Eine junge Frau, wir nennen sie A., zieht in den 1990er Jahren aus der niedersächsischen Provinz nach Zürich, um als Investmentbankerin Karriere zu machen. Dort lernt sie die Welt der Bad Banks kennen, in der weder Grenzen noch Gesetze zu gelten scheinen. Als ihre Karriere jedoch stagniert, erkennt sie, wie viel Freiraum es ihr gewährt, eine Frau zu sein, die übersehen wird: Abseits der Legalität investiert sie bald Millionen. Vor Gericht schließlich schweigt sie. Ihre Geschichte erzählen andere. Mit »Die Spielerin« erschafft Isabelle Lehn eine ambivalente Heldin, die ihre Unscheinbarkeit zu nutzen weiß. Ein smarter und geschmeidiger Roman einer unbestechlichen Autorin – und ein aufregendes Spiel mit unseren eigenen Erwartungen. Inspiriert von einer wahren Geschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
01.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Spielerin, Roman
Das Buch kann ich nicht bewerten, da ich es verschenkt habe. Ich gehe davon aus, dass die Strategien der Protagonistin auch heute noch in personalintensiven Behörden- und Unternehmens Strukturen, so oder ähnlich uns wieder begegnen und man sich dadurch besser auf diese Probleme einstellen kann. Es ist immer ratsam, das Unvorstellbare vorher zu bedenken.
Bewertung
aus Vaihingen
5/5
20.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Virtuos!
"Die Spielerin" , ein Titel, der auf eine Frau als Hauptperson hinweist. Namensersatz "A" für eine unpersönliche Figur, mit der sich der Leser/die Leserin nicht identifizieren kann und soll.
Sie steht ja auch nur für all diejenigen Männer und Frauen, die sich - fast unbemerkt - in der Finanzwelt korrumpieren lassen.
Ausgang der Geschichte? Entspricht wohl am ehesten der Realität.
In glänzend flüssigem Stil!
Absolut lesenswert!
Bewertung
5/5
27.08.2024
eBook (ePUB 3)
Grenzen der Finanzwelt
Was für ein Werdegang.
Spannend und komplex ist der Lebensweg der Hauptperson in dem Buch.
Die Protagonistin zieht aus einer niedersächsischen Kleinstadt nach Zürich.
Um dort eine berufliche Laufbahn als Investmentbankerin einzuschlagen
Und sie schafft es eine tolle Karriere zu machen.
Im Verlauf ihrer Laufbahn begegnet sie den Schattenseiten des Bankwesens.
Und sie fängt an diese dunklen Seiten zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Ich fand dieses Buch und die Entwicklung der Hauptfigur richtig gut.
Spannend zu lesen und gut zu empfehlen
mari_liest
5/5
23.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fantastischer Plot - hab es förmlich weginhaliert
Die Entwicklung der Protagonistin in „Die Spielerin“ ist faszinierend und komplex. Zu Beginn des Romans zieht die junge Frau, deren Name bewusst nicht genannt wird, aus einer niedersächsischen Kleinstadt in den 1990er Jahren nach Zürich, um als Investmentbankerin Karriere zu machen. Sie beginnt ihre Laufbahn in einer Welt, die von Männern dominiert wird und in der sie zunächst als unscheinbar wahrgenommen und immer übersehen wird. Diese Unscheinbarkeit erweist sich jedoch als ihre größte Stärke und ihre Ambivalenz im Charakter ist beeindruckend.
Im Laufe ihrer Karriere stößt sie auf die düstere Seite des Bankwesens, die sogenannten „Bad Banks“, in denen die üblichen Regeln und Gesetze keine Rolle mehr spielen. Als ihre Karriere stagniert und sie realisiert, dass sie in der konventionellen Finanzwelt nicht weiterkommt, beginnt sie, diese Schattenseiten für sich zu nutzen. Sie erkennt, dass ihre Position als „unsichtbare“ Frau ihr erlaubt, Risiken einzugehen und in einer Welt der Illegalität zu operieren, ohne dass man ihr sofort auf die Schliche kommt.
Dieser Wendepunkt ist entscheidend für ihre Transformation. Sie entwickelt eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit und Intelligenz, mit der sie beginnt, Millionen für die kalabrische Mafia zu investieren. Ihre Fähigkeit, sich in dieser gefährlichen Welt zu behaupten, zeigt eine tiefgreifende Veränderung von einer ambitionierten, aber zunächst angepassten Frau, zu einer kalkulierenden Spielerin, die das System gekonnt für ihre Zwecke nutzt.
Schließlich führt ihre Reise sie vor Gericht, doch anstatt sich zu erklären, schweigt sie. Dies unterstreicht ihre endgültige Transformation. Sie ist nicht mehr das unscheinbare Mädchen aus der Provinz, sondern eine Frau, die sich in einer moralisch fragwürdigen, aber mächtigen Position befindet und die Kontrolle über ihre eigene Geschichte behält, indem sie diese nicht preisgibt. Ihr Schweigen ist nicht nur ein Zeichen von Macht, sondern auch eine bewusste Entscheidung, die Deutung ihrer Geschichte anderen zu überlassen.
Was mich fasziniert, ist, wie Lehn die komplexen Verflechtungen innerhalb des Finanzwesens in die Handlung integriert hat. Die Welt der „Bad Banks“ wird lebendig und greifbar dargestellt. Die Protagonistin navigiert durch diese Welt mit einer Kaltschnäuzigkeit und Intelligenz, die sie zu einer faszinierenden, wenn auch moralisch zwiespältigen, Heldin macht. Ihre Entwicklung, von einer ehrgeizigen Bankerin zur skrupellosen Person, macht „Die Spielerin“ zu einem besonders fesselnden und vielschichtigen Roman, der zeigt, wie Menschen durch ihre Umgebung und ihre Entscheidungen geformt werden. Ihre stille Macht und die Art, wie sie sich in einem männlich dominierten Umfeld behauptet, finde ich fabelhaft. Das Schweigen vor Gericht, während andere ihre Geschichte erzählen, ist ein kraftvoller Moment im Roman, der viel Raum für eigene Reflexionen über Schuld, Macht und Moral lässt.
Für mich ein Highlight und meisterhaft erzählter Roman, ich bin total begeistert! Fette #Leseempfehlung!
Apflamaus
4/5
23.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessante Idee mit eher nüchterner Wirkung
Die Grundidee von „Die Spielerin“ ist spannend und hebt sich ab. Besonders der Gedanke, dass Unsichtbarkeit auch eine Stärke sein kann, ist gut umgesetzt.
Die Sprecherin sorgt für ein angenehmes Hörerlebnis und einen flüssigen Ablauf.
Emotional blieb die Geschichte für mich jedoch etwas auf Abstand, da die Figuren wenig Nähe zulassen.
Ein interessanter Roman, der vor allem durch seine Themen und Perspektiven überzeugt.
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5/5
07.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kühle Spannung
Obwohl man das Ende von Anfang an kennt und der Stil mit seiner bewusst unpersönlichen Art einer Berichterstattung keinerlei wirklich Empathie mit der Protagonistin zu zulassen scheint, kann man sich der Handlung nach einer Weile kaum noch entziehen.
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4/5
25.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessant
Aus der Erzählperspektive wird die Geschichte einer Frau erzählt, die kaum einer so richtig kennt. Sie hat von der Mafia bis hin zur Bankerin in Zürich gewisse Strippen gezogen. Eine sehr interessante Geschichte.
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4/5
13.10.2025
eBook (ePUB 3)
Toller Finanzthriller!
Eines vorweg: Der Schreibstil von Isabelle Lehn hat es mir in diesem Roman wirklich angetan. Zudem ist dieser Roman klug geschrieben, fast schon dramaturgisch gestaffelt und hat keine einzige wirklich langweilige Seite.
Ich hatte Spaß. Und Sie werden den vermutlich auch haben!
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4/5
28.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
A Punkt
Die Autorin hat mit diesem Roman ein sprachgewandtes und spannendes Buch geschaffen. Der Anfang ist etwas schwer zu lesen, bitte dranbleiben, es lohnt die Mühe. A. arbeitet mit Geld, das richtig gut und zuverlässig. Im Beruf, einer Männerwelt, macht sie sich fast unsichtbar. Von den Kollegen wird sie unterschätzt, kann nicht sein, dass eine Frau schlauer ist. Es ist ihr recht, prädestiniert sie ihre begehrten Fähigkeiten auch auf anderem Gebiet zu nutzen, nicht nur in der legalen Wirtschaft. Wirklich fesselnd, ein neues Thema auch, was selten ist. A. bleibt bis zum Schluss die geheimnisvolle distanzierte Fremde.
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3/5
07.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Pokerface
„A“ wir sie in diesem Roman nur kurz genannt wird, hat ein richtiges Pokerface. Sie täuscht damit nicht nur ihre Familie und ihre männlichen Arbeitskollegen, sondern auch den Leser. Bis zum Ende hat man nicht alle Facetten ihres wahren Gesichts durchschaut. Eine fasziniert dargestellte Persönlichkeit.
Ich hatte allerdings mein persönliches Interesse an Wirtschaftskriminalität, Mafia und Bankenwesen etwas überschätzt. Somit ist ein Großteil des Romans leider an mir vorbeigegangen.
Sollten Sie sich allerdings dafür interessieren, kann ich Ihnen nur einen angeregten und sehr informativen Lesegenuss garantieren.
Fesselnd war er aber auf jeder Fall.
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