Dieser Roman rührt die Welt zu TränenCorby Ledbetter ist am Ende. Erst verliert der junge Vater von Zwillingen seinen Job. Als sich eine heimliche Sucht einschleicht, droht seine Ehe zu zerbrechen. Und dann geschieht eine so schwerwiegende Tragödie, dass es die Familie zerreißt.Nach der Verurteilung zu einer Haftstrafe kämpft Corby im Gefängnis ums Überleben. Er erfährt grausame Gewalt, aber auch kleine Gesten von Güte und elementare Verbundenheit. Getragen von Freundschaften und dem unerschütterlichen Glauben seiner Mutter an ihn, beginnt Corby, die Grenzen seiner Gefangenschaft zu überwinden. Er hofft, dass Gnade und Versöhnung vielleicht noch möglich sind. Aber können diejenigen, die er liebt, ihm seine Schuld je verzeihen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
beavielleser
aus Bayreuth
5/5
24.08.2026
eBook (ePUB)
Jahreshighlight
Ich bin von diesem Buch begeistert.
Es ist ein sehr emotionales und berührendes Buch. Alle Gefühle waren nachvollziehbar ohne dass es kitschig wurde. Nicht immer einfach zu ertragen.
Am Anfang des Buches wollte ich Corby am liebsten schütteln, um ihn zur Vernunft zu bringen. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte, gab es viele Situationen, wo ich ihn gerne in den Arm genommen hätte.
Ich habe Corby dafür bewundert, wie er es geschafft hat im Gefängnis klar zu kommen, wie er anderen Häftlingen geholfen hat und wie er alles erduldet hat, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren.
Ich habe mitgefiebert, ob er es schafft nach dem Gefängnis in der Freiheit Fuss zu fassen. Und zum Schluss konnte ich die Tränen nicht zurückhalten.
Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen.
Bianka
Thalia Book Circle Community
5/5
24.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolutes Highlight
Dieses Buch hat mich ziemlich lange beschäftigt. Schon der Anfang ist schwer zu verdauen, denn Corby Ledbetter verliert nach und nach die Kontrolle über sein Leben. Er verliert seinen Job, seine Sucht wird immer stärker und gleichzeitig versucht er, für seine Familie da zu sein. Als dann die Tragödie passiert, die alles verändert, bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie ein Mensch mit einer solchen Schuld weiterleben soll.
Corby war für mich eine sehr schwierige Figur. Ich hatte nicht immer Verständnis für seine Entscheidungen und gerade am Anfang war ich teilweise sogar wütend auf ihn. Gleichzeitig schafft es Wally Lamb, ihn nicht einfach als Täter abzustempeln. Man bekommt sehr viel von seinen Gedanken, seiner Verzweiflung und seinen Schuldgefühlen mit. Dadurch habe ich mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, dass ich zwischen Wut, Mitleid und Verständnis hin und her gewechselt habe.
Besonders eindringlich fand ich den Teil im Gefängnis. Corby muss dort nicht nur mit seiner Schuld leben, sondern auch mit Gewalt, Angst und einer völlig neuen Welt, in der andere Regeln gelten. Gleichzeitig begegnet er Menschen, die ihm trotz allem Menschlichkeit entgegenbringen. Gerade diese kleinen Momente haben mir gut gefallen, weil sie zeigen, dass selbst an einem sehr dunklen Ort noch Mitgefühl und Verbundenheit möglich sind.
Auch seine Beziehung zu Emily hat mich sehr beschäftigt. Sie liebt Corby, aber gleichzeitig ist da diese unglaubliche Wut und Trauer. Ich fand es sehr glaubwürdig, dass Vergebung hier nicht einfach als etwas dargestellt wird, das man irgendwann beschließt und dann ist alles wieder gut. Emily muss mit ihrem eigenen Schmerz leben und Corby muss lernen, dass seine Schuld nicht einfach dadurch verschwindet, dass er bereut.
Was mir an dem Roman besonders gefallen hat, ist, dass Wally Lamb seine Figuren nicht vorschnell beurteilt. Er lässt sie Fehler machen, verzweifeln, hoffen und sich verändern. Dadurch fühlt sich die Geschichte sehr menschlich an. Es geht für mich nicht nur um eine Tragödie und eine Gefängnisstrafe, sondern vor allem darum, was danach kommt. Kann man mit etwas Unverzeihlichem weiterleben? Kann man sich selbst irgendwann wieder in die Augen sehen? Und kann ein anderer Mensch einem vergeben, wenn man selbst kaum weiß, ob man sich das überhaupt verdient hat?
An einigen Stellen war mir die Geschichte etwas ausführlich und gerade der Gefängnisteil hätte für mich stellenweise etwas kürzer sein dürfen. Trotzdem hat mich Corbys Entwicklung immer weiter interessiert und besonders das letzte Drittel hat mich emotional noch einmal richtig erwischt.
Solange der Fluss wartet ist für mich ein Buch, das nicht einfach nach dem Lesen abgeschlossen ist. Es hat mich emotional mitgenommen und mich immer wieder dazu gebracht, meine eigene Meinung über Corby zu hinterfragen. Genau solche Geschichten bleiben mir im Gedächtnis.
Für mich ist es deshalb ganz klar ein 5 Sterne Buch. Ein emotionaler, intensiver und sehr menschlicher Roman über Schuld, Verlust, Sucht, Vergebung und die Frage, ob nach einem großen Fehler überhaupt noch ein Weg zurück ins Leben möglich ist.
Bewertung
5/5
20.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wow
Highlight des Jahres.
Selten hat mich ein Buch so sehr gepackt, von Anfang bis zum Ende war ich gefesselt. Ich möchte mehr davon. Sehr intensive Einblicke in eine tragische Familien Geschichte und ein Kampf mit den eigenen Emotionen. Fabelhaftes Buch.
SimoneF
5/5
18.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein herausragender Roman und ein Jahreshighlight!
Corby Ledbetter ist mit seiner großen Liebe Emily verheiratet und Vater von Zwillingen. Als er seinen Job verliert und sich als Hausmann um die Kinder kümmert, gerät er in eine Krise und wird abhängig von Alkohol und Antidepressiva. Er verschuldet eine furchtbare Tragödie, an der die Familie zu zerbrechen droht und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis muss er sich nicht nur mit seiner Schuld auseinandersetzen, sondern wird mit dem rauen Alltag dort konfrontiert, der durch Macht, Willkür, Gewalt und Rassismus geprägt ist.
Die große Stärke dieses Romans liegt in seiner herausragenden, vielschichtigen Figurenzeichnung. Corby ist zutiefst menschlich und glaubwürdig. Er trägt schwer an seiner Schuld, kämpft um seine Ehe und seine Familie, zweifelt, hadert und strauchelt. Auch Emily ist sehr authentisch gezeichnet und hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Ehemann, ihrer tiefen Verzweiflung, Trauer und Wut. Beide ringen um ihre Zukunft, bemühen sich um einen respektvollen Umgang miteinander und erkennen die inneren Kämpfe des jeweils anderen an. Doch die Kluft, verursacht durch Corbys Schuld, scheint unüberwindbar. Auch der Mikrokosmos des Gefängnisses mit seinen ganz eigenen Strukturen, Dynamiken und Machtverhältnissen ist eindrucksvoll und intensiv geschildert, mit teils starken Nebenfiguren.
Wally Lamb webt in seinen Roman auch deutliche Gesellschaftskritik mit ein, insbesondere in Bezug auf Rassismus und die Gewalt weißer Siedler gegenüber den First Nations.
Mich hat Corbys und Emilys Geschichte beim Lesen sehr berührt. Der Roman entwickelte beim Lesen eine emotionale Wucht, auf die ich nicht gefasst war, und wirkt noch lange nach. Für mich ist „Solange der Fluss wartet“ eines der ganz großen Highlights dieses Jahres und ich habe mich sofort auf die Suche nach weiteren Büchern von Wally Lamb gemacht. Leider werden seine älteren Werke derzeit nicht mehr auf Deutsch verlegt – ich hoffe sehr auf baldige Neuauflagen und empfehle seinen neuesten Roman nachdrücklich weiter!
Mirja103
aus Hamburg
5/5
16.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat mich sehr berührt
Wir begleiten Corby durch eine sehr schwere Zeit. Nachdem er seinen Job verloren hat, nimmt seine Alkohol- und Medikamentensucht immer mehr zu. Er glaubt, dass er alles noch unter Kontrolle hat und gut für seine Zwillinge sorgen kann. Eine sehr dramatische Situation und die Folge davon zeigen, dass dies nicht der Fall ist. Corby hat massive Schuldgefühle und muss lernen, damit und mit seiner Trauer zu leben. Anstatt zu lügen, stellt er sich seiner Verantwortung und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Wie wird das Leben dort für ihn sein? Wird seine Frau ihn verlassen oder kann sie ihm verzeihen? Wird er abstinent bleiben?
Ich muss gestehen, dass ich vor allem am Anfang stark zwischen Mitgefühl und Empörung für Corby geschwankt habe. Der Autor nimmt einen sehr gut mit und gibt tiefe Einblicke in Corbys Gedanken und Gefühle. Auch die Begegnungen im Gefängnis werden sehr eindrücklich beschrieben. Dort erlebt Corby einerseits viel Negatives aber anderseits auch positive Begegnungen und Freundschaft. Es ist erschreckend, wie das Personal teilweise mit den Häftlingen umgeht und wie die Bedingungen sind (z.B. willkürliche Verkürzung der Essenszeiten, die ungesunde Verpflegung, Schikane). Zum Glück gibt es immer wieder Lichtblicke.
Mich hat das Buch insgesamt sehr berührt. Ich habe mit Corby gelitten und über positive Erlebnisse gefreut. Das Ende hat mich ebenfalls sehr berührt und ich hatte mehrfach Tränen in den Augen. Es ist kein unrealistisches Happyend sondern sehr stimmig. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Alles ist sehr anschaulich beschrieben ohne irgendwelche unnötige Nebengeschichten. Ich werde mir auf jeden Fall die anderen Bücher des Autors ansehen.
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5/5
02.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gänsehaut-Lektüre
Nach einigen Jahren Pause legt der Pädagoge und Schriftsteller Wally Lamb einen Roman vor, der mir gehörig unter die Haut gegangen ist. Ich war gebannt, bin es noch. Eine schreckliche Tragödie reißt die Familie Ledbetter auseinander. Der Verursacher, Corby Ledbetter, wird zu einer Haftstrafe verurteilt und sitzt im Gefängnis. Der Alltag dort ist geprägt von Gewalt, strengen Regeln und Mängeln in der Versorgung. Corbys seelische Not ist groß. Er muss einen schweren Verlust verkraften, mit seinem Schmerz umgehen lernen und versucht trotz allem, seine Menschlichkeit zu bewahren. Er arbeitet an seinen Suchtproblemen, zählt die Tage bis zu seiner Freilassung und hofft, zu seiner Familie zurückkehren zu können. Besonders quält ihn die Ungewissheit, ob seine Ehe diese Zeit überstehen wird. Er liebt seine Frau, vermisst sie und klammert sich an die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben nach seiner Haft. Seite für Seite tauchen wir tiefer in Corbys innere Prozesse und Konflikte ein. Dabei begegnet er Menschen, die ihn nicht auf seine Tat reduzieren, etwa der Leiterin der Gefängnisbibliothek. Mitfühlend erzählt, ohne Corby von seiner Schuld freizusprechen. Und irgendwann merkt man, dass man nicht mehr nur wissen will, wie diese Geschichte ausgeht, sondern unbedingt bei Corby bleiben möchte.
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5/5
27.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überragend
Was für ein überragendes, intensives, emotionales Buch.
Bereits auf den ersten Seiten hält man den Atem an, erfährt eine furchtbare Tragödie, und diese Geschichte lässt einen nicht mehr los.
Eine aufwühlende, tragische Geschichte, so lebendig geschrieben, dass man meint, die Personen, von denen sie handelt, persönlich zu kennen. Ihr Leid, ihre Erfahrungen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Sehnsüchte sind so greifbar beschrieben, man lebt und leidet mit und wird dieses großartige Werk nicht wieder vergessen können und wollen.
Ein emotionaler Höllenritt mit vielen Rückschlägen
Mit „Solange der Fluss wartet“ aus dem Gutkind Verlag von Wally Lamb ist nach sechs Jahren Wartezeit endlich ein neues Buch dieses großartigen Autors und Pädagogen erschienen. Die Familiengeschichte von Corby Ledbetter, einem jungen Vater von Zwillingen, und Emely endet jäh, als Corby seinen zweijährigen Sohn überfährt.
Der Roman handelt, wie im Werk von H.G. Wells „Mr. Ledbetters Ferien“, größtenteils in einer „Auszeit“ der Hauptfigur im Gefängnis von Yates, wo Corby eine dreijährige Haftstrafe absitzen muss, da der Unfall seines Sohnes unter Drogeneinfluss geschah. In dieser „Auszeit“ von seinem bisherigen Leben versucht er seine Schuld und Drogensucht zu bewältigen und zu einem besseren Menschen zu werden.
Die Kunst des Autors besteht in seiner emotionalen Darstellung der Personen im Roman und deren lebendigen Verknüpfungen. Die Themen Schuld, Verlust und Vergebung werden im sozialen Umfeld Corbies behandelt. Inmitten dieser Dunkelheit lässt der Erzähler stets das Licht der Vergebung und die Hoffnung auf einen Neuanfang bestehen. Das Benennen von Schuld wird im Roman zu einem Befreiungsschlag: Erst das Benennen des eigenen Versagens bricht das quälende innere Schweigen und macht die Last tragbar.
Das Leseerlebnis ist ein emotionaler Höllenritt mit vielen Rückschlägen und entlässt den Lesenden mit einem reichen Schatz an vortrefflichen Gestalten und tollen Bildern.
Wally Lamb, geboren 1950 in Norwich, Connecticut, ist ein US-amerikanischer Bestsellerautor. Vor seinem literarischen Durchbruch arbeitete er über zwei Jahrzehnte als Lehrer für kreatives Schreiben in einem Frauengefängnis. Bekannt wurde er vor allem durch komplexe Romane wie „Die Musik der Wale“ und „Früh am Morgen beginnt die Nacht“. Lamb gilt bis heute als Meister psychologischer Familiendramen und zutiefst empathischer Charakterstudien.
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