Im kleinen Fischerdorf kennt jeder die Legende vom »ganz Großen« – dem einen Fisch, den noch niemand je gesehen hat. Doch Oma und Marina lassen sich nicht beirren: Jeden Tag stechen sie gemeinsam in See, in einem winzigen Boot, mit einem rosigen Pfirsich als Köder und einer großen Portion Mut. Sie lauschen den Wellen, erzählen Geschichten, singen alte Lieder – und halten zusammen, auch wenn das Meer still bleibt. Bis eines Tages etwas Riesiges unter ihnen vorbeistreift … Doch statt des großen Fangs finden die beiden etwas ganz anderes: einen Moment voller Staunen, der alles verändert. Ein poetisches Seeabenteuer über Hoffnung, Zusammenhalt – und ein Ende, das anders ist als erwartet.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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In dem kleinen Fischerdorf träumt jeder Fischer davon, den „ganz Großen“ zu fangen – ein legendärer Fisch, der so selten ist wie ein Diamant und dem es um Jahr um Jahr immer wieder gelingt, zu entwischen. Als er eines Tages nah am Ufer gesichtet wird, machen sich Nana, die Dorfälteste, und Marina, das kleinste der Dorfkinder, sofort zusammen auf, um den ganz Großen zu finden. In einem kleinen Boot stechen sie in See, voller Entschlossenheit und Tatendrang und mit einem rosig-reifen Pfirsich als Köder. Auf ihrer Fahrt übers Meer kommen sie an einer Schafherde und einem Rudel Küstenwölfe vorbei, aber den ganz Großen sehen sie nicht. Doch sie verlieren nicht den Mut und versuchen jeden Tag aufs Neue ihr Glück, begleitet vom Brausen der Wellen und den vorbeiziehenden Wolken über sich. Sie versuchen sogar schließlich den ganz Großen mit anderen Obstsorten zu locken, aber nichts, er lässt sich einfach nicht blicken. Doch dann, als eines Tages plötzlich dichter Nebel aufzieht, streift etwas Riesiges ihr Boot – viel Riesiger, als sie sich je hätten vorstellen können. Es ist ein Wal, der dringend ihre Hilfe braucht! Ob sie ihn wohl retten können?
Dashka Slater und Myo Yim präsentieren hier ein bezauberndes Bilderbuch, das uns mitnimmt auf eine spannende Seereise voller Zusammenhalt, Hoffnung und Meerliebe. In kurzen, leicht verständlichen Sätzen erzählt die US-amerikanische Autorin Dashka Slater die Geschichte von der alten Nana und kleinen Marina, die Oma und Enkelin sein könnten und den gleichen Traum haben: Sie wollen den ganz Großen fangen. Wie dieser ganz Große aussieht oder was für ein Fisch er eigentlich ist, erfahren wir nicht. Auch für uns Leser*innen bleibt er Legende, doch obwohl ihn bisher noch niemand richtig gesehen hat, sind Marina und Nana fest entschlossen, ihn zu finden. Mutig stechen sie in See und zeigen uns, dass es sich lohnt, geduldig zu sein und niemals aufzugeben. Den ganz Großen finden sie zwar letztendlich nicht, aber dafür haben sie am Ende viele wundervolle gemeinsame Momente gesammelt (und ein Netz voller Fische) und teilen ein fantastisches Erlebnis, von dem sie erzählen können. Es macht einfach großen Spaß, die beiden auf ihrem Angelausflug zu begleiten und zu sehen, wie sich begeistert an der Natur erfreuen und alles daran setzen, um den Wal zu retten. Ihre Geschichte führt liebevoll vor Augen, wie wichtig es ist, die Schätze unserer Erde zu schützen und zu bewahren. Und sie erinnert uns daran, dass nichts so schön ist wie ein Abenteuer, das man zusammen erlebt.
Die Illustrationen von Myo Yim sind ein ganz besonderer Genuss: Herrlich atmosphärisch und detailreich und gefüllt mit den wunderbarsten Blau-Grüntönen, die den Zauber des Meeres perfekt einfangen. Man kann das Wellenrauschen bei jedem Umblättern regelrecht hören und könnte sich stundenlang in den Bildern verlieren, da es auf sämtlichen Seiten einfach so viel zu entdecken und zu bestaunen gibt.
Fazit: „Der ganz Große“ ist eine abenteuerliche und märchenhafte Geschichte über Mut, Ausdauer und die Erkenntnis, dass die Welt voller Überraschungen steckt. Ein wunderschönes poetisches Meeresabenteuer ab 4 Jahren, das zum Staunen und Immer-wieder-Angucken einlädt und dazu ermutigt, seinen Träumen zu folgen. Der von Hacht Verlag hat hier mal wieder ein echtes Bilderbuchschätzchen herausgebracht, ich finde es großartig! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Daggy
Thalia Book Circle Community
5/5
11.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöne Bilder und eine schöne Geschichte
In dem hübschen kleinen Fischerdorf träumen alle Fischer davon den „ganz Großen“ zu fangen. Auch Marina, die jüngste Dorfbewohnerin und Nana, die Älteste, machen sich zusammen auf und wollen das Tier mit einem Pfirsich anlocken. Sie unterhalten sich über Alltägliches und kommen ohne Fang heim. „Am nächsten Morgen, als die Morgendämmerung die Tür des Himmels einen Spalt öffnete“ fuhren sie wieder los. Nana singt ein altes Lied, das Marina von ihr lernt. Doch es sind einfach zu viele Schiffe unterwegs und deshalb fahren die beiden hinaus aufs Meer. Nebel zieht auf und dann schwankt das Boot, weil es etwas Riesiges gestupst hat.
Das Cover zeigt uns die beiden Fischerinnen mit dem Korb voll rosiger Pfirsiche und das Buch ist voller wundervoller Illustrationen angefangen von Szenen aus dem Dorf, bis zu dem riesigen Wal, den die beiden befreien, statt ihn zu fangen.
Die beiden, die Oma und Enkelin sein könnten, sind ein gutes Team, das am Ende begeistert ihre Geschichte allen erzählt. Der poetische Text ist nicht zu lang und gut verständlich und auf den Bildern gibt es ganz viel zu entdecken.
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5/5
25.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
der Traum aller Fischer*innen
Dies Bilderbuch aus dem "von Hacht"-Verlag ist großes Kino und zeigt uns zugleich, das sich Wünsche/Träume manchmal auch ganz anders erfüllen können.
Wir Betrachter lernen ein kleines Fischerdorf kennen, dessen Bewohner seit Jahren "dem ganz Großen" Fisch hinterherjagen - gesehen hat ihn aber noch keiner.
Als es wieder einmal heißt, der Fisch wäre in Ufernähe gesichtet worden, fahren auch die kleine Marina und Nana, die Älteste im Dorf sich mit ihrem kleinen Boot los - mit einem reifen Pfirsich als Köder.
Sie brauchen mehrere Tage und viel Zeit/Geduld, bis sie sich, weit weg von den anderen Fischern, im Nebel auf dem Meer wiederfinden und ihre ganz persönliche Begegenung mit dem Wal(!) haben...
Die Geschichte endet dann vielleicht anders als gedacht, aber für Kitakinder ab 4Jahren perfekt, finde ich - lesen Sie selbst!
Illustratorin Myo Yim hat dafür von den vorderen Vorsatzblättern mit der Draufsicht auf Hafen und Dorf über die detailreichen Seiten mit Fischern, Booten und ganz viel Meer bis zum Aufeinandertreffen der "Ladies" mit dem riesigen Tier, das wir in der Tiefe unter ihrem Boot entdecken sowie deren erfolgreichen Heimkehr spannende Bilder zur Handlung geschaffen.
Und ihre beiden Protagonistinnen bunt und empathisch in Szene gesetzt.
Ein Bilderbuch, das uns stimmungsvoll an die Küste bzw. das Meer versetzt und aufzeigt, das Mut und Ausdauer belohnt werden, wenn auch anders als gedacht... ;-)
Übersetzt von Katharina Naumann.
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