»Hallo, ich bin Cleo. Und dieses Achtsamkeitstagebuch? War nicht meine Idee. Echt nicht. Aber jetzt probiere ich es doch aus. Und merke: Bei mir ist ganz schon was los. Ein Bruder, der überall seine Nase reinsteckt. Eine Klasse, die völlig durchdreht. Und in mir: tausend Gedanken auf einmal. Manche nennen es ADHS. Ich nenne es Standard!«
Witzig, rasant und ganz nah dran erzählt Lena Hach von einem Mädchen, das die Welt auf seine eigene Weise sieht - und dessen Kopf einfach nie stillsteht.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
CorniHolmes
5/5
11.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Kinderbuch mit viel Humor und Herz!
Die Viertklässlerin Cleo ist ein sehr lebhaftes, kreatives und schlagfertiges Mädchen und hat ein Gehirn, in dem nonstop das totale Chaos herrscht. Tausend Ideen und Gedanken wirbeln in Cleos Kopf ständig wild durcheinander und weigern sich strikt, mal eine Pause einzulegen. Das Achtsamkeitstagebuch, das sie in der Bibliothek gewinnt, kommt daher eigentlich wie gerufen. Im ersten Moment ist Cleo zwar nicht so begeistert, aber sie gibt dem Buch dennoch eine Chance. Sie beginnt jeden Tag etwas hineinzuschreiben, beantwortet brav die Fragen ihres Achtsamkeitstagebuchs und hält darin ihre Erlebnisse fest. Sie berichtet von dem Kostümwettbewerb an ihrer Schule, den sie unbedingt gewinnen will; vom Aufräumen, das bei ihr ganz läuft als bei Papa; von geklauten Klassensüßigkeiten, ihren besten Freunden Azra und Arthur und natürlich von Lukas, ihrem nervigen großen Bruder (auf den sie manchmal echt gut verzichten könnte). Eben der ganz normale Alltagswahnsinn mit ADHS: Ziemlich chaotisch, überraschend logisch und voller Konfetti im Kopf.
Lena Hach ist einfach immer ein Garant für großartig unterhaltsame Geschichten. Jedes ihrer Bücher hat bei mir bisher voll ins Schwarze getroffen – und ihr neuer Kinderroman aus dem Mixtvision Verlag bildet da definitiv keine Ausnahme.
Auf ihre gewohnt humorvolle und warmherzige Weise nimmt uns Lena Hach in das Leben ihrer pfiffigen Protagonistin Cleo mit und zeigt uns, wie ein Kind mit ADHS die Welt sieht. Die Geschichte wird im Tagebuchstil aus der Ich-Perspektive von Cleo geschildert und zwar so wunderbar authentisch, direkt und ungefiltert, dass man sich schon nach wenigen Seiten mitten in Cleos chaotischer Gedankenwelt wiederfindet. Hautnah erleben wir mit, wie es sich anfühlt, wenn die Gedanken permanent wild durcheinanderpurzeln und es nahezu unmöglich ist, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Immer wieder erklärt uns Cleo, wie sich ihr ADHS äußert und was sie tut, um ihren Alltag trotz Konfetti im Kopf zu meistern. Dass ihre sprunghaften Gedankengänge und Verhaltensweisen für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar sind, ist ihr durchaus bewusst. Sogar ihr Eltern können nicht immer verstehen, was im Kopf ihrer Tochter vor sich geht. Gerade deswegen ist dieses Buch so wertvoll – und zwar für Jung und Alt gleichermaßen. Die Geschichte ermöglicht einen direkten Einblick in Cleos buntes Gedankenfeuerwerk und kann dabei helfen, mehr Verständnis für neurodivergente Menschen zu entwickeln. ADHS darf hier ganz selbstverständlich Teil einer Kinderbuchheldin sein, was Cleo zu einer starken Identifikationsfigur macht und Kindern Neurodiversität verständlich näherbringt, ohne belehrend daherzukommen.
Eine klassische abgeschlossene Erzählung mit viel Spannung und überraschender Auflösung haben wir hier nicht, was aber überhaupt nicht stört. Ganz im Gegenteil, Cleos Erzählweise liest sich so unglaublich unterhaltsam und mitreißend, dass es einfach ein großer Spaß ist, dieses Buch zu lesen und man damit gar nicht mehr aufhören mag. Wir begleiten die Viertklässlerin einen Monat lang durch ihren (Schul)-Alltag und die vielen Herausforderungen, die ihr dabei begegnen. Dabei sind es vor allem ihre schonungslose Beobachtungsgabe und kindliche Ehrlichkeit, die das Lesen zu einem echten Vergnügen machen. Ich musste mehrmals laut auflachen, weil Cleo manches so herrlich treffend und (selbst-)ironisch beschreibt.
Sehr amüsant sind aber auch Cleos viele Listen, ihre Fun Facts zu bestimmten Themen und ihre Antworten auf die Fragen aus ihrem Achtsamkeitstagebuch. Die bezaubernden schwarz-weiß Illustrationen von Jutta Wetzel lockern das Ganze zusätzlich auf und runden das Leseerlebnis perfekt ab.
Fazit: „Cleo, Chaos und Konfetti“ ist ein wunderbares Kinderbuch ab 9 Jahren, das ADHS liebevoll sichtbar macht und dazu ermutigt, man selbst zu sein. Dieses Buch ist einfach typisch Lena Hach: Erfrischend ehrlich, witzig-frech und mit viel Herz! (Und einer großen Portion Glitzer und Konfetti obendrauf.) Ich bin begeistert und kann den neuen Kinderroman von Lena Hach nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
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5/5
11.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hier schreibt die Diskokugel!
Na toll! Erst muss Cleo mit ihrer Klasse die ungeliebte Bibliothek besuchen, und dann soll sie auch noch bei dem kindischen Rätsel mitmachen. Sie gewinnt allerdings sogar, doch statt eines coolen Preises erhält sie - ein Achtsamkeitstagebuch! Cleo ist zunächst nicht begeistert, dann lässt sie sich doch darauf ein und notiert jeden Abend die Erlebnisse des Tages. Was für ein Glück für uns (die Leser), denn so bekommen wir Einblicke in Cleos Gedanken - und die sind einfach urkomisch! Sie erzählt von ihrem nervigen Bruder, ihren Eltern, ihrer Klassenlehrerin und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. In der Schule steht eine große Kostümparty bevor, dafür braucht sie natürlich eine tolle Verkleidung...
In Cleos Alltag ist einiges los, und sie selbst kommt selten zur Ruhe, denn Cleo hat ADHS.
Aber mit der Hilfe aus ihrem Umfeld meistert sie auch das.
Lena Hachs Kinderbuch ab 9 Jahren ist ein absoluter Angriff auf die Lachmuskeln. Der Autorin gelingt es perfekt, ein wichtiges Thema kindgerecht, leichtfüßig und mit viel Humor zu präsentieren!
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