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Juss und seine Familie wohnen in dem kleinen Haus am Fluss. Mit seiner Cousine Amber, die direkt neben ihnen wohnt, schwimmt er im Fluss, eröffnet in seinem Zimmer ein Museum oder gräbt versehentlich das Skelett von Omas verstorbenem Hund im Garten aus ... Für Kinder kann es keinen schöneren Ort geben!
Bis eines Tages ein Lastwagenfahrer das kleine Haus rammt und es fast zum Einsturz bringt. Aber Juss und seine Familie wissen, was das Wichtigste ist: Zusammenzuhalten und sich umeinander zu kümmern. Gemeinsam schaffen sie es, aus etwas Schlimmem Neues entstehen zu lassen.
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„Das kleine Haus am Fluss“ von Selma Noort, wird von Jussef, seiner aus Syrien stammenden Mutter Zaza und seinem Ziehvater Walter bewohnt. Daneben wohnt Walters Bruder Jordan, der zwei Töchter hat, von denen die jüngere, Amber, in Jussefs Alter und seine beste Freundin ist. Drei weitere kleine Häuser sind das Zuhause von Jussefs Oma Mu und seinen beiden Großonkeln Arie und Chris, letzterer genannt Opa Gurrgurr. Alle fünf Häuser sind sehr klein und zwischen Fluss und Deich eingequetscht.
Die Kinder haben Ferien und Jussef und Amber spielen den ganzen Tag am Fluss, führen Ausgrabungen durch oder sind mit dem Fahrrad unterwegs. Sie haben viel Freiraum, bleiben aber doch im Blickfeld der Erwachsenen, die ein fürsorgliches Auge auf sie haben. Eines frühen Morgens geschieht dann jedoch ein folgenschweres Unglück, das das idyllische Zusammenleben gehörig aus dem Gleichgewicht bringt.
Die Charaktere sind alle sehr deutlich gezeichnet; vor allem Opa Gurrgurr, der in einem völlig verdreckten Haus mit Hühnern und Tauben lebt, wächst einem richtig ans Herz. Aber auch die Freundschaft zwischen Amber und Jussef, so wie Jussefs liebevolles Verhältnis zu seinem Stiefvater Walter, sind sehr schön beschrieben.
Was mir immer wieder an Kinderbüchern niederländischer SchriftstellerInnen auffällt und sehr gut gefällt, ist deren Nähe zur Erlebniswelt der Kinder, in die Erwachsenen manchmal gar keinen Zutritt haben. Aber sie sind beschützend und einfühlsam am Rande der Geschichte präsent.
Wunderbares Hörbuch!
lesenmitausblick am 12.06.2024
Bewertungsnummer: 2221674
Bewertet: Hörbuch (CD)
Das Hörbuch „Das kleine Haus am Fluss“ ließ mich während des Hörens fast ein bisschen wehmütig werden. Es schürte die Sehnsucht nach einer Zeit, in der Kinder noch Abenteuer vor der Haustür erlebten und nicht an Handy oder PC. Denn „Das kleine Haus am Fluss“ von Selma Noort ist eine wundervolle Familiengeschichte, eine Geschichte, die sowohl von Glück, Zusammenhalt und Liebe erzählt, als auch von Schicksalsschlägen, Veränderungen und Neuanfängen. Das Hörbuch ist im Der Audio Verlag erschienen und wird von der großartigen Sascha Icks gelesen. Das gleichnamige Buch findet ihr im Gerstenberg Verlag. Aus dem Niederländischen übersetzt hat Andrea Kluitmann. Die Lesung ist ungekürzt und läuft fast viereinhalb Stunden. Die Illustrationen stammen von Felicitas Horstschäfer.
Juss und seine Cousine Amber wohnen in einem der fünf kleinen Häuschen am Fluss, gleich hinter dem Deich. Mehrere Generationen einer Familie leben hier beisammen. Juss’ Mutter Zaza musste mit ihm hochschwanger aus einem Land im Krieg flüchten, lernte Walter kennen, einen Mann wie einen Löwen und zog zu ihm. Tante, Onkel, seine zwei Cousinen, Oma und deren Bruder leben in den anderen Häusern. Selma Noort erzählt von einer unbeschwerten Kindheit, von einer Familie, die in guten und auch schlechten Zeiten zueinander hält, füreinander einsteht oder sich auch mal den Kopf wäscht. Die Großmutter ist das Familienoberhaupt und eine starke Frau. Das Leben am Fluss bringt viele schöne Begebenheiten mit sich, aber auch Veränderung. Schiffs- und Straßenverkehr nehmen zu, Umgehungen und eine neue Brücke sind nötig, dafür müssen Bauern ihr Land und ihren Hof aufgeben. Der Wandel greift um sich, doch so ein Neuanfang kann auch Chancen eröffnen.
Sascha Icks erzählt die Geschichte mit viel Liebe und Herzenswärme. Wer sie kennt, wird ihre Stimme lieben. Einzig bei der 14jährigen Cousine, war mir ihre Stimme doch etwas drüber. Dagegen fängt sie das Unglück, das Juss widerfährt, mit gefühlvoller Genauigkeit ein und lässt es ihre Hörer*innen förmlich spüren.
„Das kleine Haus am Fluss“ erzählt von Kindern, die im Hühnerhof groß werden, unter Bäumen Archäologen spielen, kleine Dummheiten aushecken und Streiche spielen. Es erzählt vom Zahn der Zeit, der seine Spuren hinterlässt. An Menschen, Häusern, Landstrichen. Es erzählt von Freundschaft, von Pubertät, vom Altern, von Demenz, ebenso wie von schmerzhaftem Verlust. Und über allem schwebt ein Hauch von Bullerbü, von Unbeschwertheit, vom Glück einander zu haben. Dabei ist aber eben nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen. Selma Noort beschreibt das echte, wahre Leben, mit Momenten voller Glück und Zufriedenheit, aber auch mit Momenten der Angst und Verzweiflung. Ein Unglück reißt in Juss’ Mutter alte Wunden auf, ein Trauma, das sie und die Familie zu zerstören droht. Doch „Das kleine Haus am Fluss“ vermittelt zwar einerseits die Wehmut über die Veränderungen, aber andererseits auch die Sicherheit und das Vertrauen, dass alles Neue nicht schlecht sein muss, dass man auch darin Gutes erkennen darf. Wandel und Neuanfang bestimmen so das Leben der Mehrgenerationenfamilie in den kleinen Häusern am Fluss, so muss es sein, so wird es immer bleiben.
Ich wünsche mir für unsere Kinder, dass sie so unbeschwert, neugierig und voller Entdeckerdrang groß werden können wie Juss und Amber. Ja, Neuanfänge und der Lauf der Zeit gehören dazu. Aber sie sollten ihre Kindheit eben nicht völlig an das Smartphone oder die Playstation verlieren.
„Das kleine Haus am Fluss“ kann ich euch sehr ans Herz legen. Es ist eine Geschichte voller Herzenswärme und Zuversicht, mit wunderbarem „Bullerbü-Charme“, aber ohne Verklärung, dafür zauberhaft gesprochen von Sascha Icks.
Meinung aus der Buchhandlung
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Dieser Kinderroman beginnt mit einem Knall - buchstäblich, denn in das außenstehende Häuschen einer kleinen Häuserreihe am Fluss ist ein LKW gekracht und sowohl das verletzte Kind in seinem Bett wie der LKW-Fahrer in der Fahrerkabine können sich in die Augen sehen...
Dann springt die Handlung zurück und wir lernen Juss, 10, kennen, der mit seiner Mama Zaza, die hochschwanger mit ihm aus Syrien geflüchtet war, und seinem Adoptiv-Papa Walter sowie dessen wuselig-liebevoller Familie in den fünf kleinen Häuschen an der Strassenkurve am Deich leben.
Es ist eine Bullerbü-ähnliche Umgebung, in der Juss und seine Freundin+Cousine Amber unbeschwerte Sommerabenteuer erleben, Quatsch machen und gleichzeitig erfahren müssen, das sich ihre (Um-)Welt verändert.In der Nähe soll eine große Brücke gebaut werden, täglich fahren viele Fahrzeuge bei ihnen vorbei und die alten Bauersleute von gegenüber verkaufen ihren Hof und ihre Tiere und ziehen in die Stadt.
Als das LKW-Unglück passiert, wird Zaza re-traumatisiert und kommt mit Juss` Verletzungen und dem zerstörten Zuhause nicht klar, auch Walter ist hilflos, aber ihr heimgekehrter Sohn schafft es, mit Hilfe des syrischen(!)Unglücksfahrers und seiner Familie, seine Mutter wieder froh zu machen.
Das Buch endet mit Juss` vollständiger Genesung und dem Einzug seiner Familie ins renovierte Häuschen von Opa Gurrgurr, der nun nebenan bei Oma Mu schläft und ansonsten eh` lieber bei seinen Hühnern lebt - im neu angebauten Schuppen ;-)
Sensibel und poetisch zugleich erzählt, ist dies wunderbare (Vorlese-)Lektüre über familiären Zusammenhalt, Freundschaft und Mut mit lebendigen Protagonisten,
die viele Anknüpfungspunkte zur Identifikation liefern - auch toll als Hörbuch!
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Juss und seine Cousine Amber erkunden mit Vorliebe ihre naturnahe Umgebung, erleben so manches Abenteuer.Einige Veränderungen jedoch bereiten ihnen Sorgen.Nachdem es zu einer Katastrophe kommt, zeigt sich, vor allem der Familienzusammenhalt spendet Trost.Und in der Not findet sich auch immer eine Lösung.Selma Noort besitzt ein Gespür für Geschichten, in denen Alltagsthemen trotz mancher Schwierigkeiten positive Wendungen nehmen.So können auch jüngere Kinder ihre Stärken entwickeln.
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