letzten Tage des Bildhauers und die Betrachtungen des Priors der Abtei.
Grandios konstruiert ist dies ein fesselnder Roman über Kunst, Konventionen und eine lebenslange Verbundenheit von Menschen.