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Die Vegetarierin Roman | Nobelpreis für Literatur 2024

88

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,3/11,8/2 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

채식주의자

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07500-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,3/11,8/2 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

채식주의자

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07500-6

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Zwischen den Zeilen lesen

Niya (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 08.03.2026

Bewertungsnummer: 3069150

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman “Die Vegetarierin” von Han Kang entfaltet seine Wirkung weniger durch das offen Gesagte als vielmehr durch das, was zwischen den Zeilen verborgen bleibt. Die Autorin zeichnet eine subtile, zugleich verstörende psychologische Studie über einen Menschen, der in einer Welt lebt, in der Individualität und inneres Erleben keinen Raum finden. Im Zentrum der Erzählung steht eine Frau, deren innerer Schmerz lange unsichtbar bleibt. Sie gehört zu jenen Menschen, die ihr wahres Ich nie zeigen dürfen - weder in der Familie, noch in der Gesellschaft. Stattdessen wird von ihr erwartet, eine Rolle zu erfüllen, eine Maske zu tragen und sich den Normen anzupassen. Gefühle, Zweifel und Verletzungen werden verdrängt, bis sie sich schließlich auf radikale Weise Bahn brechen. Der scheinbar einfache Entschluss der Protagonistin, kein Fleisch mehr zu essen, wirkt zunächst wie eine persönliche Entscheidung. Doch bald wird deutlich, dass dieser Schritt mehr ist als eine Ernährungsumstellung. Er wird zu einem stillen Akt des Widerstands gegen eine Welt, die sie nicht versteht und nicht verstehen will. Ihr Umfeld reagiert mit Unverständnis, Druck und Gewalt - denn Abweichung von der Norm wird nicht toleriert. Je stärker die Gesellschaft versucht, sie wieder “normal” zu machen, desto weiter zieht sich die Protagonistin zurück. Schließlich verweigert sie nicht nur Fleisch, sondern jede Form der Nahrung. In dieser radikaler Selbstverweigerung liegt zugleich ein paradoxes Moment der Kontrolle: Der eigene Körper ist das letzte Territorium, über das sie selbst bestimmen kann. Wenn ihr schon Stimme, Freiheit und Identität genommen werden, bleibt ihr wenigstens die Macht über ihren Körper. Han Kang gelingt es, mit großer literarischer Präzession die zerstörerische Kraft sozialer Erwartungen und familiärer Zwänge sichtbar zu machen. “Die Vegetarierin” ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein Werk, das Aufmerksamkeit und Sensibilität verlangt. Wer bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen, entdeckt darin eine tiefgründige Reflexion über Unterdrückung, Identität und den verzweifelten Versuch eines Menschen, sich selbst zu behaupten.

Zwischen den Zeilen lesen

Niya (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 08.03.2026
Bewertungsnummer: 3069150
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman “Die Vegetarierin” von Han Kang entfaltet seine Wirkung weniger durch das offen Gesagte als vielmehr durch das, was zwischen den Zeilen verborgen bleibt. Die Autorin zeichnet eine subtile, zugleich verstörende psychologische Studie über einen Menschen, der in einer Welt lebt, in der Individualität und inneres Erleben keinen Raum finden. Im Zentrum der Erzählung steht eine Frau, deren innerer Schmerz lange unsichtbar bleibt. Sie gehört zu jenen Menschen, die ihr wahres Ich nie zeigen dürfen - weder in der Familie, noch in der Gesellschaft. Stattdessen wird von ihr erwartet, eine Rolle zu erfüllen, eine Maske zu tragen und sich den Normen anzupassen. Gefühle, Zweifel und Verletzungen werden verdrängt, bis sie sich schließlich auf radikale Weise Bahn brechen. Der scheinbar einfache Entschluss der Protagonistin, kein Fleisch mehr zu essen, wirkt zunächst wie eine persönliche Entscheidung. Doch bald wird deutlich, dass dieser Schritt mehr ist als eine Ernährungsumstellung. Er wird zu einem stillen Akt des Widerstands gegen eine Welt, die sie nicht versteht und nicht verstehen will. Ihr Umfeld reagiert mit Unverständnis, Druck und Gewalt - denn Abweichung von der Norm wird nicht toleriert. Je stärker die Gesellschaft versucht, sie wieder “normal” zu machen, desto weiter zieht sich die Protagonistin zurück. Schließlich verweigert sie nicht nur Fleisch, sondern jede Form der Nahrung. In dieser radikaler Selbstverweigerung liegt zugleich ein paradoxes Moment der Kontrolle: Der eigene Körper ist das letzte Territorium, über das sie selbst bestimmen kann. Wenn ihr schon Stimme, Freiheit und Identität genommen werden, bleibt ihr wenigstens die Macht über ihren Körper. Han Kang gelingt es, mit großer literarischer Präzession die zerstörerische Kraft sozialer Erwartungen und familiärer Zwänge sichtbar zu machen. “Die Vegetarierin” ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein Werk, das Aufmerksamkeit und Sensibilität verlangt. Wer bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen, entdeckt darin eine tiefgründige Reflexion über Unterdrückung, Identität und den verzweifelten Versuch eines Menschen, sich selbst zu behaupten.

Außergewöhnlich, extrem, verstörend

Eva <3 am 17.02.2026

Bewertungsnummer: 3049693

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor führt uns in eine Welt, in der eine gewöhnliche Frau von gruseligen Träumen geplagt wird und daraufhin ihren gesamten Lebensstil ändern. Keine tierischen Produkte auf dem Teller oder Lederkleidung im Kleiderschrank mehr… Von Mal zu Mal wird die Hauptperson skurriler und greift zu immer härteren Mitteln. Ihr Kopf spielt ihr einen Streich und ihre gesamte Familie weiß kaum noch weiter. Die Geschichte ist unfassbar sonderbar, was sie jedoch so fesselnd macht. Ich hab das Buch an einem Tag verschlungen und sitze nun mit vielen offenen Fragen hier, auf die ich nicht mal eine Antwort erhalten möchte.

Außergewöhnlich, extrem, verstörend

Eva <3 am 17.02.2026
Bewertungsnummer: 3049693
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor führt uns in eine Welt, in der eine gewöhnliche Frau von gruseligen Träumen geplagt wird und daraufhin ihren gesamten Lebensstil ändern. Keine tierischen Produkte auf dem Teller oder Lederkleidung im Kleiderschrank mehr… Von Mal zu Mal wird die Hauptperson skurriler und greift zu immer härteren Mitteln. Ihr Kopf spielt ihr einen Streich und ihre gesamte Familie weiß kaum noch weiter. Die Geschichte ist unfassbar sonderbar, was sie jedoch so fesselnd macht. Ich hab das Buch an einem Tag verschlungen und sitze nun mit vielen offenen Fragen hier, auf die ich nicht mal eine Antwort erhalten möchte.

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Die Vegetarierin

von Han Kang

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Jonas Schindhelm

Thalia Leipzig – Allee-Center

Zum Portrait

5/5

Über Nonkonformität, Familie und die Grenzen der Individualität in einer rigiden Gesellschaft

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kang arbeitet mit einer kühlen, präzisen Prosa, die gerade durch ihre Nüchternheit verstörendes Potenzial entfaltet. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, jeder aus einer anderen Perspektive erzählt — vom Ehemann, vom Schwager, von der Schwester. Diese Multiperspektivität ist genial. Kang zwingt uns, mit Uneindeutigkeit zu leben, mit dem, das sich nicht erklären lässt. Das kann durchaus unbehagen auslösen, aber genau das macht es so gut.
  • Jonas Schindhelm
  • Buchhändler/-in

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5/5

Über Nonkonformität, Familie und die Grenzen der Individualität in einer rigiden Gesellschaft

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kang arbeitet mit einer kühlen, präzisen Prosa, die gerade durch ihre Nüchternheit verstörendes Potenzial entfaltet. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, jeder aus einer anderen Perspektive erzählt — vom Ehemann, vom Schwager, von der Schwester. Diese Multiperspektivität ist genial. Kang zwingt uns, mit Uneindeutigkeit zu leben, mit dem, das sich nicht erklären lässt. Das kann durchaus unbehagen auslösen, aber genau das macht es so gut.

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A. Engels

Thalia Mayersche Köln – Chlodwigplatz

Zum Portrait

5/5

Ein literarisches Kunstwerk

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor ich mit diesem Buch begonnen habe, habe ich eine einfache Geschichte erwartet. Eine Frau beschließt kein Fleisch mehr zu essen und ihr Umfeld dreht durch, aber Han Kang hat so viel mehr daraus gemacht. Die Vegetarierin erzählt in drei Teilen von der Geschichte einer Frau, die sich dazu entscheidet, kein Fleisch mehr zu essen. Es ist eine simple Idee, die Han Kang auf ihre ganz besondere Art umgesetzt hat. Auf den Verzicht auf Fleisch folgt gesellschaftliche Ausgrenzung, familiäre Konflikte und zwischenmenschliche Beziehungen, die so detailliert beschrieben sind, dass man das Gefühl hat, den Raum des Geschehens zu betreten. Es ist eine kurze Geschichte, die abrupt endet und Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch immer aktuell ist. Die Vegetarierin war mein erstes Han Kang Buch und es hat mich wirklich von ihrem geschmeidigen Schreibstil und den abstrakten Charakteren überzeugt.
  • A. Engels
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein literarisches Kunstwerk

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Bevor ich mit diesem Buch begonnen habe, habe ich eine einfache Geschichte erwartet. Eine Frau beschließt kein Fleisch mehr zu essen und ihr Umfeld dreht durch, aber Han Kang hat so viel mehr daraus gemacht. Die Vegetarierin erzählt in drei Teilen von der Geschichte einer Frau, die sich dazu entscheidet, kein Fleisch mehr zu essen. Es ist eine simple Idee, die Han Kang auf ihre ganz besondere Art umgesetzt hat. Auf den Verzicht auf Fleisch folgt gesellschaftliche Ausgrenzung, familiäre Konflikte und zwischenmenschliche Beziehungen, die so detailliert beschrieben sind, dass man das Gefühl hat, den Raum des Geschehens zu betreten. Es ist eine kurze Geschichte, die abrupt endet und Jahre nach ihrer Veröffentlichung noch immer aktuell ist. Die Vegetarierin war mein erstes Han Kang Buch und es hat mich wirklich von ihrem geschmeidigen Schreibstil und den abstrakten Charakteren überzeugt.

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