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Neu

In die Schweiz Roman

46

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1988

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Beschreibung

Rezension

»Es ist eine gnaden- und makellose Sprache und eine hypnotische Kunst, durch die Emma Cline, und darin ist sie eine Meisterin, ihre Leser in die Psyche ihres Helden saugt.« Ronald Düker, Die Zeit, 20.08.26
»Emma Cline ist die Meisterin des personalen Erzählens.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 19.08.26

Produktdetails

Verkaufsrang

1988

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,5 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Graublau

Auflage

1

Originaltitel

Switzy

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28837-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    27.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vergangenheit, wo er jetzt lebte

    David ist an Demenz erkrankt. Gemeinsam mit seinem Assistenten Cody reist er von den USA in die Schweiz. Wir begleiten ihn an seinen letzten Tagen, in denen er seine Tochter und deren Familie auf einem Zwischenstopp in London trifft und immer wieder auch an Personen und Erlebnisse aus seiner Vergangenheit denkt: „Die Vergangenheit, wo er jetzt lebte.“ Besonders oft tragen ihn seine Gedanken zu seinem ehemaligen Zimmerkollegen im Internat, Tom. Der Roman ist aus Davids Perspektive geschrieben. Durch seine Demenz bleiben viele Erlebnisse und Gedanken bruchstückhaft, setzen sich teilweise zu einem Puzzle zusammen, bleiben teilweise nur angerissen. Immer wieder tauchen auch Wiederholungen auf, Sätze, die sich in Davids Gehirn festgesetzt haben und zugänglicher für ihn sind als die verschwindende Gegenwart. Mich hat der Roman sehr fasziniert. Emma Cline hat es geschafft, uns mit in Davids „Innenwelt“ zu nehmen, in seine „innere Kammer, in der er sich geborgen, gelassen, gut aufgehoben fühlte“. Ich konnte das Buch nicht in einem Sog lesen, musste es teilweise weglegen, da es nicht immer leicht ist zu lesen, wie es sich anfühlt, wenn die Wirklichkeit um einen herum löcherig wird, sich unsicher anfühlt.

  • Sternenfisch

    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschiedssinfonie

    David Hastings hat Demenz und ist auf dem Weg in die Schweiz zur aktiven Sterbehilfe, mit Zwischenstop in London, um seine Tochter Rebecca noch einmal zu sehen. Sein persönlicher Assistent Cody begleitet ihn bis zum Schluss. Was für ein grandioses Buch! Das Innenleben, die Gedanken, das Verlorensein, die Wut, die Verwirrung, die Kindheit, die Vergangenheit, die Leere, die Hinlauftendenz, der Egoismus des Demenzkranken wird mit genialer Meisterschaft geschildert. Der Leser ist gleichzeitig in Davids Kopf und Herz, aber erlebt die Reise auch von „außen“, das was wirklich – oder scheinbar – geschieht. David, der sein Leben der Karriere gewidmet hat, der dadurch zum Glück sehr wohlhabend geworden ist, sonst könnte er sich die professionelle und allumfassende Betreuung und den Privatjet in die Schweiz nicht leisten. David, der keine persönlichen Beziehungen und Bande geknüpft hat – geschieden von der Ehefrau, der Tochter entfremdet, überworfen mit dem Jugendfreund Tom. Das Buch ist ordentlich in Kapitel gegliedert, die Handlung schreitet chronologisch voran, allerdings machen sich immer mehr Davids Gedankenfragmente, Erinnerungsschnipsel, Verwirrungen, das Eindringen der Gegenwart, eine große Leere und Erschöpfung breit. Was ist real, was erinnert, was ausgedacht? Der Erzähler ist mehr als unzuverlässig. Und immer wieder Platz für meine eigenen Gedanken, Ängste, Bewertungen des gerade Gelesenen. Ich musste das Buch immer mal wieder weglegen und durchatmen. Auch die Nebenfiguren sind treffend charakterisiert, vielleicht kann David bedingt durch seine Krankheit verborgene Stimmungen und Schwingungen besser wahrnehmen, jedenfalls manchmal; dann wieder sind ihm die Gefühle der Mitmenschen völlig egal und es geht nur um ihn und seine Bedürfnisse. Das Cover hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Der sich auflösende Mann vor dem blauen Hintergrund. Ich würde das Buch tatsächlich jedem empfehlen, denn wir werden in unserem Leben bestimmt einmal mit der schlimmen Krankheit Demenz konfrontiert sein.

  • Aleyna

    aus München

    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verdiente Booker-Prize-Nominierung

    Emma Clines "In Die Schweiz" erzählt von Davids letzter Reise in die Schweiz, wo er seiner fortschreitenden Demenz und seinem Wunsch nach einem selbstbestimmten Tod begegnet. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie Davids zunehmend verwirrte Gedanken und seine Erinnerungen miteinander verbindet. Dadurch erlebt man sehr direkt, wie ihm die Kontrolle über sein eigenes Leben langsam entgleitet. Gleichzeitig tauchen alte Beziehungen, verpasste Chancen und verdrängte Gefühle wieder auf. Die Geschichte ist nicht immer leicht zu lesen, hat mich aber gerade deshalb sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Trotz des schweren Themas gibt es immer wieder überraschend komische und berührende Momente. Ein außergewöhnlicher, fesselnder Roman, der die Booker-Prize-Nominierung für mich absolut verdient hat.

  • meerblick

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die letzte Reise

    Seine letzte Reise führt David Hastungs von den USA in die Schweiz. Zwischenstation macht er bei seiner Tochter und einem alten Freund. Einst in verantwortungsvoller Tätigkeit weist das Gedächtnis von David mehr und mehr Lücken auf. Die Diagnose Demenz lässt ihn einen Schritt wagen, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden. In der Schweiz ist das mit ärztlicher Unterstützung möglich und als legal eingestuft. Emma Cline widmet sich in ihrem Roman ‘In die Schweiz‘ einem äußerst schwierigen Thema, das sicherlich sehr umstritten ist. Bemerkenswert ist ihr Schreibstil, der sich an das Erinnerungs- und Ausdrucksvermögen ihres Protagonisten anpasst, als er über seine Vergangenheit nachdenkt und damit nicht immer so leicht zu verstehen ist. Die Geschichte liest man also nicht eben mal so nebenbei. Sie ist fesselnd und außergewöhnlich, behandelt die Hauptperson mit sehr viel Feingefühl, bleibt dabei sehr realistisch.

  • clara

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsichtbare Sphären

    David steigt in ein Flugzeug, in die Schweiz - nein - nach London. Richtig. London. Dann in die Schweiz um zu sterben. Seine Demenz wird immer schlimmer und nur lichtblitzartig erkennen wir ihn und seine Geschichte. Wir erfahren das, was ihm wichtig ist und was ihm wichtig war, was er sagen möchte und nicht kann und was er sagt und nicht meint. Dabei begleiten wir den ehemaligen CFO einer amerikanischen Firma auf seinen letzten Tagen vor seinem klinisch induzierten Tod. “In die Schweiz” wird viele Leser*innen unzufrieden hinterlassen, deshalb will ich es ganz bewusst nicht pauschal empfehlen will, aber trotz meiner anfänglichen Verwirrung, die ich ganz brüderlich mit David teilte, ließ es mich einfach nicht los. Emma Clines Sprache ist so wahnsinnig feinfühlig und so schmerzhaft akkurat und “In die Schweiz” ist ein tolles Beispiel dafür. Sie legt die “unsichtbaren Sphären” frei in denen sich David bewegt, wenn er sich an seine Kindheit erinnert oder die einst wichtigen Zahlen vergisst. “Ich begehre meine Begierden nicht mehr” lässt sie David sagen und schreibt eine Elegie für ihn, für die Zeit und die, um welche sich unsichtbare Sphären ohne künstliche Begierden und kaschierter Menschlichkeit formen. Und da ist noch die Elite mit ihren teuren Uhren und Privatjets, die der Melancholie und Nostalgie trotz allem nicht auskommen. Eine verdiente Booker-Prize-Nominierung und auch super Übersetzungsarbeit von Nikolaus Stingl. Vielen Dank an das Vorablesen-Team und den Hanser-Verlag für das Rezensionsexemplar. (Noch eine zynische Anmerkung zum Cover: Nicht nur ästhetisch langweilt einen das deutsche Cover, sondern auch David (Nemo) - Schlafmütze und Kerzenhalter an der ausgestreckten Hand, alles kurz anleuchtend bevor es wieder verschwindet - taumelt und fällt nicht. Ein perfektes Bild zunichte gemacht. Stattdessen die billige Metapher eines sich auflösenden Mannes in Aquarell. Wenig originell.)

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    Hannelore Wolter

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    5/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwierig

    David "verschwindet" schleichend und so beschliesst er seine Reise in die Schweiz wird seine letzte sein. Begleitet von Cody mit Zwischenstopps zur Erinnerung und zum Abschiednehmen macht er sich auf. Kein leichtes Thema hat Emma Cline hier genommen aber mit viel Sensibilität und Empathie. Ein Buch, das nachdenklich macht, polarisiert. Darauf müssen sich Lesende einlassen wollen.

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