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Am Rand der Welt

3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

37295

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.08.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,5/14/3,1 cm

Gewicht

462 g

Farbe

Messing

Auflage

2. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-691-31021-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

37295

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.08.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,5/14/3,1 cm

Gewicht

462 g

Farbe

Messing

Auflage

2. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-691-31021-4

Herstelleradresse

Pfaueninsel
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
DE

Email: webmaster@bastei-luebbe.de

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  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend, atmosphärisch, berührend

    Am Rand der Welt von Caroline Bernard ist ein berührender historischer Roman über eine Frau, die zwischen 1935 und 1943 mit ihrer Familie an der Nordseeküste auf dem Hermann-Göring-Koog gelebt hatte. Koog war mir bisher kein Begriff, es handelt sich um ein durch Deichbau dem Meer abgerungenes und dauerhaft eingedeichtes künstlich geschaffenes Landgebiet an der Nordseeküste. Die Nazis vergaben die Grundstücke bzw. Höfe am Koog nur an parteitreue Bewerber. Gretes Mann Johann hatte seine Bewerbung eingereicht, nachdem der Hof seiner Eltern an seinen älteren Bruder vererbt wurde. 1935: Grete und Johann treffen mit ihren dreijährigen Zwillingen Hans und Luise und weiteren Siedlern an der Nordseeküste ein. Die feierliche Einweihung durch Hermann Göring erfolgt wenige Monate später. Die ersten Monate auf dem Koog sind hart, nichts wächst auf dem der Nordsee entrissenen Land. Die Arbeit ist mühsam, auch die Kleinsten müssen mit anpacken. Gretes einziger Lichtblick sind die Stunden am Deich, in der einzigartigen Schönheit der Natur findet sie Trost und schöpft Kraft für ihren arbeitsamen Alltag. „Vor ihr lag das in der Sonne träge glänzende Watt. Die Gold- und Rottöne erinnerten an ein Gemälde eines holländischen Malers. Der Horizont war keine scharfe Linie wie sonst, sondern verwischte, und die Grenze zwischen Himmel und Meer war kaum auszumachen.“ (S. 243) Der nationalsozialistische Chef der Siedlung Willi Mommsen macht ihr das Leben schwer, seine Schikanen werden noch schlimmer, nachdem die Familie von einem tragischen Schicksalsschlag getroffen wurde. Kurz nach Kriegsausbruch wird Johann eingezogen, und Grete wird ein französischer Zwangsarbeiter zugewiesen. Sechzig Jahre später bittet Grete ihre Enkelin Kristine, mit ihr noch einmal an die Nordsee zu fahren. Sie macht Andeutungen über eine Tragödie am Koog, die totgeschwiegen wurde. Bevor sie Näheres verraten kann, stirbt sie. Beim Sichten ihres Nachlasses, findet Kristine Fotos und Erinnerungsstücke und beschließt, erneut zum Tümlauer Koog zu fahren. Die Thematik Enkelin auf der Suche nach den Wurzeln der Großmutter ist mir in letzter Zeit öfter begegnet, Vergangenheitsbewältigung ist für mich ein faszinierendes und spannendes Thema. Es scheint, dass fast jede Familie ein Geheimnis hat und fast jede Frau im Krieg etwas Furchtbares erlebt hat. Nicht selten war es die verbotene Liebe zu einem Besatzungssoldaten oder Zwangsarbeiter. Ich habe Gretes Geschichte sehr gern gelesen, sie hat mich berührt und zum Nachdenken über die Frauen gebracht, die – wie meine Großmütter - während des Krieges auf sich allein gestellt dafür sorgen mussten, ihre Kinder durchzubringen. Sehr gerne empfehle ich Am Rand der Welt weiter und vergebe fünf Sterne.

  • Bewertung

    4/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte einer mutigen Frau

    Am Rand der Welt – Caroline Bernard Nach dem Tod ihrer Großmutter Grete ist ihre Enkelin Kristine auf deren Spuren unterwegs. Ihre Großmutter trug ein Geheimnis mit sich, das sie ihr nicht offenbaren konnte. Während Kristine recherchiert, wird parallel Gretes Geschichte erzählt. Zu Beginn der 30er Jahre entscheiden die Nationalsozialisten, dass an der Nordsee Land gewonnen werden soll und zu „fruchtbarer Erde“ gemacht wird. Eine neue Volksgemeinschaft soll entstehen, Grete und ihr Mann gehören zu den Siedlern. Der „Hermann-Göring-Koog“ wird 1935 auf der Halbinsel Eiderstedt eingeweiht. Grete tut sich schwer mit der von den Nationalsozialisten vorgegebenen Norm und Ordnung, sie leidet unter der Beobachtung der Nachbarn, der Normierung. Zusätzlich hat sie Angst vor den Übergriffen des Ortsgruppenleiters Mommsen, der sich gern an Frauen „vergreift“. Ihre Tochter, die nach einem schlimmen Erlebnis nicht mehr spricht, muss beschützt werden, da sie nicht in die nationalsozialistischen Vorstellungen eines gesunden Kindes passt. Trost findet Grete in der zauberhaften Natur des Wattenmeeres. Mit Kriegsbeginn sind fast alle Männer für den Krieg eingezogen, die Frauen allein auf den Höfen, in der Zeit werden „Fremdarbeiter“, Kriegsgefangene der Nationalsozialisten auf den Höfen eingesetzt. So trostlos wie das Leben ist auch die Sprache, fast berichthaft wird erzählt, die Einsamkeit, Angst und Leere sind spürbar. Doch je mehr Grete auf sich allein gestellt ist, desto mehr wird sie zur Kämpferin, für sich und für ihre Kinder. Da beginnt die Dynamik der Geschichte. Gretes Zufluchtsort, die karge, oft auch wilde Natur des Wattenmeeres, wird in liebevoller, poetischer Sprache beschrieben. Kristine lüftet Stück für Stück das Geheimnis ihrer Großmutter. Es ist ein Roman über ein trauriges Stück Geschichte, einer starken, mutigen Frau, die sich den Normen widersetzt, die menschlich ist und voller Gefühl. Pfaueninsel 31.8.26

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    30.08.2026

    eBook (ePUB)

    Zwischen Schuld und Liebe

    Gretes Leben an der Nordsee hatte mit den Vorstellungen, die anfangs vielleicht vorhanden waren, wenig zu tun. Der neue Koog bringt harte Arbeit, Unsicherheit und eine Einsamkeit mit sich, die an vielen Stellen spürbar wird. Gerade diese Seiten des Buches wirkten besonders glaubwürdig. Das Meer ist ständig präsent und macht deutlich, wie abhängig die Menschen damals von ihrer Umgebung waren. Vieles dreht sich um eine Entscheidung, die Grete wegen ihrer Tochter Luise trifft. Lange Zeit bleibt die ganze Tragweite davon im Hintergrund. Trotzdem ist immer zu spüren, dass etwas unausgesprochen zwischen den Zeilen steht. Das hat neugierig gemacht und die Geschichte zusammengehalten. Immer wieder wechseln die Kapitel zu Kristine. Während sie sich mit der Vergangenheit ihrer Familie beschäftigt, werden einzelne Puzzleteile zusammengesetzt. Dadurch entstehen Verbindungen zwischen den Generationen, die nach und nach verständlich werden. Niemand in dieser Geschichte ist frei von Fehlern. Die Figuren handeln manchmal aus Angst, manchmal aus Liebe und nicht jede Entscheidung lässt sich sofort verstehen. Das macht sie sehr menschlich. Ihre Sorgen und Zweifel wirken glaubwürdig und geben der Handlung zusätzliche Tiefe. Auch die Landschaft bleibt in Erinnerung. Die Weite, der Wind und die Nähe zum Meer begleiten die Handlung fast durchgehend. Vieles davon ließ sich beim Lesen leicht vorstellen. Nach dem letzten Kapitel blieb nicht eine einzelne Szene besonders hängen, sondern das Zusammenspiel der verschiedenen Lebensgeschichten. Die Verbindung zwischen Großmutter, Tochter und Enkelin entwickelt sich ruhig, aber mit Wirkung. Ein Roman, der ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch lange nachwirkt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Bewertungen (3)

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  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Roßmann

    Kathrin Roßmann

    Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia – EKZ Neue Mitte

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaublich spannende Zeitreise

    Ein bewegendes und eindrückliches Zeitportät von 1935 bis 2003 in einer einzigartigen, berückenden Landschaft. Caroline Bernard, bekannt für ihre zahlreichen historischen Romane über starke Frauen, ist auch mit ihrem neuen Roman wieder eine fesselnde Geschichte gelungen. Sie erzählt vom Schweigen nach unvorstellbarem Leid, der Last großer Familiengeheimnisse und darüber, wie uns die Vergangenheit prägt, bis in die Generationen der Töchter und Enkelinnen hinein. Am Ende weiß man, dass die Auseinandersetzung mit Katastrophen auch Chancen eröffnen kann.

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