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Artikelbild von Tage am Fluss
Jochen Mariss

1. Tage am Fluss

Tage am Fluss

Gesprochen von
200

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

57

Gesprochen von

Heike Warmuth + weitere

Spieldauer

8 Stunden

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822524

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

57

Gesprochen von

Spieldauer

8 Stunden

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822524

Herstelleradresse

Argon Verlag GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

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  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    02.08.2026

    Hörbuch (Audio)

    Ein wunderbares Buch, das lange nachhallt

    Sara kann es nicht fassen. Sie hat tatsächlich verschlafen und ihre Kunden warten an der Fähre. Einige erbost und andere gelassen. Da gibt es die Schüler, welche pünktlich zum Unterricht erscheinen müssen oder andere Leute, die wichtige Termine zu erledigen haben. Aber Sara kennt alle seit Jahren und auch die Nörgler ignoriert sie geflissentlich. Es sind immer die gleichen Passagiere, die ihre Fähre nutzen. Bis völlig unerwartet ein fremder Mann das Fährschiff betritt. Er ist verletzt und bittet darum, dass sie ihn versteckt. Zunächst war Sara klar, dass sie Leon nur vorübergehend aufnimmt. Sie säubert seine Wunde, verbindet sie und lässt ihn im Bett ihres verstorbenen Bruders schlafen. Kleidung, die sie Leon anbietet stammt von dem Bruder. Als der dann offenbart, dass er eigentlich länger bleiben möchte, zieht sie ihn für Reparaturen in Haus und Hof heran. Mit der Zeit vertrauen sich die beiden und Sara erzählt ihm von ihrem schlimmsten Alptraum in ihrer Vergangenheit. „Tage am Fluss“ ist ein Buch der leisen Töne. Der ansprechende Stil zog mich sofort in seinen Bann. Dazu gehört auch, dass die Hauptperson Sara sehr naturverbunden ist und diese Tatsache immer mal wieder thematisiert wird. Und ja, spannend ist das Buch ebenfalls. Die Sprecherin Heike Warmuth und ihr Kollege Nils Kretschmer haben den Inhalt perfekt vorgetragen. Ein Hörbuch, dass neben der guten Unterhaltung auch zum Nachdenken anregt.

  • wal.li

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    26.07.2026

    Hörbuch (Audio)

    Die Fähre

    Sara Harmsen übt einen Beruf aus, den es heutzutage kaum noch gibt. Sie steuert eine kleine Gierseilfähre über den Fluss. Autos können nicht übersetzen, aber Fußgänger und Radfahrer können Wegstrecke und Zeit einsparen, wenn sie die Fähre nehmen. Trotzdem gibt es eine Initiative für eine Brücke. Die Arbeit hat Sara von ihrem Vater übernommen, häufiger denkt sie aber an ihren kleinen Bruder Jan. Als Leon man könnte sagen auf ihrer Fähre strandet, erinnert dieser sie irgendwie an Jan. Auf Gesellschaft ist Sara allerdings nicht eingerichtet. Mit ihren sieben Hühnern und ihrem Hund Luna ist sie vollauf beschäftigt.  Eigentlich will Sara niemanden bei sich haben und sie hat, nachdem sie seine Wunde versorgt hat, Leon auch bedeutet, dass er wieder verschwunden sein soll, wenn sie zurückkommt. Aber ganz so hart mag sie dann doch nicht sein. Und so kommen sie und Leon sich näher. Leon nimmt an Saras Alltag teil und so nach und nach erzählen sie sich gegenseitig etwas aus ihrem Leben. Bei Sara kommen Erinnerungen hoch und Leon denkt so manches Mal daran, wieso er ursprünglich nach Erlengrund gekommen ist. Ein wenig schwanken sie zwischen Annäherung und sich entfernen. Die gemeinsame Zeit verändert sowohl Sara als auch Leon. Doch die viel Zeit wird ihnen vergönnt sein. Aus den Perspektiven von Sara und Leon kann man an der Zeit am Fluss teilhaben. Da ist es sehr passend, dass das Hörbuch von zwei Sprechern nämlich Heike Warmuth und Nils Kretschmer eingelesen wurde. Beide erfüllen ihre Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen in die handelnden Personen.  In der Handlung des Romans dreht es sich so ein wenig um alles. Die Umwelt, den Naturschutz, die persönliche Entwicklung der Protagonisten und letztlich auch um den Kampf für oder gegen eine Brücke. Man könnte meinen, der Ansatz ist etwas zu groß gewählt. Aber wie der Autor seine Bogen schlägt, passt sehr gut zusammen. Vielleicht gehen am Rande ein paar Einzelheiten verloren oder werden recht schnell abgehakt, aber dennoch fühlt man sich mit dem Buch irgendwie abgeholt und beschließt es mit einem Lächeln. Ein gelungenes Romandebüt, dessen Lektüre gerne empfohlen wird.

  • Bewertung

    aus Quickborn

    3/5

    24.07.2026

    Hörbuch (Audio)

    Über diese Brücke geht man nicht

    Tage am Fluss vereint zwei sehr unterschiedliche Protagonisten, die zu einer ungewollten Zweckgemeinschaft werden. Jochen Mariss hat seinen Debütroman in der Nähe von Hamburg angesiedelt, Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die sie von ihrem Vater geerbt hat, und lebt ansonsten allein mit ihrer Hündin Lara am Rande des Dorfes Erlengrund. Eines Tages erscheint ein junger Mann, Leon, reichlich lädiert, ohne Geld oder Papiere. Sie versorgt seine Verletzungen und nimmt ihn bei sich auf. Er könnte ihr Sohn sein, zumindest vom Alter. In der Gemeinde sind die Leute nicht gut auf Sara zu sprechen, die kleine Fähre ersetzt nun mal keine richtige Brücke, besonders als Niedrigwasser der Fährverkehr zum Erliegen kommen lässt, kochen die Emotionen hoch. Aber Sara ist dickköpfig und nicht kooperativ, das für eine Brücke benötigte Land gehört ihr und das verkauft sie nicht. Niemals! Leon erweist sich als gelehriger Schüler in Sachen Landarbeit und Reparaturen, aber er ist auch ein sehr sturer Klimaaktivist. Deshalb weder fürs private Abzweigen von Wasser aus dem Fluss zu begeistern, noch für eine neue Brücke zu haben. Wenn man seinen Gedankengängen zuhört, mutet es wie Agitation und Propaganda aus dem ÖRR an. Natürlich liegt auch Sara die Natur am Herzen, aber aggressive Klimaaktivisten sind auch nicht ihr Fall. Dass die beiden noch so einiges voreinander verbergen, stellt sich im Laufe der Erzählung heraus. Sara wirkt gar ein bisschen verliebt, Leon ist das ein bisschen peinlich, aber auch er fühlt sich mit Sara verbunden. Wie sich das alles ausgeht, hört jeder am besten selbst. Die Vorlesestimmen von Sara und Leon sind Heike Warmuth und Nils Kretschmer. Der Argon Verlag hat mit der Auswahl der Sprecher wieder ein gutes Händchen bewiesen, Es macht Spaß, den beiden zuzuhören, so verschieden die Protagonisten, so anpassungsfähig sind die Sprecherstimmen. Mir hat das gefallen, auch wenn ich wahrlich kein Verfechter des Klimaaktivismus bin, Baumbesetzer und Leute, die Moltowcocktails auf Polizisten werfen finden meine Zustimmung nicht. Mariss verharmlost das etwas, wenn er z. B. von Mollies spricht, die ja tödliche Waffen sein können. Dass die olizisten nur als Bullen tituliert werden, mag ja in der Szene üblich sein, mich stößt das ab. Leon versucht, seine Taten im Wald zu vertuschen, was am Ende dabei heraus kommt, muss sich jeder bitte selbst anhören. Alles kann ich hier nicht verraten. Mariss Sprache ist poetisch, durch die Landschaftsbeschreibungen und die liebevolle Art des Umgangs zwischen Sara und Leon machte mir das Hörbuch auch Freude. Manchmal sind die Beschreibungen etwas langatmig, aber die Specherin Heike Warmuth fängt das auf. Der Leon ist mir etwas zu philosophisch geraten, auch die Stimmlage von Nils Kretschmer, der ab und an einen recht leidenden Ton anschlägt, ist nicht ganz mein Geschmack. Fazit: ein Hörbuch, das mir verschiedene Meinungen nahebrachte und das auch zum Nachdenken anregt. Die aufdringlichen Argumentationen bezüglich Klimawandel und Klimaaktivisten fallen bei mir trotz aller Bemühungen des Autors nicht auf fruchtbaren Boden. Sara im Buch sieht das anders. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt. 3 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sansibar

    Tage am Fluss von Jochen Mariss Sara Harmsen ist Fährfrau nahe beim Dorf Erlengrund. Wie schon ihr Vater und Grossvater verbindet sie das Dorf mit der Fähre und den Rest der Welt.....An einem sehr heissen Sommertag strandet ein junger Mann auf der Fähre. Er sieht verletzt und wirklich nicht gut aus. Leon so heisst der junge Mann mit einer Kopfverletzung. Sara verarztet ihn und gibt im gegen Arbeit Obdach. Er hilft ihr bei den Schafen und Hühner. Und auch bei den Sonstigen Arbeiten auf dem Grundstück. Sara erzählt ihm auch von den Plänen von einigen Leuten ihr bei ihr eine Brücke zu Bauen... Sie lernen sich immer besser kennen und erzählen sich von ihren alten Wunden. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Wie jung und ,,alt,, zusammen Arbeiten und ihre alten Wunden heilen dürfen. Auch das Thema Umweltschutz hat einen hohen Stellenwert bei der Geschichte.

  • theagri_liest

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Sommer für Veränderungen

    Tage am Fluss von Jochen Mariss, Kiepenheuer & Witsch Etwas von Grund auf ändern und Zeichen setzen. "Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.« Durch das schöne Cover wurde ich auf das Romandebüt von Jochen Mariss aufmerksam und habe mich gefreut ihn dank Vorablesen vom LovelyBooks und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag, lesen können. Das Buch, ist wunderschön gestaltet, mit angenehmer Schriftgröße und Zeilenabstand, so dass es gut in der Hand liegt und prima lesbar ist. Sara lebt auf einem kleinen Hof mit ihren Tieren am Fluss in einem kleinen Dorf. Sie ist die Fährfrau. Jonas kommt mit einer Kopfverletzung und einem Geheimnis auf ihre Fähre und sie versorgt ihn. Dafür hilft er auf dem Hof. Heiße Sommertage, kein Regen, der Pegelstand des Flusses wird immer niedriger. Trotzdem kann man sich die Idylle vorstellen, dazwischen der heruntergekommene Hof, die träge machende Hitze, der trockene Garten. Man spürt Wärme und riecht Sommer, so gut geschildert. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, Bilder mit schönen Worten vor Augen zu transportieren. Doch auch den Kummer, die Einsamkeit, die Erinnerungen sind spürbar. Und sehr schön wird der Prozess beschreiben, wie man sich öffnen und füreinander da sein kann. Berührend und tiefgehend erzählt. Was auch nicht zu kurz kommt, sind der leichte humorvolle Sequenzen, wie die unvergesslichen Orakel. Die beiden Protagonisten werden allmählich eingeführt und geduldig entwickeln sich ihre Charaktere, die glaubhaft und authentisch beschrieben werden, die ihren Überzeugungen gemäß handeln und leben. Man spürt ihre Sorge um den Zustand unserer Welt, ihr Bemühungen zu verstehen und zu bewahren. Jochen Mariss erzählt seine Geschichte langsam, so dass sich die Problematik allmählich entwickelt und auf die Höhepunkte zusteuert. Dabei werden seine Themen - Natur, Klima, Umwelt - dem Lesenden nicht übergestülpt, sondern plastisch vor Augen gemalt. Alles folgt logisch aufeinander. Auch wenn das Ende etwas abrupt und nicht ganz so harmonisch daherkommt, wie gewünscht, zeigt es dennoch etwas vom Leben, indem nicht alles so ist, wie man es sich ausmalt, in dem trotz allem gute Dinge geschehen und Menschen ihre Wege finden. Mir hat dieser ruhig erzählte Roman, den eine stille Spannung durchzieht und der verschiedene Problematiken im zwischenmenschlichen und in unserer Umwelt zum Thema macht, sehr gefallen. Nicht besser wissend sondern gut wissend erzählt.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (200)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.07.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Ein schönes Sommer-Hörbuch!

    Sara lebt am Fluß hat die Fähre ihres Vaters übernommen, mit der schon viele Generationen über den Fluß gebracht wurden. Zusammen mit ihrem Hund lebt sie dort im Einklang mit der Natur und möchte, daß das auch so bleibt. Als ein junger Mann verletzt und offensichtlich auf der Flucht auf ihre Fähre und ihre Insel kommt, ihr bisher in festen Bahnen verlaufendes Leben (erneut) aus den Fugen zu geraten. Ein wunderbar ruhiger aber spannend erzählter Roman über Verletzungen und Neuanfänge, die Liebe zur Natur und die Kraft der Gemeinschaft. Eine schöne Sommerlektüre. Das Hörbuch habe ich sehr gerne gehört. Durch das Abwechseln zweier Sprecher für die beiden Protagonisten erhielt es eine zusätzliche Lebendigkeit und Eindringlichkeit.
  • Zum Bewerterprofil von Michelle Splinter

    Michelle Splinter

    Thalia Suhl – EinkaufsCentrum am Steinweg

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ganz besondere Geschichte

    Tage am Fluss ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest sondern erlebt. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, selbst am Ufer eines ruhigen Flusses zu sitzen, den Alltag hinter mir zu lassen und für einen Moment einfach nur durchzuatmen. Jochen Mariss schreibt mit einer außergewöhnlichen Leichtigkeit und gleichzeitig mit einer Tiefe, die lange nachhallt. Seine Gedanken über das Leben, die Zeit, das Glück und die kleinen Begegnungen wirken nie belehrend, sondern wie ein Gespräch mit einem guten Freund. Gerade in unserer oft hektischen Welt erinnert dieses Buch daran, wie viel Schönheit in den stillen Momenten liegt. Die liebevolle Gestaltung unterstreicht den besonderen Charakter des Buches und macht es zu einem wunderbaren Geschenk für Menschen, die Trost suchen, neue Kraft schöpfen möchten oder sich selbst einfach etwas Gutes tun wollen. Gleichzeitig ist es ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt, zufällig eine Seite aufschlägt und genau den Satz findet, den man gerade braucht. Wer Geschichten und Gedanken mit Herz liebt und sich nach einem Buch sehnt, das entschleunigt und berührt, sollte Tage am Fluss unbedingt entdecken. Ein kleines Buch voller großer Gefühle. Warmherzig, inspirierend und von zeitloser Schönheit.
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Knöpper

    Sandra Knöpper

    Thalia Hoyerswerda – Lausitz-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional

    "Tage am Fluss" erzählt einfühlsam die Geschichte der Fährfrau Sara und des jungen Leon, die sich langsam annähern und dabei lernen, mit ihrer Vergangenheit umzugehen. Besonders gelungen ist die Auseinandersetzung mit Natur und dem Schutz der Umwelt. Wer emotionale Geschichten mit Tiefgang und einer wichtigen Botschaft schätzt, wird diesen Roman lieben.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Am grünen Mond"

    Es gibt Bücher, die sich nach Sommer anfühlen. Jochen Mariss' Debüt "Tage am Fluss“ ist eines davon. Sara Harmsen, Anfang fünfzig, lebt mit ihren Hühnern, Schafen und der Hündin Luna am Fluss. Als Fährfrau setzt sie Menschen von einem Ufer ans andere über. Nach außen wirkt sie schroff und verschlossen. Ihr Leben hat sich auf das Wesentliche reduziert, bis Leon auftaucht. Der junge Mann muss verarztet werden, braucht eine Unterkunft und bietet seine Arbeitskraft an. Beeindruckt hat mich sein Einsatz für Natur- und Umweltschutz. Gemeinsam mit anderen hat er versucht, den nahegelegenen Wald zu beschützen, dabei wurde er verletzt. Während sich zwischen den beiden vorsichtig Vertrauen entwickelt, gerät auch Saras Lebensgrundlage ins Wanken. Ausgerechnet die Fähre, die ihr Beständigkeit bedeutet, soll durch den Bau einer Brücke überflüssig werden. Angetan haben es mir die liebevoll gesetzten Details, etwa das "Hühnerorakel“ ebenso wie die naturlyrischen Passagen über Landschaft, Wald, Tiere und Wasser. Doch die Natur bleibt nie bloße Kulisse. Der Roman erzählt von Wunden, die bleiben, und von Begegnungen, die etwas in Bewegung bringen. Sehr berührend, ganz wunderbar!
  • Zum Bewerterprofil von Kerstin Hahne

    Kerstin Hahne

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    nur ein Sommerbuch mehr? - nein

    Jochen Mariss`s Debütroman punktet mit einfühlsamer Schreibe, stimmungsvollem Ambiente und einer Handlung, die sich organisch und glaubwürdig entwickelt. Aus zwei Perspektiven geschrieben, sind wir schnell ganz dicht an seinen beiden Hauptfiguren Sara und Leon dran, aber auch die wenigen Nebendarsteller haben durchaus eigenes Profil. Sara Harmsen ist eine Eigenbrötlerin.Sie betreibt eine kleine Fähre in der Nähe eines Dorfes, das (ohne eine eigene Brücke) auf sie angewiesen ist.Dies könnte sich allerdings in der Zukunft vielleicht ändern, da der Bürgermeister vor Ort auch Besitzer eines Betonwerkes ist und dringend Befürworter für eine Brücke sucht.... Sara verdient nicht wirklich viel mit ihrer Arbeit, aber ihr einsamer kleiner Hof am Fluss, ihre geliebten Bücher sowie ihre sieben Hühner, drei Schafe plus Hund Luna reichen ihr völlig aus. Das alles ändert sich, als Leon verletzt auf ihre letzte Fähre/Fuhre torkelt.Er hatte bei der Baumbesetzung am Hambacher Forst mitgewirkt und wird nun wohl von der Polizei gesucht. Sara nimmt ihn erst widerwillig auf und fängt langsam an, ihm ihr Vertrauen zu schenken, aber der junge Weltverbesserer und Öko-Kämpfer hat noch ein zweites Geheimnis vor ihr... In eingängiger, fast poetischer Sprache verfasst, habe ich die Begegnung der beiden so unterschiedlichen Charaktere und ihr An-ein-ander-wachsen angetan und berührt verfolgt - ein gelungener Erstling!

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