Asher Foley ist Arzt. Zumindest steht das auf seinem Namensschild. Tatsächlich fühlt er sich oft wie ein Klassenclown im Kittel, der nur so tut, als hätte er sein Leben im Griff. Zum Glück hat er Jocelyn Maddox an seiner Seite: lustig, verständnisvoll ... und komplett verschlossen, wenn es um ihre eigenen Gefühle geht. Nach einer Reihe von Schicksalsschlägen hält sie es lieber unverbindlich. Entsprechend harmlos wirken die ständige Nähe und die heißen Flirts der beiden. Doch als eine komplizierte OP Asher zwingt, seine Fassade fallen zu lassen, sieht Jocelyn zum ersten Mal sein wahres Ich, und auch ihr Schutzwall gerät gefährlich ins Wanken.
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Joss trägt eine Verlustangst in Deluxe-Ausführung mit sich herum, während Asher mit ganz eigenen Selbstzweifeln kämpft. Beide verstecken dies hinter einer Mauer aus Selbstbewusstsein und Humor und ihr erstes Treffen bildet direkt das Fundament einer sehr guten und engen Freundschaft.
Doch je mehr die beiden von sich preisgeben, desto mehr ist die Anziehung zwischen den beiden spürbar.
Was ihre Geschichte besonders macht, ist die starke Angst der beiden, ihre Freundschaft zu zerstören. Genau daraus entsteht viel emotionale Spannung: Herzschmerz, Bittersweetness, Verleugnung der eigenen Gefühle.
Ein dramatisches Ereignis bringt schließlich Bewegung in die Sache, gefolgt von der Realisation, dass manche Risiken es wert sein können.
Insgesamt ein klassisches, aber sehr gut umgesetztes "Friends to complicated Friends to Lovers" mit genug emotionaler Tiefe, um damit einen Nachmittag gut zu füllen.
Shinara90
5/5
03.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Aus Vertrauen wird mehr: Herzklopfen im weißen Kittel
Was passiert, wenn der beste Freund nicht mehr nur der beste Freund ist? Deidra Duncan nimmt sich dieser Frage in "Anatomy of a Crush" mit viel Humor und einer Portion Ernst an.
Asher ist Arzt, fühlt sich aber oft wie jemand, der im Kittel nur Theater spielt. Jocelyn ist seit Langem seine engste Vertraute, lustig, einfühlsam und beim Thema eigene Gefühle komplett dicht. Nach mehreren Verlusten bleibt sie lieber unverbindlich. Das Flirten und die ständige Nähe wirken deshalb zunächst harmlos, bis eine schwierige Operation Asher zwingt, sich verletzlich zu zeigen. Plötzlich sieht Jocelyn, wer er wirklich ist, und ihre Schutzmauer beginnt zu wackeln. Mir gefällt, dass die Geschichte nicht beim Kennenlernen ansetzt, sondern bei einer Vertrautheit, die langsam kippt. Das gibt den Szenen im Krankenhaus eine angenehme Selbstverständlichkeit. Asher ist mit seiner Mischung aus Albernheit und Selbstzweifel eine Figur, die man schnell ins Herz schließt. Jocelyns Rückzug ist nachvollziehbar, zieht sich aber in der Mitte, und manche Gedanken wiederholen sich.
Duncans Schreibstil ist modern, humorvoll und leicht zu lesen. Dialoge wechseln mit ruhigeren, nachdenklichen Passagen, ohne dass die Stimmung kippt. Man merkt, dass die Autorin selbst als Ärztin arbeitet, denn der Klinikalltag wirkt lebendig und glaubwürdig. Der Slow Burn passt zu den Figuren, hätte an einigen Stellen aber ruhig etwas mehr Tempo vertragen.
Mein Fazit: eine warmherzige Friends-to-Lovers-Romance für Fans von Krankenhausgeschichten und Slow Burn, die mit Charme und Tiefe unterhält. Band 1 ist keine Voraussetzung, um in die Geschichte zu finden.
debookrah
5/5
29.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch
„Anatomy of a Crush“ hat mir richtig gut gefallen. Ich mochte die Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit. Das Krankenhaus-Setting ist genial und ich konnte wirklich tief in die Geschichte eintauchen. Vor allem da beide Protagonist*Innen sehr nahbar und nachvollziehbar sind. Der Schreibstil war richtig angenehm und es hat mir total Spaß gemacht das Buch zu lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Bewertung
aus Hamburg
4/5
25.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn aus Vertrautheit plötzlich Gefühle werden
Dies ist der zweite Band einer Reihe, wo mich der erste schon gut unterhalten hatte. Sie sind im Prinzip unabhängig lesbar, aber einige Personen aus Teil eins und auch Schauplätze tauchen definitiv auf! Wer Love Sick also schon kennt, wird definitiv so einige Parallelen im Setting wiedererkennen, bekommt aber keine bloße Wiederholung des ersten Bandes. Während dort Grace und Julian mit einer deutlich konfrontativeren Dynamik gestartet sind, schlägt Anatomy of a Crush einen anderen Weg ein: Hier steht eine bereits bestehende Nähe im Mittelpunkt, aus der sich langsam etwas verändert.
Asher und Jocelyn kennen sich bereits und sind einander vertraut. Dadurch beginnt ihre Geschichte nicht mit dem typischen Kennenlernen zweier Menschen, die sich langsam annähern müssen. Die Ausgangslage ist viel komplizierter: Sie haben bereits eine Verbindung, wissen viel voneinander und fühlen sich miteinander wohl. Doch irgendwann reicht diese vertraute Ebene nicht mehr aus. Ich mochte die Idee, es ist definitiv mal etwas neues. Besonders interessant fand ich deshalb die Frage, was passiert, wenn man plötzlich erkennt, dass die Person, die einem schon lange wichtig ist, vielleicht auf eine ganz andere Art wichtig geworden ist.
Die Handlung entwickelt sich dabei nicht nur über romantische Situationen, sondern auch über die persönlichen Baustellen der beiden. Beruflicher Druck, eigene Erwartungen und vor allem die Frage, wie viel Verletzlichkeit man überhaupt zulassen möchte, spielen eine Rolle. Dabei bleibt die Geschichte spoilerfrei betrachtet angenehm nah an ihren Figuren. Man erlebt, wie sich Wahrnehmungen verändern, wie kleine Situationen plötzlich eine andere Bedeutung bekommen und wie sich zwischen Asher und Jocelyn langsam etwas verschiebt.
Asher hat mich zunächst vor allem mit seiner lockeren Art abgeholt. Er besitzt diese humorvolle Seite, mit der er Situationen leichter erscheinen lassen kann, als sie eigentlich sind. Je mehr man aber hinter diese Fassade schaut, desto deutlicher wird, dass er nicht einfach nur der charmante, lustige Arzt ist. Gerade diese Kombination hat mir gefallen: Nach außen wirkt er relativ unkompliziert, innerlich ist er wesentlich unsicherer. Seine Entwicklung fand ich deshalb gelungen, weil er im Laufe der Geschichte nicht einfach zum perfekten Romance-Helden gemacht wird. Er muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und erkennen, dass Humor nicht jede Unsicherheit verschwinden lässt.
Jocelyn fand ich als Gegenstück zu Asher besonders interessant. Sie ist nicht die typische Protagonistin, die einfach nur darauf wartet, dass der richtige Mann kommt und ihr Leben verändert. Ganz im Gegenteil: Sie hat Gründe dafür, warum sie Gefühle lieber kontrolliert und bestimmte Grenzen aufrechterhält. Jocelyn muss nicht nur herausfinden, was sie für Asher empfindet. Sie muss sich auch fragen, ob sie bereit ist, dieses Gefühl überhaupt zuzulassen. Beim Lesen hatte ich deshalb einige Male den Gedanken, dass man Menschen von außen oft viel leichter sagen kann, sie sollen sich einfach öffnen. Wenn man selbst einmal enttäuscht oder verletzt wurde, sieht die Sache allerdings ganz anders aus.
Die Liebesgeschichte lebt für mich eindeutig von der bereits vorhandenen Vertrautheit.
Das hat mir besser gefallen, als wenn die beiden sich erst kennenlernen müssten. Denn hier sind die Gefühle nicht plötzlich da. Vielmehr verändert sich etwas, das bereits existiert. Genau daraus entsteht dieses schöne „Wann merken sie es endlich selbst?“-Gefühl. Ich mochte die kleinen Momente zwischen ihnen besonders, in denen sich die Dynamik verändert.
Gleichzeitig muss ich sagen, dass mir die Entwicklung an manchen Stellen etwas zu langsam war. Der Slow-Burn-Ansatz passt grundsätzlich sehr gut zu den Figuren, aber zwischendurch hätte ich mir etwas mehr Bewegung gewünscht. Trotzdem funktioniert die Romance insgesamt, weil man versteht, warum gerade diese beiden Menschen füreinander wichtig sind.
Duncans Schreibstil empfinde ich auch hier wieder als leicht zugänglich, modern und humorvoll, ohne dass die emotionalen Momente dadurch ihre Wirkung verlieren.
Was mir besonders gefällt, ist die Mischung aus lockeren Dialogen und ernsteren Gedanken. Das Buch liest sich dadurch nicht dauerhaft schwer, obwohl die Figuren durchaus Themen mit sich herumtragen, die emotional mehr Gewicht besitzen.
Für mich war das Buch vor allem eine Geschichte über Vertrauen und Verletzlichkeit. Ich musste beim Lesen öfter darüber nachdenken, wie leicht es ist, sich hinter einer bestimmten Persönlichkeit zu verstecken. Der eine macht Witze, wenn es unangenehm wird. Die andere versucht, Gefühle gar nicht erst zu tief werden zu lassen.
Nicht jede Passage hatte für mich dieselbe Spannung. Vor allem in der Mitte hätte ich mir teilweise etwas mehr Dynamik gewünscht. Die Entwicklung zwischen Asher und Jocelyn hätte für meinen Geschmack an einigen Stellen schneller vorankommen dürfen.
Außerdem hätte ich mir bei manchen emotionalen Konflikten noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Gerade weil beide Figuren interessante persönliche Hintergründe besitzen, hätte ich an einigen Stellen gerne noch länger in ihren Gedanken verweilt.
Wer Friends-to-Lovers, Slow Burn, Medical Romance, humorvolle Dialoge und emotionalere Charakterentwicklungen mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben.
Bewertung
4/5
24.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn aus Freundschaft mehr wird
3,5 ⭐️
Asher ist Gynäkologe und Jocelyn Anästhesistin. Die beiden sind schon lange beste Freunde und eigentlich merkt man ziemlich schnell, dass zwischen ihnen mehr ist. Besonders Asher mochte ich wirklich gerne. Hinter seiner lockeren und manchmal etwas albernen Art stecken einige Unsicherheiten und ich fand schön zu sehen, wie wichtig Jocelyn ihm eigentlich schon lange ist. Mit Jocelyn hatte ich dagegen zwischendurch so meine Schwierigkeiten. Durch das, was sie in der Vergangenheit erlebt hat, konnte ich verstehen, warum sie niemanden wirklich an sich heranlassen möchte. Trotzdem hat mich ihr ständiges Hin und Her mit Asher irgendwann etwas genervt. Gerade weil die beiden sich so nahestehen und sie eigentlich wissen müsste, wie viel ihm an ihr liegt, hätte ich mir von ihr manchmal einfach ein bisschen mehr Ehrlichkeit gewünscht.
Dafür mochte ich die ganzen Momente im Krankenhaus und die kleinen Neckereien zwischen den beiden sehr. Man merkt einfach, dass Asher und Jocelyn sich schon ewig kennen und entsprechend vertraut miteinander sind. Auch dass hinter Ashers Humor noch eine andere Seite steckt, hat mir gefallen.
Zwischendurch hat es sich für mich durch Jocelyns Zurückziehen etwas im Kreis gedreht, weshalb es am Ende nicht ganz für 4 Sterne gereicht hat. Asher war für mich aber definitiv das Highlight.
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