Produktbild: Abschied
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Abschied Roman. Mit einem Nachwort von Volker Weidermann

12

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

192

Farbe

Cognac

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28873-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

192

Farbe

Cognac

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28873-7

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Freiheit

    Sebastian Haffner ist vielen als Journalist und Publizist in Erinnerung geblieben. Eine bleibende Beachtung haben seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus gefunden. Umso mehr überrascht es nun, dass dieser Roman als frühes Jugendwerk des Autors posthum erschienen ist. Haffner hat 1932 nur wenige Wochen für die Niederschrift gebraucht, er floh vor den Nazis und das Manuskript hat lange in einer Schreibtischschublade gelegen. Die Hauptfigur des Buches mit Namen Raimund (so hieß Haffner übrigens damals selbst) trifft sich in Paris, wo er kurzzeitig lebt, mit Teddy. Eine Frau, mit der er eine Liebesaffäre hatte, welche durch seine Abreise nun endgültig zu Ende geht. Handlung gibt es da nicht viel, aber das stört in keinster Weise. Das Entscheidende, wovon hier erzählt wird, ist nämlich die kurze Zeit eines Glücks vor Beginn der dunklen Zeit, denn die vor der Tür stehende Naziherrschaft in Deutschland zeichnet sich bereits ab. Es ist die beeindruckende Hellsichtigkeit, mit der Haffner noch einmal deutlich zeigt, was Europa an Freiheit hat und wie leicht das Bürgertum diese Freiheit wieder verlieren kann und, wie man schließlich weiß, auch wird. Eben deshalb lohnt es sich, dieses Buch jetzt zu lesen. Denn es mahnt uns, den Mächten der Finsternis entgegenzutreten, um die kurzen Momente des Lichts zu bewahren.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    Wunderbare Mischung aus lebensfroher Weltläufigkeit und Melancholie

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht. 5

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    15.07.2025

    eBook (ePUB)

    1932. Ein junger Mann,…

    1932. Ein junger Mann, Rechtsreferendar in Rheinsberg, besucht seine Freundin Teddy, die in Paris studiert. Der junge Mann trägt den Namen des Autors, bevor der sich im Exil in Sebastian Haffner umbenannte. Mit diesem Namen verbindet man eher seriöse historische Reflexionen als einen Roman, aber auch dieser Roman ist keine Fiktion, sondern eine Erinnerung an Jugendtage. Der Roman beschreibt den letzten Tag Haffners, damals noch Raimund Pretzel, mit seiner Freundin in Paris, und damit ist der Plot schon erzählt. Es ist weniger die konkrete Handlung, die den Roman lesenswert macht, sondern die Stimmung, die aus ihm spricht. Raimund ist verliebt, unsterblich verliebt, und diese Liebe spricht aus jeder Zeile. Er leidet unter einem vermuteten Missverständnis, er wird eifersüchtig auf die Freunde, die Teddy umschwirren, und er beschwört schwärmerisch und fast atemlos seine Liebe. Haffner erzählt von ethnischer Vielfalt und Weltoffenheit, Toleranz und das verbindende Interesse dieser jungen lebensfrohen Menschen für zeitgenössische Kunst und Literatur. Zugleich merkt man als Leser aber die große Wehmut, die immer wieder durchleuchtet. Die kommenden Ereignisse in Deutschland werfen ihre kleinen Schatten voraus. Raimund weiß, dass er seine Freundin nicht mehr wiedersehen wird. Sie wird nicht mehr nach Berlin zurückkehren können, und auch ohne Volker Weidermanns begeistertes Nachwort erkennt man, dass sie Jüdin ist und ihre Heimat für sie unerreichbar geworden ist. Hellsichtig erkennt Raimund zudem den drohenden Krieg, auch wenn er eher spielerisch von einigen Figuren in einem Nebensatz thematisiert wird. Den ganzen Text durchzieht daher einerseits die pralle Lebensfreude dieser jungen Menschen, aber andererseits das Bewusstsein, dass diese weltzugewandte liberale Lebensform bald ihr Ende finden wird. Und so erhält der Titel „Abschied“ einen doppelten Sinn, der in seiner Melancholie über das Persönliche hinausgeht.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    04.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sensation des Jahres

    Die Entdeckung dieses Romans im Nachlass von Haffner zeigt eine Seite dieses berühmten Mannes, die vorher unbekannt war. Ein Liebesroman kurz vor der Machtergreifung, ist der Stil eine Mischung aus Jugendroman und Weimarer Republik, der uns heute wenig vertraut ist. Gerade deshalb lohnt die Lektüre, die uns in eine vergangene Zeit zurück versetzt. Sehr lesenswert.

  • Eva

    5/5

    19.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leichtigkeit und Melancholie

    Haffner Sebastian. Abschied. Hanser Verlag. So endet die Buchvorstellung, bevor die erste Seite beginnt: Dieser (Roman) wurde nie veröffentlicht. 1932 auf der Schwelle zur NS Herrschaft verfasst, besteht Sebastian Haffners Abschied einmalig gewitzt und rasant auf Weltläufigkeit, Liebe und Überschwang. Für unsere Gegenwart ist er ein Ereignis. Raimund ist verliebt in Teddy. Er fährt für ein paar Tage zu ihr nach Paris, entflieht dem bedrückenden Deutschland und taucht ein in die fröhliche Geselligkeit der Dreissigerjahre in der Metropole Frankreichs. Teddy ist Österreicherin, lebte in Berlin und wanderte nach Paris aus. Sie wird umgarnt von zahlreichen Herren, auf die Raimund eifersüchtig ist. Und doch kann er sich dem Charme, dem freundschaftlichen Umgang und der Leichtigkeit der Poeten, Studenten und herzlichen Weggefährten nicht entziehen. Hier ist alles, was das Leben ausmacht. Freiheit, Fortschritt, Kunst, Savoir-vivre, ein enger Zusammenhalt und das Glück. Über allem schwebt die Melancholie des Abschieds. Der Roman von Sebastian Haffner zelebriert den Abschied in allen Facetten. Der Text ist geprägt von Euphorie und unbeschwerte Leichtigkeit aber auch von Hoffnungslosigkeit und dem drohenden Unheil. Er ist weitsichtig und in seinen Andeutungen fast prophetisch. Gleichzeitig wird hier eine politische Denk- und Sichtweise deutlich, die unangepasster und diskursfreudiger nicht sein könnte. Die Jugend ist weltoffen, liberal, empfängt das Unbekannte mit offenen Armen und betrachtet andere Kulturen als Bereicherung. Und vielleicht gerade deshalb wurde die Bedrohung durch die Nationalsozialisten nicht ernst genug genommen, heisst es, vielleicht wurde sie zu lange als lächerlich rückständig abgetan. Dieser posthum veröffentlichte Roman ist wirklich ein Ereignis. Er ist frech und witzig, voller literarischer Schönheit, vielschichtig und geradezu erschütternd in dem heutigen Wissen um den Aufzug des dunkelsten Kapitels der Geschichte. Zum Niederknien schön.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Petra Dressing

    Petra Dressing

    Thalia Kaiserslautern

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied von der Unschuld

    Autobiographisch erzählt Haffner in diesem posthum erschienenen Roman von zwei Tagen im Jahr 1932. Nachdem er einige Wochen bei seiner Freundin Teddy in Paris verbracht hat, heißt es nun Abschied nehmen - von Paris, von Teddy und auch von der Freiheit und Unbeschwertheit, bevor er zurück in seinen Beruf als Jurist geht in ein Land, in dem bald alles anders werden soll. Raimund (Haffners richtiger Name) versucht verzweilfelt, das Letzte aus den verbliebenen Stunden herauszuholen: Freunde treffen, über die Boulevards flanieren, in Restaurants gehen, aber vor allem viel Zeit alleine mit Teddy zu verbringen.... Ein atemloser, frecher, unmittelbarer Roman, voller Einblicke in die Atmosphäre in Paris und das Leben einer Generation zwischen den Kriegen - eine Liebeserklärung, nicht nur an Teddy, sondern an die Jugend und an das Paris jener Zeit. Zugleich jedoch findet hier am Ende nicht nur der Abschied von der Geliebten statt, sondern von einer ganzen Epoche.
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.07.2025

    eBook (ePUB)

    Paris, Paris, Paris!

    Paris 1932. Raimund genießt die letzten 24 Stunden, bevor er nach Berlin zurück muß. Er ist in die schöne, charmante Teddy verliebt und möchte die kostbare Zeit, die noch verbleibt, mit ihr verbringen. Doch er ist nicht ihr einzige Verehrer. Mit Witz und Charme schreibt Sebastian Haffner über Paris, über Berlin und über die Menschen, die ihn umgeben und ihm das Leben an seinem letzten Tag in Paris außerordentlich schwer machen. Denn, alle lieben Teddy. Eine Gute- Laune-Lektüre auf höchstem Niveau! Ganz besonders auch als Hörbuch zu empfehlen, gesprochen von Sebastian Blomberg!
  • Zum Bewerterprofil von Susanna Wanke

    Susanna Wanke

    Thalia Erlangen – Erlangen Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Entdeckung aus dem Nachlass

    Beim Lesen von "Abschied" hatte ich das Gefühl in einen Sog mit hineingezogen zu werden. Ein Sog aus lauter letzten Malen, die unter Zeitdruck passieren: Teddy und Raimund müssen die kostbare, ihnen gemeinsam verbleibende Zeit in Paris noch nutzen, bevor Raimund wieder nach Berlin abreisen muss. Auch mit dem Wissen, dass sie sich wahrscheinlich so schnell nicht wiedersehen werden, denn die Zeichen der Zeit sind für die Zukunft keine guten... Ein rauschartiger Liebesroman, der das Leben feiert.
  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Vergnügen!

    "Abschied" ist ein Roman aus dem Nachlass Sebastian Haffners, geschrieben 1932, "als die Krise noch nicht richtig erfunden war". Raimund besucht seine Freundin Teddy in Paris, sie zanken sich, sie küssen sich, außerdem gibt es da auch noch drei weitere Verehrer. Und dann ist er da, der letzte Tag, da muss man noch schnell in den Louvre, zum Eiffelturm, noch schnell im Bistrot essen, ehe der Zug vom Gare du Nord zurück in den juristischen Alltag geht. Haffner schreibt diesen kleinen, autobiographisch inspirierten Roman mit Leichtigkeit und Witz, und doch sind die Vorboten des Nationalsozialismus bereits spürbar.
  • Zum Bewerterprofil von Maria Adler

    Maria Adler

    Thalia Mayersche Castrop-Rauxel

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein literarisches Meisterwerk, einfach wunderbar!

    Es ist ein Glück, dass dieser Nachlass von Sebastian Haffner, den er 1932 verfasst hat, nun endlich veröffentlicht werden konnte. Die dreißiger Jahre in Paris, ein wunderschön leichtes Leben, obwohl man sich kurz vor der nationalsozialistischen Machtübernahme befindet. Raimund Pretzel und Teddy, inmitten ihrer Freunde und Teddys Verehrern, erleben alle eine Leichtigkeit, Unbefangenheit und eine fast kindliche Zankerei zwischen Mann und Frau. Die Stimmung der Zeit ist tief in den Charakteren verankert. Es ist ein stetiges Auf und Ab zwischen Verliebtheit, Eifersucht und Traurigkeit. Ein wunderbarer Sommerroman, leicht und glamourös.

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