New York, 1927. Fassungslos starren Rico und seine Freunde auf den Toten unter der Eisenbahnbrücke. Wer war der Mann? Und warum hatte er eine Streichholzschachtel bei sich, in der sich eine geheimnisvolle Zeichnung und ein Schlüssel befinden? Noch ahnen die fünf Jugendlichen nicht, dass sie auf der Spur eines verschollenen Schiffes sind, das einst in den Tiefen von Hell Gate versank. An Bord siebzig Truhen voller Gold ...
¿ packender Abenteuerthriller über Freundschaft, Mut und einen verloren geglaubten Schatz ¿ historisches Setting von New York zur Zeit der Prohibition, authentisch und atmosphärisch ¿ ideal als Geschenk für junge Leser:innen ab 12
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
24.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Kakerlaken Bande
Die Kakerlaken Bande, das sind fünf Kinder, die im East End von New York leben, mitten im italienischen Viertel. Jedes Mitglied ist auf eine Art und Weise ein Außenseiter, aber sie halten zusammen und zeigen, was Freundschaft bedeutet. Es ist das Jahr 1927, es ist Sommer und die Bande findet einen Toten, der etwas in seiner Socke versteckt hat. Und so beginnt das Abenteuer.
In einer weiteren Perspektive lesen wir vom Schicksal des jungen Sklaven Bill, der Lotse wird und seine Geschichte hat mit dem Schatz von Hell Gate zu tun.
Worum es eigentlich geht, erfährt man erst so nach und nach.
Eine spannende Abenteuergeschichte, bei der nebenbei auch viel vermittelt wird über die Zeit. Die kurzen Kapitel regen dazu an, immer weiter zu lesen und die Illustrationen sind eine gelungene Erweiterung.
Line
5/5
22.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Goldschatz, fünf Kinder und jede Menge Abenteuer
Inhalt:
New York, 1885: Fünf Kinder aus den ärmsten Vierteln der Stadt stoßen auf die Spur eines legendären Goldschatzes. Ihre Suche führt sie durch eine Welt voller Gefahren, Geheimnisse und überraschender Wendungen. Dabei verbindet Davide Morosinotto eine spannende Schatzjagd mit historischen Ereignissen und einem lebendigen Bild des damaligen New York.
Bewertung:
Das verfluchte Gold von Hell Gate hat mich von Anfang an gefesselt. Die Geschichte entwickelt ein hohes Tempo und überrascht immer wieder mit Wendungen, die ich nicht kommen sah. Oft war ich überzeugt, die Lösung bereits zu kennen, nur um kurz darauf festzustellen, dass ich völlig falschlag.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich die Kakerlaken-Bande. Die fünf Kinder sind mutig, klug und halten selbst in schwierigen Situationen zusammen. Dadurch fiebert man als Leser permanent mit ihnen mit.
Gleichzeitig bietet das Buch weit mehr als nur ein spannendes Abenteuer. Themen wie Armut, Vorurteile, fehlende Bildungschancen und psychische Erkrankungen werden auf eine verständliche und altersgerechte Weise dargestellt, ohne dabei ihre Schwere zu verlieren. Vor allem die Geschichte von Bill hat mich sehr berührt. Auch Figuren wie Lucy haben mich beschäftigt, weil ihre Möglichkeiten durch die gesellschaftlichen Verhältnisse so stark eingeschränkt werden.
Besonders gelungen fand ich die historischen Hintergründe. Reale Personen und Ereignisse werden geschickt in die Handlung eingebunden und machen neugierig auf die tatsächliche Geschichte. Nach dem Lesen habe ich sogar noch weiter über die HMS Hussar und Bill Swan recherchiert.
Auch sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Ich bin der Meinung, dass Kinder und Jugendliche durchaus anspruchsvolle Sprache entdecken dürfen. Morosinotto traut seinen jungen Leserinnen und Lesern etwas zu und erzählt gleichzeitig so lebendig, dass die Geschichte jederzeit zugänglich bleibt.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich die große Anzahl an Figuren. Gerade am Anfang musste ich häufiger zurückblättern, um Personen wieder einzuordnen. Ein Personenverzeichnis hätte mir das Lesen an manchen Stellen erleichtert. Die zahlreichen Illustrationen waren für mich dagegen eher zweitrangig. Die Karten fand ich deutlich hilfreicher, da sie die Orientierung während der Schatzsuche unterstützt haben.
Fazit:
Ein mitreißendes Jugendabenteuer voller Spannung, überraschender Wendungen und faszinierender historischer Details. Die liebenswerten Figuren, die ernsten Themen und die gelungene Verbindung von Geschichte und Abenteuer machen dieses Buch für mich zu einem echten Highlight.
Linda Adam
5/5
20.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wahrer Bücherschatz - Abenteuergeschichte mit Tiefgang
Zunächst einmal: Wie schön kann ein Buch bitte sein? Das Cover, die Gestaltung der einzelnen Seiten bis hin zum Papier. Dieses Buch ist einfach ein wahrer Schatz!
Besonders die liebevoll gestalteten Kapitelanfänge mit ihren Bildern, Personenbeschreibungen und alltäglichen Gegenständen haben es mir angetan. Sie lassen einen noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen und machen das Buch auch optisch zu etwas ganz Besonderem.
Und dann die Geschichte selbst: Eine richtige Abenteuergeschichte für Groß und Klein, bei der man ganz nebenbei unglaublich viel über die amerikanische Geschichte lernt. Dabei zeigt das Buch ganz ohne erhobenen Zeigefinger, wie grausam die Sklaverei war, was Klassenunterschiede und Armut bedeuten und wie viel Zusammenhalt und Freundschaft verändern können. Gerade diese Art, ernste und wichtige Themen ganz selbstverständlich in eine spannende Abenteuergeschichte einzubinden, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Die kurzen Kapitel und der angenehme, flüssige Schreibstil sorgen außerdem dafür, dass man nur so durch das Buch fliegt. Für mich ein sehr, sehr gelungenes Buch, das ich wirklich jedem nur empfehlen kann. Ich könnte es mir sogar wunderbar als Lektüre für Schulklassen vorstellen. Eine spannende Geschichte, die unterhält, Wissen vermittelt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Und dazu noch so wunderschön gestaltet ist.
Bewertung
aus Hamburg
5/5
18.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Abenteuer, das man nicht nur liest, sondern erlebt
„Das verfluchte Gold von Hell Gate“ von Davide Morosinotto ist ein außergewöhnlich gestaltetes Jugendbuch, das mich vor allem durch seine Mischung aus rasantem Abenteuer, historischer Atmosphäre und der ganz besonderen Aufmachung überrascht hat. Die offizielle Altersempfehlung liegt bei etwa 12 Jahren, persönlich würde ich das Buch allerdings eher ab 15 oder 16 Jahren empfehlen. Dafür sind die behandelten Themen teilweise ziemlich komplex und stellenweise auch ernst. Gleichzeitig funktioniert die Geschichte meiner Meinung nach genauso gut für Erwachsene – vielleicht sogar besonders für diejenigen, die außergewöhnlich gestaltete Bücher und historische Abenteuer mögen.
Was mir sofort ins Auge gefallen ist, ist natürlich das besondere Cover. Es erinnert an eine alte Streichholzschachtel und passt dadurch wunderbar zum Abenteuercharakter der Geschichte. Noch viel mehr begeistert hat mich allerdings das, was sich zwischen den Buchdeckeln befindet. Dieses Buch besteht nicht einfach nur aus fortlaufendem Text. Immer wieder finden sich Illustrationen, Zeitungsartikel, Dokumente, Ermittlungsunterlagen, Karten und andere Elemente, die die Geschichte ergänzen.
Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, nicht einfach nur eine Geschichte zu verfolgen, sondern selbst auf Spurensuche zu gehen. Man blättert weiter und weiß nie ganz, was als Nächstes auftaucht. Dadurch wird die Geschichte unglaublich lebendig und die Spannung noch einmal zusätzlich verstärkt. Ich hatte tatsächlich richtig viel Spaß dabei, das Buch einfach durchzublättern und die vielen Details zu entdecken. Die Gestaltung ist für mich nicht bloß hübsches Beiwerk, sondern ein wichtiger Bestandteil des gesamten Leseerlebnisses.
Ohne zu viel von der Handlung zu verraten: Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher, die in ein geheimnisvolles Abenteuer hineingezogen wird. Aus ersten Hinweisen entwickelt sich eine Schatzsuche, bei der immer neue Rätsel, Spuren und Geheimnisse auftauchen. Das Setting im New York der 1920er-Jahre fand ich dabei besonders gelungen. Die Stadt, die gesellschaftlichen Unterschiede, das Leben der Jugendlichen und die historischen Ereignisse bilden einen sehr interessanten Hintergrund für die Geschichte.
Morosinotto schafft es, dieses historische Umfeld nicht einfach nur als Kulisse zu benutzen. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie unterschiedlich das Leben der Menschen damals sein konnte und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten.
Dabei geht es eben nicht ausschließlich um Abenteuer und Schatzsuche. Themen wie Rassismus, soziale Ungleichheit und Sklaverei spielen ebenfalls eine Rolle. Gerade deshalb würde ich die Altersangabe etwas nach oben korrigieren. Für mich ist das kein Buch, das ich uneingeschränkt jedem zwölfjährigen Kind in die Hand geben würde.
Besonders gut gefallen hat mir die Gruppe der Protagonist:innen. Es handelt sich um fünf Jugendliche – drei Jungen und zwei Mädchen –, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie haben verschiedene Charaktere, unterschiedliche Lebenssituationen und sehr unterschiedliche familiäre Hintergründe. Sie denken nicht immer gleich, reagieren unterschiedlich auf Gefahren und bringen jeweils ihre eigenen Ängste, Wünsche und Vorstellungen mit. Genau daraus entsteht eine tolle Gruppendynamik. Ich mag es sehr, wenn in einer Abenteuergeschichte nicht plötzlich alle Figuren perfekt zusammenarbeiten und immer dieselbe Meinung haben. Hier gibt es Reibung, unterschiedliche Perspektiven und Situationen, in denen die Jugendlichen erst lernen müssen, miteinander klarzukommen.
Gleichzeitig merkt man, wie wichtig ihnen die Gemeinschaft wird. Und gerade weil sie so verschieden sind, ergänzen sie sich auf ihrer Reise immer wieder.
Davide Morosinotto schreibt unglaublich dynamisch. Sein Stil ist bildhaft, zugänglich und vor allem sehr schnell. Teilweise vielleicht sogar zu schnell für meinen Geschmack.
Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen, aber manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte etwas stärker durchatmet. Es gibt so viele Ereignisse, Hinweise und neue Entwicklungen, dass kaum Zeit bleibt, einmal länger bei einer Situation oder einer Figur zu verweilen. Ein paar ruhigere Passagen zwischen den actionreichen Momenten hätten mir deshalb gut gefallen. Das hätte für mich die Spannung nicht reduziert, sondern wahrscheinlich sogar noch verstärkt, weil die großen Momente dadurch etwas mehr Raum bekommen hätten. Trotzdem hat mich der Schreibstil insgesamt sehr überzeugt. Das Buch liest sich flüssig und besitzt einen enormen Sog. Gerade bei einer Schatzsuche ist dieses hohe Tempo natürlich auch ein großer Vorteil.
„Das verfluchte Gold von Hell Gate“ ist für mich ein Jugendbuch, das aus der Masse heraussticht. Nicht nur wegen seiner Geschichte, sondern vor allem wegen der Art, wie diese Geschichte erzählt wird. Die Illustrationen, Dokumente, Zeitungsartikel und Ermittlungsunterlagen machen aus dem Buch etwas, das man nicht einfach nur liest. Es fühlt sich vielmehr an wie ein Abenteuer, in dem man selbst herumstöbert und nach Hinweisen sucht.
Die Schatzsuche hat mir großen Spaß gemacht, das historische Setting hat mir gefallen und die unterschiedlichen Protagonist:innen sorgen für eine interessante Gruppendynamik. Gleichzeitig behandelt die Geschichte auch ernstere Themen, weshalb ich die offizielle Empfehlung ab 12 Jahren persönlich etwas niedrig angesetzt finde. Ich würde das Buch eher ab 15 oder 16 Jahren empfehlen. Das bedeutet aber keineswegs, dass es nur für Jugendliche interessant ist. Im Gegenteil: Auch Erwachsene können mit diesem Buch sehr viel Freude haben. Gerade die außergewöhnliche Gestaltung und die Verbindung aus historischem Abenteuer, Rätseln und verschiedenen Erzählmaterialien machen es für mich zu einem besonderen Leseerlebnis.
JosiLea
aus Dresden
5/5
15.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von Streichholzschachteln und versunkenem Gold, mit der Kakerlaken-Gang auf Schatzsuche!
Davide Morosinottos Abenteuerroman Hell Gate ist ein absolutes optisches und inhaltliches Meisterwerk, das Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistert. Schon die außergewöhnliche Gestaltung als herausziehbare Streichholzschachtel macht das Buch zu einem echten Hingucker. Auf fast 500 Seiten entführt die Geschichte die Leserschaft in das New York des Jahres 1927 zur Zeit der Prohibition. Fünf authentische, sehr unterschiedliche Einwandererkinder stolpern über geheimnisvolle Hinweise bei einem Toten und geraten in eine packende Schatzsuche nach Truhen voller Gold, bei der auch die Mafia ihren Weg kreuzt. Der mitreißende Schreibstil lässt einen im Nu durch die Seiten fliegen. Ergänzt wird die Handlung durch eine zweite Zeitebene aus dem Jahr 1780 rund um den Sklavenjungen Bill Swan sowie durch liebevolle historische Dokumente wie Einreisepapiere und Fotos zu Beginn der Kapitel. Neben dem rasanten Abenteuer scheut der Autor auch tiefgründigere Themen wie Armut oder Rassismus nicht, bindet diese aber realistisch und ohne zu beschönigen ein. Ein rundum gelungenes, spannendes und vielschichtiges Lesehighlight!
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