Der Verleger des kleinen Frankfurt Verlags steht kurz vor der Pleite. Von einem befreundeten Ghostwriter erfährt er zweierlei: Die schillernde Persönlichkeit der Frankfurter Szenegesellschaft, Heinz Brauer, lässt gerade seine Biografie schreiben und er sucht dafür einen Verlag.
Damit wäre der Frankfurt Verlag auf einen Schlag saniert. Der Verleger erkennt seine Chance und setzt alles daran, das Buch verlegen zu können. Allerdings gibt es zwei Konkurrenzverlage, die genauso heiß sind auf das Buchprojekt.
Der Verleger spinnt eine Strategie, um die beiden auszustechen. Doch er muss bis an die Schmerzgrenze gehen - oder weit darüber hinaus ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Kelkheim
5/5
15.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Der Verleger – Zwischen Manuskript, Konkurrenz und Frankfurter Szene
Was macht ein kleiner Verlag, wenn es finanziell nicht gerade rosig aussieht und dringend ein Erfolg hermuss? Richtig, ein gutes Manuskript und einen interessanten Autor an Land ziehen! Genau darum geht es in „Der Verleger, der eine Zeile liest und einen Coup wittert“ von Gerd Fischer – einem unterhaltsamen Roman, der mich nicht nur wegen der Buchbranche, sondern auch wegen seines Schauplatzes Frankfurt am Main angesprochen hat.
Kurze Zusammenfassung:
Dem kleinen Frankfurter Verlag geht es nicht besonders gut. Ein vielversprechendes Manuskript muss her, und da kommt Heinz Brauer gerade recht. Er gehört zur Frankfurter Szenegesellschaft und möchte ein Buch verfassen. Nun braucht er nur noch den passenden Verlag. Eigentlich eine gute Gelegenheit für unseren Verleger, wäre da nicht die Konkurrenz, die ihm den Erfolg streitig machen könnte. Also muss irgendwie eine Lösung her, um die Mitbewerber aus dem Weg zu räumen.
Mein Leseeindruck:
Gerd Fischer erzählt diese Geschichte locker, witzig und mit einer guten Portion Skurrilität. Besonders amüsant finde ich, dass der Verleger selbst namenlos bleibt, während alle anderen handelnden Personen einen Namen haben. Das gibt der Hauptfigur etwas Eigenwilliges und passt wunderbar zum etwas schrägen Geschehen.
Neben der unterhaltsamen Geschichte bekommt man interessante Einblicke in die Arbeit eines kleinen Verlags. Wer sich für Bücher, Autoren und die Buchbranche interessiert, kommt hier durchaus auf seine Kosten. Dabei sind die Figuren allesamt ein wenig speziell, was für manche schräge Situation sorgt und dem Roman seinen eigenen Charme verleiht.
Ein besonderes Lesevergnügen war für mich natürlich der Schauplatz Frankfurt am Main. Als Frankfurt-Fan kenne ich die meisten Straßen und Locations, die im Buch beschrieben werden. Wenn man beim Lesen genau weiß, wo man sich gerade befindet, ist man gleich noch ein bisschen näher am Geschehen. Ich mag es einfach, wenn ich die Orte einer Geschichte selbst vor Augen habe und gedanklich mit den Figuren unterwegs sein kann.
Die Handlung wird aus der Sicht einzelner Protagonisten erzählt, wodurch man unterschiedliche Einblicke in das Geschehen erhält. Auch das Titelbild gefällt mir richtig gut und passt wunderbar zum Buch.
Insgesamt hat mich „Der Verleger, der eine Zeile liest und einen Coup wittert“ bestens unterhalten. Die Geschichte ist leicht und flott zu lesen, die Figuren sind herrlich eigenwillig und die Frankfurter Kulisse macht das Ganze für mich noch einmal besonders reizvoll.
Fazit:
Ein kurzweiliger, humorvoller Roman für alle, die sich für Bücher, Verlage und die manchmal etwas schräge Welt der Frankfurter Szene interessieren. Gerd Fischer erzählt locker und unterhaltsam, gewährt Einblicke in das Verlagswesen und lässt seine Figuren auf ihre ganz eigene Art agieren. Für mich als Frankfurt-Fan war es besonders schön, viele bekannte Straßen und Orte wiederzuentdecken. Ein Buch, das mir schöne Lesestunden beschert hat und das ich allen empfehlen kann, die gerne einmal hinter die Kulissen eines kleinen Verlags schauen möchten.
Stephanie
aus Lorsch
5/5
09.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannende Einblicke in die Verlagswelt humorvoll umgesetzt
Dem nicht namentlich genannten Verleger steht das Wasser bis zum Hals: Wenn er nicht schnellstmöglich einen Bestseller herausgibt, muss er seinen Verlag schließen. Zum Glück erfährt er von einem Ghostwriter, dass der stadtbekannte Heinzi gerade seine Biografie schreiben lässt - das wäre genau das Buch, das seinen Verlag retten könnte...
Das Cover von "Der Verleger, der eine Zeile liest und einen Coup wittert" ist Weiß, die Schrift sowie die Zeichnungen des Bembels, des Bembelglasses, Brille & Buch sind in Schwarz und Blau gehalten und heben sich deshalb gut erkennbar ab. Ein Titel, der schon einiges über den Roman verrät, aber nicht zu viel. Macht definitiv neugierig auf den Inhalt des Buches.
Gerd Fischer gibt mit diesem Roman viele Insider-Einblicke in die Verlagsszene. Humorvoll und auf den Punkt geschrieben, formuliert er mit diesem Buch eine Liebeserklärung an die Buchbranche und zeigt gleichzeitig, wie schwierig es ist, darin zu bestehen. Ein sehr unterhaltsamer Roman, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe.
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