Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Priska Lachmann wächst in einem Umfeld auf, das von fundamentalistischer Enge geprägt ist. Regeltreue ist beliebt; selbstständiges Denken oder kritisches Fragen sind unerwünscht. Sie heiratet früh und geht auf eine freie Bibelschule, um Pastorin zu werden. In der Vikariatszeit bricht dann alles auseinander: Ihr Wunsch, endlich authentisch leben zu dürfen, wird immer größer. Sie lässt sich scheiden. Ihr Umfeld lässt sie fallen.
Im Chaos der Veränderung sagt Priska Lachmann ihrem Glauben nicht ab. Stattdessen macht sie sich auf die Suche nach einem Gottesverhältnis, das zulässt, was bisher verboten war: Zweifel, Fragen, Offenheit, Weite. Hier erzählt sie ihre Geschichte und davon, wie sie aus der Enge des religiösen Zwangs zu einem beglückenden, wohltuenden und authentischen Glauben fand.
Ermutigt, den Glauben neu zu entdecken
Zeichnet eine Glaubensentwicklung von der Enge in die Weite
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Danke Priska für den ehrlichen Einblick in dein Leben
Bewertung am 09.11.2024
Bewertungsnummer: 2336868
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Na klar - wer so ein Buch liest, beschäftigt sich vermutlich selbst mit Fragen und Zweifeln zum Glauben, zur eigenen Biografie, zur eigenen Prägung. Wie ein Neustart im Leben trotz viel Verlust und Zerbruch gelingen kann, beschreibt Priska Lachmann sehr eindrücklich und offen, ohne zu romantisieren, aber mutmachend. Erschreckend, wie lange sie Zweifel und Schweres ganz alleine mit sich herumgetragen hat, ohne den Mut und die Offenheit von außen zu haben, sich jemandem anvertrauen zu können. Warum muss es erst den großen Knall geben, damit Menschen, die sich in fundametalistischen Kreisen bewegen, Mut finden, etwas an ihrem Leben zu verändern, ehrlich zu sich selbst zu sein und es sich selbst wert zu sein? Ein Buch, das all jenen Mut machen kann, die sich selbst noch nicht raustrauen aus ihrem Schneckenhaus, in denen der Wunsch nach Veränderung angelegt ist, die aber noch nicht wissen, wie sie es wagen können. Ich lege es auch allen Gemeindeleiter:innen und Pastor:innen ans Herz, die wirklich verstehen möchten, warum Menschen ihre Gemeinden verlassen, welch Schmerz dahinter steckt und welch Liebe sie von Gott erfahren, obwohl sie den vermeintlich richtigen Weg verlassen.
Ein sehr ehrliches, mutiges und Mut-machendes Buch
Apfelbaum aus Krummnussbaum am 14.11.2023
Bewertungsnummer: 2068299
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein sehr mutiges Buch ist Priska Lachmann da gelungen. Ich kenne den Hintergrund, den sie beschreibt, ein bisschen, hatte selbst vor vielen Jahren Konktakt zu Menschen aus diversen Gemeinden und in meiner Familie drei TheologInnen unterschiedlicher Konfessionen. Mein Vater war "abtrünniger" katholischer Priester, der für seine Entscheidung zu seiner Familie von seinem engsten Umfeld, seinem Arbeitsplatz und sogar vom Staat angefeindet wurde (er stammte aus einem ehemaligen autoritären Regime). Ich kenne unterschwellige Religionskonflikte also seit meiner Kindheit, obwohl mir zum Glück immer die Balance gelungen ist, für mich ein positives, konstruktives und lebensbejahendes Gottesbild zu finden. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass es unglaublich schwierig ist, sich gegen bestehende Konstrukte aufzulehnen, gerade in jungen Jahren und bei Lebensentscheidungen (Ehe, Kinder, Scheidung), die schon ohne Religionskonflikte im Hintergrund schwierig genug sind. Hut ab vor Priska, dass sie sich gleich mehrmals traute, unglücklich machende Umstände zu verlassen, da der "liebe Gott" meines Glaubens uns ganz bestimmt nicht das Leben geschenkt hat, damit wir ein Leben lang unglücklich sind. Ernsthaft schockiert war ich, wie sehr sie als junge Mutter ihres ersten Kindes von älteren Frauen der Gemeinde behandelt, verlassen und verstoßen wurde und neben diesen Konflikten beispielsweise eine lebensbedrohende Geburt meistern musste. Von Herzen freue ich mich, dass sie solch einen tollen Lebenspartner gefunden hat, mit dem sie sich voll entfalten konnte. Mit Anfang zwanzig ist man noch so jung... wenn man da schon keine Änderungen mehr treffen kann, wie soll man dann ein erfüllendes Leben gestalten, auf das man ohne Reue zurückblicken kann? Da meine Eltern, wie gesagt, aus einem ehemals kommunistischen Land stammen, kannte ich die Ablehnung alles "Amerikanischen" wie Popmusik, modischer Kleidung, Filmen etc. aus dieser "Ecke". Es ist für Kinder eine große Bürde, die Ängste ihrer Eltern "ausbügeln" zu müssen, ich finde jede Frau toll, die dabei nicht verschroben oder verbittert wird, dazu braucht es sehr viel Kraft, die die Autorin offenbar in ihrem immer schon reichen Innenleben findet und gefunden hat. Dies spiegelt sich auch in ihrem beruflichen Werdegang wider. Pastorinnen gibt es viele, aber die Bücher, die aus Priska kommen, kann nur Priska schreiben! Und das werden hoffentlich noch viele, viele sein - ich freue mich schon darauf sie zu lesen! Mit Grüßen aus Wien, Bernadette
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