Produktbild: Die Willküren
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Die Willküren Sieben Leben für Vera

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21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Langen - Müller eBooks

Seitenzahl

280 (Printausgabe)

Dateigröße

5009 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783784485539

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Langen - Müller eBooks

Seitenzahl

280 (Printausgabe)

Dateigröße

5009 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783784485539

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  • Detlef Knut

    4/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Veras Weg ins Leben mit Andreas Sommer, Luise Abgottspon und Vera

    In einer Welt, die oft von Routine und Gewohnheit geprägt ist, gibt es Geschichten, die uns dazu einladen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Eine dieser Geschichten ist „Die Willküren“ von Andreas Sommer. Dieses Werk entführt uns in die tiefen Abgründe und schillernden Höhen menschlicher Emotionen und Entscheidungen. Der Roman stellt den skurrilen Versuch der Autorin Luise Abgottspon dar, ihre „Klientin“ und Protagonistin Vera zurück ins Leben zu holen. In einem Wettlauf gegen Veras drohenden Verfall verfasst sie sieben Geschichten, die jeweils ein völlig anderes Bild von einem möglichen Leben zeichnen. Diese provokanten Rezepte sollen Vera helfen, aus ihrer Misere auszubrechen: ihre Rolle als Opfer aufzugeben, Rachegelüste auszuleben, sensibilisiert für Manipulation zu werden sowie Zorn, Empathie und Mut als Instrumente zur Selbstbehauptung zu entdecken. Die Grenzen zwischen Veras realem Leben und den als möglich angedeuteten Szenarien beginnen zu verschwimmen. In diesen flimmernden Zwischenräumen beginnt sie zu fühlen, zu denken und schließlich aktiv zu werden … Die Willküren der Möglichkeiten entfalten sich vor ihr. Und somit werden Leser die Entwicklung einer arbeitslosen alleinerziehenden engagierten Mutter hin zu einer willensstarken Inmfluencerin erleben. Der Aufbau des Romans ist sehr experimentell und Leser müssen sich schon auf diese Form einlassen, wenn sie ihn nicht nach 20 Seiten aus der Hand legen wollen. Wer die Romane von Irmtraud Morgner, insbesondere Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura und Amanda: ein Hexenroman kennt, kann sich unter »Die Willküren« ein gewisses Bild machen. Im Prinzip ist dieser Roman ein einziger Monolog von Andreas Sommer mit sich selbst. Unterstützt wird er allerdings durch den Buchsatz. Die bereits oben erwähnten sieben Geschichten, die die Autorin Abgottspon über Vera schreibt, sind auf andersfarbigen Papier gedruckt. Damit wird sofort – und auch im Buchschnitt – sichtbar das Buch-in-Buch gekennzeichnet. Doch was ist nun das wirklich experimentelle an diesem Roman? Ein Ich-Erzähler – unwillkürlich habe ich hier tatsächlich den Autor Andreas Sommer in diese Position gedacht – überlegt sich einen Namen für seine Protaginistin in einem Roman. Dabei unterhält er sich mit seiner fiktiven Figur und statt Theresa Abgottspon besteht sie darauf, mit Vornamen Luise zu heißen. Diese Figur Abgottspon kommt auf die Idee, über eine Zeitungsanzeige eine Figur für ihren Roman zu suchen. Es meldet sich die reale Person Vera Kroll, die sodann gleichzeitig eine Figur in den Geschichten der Abgottspon wird. Umd nun beginnt eine Unterhaltung zwischen all diesen Figuren, was schlussendlich auf einen Monolog von Andreas Sommer hinausführt. Für den Fall, dass ich mich etwas unverständlich ausgedrückt habe, mag vielleicht das folgende Zitat aus dem Roman helfen: "Die Abgottspon schriebe als fiktive Beauftrage eines realen Autors den realistischen Roman über die fiktive Zukunft eines real lebenden Menschen." - aus »Die Willküren«, Kapitel 4 „Abgottspon, Vera und ich“ Andreas Sommer schafft mit seinen Worten ein Kaleidoskop aus Erlebnissen, das die Leser nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Leser steigen also ein in eine Reise durch die facettenreiche Erzählung von „Die Willküren“ und erkennen, weshalb dieses Buch ein Muss für jeden Leser ist, der das Besondere sucht. Lassen Sie sich von den Figuren, Geschehnissen und den Willküren verzaubern und entdecken Sie, wie sie sich in unser aller Leben widerspiegeln können. Jeder Leser wird etwas aus der Gedankenwelt der Figuren, die selbst auch monologisieren oder sich mit anderen Figuren unterhalten, bei dem es durchaus um handfeste aktuelle gesellschaftliche Themen geht, für sich herausnehmen lönnen. Die Szenen an sich sind keinesfalls weltfremd. Allerdings, wenn man als Leser kein Interesse an den Figuren und ihren Gedanken oder an dem experimentellen Aufbau des Romans entwickelt, muss man wohl oder übel auf Spannung und Dramarturgie verzichen. „Die Willküren“ von Andreas Sommer ist ein faszinierendes experimentelles Werk, das den Leser auf eine Reise durch die Gedankenwelt mehrerer Figuren entführt. Die geschickte Gestaltung und der innovative Aufbau des Romans ermöglichen es, verschiedene Perspektiven zu erleben, was die Figuren lebendig und vielschichtig erscheinen lässt. Besonders fesselnd ist die fiktive Lebensgeschichte von Vera, deren vorgezeichneter Weg spannend mit der Realität konfrontiert wird. Die visuelle Unterstützung durch unterschiedlich Schrifttypen und Papiersorten verstärkt das Leseerlebnis und gibt dem Werk eine besondere Note. Trotz dieser kreativen Ansätze fehlt jedoch ein durchgängiger roter Faden, der Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufbaut. Dieser Mangel könnte einige Leser enttäuschen, doch wer sich auf die experimentelle Erzählweise einlässt, wird mit überraschenden Einblicken und emotionalen Momenten belohnt. „Die Willküren“ ist somit ein Werk für diejenigen, die das Unkonventionelle schätzen und bereit sind, den gewohnten Rahmen der Romanliteratur zu verlassen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2026

  • Bewertung

    aus Oberursel

    4/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    fact meets fiction meets fantasy

    Okay, ich fand den Klappentext irgendwie speziell und habe mal spontan zugeschlagen und auch gleich zu lesen begonnen. Wir haben also folgende Ausgangssituation: Der Autor Andreas Sommer (ja, er spielt eine Rolle in seinem eigenem Roman!) plaudert mit seiner fiktiven Protagonistin, der Schriftstellerkollegin Luise Abgottspon. Man stellt sich gegenseitig vor, und hat ein gemeinsames Projekt: Die Abgottspon, wie der Autor sie gerne nennt, hat eine Annonce aufgegeben. Es wird die Hauptrolle in ihrem neuen Roman ausgelobt, für den sich allerdings nur lebensmüde Menschen melden sollen, und denen will sie dann literarisch helfen. Es meldet sich Vera, eine in prekären Verhältnissen lebende alleinerziehende Mutter eines Kindergartenkindes. Speziell auf Vera zugeschnitten will Luise nun 7 Geschichten schreiben, wie Veras Leben eine neue Wandlung nehmen könnte. Und vielleicht, ganz vielleicht, können diese Geschichten Veras Gemüt noch mal beeinflussen und ihr neuen Lebensmut geben. Sehr skurrile Idee, aber die weitere Umsetzung in diesem Roman wird noch viel skurriler, denn Sommer, der Autor, spielt durchgehend eine Rolle und unterhält sich sowohl mit Luise als auch mit Vera, greift ins Geschehen ein und schreibt am Ende selbst auch eine der 7 Geschichten. Wobei man nie vergessen darf: außer ihm sind ja alle anderen Charaktere fiktiv. Wie beschreibt er es selbst auf Seite 57 so schön? „Beide wollten wir das Projekt fortsetzen. Die Abgottspon schriebe als fiktive Beauftragte eines realen Autors den realistischen Roman über die fiktive Zukunft eines real lebenden Menschen.“ Wenn das mal nicht komplett schräg ist, dann weiß ich es auch nicht. Aber irgendwie cool :-) Nebenbei geht es auch immer wieder um Georg, den verstorbenen älteren Bruder des Autors, der ein tragisches Leben hatte und vor einigen Jahre Suizid begangen hat. Das war der Moment, wo ich angefangen habe, den Autor zu googeln, und ja – da gab es tatsächlich den Georg und seinen tragischen Selbstmord. Wo beginnt die Fiktion in diesem Buch, wo enden die Fakten? Man soll ja Autoren, besonders wenn man sie gar nicht persönlich kennt, nichts unterstellen – ich tu es jetzt aber trotzdem mal; ich denke, hier hat jemand sein eigenes Familiending und eigene Traumata literarisch aufarbeiten wollen. Herr Sommer, sollte ich komplett daneben liegen: Verzeihung, aber diese Vermutung drängt sich mir auf. Auch die 7 Geschichten selbst sind total abgefahren. Da geht es nicht einfach um schnöde Wendungen in dezenten Lebensläufen, da kommen die Parzen, die Schicksalsgötter, die alternativen an Ashrams erinnernden WGs auf dem Lande ins Spiel, und mit neuen Schicksalsschlägen wird nicht gegeizt. Und nicht nur Vera wird von der Abgottspon mit literarischen Neuvorschlägen ihres Lebens bedacht, auch der Autor selbst bekommt einiges an „food for thought“ herübergereicht. Ich sag mal nur: die zweite Geschichte lässt grüßen….. Das ist jetzt mal eine komplett abgespacete Story, ich kann sie irgendwie immer noch nicht so recht einordnen. Ich versuch mal ein Fazit: - originell. Das ist sie auf jeden Fall. Allein dafür 5 von 5 Sternen. - flüssig geschrieben. Der Autor versteht sein Handwerk durchaus. Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit durchgelesen, hatte irgendwie Sogwirkung. - trotz aller Merkwürdigkeiten weiß man immer, wo man ist; da sorgt allein auch die Optik im Buch für. Die 7 Stories für Vera sind auf leicht grauem Papier in einer anderen Schriftart gedruckt als der „normale Rest“, der auf normal weißen Blättern daherkommt; und auch die Kapitelüberschriften sorgen für Klarheit - ich fand es teilweise trotzdem etwas anstrengend. Das waren mir irgendwie zu viele Möglichkeiten, und zu viel Vermischung aller Realitätsebenen. War mir etwas too much. Sowas ist ja immer rein subjektiv, aber daher gebe ich dann insgesamt „nur“ 4 Sterne. Ja. Würde ich es weiterempfehlen? Bedingt. Regt durchaus zum Nachdenken an; man könnte sich im Anschluss trefflich darüber streiten, inwieweit das Schicksal vorherbestimmt ist, respektive was wir selbst in der Hand haben….was wir uns selbst erträumen und dann realisieren können….etc pp. Oder man könnte auch sagen, hier hat jemand einen zu viel geraucht und die Fantasien danach aufgeschrieben …. böse, böse, ich weiß. Again: Verzeihung an den Autor. Wie auch immer :-) Ich hör jetzt auf :-) Hier muss man sich selbst ein Bild machen :-)

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