Jago Trevarno war vierzig Minuten lang klinisch tot. Nun ist sein Leben ein anderes. Sein Kopf funktioniert nicht mehr so wie vorher, er ist schnell überfordert, wenn zu viele Dinge gleichzeitig passieren, lebt maximal im Augenblick, weil es nicht anders geht. Auf dem Hof seines Onkels Jacob an der Küste in Cornwall versucht er, die Teile seines Lebens wieder zusammenzusetzen. Hier gibt es keinen Strom, sondern Öllampen, die Butter wird im Fass gestoßen, auf dem Ofen steht eine große Kupferwanne. In dieser Umgebung findet Jago langsam zur Ruhe. Seine Tage sind bestimmt vom Rhythmus der Natur und der Arbeit. Er melkt die Kühe, repariert Zäune, reitet zum Meer aus und hilft sogar dabei, ein Fohlen zur Welt zu bringen. Alles könnte gut sein, zumindest für den Moment, wenn da nicht der Schurke Bill Sligo wäre, der Jago und seinem Onkel Jacob Ärger macht. Jago muss ihn stoppen, um zu bewahren, was er hat: einen Ort, an dem er weiterleben kann. Patrick Charnleys Roman erzählt anrührend und dabei unsentimental von einem Neuanfang im eigenen Tempo. Der Autor teilt das Schicksal seines Protagonisten - dieses Buch hat er dem Leben abgetrotzt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
LizzyCurse
Thalia Book Circle Community
5/5
20.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es gibt nicht nur eine Blaupause vom Leben
„Alles ist gut, und alles wird gut sein, so oder so. Ich bin in diesem Jahr schon von den Toten zurückgekehrt, und es war gar nicht so schlimm. Ich habe es nicht mal bemerkt.“
Der Roman vermittelt das Gefühl von Meer und von Neuanfangen - Das ist die Quintessenz, die für mich nach der Lektüre bleibt und ich schließe das Buch mit dem Gefühl, dass Jago seinen Weg finden wird - und das stimmt mich glücklich.
Jago war klinisch tot - sein Herz schlug nicht mehr. Dann wurde er ins Leben zurück geholt, doch sein Gehirn ist geschädigt. Sein Leben hat sich radikal verändert. Wo früher ein Mensch fest im Leben stand, dem es nicht schnell genug gehen konnte, muss er heute seine Kräfte und seine geistigen Fähigkeiten gut einteilen. In Cornwall bei seinem Onkel lernt er ein entschleunigtes Leben kennen - doch so friedlich wie er scheint, ist der Alltag nicht.
Vor allen anderen Dingen handelt der Roman davon, Veränderungen entgegenzutreten nach einem tiefen Einschnitt, der den Alltag in Stücke sprengt und das Selbst zerschmettert auf den Boden zurücklässt. Was kann man aufsammeln und wieder zusammenfügen? Von welchem Teil seiner Selbst muss man sich verabschieden? Ich habe Jagos Alltag in Cornwall an der Seite seines Onkels sehr gern gelesen. Entschleunigt, ruhig, und trotzdem erfüllt. Jagos Erkenntnis, das vieles nicht mehr so einfach geht, wie vor dem Herzstillstand, ist schmerzhaft, wird aber selbstreflektierend dargestellt, gleichzeitig aber ohne Kitsch und Selbstmitleid.
Durch die Ich-Perspektive von Jago, aus der der Roman konsequent erzählt wird, kommen wir dem jungen Mann sehr nahe. Ich habe sein früheres Ich und seine Persönlichkeit im Hier und Jetzt gut verstanden. Er selbst nimmt sein neues Leben an und findet die Schönheit in der Einfachheit. Sein Onkel ist ihm dabei eine große Stütze. Er bietet ihm immer wieder Möglichkeiten an, gibt ihm Raum sich zu entfalten, lässt ihn genauso spüren, dass er ihn mag, so wie er ist.
Die Spannung ist wohl dosiert und der „Fall“ hält sich im Hintergrund - das ist verständlich. Die Geschichte handelt von einem Neuanfang und derjenige, der Ärger macht, fungiert als Hebel, damit Jago aktiv wird. Groß gestört hat es mich nicht. Der Fokus liegt in der Geschichte auf anderen Themen.
Die Erfahrungen des Herzstillstands und die daraus resultierenden Beeinträchtigungen basieren auf den Erfahrungen des Autors, der selbst einen Herzstillstand erlitten hatte. Ich finde, dass hat dem Buch zusätzlich viel Authentizität verliehen.
Ein wunderschön geschriebener Roman, in dem ich die Salzluft gerochen und die gute Erde aus dem Küchengarten unter meinen Fingern gespürt habe.
Es existiert mehr als eine Blaupause vom Leben - man muss nur danach suchen.
Bücherfreundin
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Warmherzig und bewegend
Der Debütroman "Weiterleben" des englischen Autors Patrick Charnley basiert auf seinen persönlichen Erfahrungen. Er erlitt im Februar 2021 einen 40-minütigen Herzstillstand. Dank schneller Hilfe wurde sein Leben gerettet, aufgrund eines Sauerstoffmangels kam es jedoch zu gravierenden Gehirnschädigungen, die ihn auch heute noch beeinträchtigen.
Jago Trevarno, der 20-jährige Ich-Erzähler, war 40 Minuten lang tot, sofortige Reanimation und eine darauffolgende Operation am offenen Herzen haben sein Leben gerettet. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Aufgrund von Gehirnschädigungen muss er mit vielen Einschränkungen leben. Er ist vergesslich, leidet unter dem Fatigue-Syndrom, hat Probleme mit den Augen, mit dem Lesen und Schreiben. Freude, Traurigkeit und Langeweile vermag er nicht mehr zu empfinden. Seine Mutter ist vor einem Jahr infolge einer Krebserkrankung verstorben, den Vater kennt er nicht. Daher lebt Jago seit 5 Monaten bei seinem Onkel Jacob, dem älteren Bruder seiner Mutter. Jacob ist Selbstversorger in Cornwall, er hat zwei Pferde, betreibt eine kleine Rinderfarm und baut Gemüse an. Er kümmert sich sehr liebevoll und fürsorglich um seinen Neffen. Die beiden führen ein ruhiges Leben auf Jacobs Hof, es gibt bis auf die Steckdose für die Gefriertruhe keinen Strom, Öllampen sorgen für behagliches Licht. Die Ruhe der beiden wird gestört, als Jacobs zwielichtiger Nachbar Bill Sligo ihm ein an der Küste gelegenes Grundstück abkaufen möchte und dabei auch vor kriminellen Aktionen nicht zurückschreckt ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache sehr ruhig erzählt. Der Autor beschreibt die malerische Küstenlandschaft und das einfache, dabei aber auch harte Leben auf dem Land. Es ist ein langsames, ein achtsames Leben im Einklang mit der Natur. Wir beobachten Jagos und Jacobs Alltag mit seinen Ritualen, das Zubereiten ihrer Mahlzeiten, das sparsam eingerichtete und ordentliche Haus. Sie kümmern sich in einer friedlichen und für Jago heilsamen Atmosphäre um die Versorgung der Tiere und die Gemüsebeete. Die Erzeugnisse verkaufen sie auf dem Markt in St. Ives.
Authentisch und bildhaft skizziert der Autor seine sympathischen Figuren und lässt uns tief in Jagos Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Seine gesundheitlichen Einschränkungen und die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen beschreibt er mit sehr viel Empathie. Meine Lieblingsfigur war der geduldige und ausgeglichene Jacob, für den es selbstverständlich war, seinen Neffen bei sich aufzunehmen. Er gibt ihm Ruhe und Geborgenheit, und er achtet darauf, dass Jago sich bei der täglichen Arbeit auf dem Hof nicht überanstrengt, lange Pausen einlegt und ausreichend schläft.
Der Roman hat für mich nur eine einzige Schwäche: die Geschichte um Bill Sligo. Obwohl durchaus spannend erzählt, fand ich sie entbehrlich und hätte stattdessen lieber etwas mehr über Sophie und Jagos Mutter gelesen. Trotz dieses Kritikpunkts habe ich das Buch mit sehr viel Freude gelesen, es hat mich begeistert, gefesselt und zutiefst berührt. Es regt zum Nachdenken an über das eigene Leben, unsere Gesundheit und unseren hektischen Lebensstil.
Absolute Leseempfehlung für diese hoffnungsvolle und warmherzige Geschichte mit Tiefgang, die gänzlich ohne Sentimentalitäten auskommt und für mich bereits jetzt eines meiner diesjährigen Lesehighlights ist!
Bewertung
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn das Leben plötzlich anders weitergeht
„Weiterleben“ hat mir sehr, sehr gut gefallen. Patrick Charnleys Schreibstil ist klar, direkt und ungefiltert. Dadurch ist man Jago von Anfang an sehr nah und erlebt die Welt aus seiner Perspektive.
Jago ist ein unglaublich authentischer und ruhiger Charakter. Nach seinem Herzstillstand und der langen Zeit im Koma ist nichts mehr wie zuvor. Und doch geht er erstaunlich gefasst mit seiner lebensverändernden Situation um. Er versucht nicht, sein altes Leben um jeden Preis zurückzugewinnen, sondern findet langsam heraus, wie sein neues Leben aussehen kann.
Besonders beeindruckt hat mich, wie präzise und selbstverständlich Jago seine Einschränkungen beschreibt – die Fatigue, seine Vergesslichkeit, die Probleme mit dem Sehen und die Überforderung, wenn zu viele Dinge gleichzeitig passieren. Vieles davon hat mich erstaunlich unmittelbar erreicht und an manchen Stellen sogar das Gefühl gegeben, mich selbst wiederzuerkennen. Dadurch war ich beim Lesen durchweg fasziniert von Jagos Wahrnehmung und davon, wie genau seine Situation beschrieben wird.
Auch die Geschichte selbst hat mich immer wieder überrascht. Trotz der ruhigen Erzählweise passiert viel, und nach und nach werden neue Facetten von Jagos Vergangenheit sichtbar – seine Geschichte mit Sophie, der Tod seiner Mutter und schließlich die Auseinandersetzung mit Bill Sligo, dem Bösewicht, wie er im Buche steht. Als dieser Jagos neuen sicheren Hafen bedroht, mobilisiert Jago all seine Ressourcen. Dadurch bekommt die Geschichte noch einmal eine ganz andere Spannung.
Besonders schön fand ich den ruhigen Rhythmus des Lebens auf dem Hof und die Nähe zur Natur. Der einfache Alltag mit den Tieren und die Abgeschiedenheit Cornwalls geben Jago den Raum, den er braucht, um in seinem eigenen Tempo weiterzuleben.
Für mich ist „Weiterleben“ ein ganz besonderes Buch über einen Menschen, der sein altes Leben verloren hat und lernen muss, ein neues anzunehmen. Ruhig, bewegend, authentisch und überraschend spannend. Ich habe Jago sehr gerne begleitet und werde dieses Buch sicher noch lange im Kopf behalten.
Klaus Effing
aus Köln
5/5
17.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Langsam, aber nie langweilig
„Weiterleben“ von Patrick Charneley, erschienen im Dumont Verlag, ist ein leiser Roman über einen Menschen, der sein Leben neu ordnen muss. Auf 288 Seiten begleiten wir Jago, der nach einem vierzigminütigen Herzstillstand gesundheitlich stark eingeschränkt ist und bei seinem Onkel auf einem abgelegenen Hof in Cornwall lebt.
Jago braucht viel Ruhe, seine Gedanken lassen sich nicht mehr so leicht ordnen wie früher. Der feste Tagesablauf und die Abgeschiedenheit des Hofes geben ihm Halt. Vieles geschieht langsam. Und genau das empfand ich beim Lesen als wohltuend. Charneley nimmt sich die Zeit, Jago und seine Situation wirklich kennenzulernen. Das Buch ist langsam, aber nie langweilig.
Nach und nach treten weitere Menschen in Jagos Leben: seine frühere Freundin, ein unangenehmer Nachbar und seine Großtante. Sie bringen unterschiedliche Facetten seiner Vergangenheit und Gegenwart zum Vorschein. Dabei geht es weniger um spektakuläre Ereignisse als um die Frage, wie ein Mensch nach einem tiefen Einschnitt wieder einen Platz im eigenen Leben finden kann.
Besonders berührt hat mich die Begegnung mit seiner früheren Freundin. Die beiden hatten sich einst aus Liebe getrennt, weil Jago nach dem Tod seiner Mutter in einer schwierigen Lebenssituation war. Nun begegnen sie sich wieder. Dieses vorsichtige, behutsame erneute Kennenlernen fand ich sehr eindrücklich. Nichts wird überstürzt, beide müssen erst herausfinden, wer sie inzwischen geworden sind. Gerade diese Zurückhaltung macht die Geschichte so glaubwürdig und berührend.
Dass Patrick Charneley teilweise eigene Erfahrungen verarbeitet, ist spürbar. Vielleicht liegt darin auch die besondere Nähe, die dieser Roman entwickelt. Er erzählt nicht davon, dass nach einer Krise plötzlich alles wieder gut ist. „Weiterleben“ bedeutet hier vielmehr, mit dem, was geschehen ist, einen neuen Alltag zu finden.
Für mich ist „Weiterleben“ ein ruhiger, berührender Roman über Verlust, Veränderung und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Ein Buch, das sich Zeit lässt – und gerade deshalb seine Wirkung entfaltet. Eine klare Leseempfehlung.
Das Cover ist wunderschön gemalt! So eines sieht man selten!
Bewertung
5/5
17.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Im Hier und Jetzt
Jago Trevarno ist 20 Jahre alt. Kurz nachdem seine Mutter verstirbt, erleidet er einen Herzstillstand. Der Kampf ums Überleben hinterlässt Spuren: Sein Gehirn wird irreversibel geschädigt. Sein Onkel Jacob holt ihn auf seine Farm nach Cornwall. Hier kann er den Alltag bewältigen, der Onkel sorgt liebevoll für das richtige Maß an Aufgaben und Entspannung. Jago lernt bewusst auf die Zeichen seines Körpers und seiner Seele zu hören, achtet auf Kopfschmerzen, Konzentrations-und Sehprobleme, Erinnerungslücken, Emotionsleere und Fatigue. Die innere Bedrohung durch Erkrankung hat er überlebt, nun kündigt sich eine äußere Bedrohung an. Onkel Jacob hat einen Widersacher im Ort, der alles zu zerstören versucht, was Jago lieben gelernt hat und zu seinem sicheren Hafen geworden ist. Wird er sich auch diesem Kampf stellen können?
Paul Charnley hat sein eigenes Schicksal in die Figur Jago gelegt. Nach einem 40minütigen Herzstillstand begann er irgendwann in Notizen das Konzept für "Weiterleben" zu schreiben.
Der Roman spielt in Cornwall, in St.Ives und ländlicher Umgebung. Der Leser erlebt jeden Moment in der Gegenwart, durchschreitet jeden einzelnen Augenblick ganz bewusst und kleinschrittig zusammen mit Jago. Sanft werden all die wunderschönen Dinge beschrieben, die man im Alltag viel zu schnell für selbstverständlich hält. Das gemeinsame Kochen, der Sonneneinfall, Weihnachten, Begegnungen mit Mensch und Tier, Momente, in denen einander Aufmerksamkeit geschenkt wird. "Weiterleben" ist eine Ode an das Leben. Es ermutigt, seinen Weg weiter zu gehen, auch wenn dieser Weg leidvoll ist.
Charnley schreibt in der Danksagung, dass er Figuren aus den Jugendromanen seiner bereits verstorbenen Mutter entnommen und weiterentwickelt hat. Noch eine weitere Dimension, die das Thema "Weiterleben" spiegelt und sehr rührend einen Kreis schließt.Unfassbar schön ist im Übrigen auch das Buchcover - erinnert mich ein wenig an Edward Hopper, mit dessen Bildern ich mich immer wohlfühle.
Ein ruhiger Roman für alle, die Auswirkungen einer Erkrankung nachvollziehen können und das Licht im Dunkeln sehen.
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5/5
20.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach weiterleben
Nach einem Herzstillstand war Jago , Anfang 20, klinisch tot. jetzt startet er aud dem Hof seines Onkels ganz langsam einen Neuanfang. Soweit läuft alles gut, wenn da nicht Bill Sligo wäre, der Jagos Onkel das Leben schwer macht. Jago beschließt zu handeln und bringt sich damit in große Gefahr...
Ein toller Debütroman, langsam und ruhig erzählt.
Ein für mich besonderes Lieblingsbuch, das mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Absolute Leseempfehlung!
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5/5
15.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Neuanfang
Jago kommt zu seinem Onkel nach Cornwall, um sich von schwerer Krankheit zu erholen, die auch sein Gehirn geschädigt hat. Die einfachsten Verhältnisse, in denen sein Onkel lebt, tun ihm sehr gut. Doch es passieren Dinge, die die Idylle der beiden begroht...
Jago's Geschichte hat mich sehr berührt. Wie er versucht ins Leben zurückzufinden und wie er von lieben Menschen unterstützt wird, wird einfühlsam beschrieben.
Die krimiähnliche Nebenhandlung macht das Buch zusätzlich spannend. Ich fand's toll!
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5/5
11.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr, sehr gut.
Jago braucht nach einer schweren Erkrankung einen Neuanfang. Er kommt bei seinem Onkel an der Küste Cornwalls unter und versucht Tag um Tag das Leben neu zu lernen. All das ist nur vordergründig idyllisch. Es gibt auch Merkwürdigkeiten und Geheimnisse die Lesenden unweigerlich tiefer in die Geschichte hineinziehen. Dem Autoren ist ein Buch gelungen,das eine perfekte Balance gemütlichem Landleben und geheimnisvollen (kriminellen) Machenschaften der Nachbarn findet. Viel zu schnell vorbei.
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4/5
13.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mut fassen
Patrick Charnley fand während einer schweren gesundheitlichen Krise zum Schreiben, dies ist sein erster Roman. Eine lebensbedrohliche Erkrankung teilt das Leben immer in ein Vorher und ein Nachher. Wie gestaltet man dieses Nachher, wenn vieles nicht mehr so ist wie zuvor? Jago erholt sich derzeit bei seinem Onkel Jacob, der in Cornwall einen Hof an der Küste besitzt. Dort erfährt er Fürsorge, Beständigkeit und Ruhe. Während der Sommer dem Herbst und schließlich dem Winter weicht, fallen Jago Dinge auf, die sich nicht recht in diese Ruhe fügen wollen. "Weiter Leben“ ist stimmungsvoll und berührend, der Erzählstil eher schlicht und unmittelbar, was mich zunächst etwas gestört hat. Gleichzeitig passt er zu Jago, dessen Denken und Erinnern nach dem Herzstillstand nicht mehr so funktioniert wie früher. Gelesen habe ich das Buch gern, aber länger präsent bleiben wird es mir nicht.
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