Tage ohne Ende

Sebastian Barry

(13)
Die Leseprobe wird geladen.
eBook
eBook
8,99
bisher 16,99
*befristete Preissenkung des Verlages.   Sie sparen : 47  %
8,99
bisher 16,99 *befristete Preissenkung des Verlages.

Sie sparen:  47 %

inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Taschenbuch

12,80 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

22,00 €

Accordion öffnen
  • Tage ohne Ende

    Steidl Verlag

    Erscheint demnächst (Nachdruck)

    22,00 €

    Steidl Verlag

eBook (ePUB)

8,99 €

Accordion öffnen
  • Tage ohne Ende

    ePUB (Steidl)

    Sofort per Download lieferbar

    8,99 €

    16,99 €

    ePUB (Steidl)

Beschreibung

Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade 17 Jahre alt, als ihre Karriere als Tanzmädchen in einem Saloon für Bergarbeiter ein natürliches Ende findet. Für den 'miesesten Lohn aller miesesten Löhne' verdingen sie sich bei der Armee und sind fortan unzertrennlich in Kriegsgeschäften unterwegs. Angst kennen beide nicht, dafür haben sie schon zu viel erlebt. Sie wissen: 'wenn's um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.' Thomas ist vor dem 'Großen Hunger' aus Irland geflohen, hat die Überfahrt und die Fieberhütten in Kanada überlebt, sich bis nach Missouri durchgeschlagen. Wie ein irischer Simplicissimus stolpert er durch das Grauen der Feldzüge gegen die Indianer und des amerikanischen Bürgerkriegs - davon und von seiner großen Liebe erzählt er mit unerhörter Selbstverständlichkeit und berührender Offenheit. In all dem Horror findet Thomas mit John und seiner Adoptivtochter Winona sein Glück. Er bleibt ein Optimist, ganz gleich unter welchen Umständen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.02.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783958295988
Verlag Steidl
Dateigröße 864 KB
Übersetzer Hans-Christian Oeser
Verkaufsrang 35208

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Western wie kein anderer

Hendrik Lullies, Thalia-Buchhandlung Hildesheim

Western sind schmutzig, voller Machos und Dirnen in Gefahr. Ist doch klar. Aber halt! Sebastian Berry schreibt da plötzlich einen Western, der völlig andere Figuren zeigt. Ein homosexuelles Paar, die ein Indianermädchen adoptieren und durch den Westen reisen. Das ist ungemein interessant. Und erzählt eine zarte Liebesgeschichte, die man als Western-Leser so nicht gewohnt ist. Dennoch ist der Westen ein harter Ort und voller Brutalität. Und wie nun diese Liebe zwischen all dem Völkermord und der Militärgewalt dennoch ihre Magie behält, das ist wirklich ganz toll gemacht. Berrys Sprache kommt mal flapsig, dann wieder sehr malerisch daher. Je nach Gemütsverfassung des Protagonisten. Als Leser taucht man so sehr tief ein und fiebert bis zum Schluss mit.

Großartig in Wort und Bild

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wortgewaltig, poetisch, inhaltlich mal unglaublich brutal und dann wieder ganz zart – dieser Roman des noch jungen Amerika Mitte des 19.JH kann seinen Leser buchstäblich „aus den Puschen hauen“. Die Geschichte der beiden Jugendlichen Thomas McNalty und seines Freundes und Lebenspartners John Cole ist so was wie ein Western der Extraklasse. Autor Sebastian Barry, ein zu Recht mit Preisen gesegneter Poet der irischen Seele, bringt uns die Schrecken, aber auch die Schönheit des amerikanischen Kontinents und seiner Geschichte damit unglaublich nahe. Goldrausch, die Besiedlung des Westens, das harte Leben in der Army, die unredliche Aneigung der Indianergebiete (und dabei die Auslöschung ganzer Stämme) ebenso wie die Kriegshandlungen während des Sezessions-Krieges beeinflussen das Schicksal der beiden „Helden“, die immer für einander da sind. Außerdem retten John Cole und Ich-Erzähler Thomas ein Indianermädchen, genannt Winona, deren Lebensweg fortan mit dem ihren durch Zuneigung und Liebe verknüpft bleibt. Ein Roman, der nichts schönredet, über eine Welt voller Gewalt, Armut und Krieg und der doch auch wunderbar poetische Momente hat. Lesenswert !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
13
0
0
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: gebundene Ausgabe

Sebastian Barrys "Tage ohne Ende" ist ein sprachlich inhaltlich und erzählerisch absolut begeisternder "Western". Das Amerika der 1850er und 1860er Jahre und seine Protagonisten werden vor dem Auge des Lesers lebendig - ohne Sentimentalitäten und ohne Schönfärberei, aber ungemein beeindruckend und ergreifend.

Überleben im Wilden Westen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 12.09.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tage ohne Ende - Sebastian Barry Dieser Western-Roman hat mir beinahe den letzten Nerv geraubt. Er ist sperrig geschrieben, die Erzählweise oft abgehakt, die Figuren sind nur am Fluchen. Mehr als einmal tat ich mich schwer damit, wieder in die Geschichte zurückzufinden. Trotzdem habe ich diesem Roman 5 Sterne gegeben. Warum?... Tage ohne Ende - Sebastian Barry Dieser Western-Roman hat mir beinahe den letzten Nerv geraubt. Er ist sperrig geschrieben, die Erzählweise oft abgehakt, die Figuren sind nur am Fluchen. Mehr als einmal tat ich mich schwer damit, wieder in die Geschichte zurückzufinden. Trotzdem habe ich diesem Roman 5 Sterne gegeben. Warum? Allein schon die Handlung ist etwas Besonderes, beschreibt sie doch die turbulente Zeit der Indianerkriege. Ein Thema, das ich noch nicht oft literarisch verarbeitet gelesen habe. Der Ire Thomas McNulty erzählt Jahre nach den geschilderten Ereignissen aus der Ich-Perspektive. Bereits als Kind in der irischen Heimat vom Hungertod bedroht, besteigt er als einziger Überlebender seiner Familie ein Schiff nach Amerika. Auch dort schlägt er sich mehr schlecht als recht durch, bis er schließlich mit seinem Freund und Liebhaber John Cole bei der Armee landet. Dort kämpfen sie Seite an Seite, egal wo und gegen wen. Oft wissen sie nicht mal, worum es überhaupt geht. Sie haben bereits zu viel Leid gesehen, als dass ihnen Blutvergießen und Gemetzel etwas anhaben könnten. Entsprechend lakonisch ist der Erzählton. „Wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.“ (Klappentext) Trotzdem oder gerade deshalb kriecht dem Leser das nackte Entsetzen in die Glieder. "Dann standen wir alle keuchend da, kalter Schweiß strömte über erschöpfte Gesichter, unsere Augen glitzerten, unsere Beine zitterten, so wie man's bei Hunden sieht, wenn sie Lämmer gerissen haben." Seite 39 Man leidet mit den Soldaten mit, die teils unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen, ohne Rücksicht auf Verluste. Noch mehr fühlt man mit den dahingemetzelten Indianern, liest von dem fürchterlichen Kreislauf aus Rache und Vergeltung, der kein Ende zu nehmen scheint. Dabei hat jede Partei Anteil an der Schuld. Barry erzählt relativ wertungsfrei. Immer wieder entwickelt sich ganz tolles Kopfkino, wie ein guter Western eben. Aber ohne jede Beschönigung. Die Sprache ist wie die Handlung derb, es gibt Flüche am laufenden Band. Daran sollte man sich nicht stören, es ist auf jeden Fall sehr passend und authentisch. Nur gut, dass sich hinter vielen dieser grausamen Krieger durchaus sanfte Kerle verbergen. Auch sie sind Opfer der Umstände und kämpfen ihrerseits täglich ums Überleben. Der unerschütterliche Optimismus des Protagonisten macht die Schilderungen erst erträglich. Meine Begeisterung hat sich tatsächlich erst im Nachgang eingestellt. Ein sehr besonderer, lesenswerter Roman, der neben all den Gräueln auch eine Portion Wildwest-Romantik bietet. Leider hat dieses Werk bisher viel zu wenig Beachtung gefunden. Auch deshalb von mir 5 Sterne. Gerade eben habe ich festgestellt, dass offenbar bereits eine Fortsetzung „Tausend Monde“ bei Steidl erhältlich ist. Wandert gleich mal auf die Wunschliste!

In Liebe vereint, immer vorwärts, durch alles Elend hindurch
von einer Kundin/einem Kunden aus Ittigen am 03.08.2019

Atemberaubend ist diese Geschichte, die zu Zeiten der Indianerverfolgungen und des Sezessionskrieges in den USA stattfindet. Thomas und John gehen gemeinsam als Liebespaar durchs ihr turbulentes Leben. Zunächst treten sie in einem Varieté auf, dann gehen sie zum Militär, weil sie sonst keine Arbeit haben. Dort müssen sie zunächs... Atemberaubend ist diese Geschichte, die zu Zeiten der Indianerverfolgungen und des Sezessionskrieges in den USA stattfindet. Thomas und John gehen gemeinsam als Liebespaar durchs ihr turbulentes Leben. Zunächst treten sie in einem Varieté auf, dann gehen sie zum Militär, weil sie sonst keine Arbeit haben. Dort müssen sie zunächst bei der Indianerverfolgung mitmachen, anschliessend ziehen sie auf der Seite der Union in den amerikanischen Bürgerkrieg. Sie durchleben harte Winter, Hunger, furchtbare Schlachten und schliesslich eine missliche Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung nehmen sie ein Indianermädchen bei sich auf, adoptieren es und landen schliesslich alle drei bei einem ehemaligen Militärkameraden auf seinem Hof. Dort arbeiten sie gerne und hart. Sie hätten es eigentlich gut, aber sie sind immer wieder Angriffen ausgesetzt, weil der Rassenhass und der Hass auf den siegreichen Norden auch nach der militärischen Niederlage nicht verschwunden sind. In einer waghalsigen Aktion rettet Thomas das Indianermädchen, das ihnen vom Militär zwecks Rückgabe an die Indianer entrissen wurde. Es gilt allerlei auszuhalten in dieser Geschichte von Krieg, Mord- und Totschlag, Auslöschung ganzer Stämme, Armut, Hunger, Kälte, Gefangenschaft. Temporeich ist die Erzählung, aber die Protagonisten gehen stets voran mit einer gelassenen Selbstverständlichkeit. Sie reflektieren ihr Handeln und die Situationen, in denen sie drinstecken, nüchtern, einfach und klar, aber sehr tiefsinnig und mit zartem Humor. Neben brutalen Schilderungen gibt es daher auch poetische, berührende, heitere und zarte Passagen. Und vor allem das offene, nüchterne und in Liebe verbundene Voranschreiten der beiden Männer beeindruckt. Sprachvirtuos ist diese Erzählung und höchst empfehlenswert.

  • Artikelbild-0