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Produktbild: Ruge

Ruge Der Reporter des 20. Jahrhunderts

1

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15795

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

Dateigröße

14855 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843739399

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

15795

Erscheinungsdatum

27.08.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

496 (Printausgabe)

Dateigröße

14855 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783843739399

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  • VolkerM

    5/5

    25.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als der Journalismus noch keine Scheuklappen trug

    Hanns Joachim Friedrichs hat den Spruch geprägt: „Ein Journalist darf sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“ Dieses Prinzip gilt heute leider nicht mehr und die öffentlich-rechtlichen Medien haben längst ihren Auftrag aufgegeben, wertneutral und ausgewogen zu berichten. Man kann kaum glauben, dass es eine Zeit gab, in der Journalismus ohne ideologische Scheuklappen möglich war und doch gab es sie: Es war die Zeit von Gerd Ruge, dessen außergewöhnliche Karriere Inhalt dieser Biografie ist. Ruge hatte ein geradezu unglaubliches Gespür dafür, wo in der Welt sich geschichtliche Umbrüche ereigneten und so war er bereits in den Fünfzigerjahren der erste westdeutsche Korrespondent in Moskau, später in den USA und China. Etwas Glück war bei der Wahl sicher dabei, aber Gerd Ruge hatte eben auch die phänomenale Fähigkeit, zu improvisieren, Widerstände zu überwinden und völlig unvoreingenommen auf Menschen zuzugehen. Dieses ehrliche Interesse müssen seine Informanten gespürt haben, denn es durchzieht seine Reportagen von Anbeginn wie ein roter Faden. Ruge hat niemals belehrt, sondern überließ das Urteil dem Zuschauer. Er hat berichtet, nicht erzogen, eine Haltung, die ihm später auch kritisch vorgehalten wurde. Ruge glaubte an die Intelligenz seiner Zuschauer, die Medien von heute trauen dem Zuschauer dagegen nicht mehr über den Weg. Das Misstrauen ist mittlerweile gegenseitig. Christian Neef hatte das unglaubliche Glück, für seine Biografie auf das riesige Privatarchiv Gerd Ruges zurückgreifen zu können, das erst kürzlich verfügbar wurde. Möglicherweise war sich Ruge der Bedeutung dieses Fundus gar nicht bewusst, aber es stellte sich im Lauf der Recherche heraus, dass hier unglaubliche historische Hintergrundquellen schlummern, die auch Licht auf die Person Gerd Ruge werfen. Neef zeigt, dass Ruge immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war und sein kleiner, aber mächtiger Kreis von Unterstützern ihm dabei manche Hürde aus dem Weg räumte. Schon die Medienverantwortlichen der britischen Besatzungszone erkannten Ruges außergewöhnliches Talent, später förderten ihn Persönlichkeiten wie Adolf Grimme und Werner Höfer. Die Biografie zitiert Wegbegleiter und Zeitzeugen, aber vor allem Passagen aus dem riesigen Fundus von Ruges Funk- und Fernsehbeiträgen. So kristallisiert sich langsam das Persönlichkeitsbild von einem leisen, äußerst bescheidenen, aber privat unnahbaren Menschen heraus. Ruge war sein ganzes Leben Einzelkämpfer, er galt als schweigsam und selbst Menschen aus seinem familiären Umfeld haben diese Schale nie geknackt. Die Nähe, die er zu seinen Interviewpartnern aufbaute, war nur scheinbar, denn er behielt immer die Distanz, die seinem Verständnis von Journalismus entsprach. Und doch wirken die Reportagen feinfühlig und emotional. Diesen Spagat bekam niemand so gut hin, wie Gerd Ruge. Neef ist ein unermüdlicher Faktensammler, der stilistisch leider nicht an die Brillanz seines Protagonisten heranreicht. Manchmal fühlt man sich inmitten der unglaublichen Detailfülle an Informationen etwas alleine gelassen, so als hielte der Biograf ebenso persönliche Distanz zu Ruge, wie Ruge zu seiner Umwelt. Aber vielleicht war die emotionale Mauer auch einfach zu hoch gezogen, als dass sie überhaupt jemand überwinden könnte. Heute hätte Gerd Ruge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk keine Chance mehr. Seine Neutralität und sein Vertrauen darauf, dass der Zuschauer aus den verfügbaren Informationen die richtigen Schlüsse zieht, sind nicht mehr gefragt. Ruge hätte sicher bemerkt, dass das schon immer der Weg in die Diktatur war.

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