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Produktbild: Der Erfinder
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Der Erfinder Jakob Degens Traum vom Fliegen. Historischer Roman

2

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Verlag

Limmat

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,5/12,5/4 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Lichtgrau / Mokka

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-111-6

Beschreibung

Rezension

«Eine bemerkenswerte Biografie.» Jürg Gohl, Volksstimme
«Jakob Degens Lebensgeschichte ist zugleich ein aufschlussreiches Zeitdokument.» Jürg Gohl, Volksstimme

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Verlag

Limmat

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,5/12,5/4 cm

Gewicht

496 g

Farbe

Lichtgrau / Mokka

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-111-6

EU-Ansprechpartner

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
Postfach 2021
37010 Göttingen
DE
info@gva-verlage.de

Herstelleradresse

Limmat Verlag AG
Quellenstrasse 25
8031 Zürich
CH
mail@limmatverlag.ch

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  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    29.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

    Der Schweizer Limmat-Verlag hat ein Händchen für Porträts ungewöhnlicher Personen. Dieser biografische Roman stellt uns Jakob Degen (1760 - 1848), einen genialen Tüftler und Erfinder vor, der beinahe in Vergessenheit geraten ist. Wer ist er nun, der Jakob Degen? Jakob Degen, dessen Geburtsjahr nicht eindeutig feststeht und mit 1760 angenommen wird, arbeitet er bereits als kleines Kind in der Seidenband-Fabrik in der sein Vater Werkmeister ist. Um 1770 übersiedelt die Familie, trotz Ausreiseverbots (man hütet akribisch das Geheimnis der Seidenverarbeitung) nach Wien, um dort ihr Glück zu machen. Jakob, der sich schon als Kind als Tüftler erwiesen hat, lernt, zum Leidwesen des Vaters, den Beruf des Uhrmachers und wird hier durch seine Präzision höchst erfolgreich. Seinem Traum zu fliegen wird er im Laufe seines Lebens alles, aber auch wirklich alles unterordnen. Mehrmals schrammt er mit seinen Flugmodellen am Konkurs vorbei. Eine große Stütze bei seinen Unternehmungen ist ihm seine Ehefrau Carolina. Meine Meinung: Autor Rolf von Siebenthal hat für diese Romanbiografie des Flugpioniers Jakob Degen, die sein Debüt als Autor darstellt, penibel recherchiert und zahlreiche Details zu seinen Erfindungen präzise beschrieben. Besonders interessant ist der Lebensweg der Herkunftsfamilie Degen, die aus einem kleinen Ort Liederswil bei Basel, die ihren Lebensunterhalt als Weber in einer Bandweberei verdienten. Wie es zu dieser Zeit üblich ist, müssen schon kleine Kinder in der Weberei arbeiten, sind sie doch klein und wendig, um unter oder auf die Webstühle zu klettern, um verhedderte Kett- oder Schussfäden zu entwirren. Das Geheimnis um die (Seiden)Weberei wird penibel gehütet. So ist es den Webern verboten, ihre Heimat zu verlassen. Wenn sie gegen diese Richtlinie verstoßen, ist eine Rückkehr nicht möglich. Es ist ein großes Wagnis von Vater Degen, dem Ruf des österreichischen Hofs zu folgen und nach Wien zu übersiedeln. Maria Theresia hat per Dekret Maulbeerbäume pflanzen lassen, um eine eigene Seidenproduktion wie z. B. in Lucca zu errichten. Wie wir in diesem historischen Roman lesen können, ist auch in Wien nicht alles Gold, was glänzt. Rolf von Siebenthal hat das historische Umfeld, in dem Jakob Degen lebt, sehr gut beschrieben. So ist zu lesen, dass die Erfindung des kleinen Jakobs zwar eine deutliche Verbesserung an den Bandwebstühlen bedeutete, aber sein Arbeitgeber diese, wie es üblich gewesen ist, für sich reklamierte. Weiters sind zum einem die Französische Revolution (1789) und deren Folgen, wie die Napoleonischen Kriege, die bis 1815, die Welt in Atem halten, sowie der Ausbruch des Tamboras 1816, als dessen Folge es zu einer Klimaveränderung und jahrelangen Missernten gekommen ist. In Kriegs- bzw. Krisenzeiten kauft niemand Uhren, weshalb der Uhrmacherbetrieb mehrmals knapp vor dem Bankrott steht und Jakob Degen mit seiner Familie mehrmals umziehen muss. Als Wienerin, die in unmittelbarer Nähe des Wiener Praters aufgewachsen ist, wo Jakob Degen seine Flugversuche gemacht hat, sind mir sowohl der Name von Jakob Degen als auch jener des Ballonfahrers Jean-Pierre Blanchard (1753-1809) als auch die im Roman erwähnte Familie Stuwer bekannt. Im Wiener Uhrenmuseum (Schulhof 2, 1010 Wien) kann eine Uhr mit der Degens Flugmaschine besichtigt werden. Im Technischen Museum in Wien sind einige Modelle der Flugmaschinen ausgestellt. Eine Erfindung, die Jakob Degen gemeinsam mit seinem Sohn Karl gemacht hat, ist das sogenannte „Guillochen-Gravier-“ oder „Guillochiergerät“, das ein fälschungssicheres Drucken von Banknoten und Wertpapieren ermöglicht. Dieses Verfahren ist heute noch in vielen Ländern in Gebrauch. In den Jahren 1825 bis 1841 war Degen Leiter der mechanischen Werkstätten der Österreichischen Nationalbank. Eine gelungene Karriere eines mittellosen Bandwebers, oder? Im Wiener Geldmuseum ist eine dieser Maschine zu sehen. Mit der Umstellung von Schilling auf Euro endet die Ära der Guillochen auf den meisten Banknoten. Heute werden andere Sicherheitsstandards bevorzugt. NUr der US-Dollar, das Britische Pfund sowie der japanisch Yen verwenden noch den Guillochendruck. Im Nachwort erläutert der Autor was Fakt und was Fiktion ist. Anhang finden sich ein Personenverzeichnis und ein umfangreiches Quellenverzeichnis. Fazit: Gerne habe ich diese penibel recherchierte und gekonnt erzählte Biografie von Jakob Degen, eines genialen Tüftlers und Erfinders, dessen lebenslanges Interesse der Flugtechnik gegolten hat und der trotz seiner ungewöhnlichen Erfindungen und seines Erfolges beinahe aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    17.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein genialer Tüftler!

    Dem Limmat-Verlag ist es zu verdanken, dass besondere Lebensbilder aus der Schweiz nicht in die Vergessenheit abrutschen. Regelmäßig gibt der Verlag Biografien oder biografische Romane heraus, die eine untergegangene Zeit beschwören und dem Leser packende Lebensläufe vor Augen stellen. Hier ist es die Biografie von Jakob Degen, eines genialen Tüftlers und Erfinders, dessen lebenslanges Interesse der Flugtechnik gilt und der trotz seiner ungewöhnlichen Erfindungen und seines Erfolges aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden ist. Der Autor folgt dem Weg dieses Flugpioniers von den Anfängen in der Schweizer Seidenweberei bis hin zu seinem gesicherten Lebensabend in Wien. Dazwischen liegen harte Zeiten. Viele Umzüge, viele Enttäuschungen und Misserfolge, Anfeindungen, aber auch wohlwollende Zuwendungen, sozialer Abstieg, Armut und Mittellosigkeit hin zum Konkurs, und das alles ertragen Jakob Degen und seine Familie in der festen Zuversicht, mit den Flugmodellen eine bahnbrechende und in die Zukunft weisende Erfindung gemacht zu haben. Der Autor hat sich intensiv mit Jakob Degens Erfindungen befasst und beschreibt sie so, dass auch der technisch unversierte Laie ihr Funktionieren versteht. Ebenso präzise sind die historischen Recherchen des Autors. Im Mittelpunkt des Romans steht natürlich die private Geschichte, die der Autor aber hervorragend in die Zeitgeschichte einbindet. So erfährt der Leser von strengen Zunftregeln und vom Verlagssystem, das die Seidenweber in Abhängigkeit von den Fabrikanten hielt, er erfährt von den politischen Umbrüchen im Zuge der Französischen Revolution und vor allem von den neuen Arbeitsmethoden und Maschinen, die die beginnende Industrialisierung mit sich brachte – alles Ereignisse, die ihre Auswirkungen auf das private Leben hatten. So wie der Ausbruch des fernen Vulkans Tambora in Indonesien, der in Europa zu schlimmen Missernten und Hungersnöten führte, unter denen auch Jakobs Familie litt. Ein Nachwort und ein umfangreiches Quellenverzeichnis belegen die historische Redlichkeit des Autors. Fazit: Ein kenntnisreicher und spannend zu lesender historischer Roman!

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