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Das kann uns keiner nehmen

Roman (ungekürzte Lesung)

Am Gipfel des Kilimandscharo: Hans, ein liberaler Hamburger, ist endlich da, wo er ein Leben lang hinwollte. Hier, auf dem Dach von Afrika hofft er, endlich mit der Vergangenheit ins Reine zu kommen. Doch auf dem Grund des Kraters steht bereits ein Zelt, bewohnt von dem Ur-Bayer Tscharlie mit unerträglich rechten Ansichten. In der Nacht bricht ein Schneesturm herein und schweißt die beiden wider Willen zusammen. Es beginnt eine Reise kreuz und quer durch Afrika. Doch in Afrika fährt der Tod immer mit, und nur einer der beiden wird die Heimreise antreten.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Wolfram Koch
Erscheinungsdatum 04.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9788726441642
Verlag SAGA Egmont
Spieldauer 580 Minuten
Format & Qualität MP3, 580 Minuten, 423.72 MB
Verkaufsrang 5890
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Buchhändler-Empfehlungen

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Dieser Abenteuerroman ist eine klare Lesempfehlung, nicht nur für Afrikareisende. Den ungleichen Männern (Hansi und dem Großmaul Tscharli ) folgt man gern auf ihrem unkonventionellen Roadtrip. Und die ungeschönten atmosphärischen Schilderungen gibt es gratis dazu.

"Jo mei sakra" !

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Eine Afrika-Tour, die es verdammt in sich hat! Ein Hamburger und ein Bayer, die irgendwann Freunde werden! Hart und schonungslos geschrieben, aber unglaublich gut und spannend! Gnadenlos!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
69 Bewertungen
Übersicht
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0

Perfektes Road-Movie
von melange aus Bonn am 07.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Zum Inhalt: Der Norddeutsche Hansi trifft am Krater des Kilimandscharos nicht etwa auf die erwartete (und erhoffte) Ruhe und Stille, sondern auf das genaue Gegenteil: Tscharli, seines Zeichens Bayer, und zwar einer der despektierlichen, lauten, politisch inkorrekten und damit absolut untragbaren Sorte. Aber manchmal geht das S... Zum Inhalt: Der Norddeutsche Hansi trifft am Krater des Kilimandscharos nicht etwa auf die erwartete (und erhoffte) Ruhe und Stille, sondern auf das genaue Gegenteil: Tscharli, seines Zeichens Bayer, und zwar einer der despektierlichen, lauten, politisch inkorrekten und damit absolut untragbaren Sorte. Aber manchmal geht das Schicksal seltsame Wege und was als Schock beginnt entpuppt sich schnell als ein Abenteuer von der Sorte, die man nie wieder vergisst. Mein Eindruck: In seinem Vorwort thematisiert Politycki, dass er von selbst Erlebtem inspiriert wurde, im Nachwort, dass ihm bekannte Personen nur ihre Namen gaben, die Begebenheiten mit ihnen jedoch frei erfunden sind. Daraus fabuliert der Autor eine Geschichte, die höchstwahrscheinlich auf eigenem Glück (oder Unglück – je nach Sichtweise) fußt und damit genau das kleine Quäntchen Wahrheit beinhaltet, die eine wirklich gute Geschichte braucht. Dazu ist Politycki ein brillanter Erzähler. Afrika in all seiner Schönheit erscheint so deutlich, dass man am liebsten direkt dorthin reisen möchte, bevor all seine Grausamkeit die Leser genauso schnell wieder auf den Boden der Tatsachen (und bekanntes Terrain) zurückholt. Kein Kontinent für Weicheier, es wird Stärke benötigt. Und was macht – wie schon Chuck Norris immer wieder beweist – besonders stark? Humor! Neben Afrika ist das zweite große Pfund des Romans sein Humor, der immer wieder aufblitzt, wenn der Tscharli sich wieder einmal daneben benimmt und trotzdem weiser ist als so mancher braver Bürger, der nur nicht anecken will. Dieser Humor ist ansteckend, - nicht nur für den Ich-Erzähler Hans, sondern auch für alle anderen Charaktere und letztendlich für die Genießer des Buchs. Doch bei allem Humor, der sich in absurden Abenteuern und Dialogen entspinnt, besitzt „Das kann uns keiner nehmen“ eine sehr ernste Seite, die Krankheit, Tod und zerbrochene Beziehungen beinhaltet. Und so hat man permanent Tränen in den Augen, - manchmal vom Weinen, manchmal vom Lachen und zum Schluss bei aller Trauer ein gutes Gefühl. Mein Fazit: Ganz großes Kino

Nicht nur Abenteuer
von Wilhelma am 06.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Matthias Politycki beschreibt in seinem Buch „ Das kann uns keiner nehmen“ den mühevollen Aufstieg zum Kilimandscharo. Hans aus Hamburg hat sich den Anforderungen gestellt und das Ziel erreicht, auch in dem Krater zu übernachten. Aus einem Grund, den wir erst viel später erfahren werden, möchte Hans dort Buße tun. Er stellt sich... Matthias Politycki beschreibt in seinem Buch „ Das kann uns keiner nehmen“ den mühevollen Aufstieg zum Kilimandscharo. Hans aus Hamburg hat sich den Anforderungen gestellt und das Ziel erreicht, auch in dem Krater zu übernachten. Aus einem Grund, den wir erst viel später erfahren werden, möchte Hans dort Buße tun. Er stellt sich den Geistern seiner Vergangenheit, um endlich Ruhe zu finden. Am Krater angekommen, findet er seine gewünschte Ruhe nicht, denn er muss sich dort mit Tscharli aus Bayern arrangieren. Gemeinsam müssen sie nicht nur den Abstieg bewältigen. Sie erleben Höhen und Tiefen gemeinsam und dies schweißt die beiden doch sehr unterschiedlichen Männer unwillkürlich zusammen. Denn auch Tscharli hat einen wichtigen Grund, dass er diese Besteigung noch unbedingt erleben wollte. Gut recherchiert nimmt uns der Autor quasi mit auf diese Reise und gibt uns einen kleinen Einblick in die Gefahren aber auch der Schönheit, die diesen mächtigen Berg umgibt. Desweiteren hat er die beiden Hauptpersonen sehr deutlich dargestellt und deren Charaktere gut herausgearbeitet. „ Das kann uns keiner nehmen“ ist kein Reisebericht, sondern auch gleichzeitig ein Lebensbericht!

Einmal noch richtig leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Siegen am 05.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch beschreibt keine Bergsteigertour! So hatte ich es nämlich ursprünglich erwartet, ich wurde aber eines besseren belehrt, denn in meinen Augen beschreibt das Buch eine erstaunliche Persönlichkeitsänderung. Hans hat den Kilimanjaro bestiegen und möchte eine Nacht im Krater campieren, um dort nach langen Jahren endlich ... Dieses Buch beschreibt keine Bergsteigertour! So hatte ich es nämlich ursprünglich erwartet, ich wurde aber eines besseren belehrt, denn in meinen Augen beschreibt das Buch eine erstaunliche Persönlichkeitsänderung. Hans hat den Kilimanjaro bestiegen und möchte eine Nacht im Krater campieren, um dort nach langen Jahren endlich mit einer privaten Geschichte abzuschließen, die einen deutlichen Schatten über sein Leben geworfen hat. Sein Entsetzen ist groß, als er sieht, dass er dort im Krater nicht allein sein wird, weil bereits ein anderer seine Zelte dort postiert hat. Und seine Enttäuschung wird noch größer, als er merkt, mit welch sehr speziellem Charakter er dort oben die Nacht verbringen wird - mit Tscharli. Und nun setzen zwei Charakterstudien ein, die sehr gegensätzlich sind, die sich durch das ganze Buch ziehen, die einen aber in ihren Bann ziehen und die schließlich zu einer Symbiose führen, die man nicht erwartet hätte. Sehr detailliert und in vielen Beispielen führt der Autor uns die verschiedenen Charaktere vor Augen, der eine oberflächlich, frivol, gewöhnlich, mit schlechten Manieren - der andere gebildet, zurückhaltend, ernsthaft und nachdenklich. Auch sprachlich stellen sie Gegenpole dar: Hans mit seinem journalistischen Hochdeutsch und Tscharli mit seinen bayrischen Floskeln, die keine Grammatik kennen. Was man nicht für möglich hält, nimmt seinen Lauf: die beiden kommen sich immer näher, gehen eine Symbiose ein und erzählen sich Dinge, die man nur mit besten Freunden teilt. So erfährt Hans dann auch, dass Tscharli sehr krank ist und sich in Afrika noch einen letzten Sehnsuchtstrip erfüllen möchte. Er möchte mit dem Motorrad quer durch Sansibar cruisen. Und Hans soll ihn begleiten! Tscharli klammert sich regelrecht an ihn, nur mit ihm möchte er sein Leben abschließen. Somit beginnt das zweite Highlight des Buches: eine sehr dichte und atmosphärische Beschreibung Afrikas und seiner Bewohner. Durch detaillierte Beispiele und kleine Szenen auf Märkten, in Kneipen, Restaurants usw. bekommen wir ein Bild der Lebensfreude, der Farbvielfalt und der Vielfältigkeit geliefert, das mir sehr gut gefallen hat. Etwas hat mich das gesamte Buch hindurch genervt: das permanente Ignorieren der Rechtschreibreform bezüglich 'ß'. Es gibt einfach kein 'daß' mehr, aber in diesem Buch finden wir es zuhauf! Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen, bisweilen war es sogar richtig spannend. Deshalb möchte ich es weiterempfehlen und vergebe fünf Sterne.