Das kann uns keiner nehmen

Das kann uns keiner nehmen

Roman

Buch (Taschenbuch)

12,90 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung


Eine ganz und gar unwahrscheinliche Freundschaft, jede Menge Ärger und ein großes Abenteuer

Am Gipfel des Kilimandscharo: Hans, ein so zurückhaltender wie weltoffener Hamburger, ist endlich da, wo er schon ein halbes Leben lang hinwollte. Hier, auf dem Dach von Afrika, will er endlich mit seiner Vergangenheit ins Reine kommen. Doch am Grunde des Kraters steht bereits ein Zelt, und in diesem Zelt hockt der Tscharli, ein Ur-Bayer – respektlos, ohne Benimm und mit unerträglichen Ansichten.

In der Nacht bricht ein Schneesturm herein und schweißt die beiden wider Willen zusammen. Es beginnt eine gemeinsame Reise, unglaublich rasant und authentisch erzählt, wie das nur Politycki kann, gespickt mit absurden und aberwitzigen Abenteuern. Als sich die beiden schließlich die Geschichte ihrer großen Liebe anvertrauen, erkennen sie, dass sie mit dem Leben noch eine Rechnung offen haben. Doch der Tod fährt in Afrika immer mit, und nur einer der beiden wird die Heimreise antreten.

Dieser grandiose Roman über zwei sehr gegensätzliche Weggefährten, jeder auf seine Weise von der Liebe gezeichnet, verhandelt zugleich ein großes gesellschaftspolitisches Thema: Wie findet zusammen, was nicht zusammen passt – auch über einen tiefen Graben hinweg.

 

»Für diese gewaltige Vielfalt an Themen, Eindrücken, an Landschaftsbeschreibungen braucht Politycki keine 300 Seiten. Dazu erzählt er in einem schnurrigen, klaren und hervorragend lesbaren Stil, der einen von Beginn an packt.« Carsten Heidböhmer stern.de, 19.03.2020

Matthias Politycki schreibt, seitdem er 16 ist und wurde schon mit seinem opulenten Romandebüt als "Formfex im Sprachfels" (Die Welt) gefeiert. Sein Werk besteht heute aus über 30 Büchern, darunter mehrere Romane, Erzähl- und Gedichtbände sowie vielbeachtete Sachbücher und Reisereportagen. Er gilt als großer Stilist und ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Sein Weiberroman, eine Hommage an die siebziger und achtziger Jahre, ist eines der zentralen Werke der literarischen Postmoderne; als "einer der schönsten Schelmenromane unserer Zeit" (Radio Bremen) wurde seine Kreuzfahrtsatire In 180 Tagen um die Welt zum Bestseller. Sieben Jahre nach seinem als "wahrer Monolith" (Stern) gerühmten Roman Samarkand Samarkand erscheint 2020 ein neuer großer Roman, für den er um ein Haar in Afrika gestorben wäre. Gerettet hat ihn die Liebe einer Frau.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.05.2021

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.05.2021

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12,4/2,7 cm

Gewicht

296 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00925-5

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Vielschichtiger Roman

Bewertung aus Baden-Baden am 06.07.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Matthias Politycki, 1955 geboren, hat schon sehr viele Bücher geschrieben - Romane, Erzählungen, Reiseberichte und mehr. Er ist ein Schriftsteller, der oft auf Reisen ist und dies in seinen Büchern literarisch verarbeitet. In diesem Roman führt er uns nach Afrika. Hans, ein kultivierter Hanseate, ist Schriftsteller, Anfang 60 und der Ich- Erzähler der Geschichte. Nun hat er es dieses Mal endlich geschafft. Er ist oben, auf dem Gipfel des Kilimandscharo, wo er schon sein Leben lang hin wollte. Eine Nacht möchte er unten im Krater verbringen, weg von all dem Trubel am Berg und hier mit seiner Vergangenheit abschließen. Das war sein Plan. Aber da unten ist schon einer - ein dürrer, verrückter Typ namens Tscharli. „ Lecko mio“ begrüßt ihn dieser; genauso wenig erfreut von dem Eindringling. Die beiden ungleichen Männer sind nun gezwungen, die Nacht gemeinsam im Krater zu verbringen. Eine Nacht, die ihnen unvergesslich werden wird. Ein Schneesturm bricht aus und am nächsten Morgen sind beide froh überlebt zu haben. Nach dem Abstieg will Hans eigentlich weiter. Die Chauvisprüche und die rassistischen Bemerkungen des Bayern gehen ihm gewaltig auf die Nerven. Trotzdem lässt er sich auf eine gemeinsame Reise ein. Tscharli ist nämlich ernsthaft krank und braucht deshalb einen „ Aufpasser“. Bald ist klar, dass dies seine letzte Reise sein wird. Und hinter seiner flapsigen Art steckt eine verwundete Seele. Der Leser begleitet die beiden Männer auf ihrer Tour quer durch Tansania bis nach Sansibar. Beide schleppen alte Geschichten mit sich herum. Nach und nach erfährt man nun von Tscharlis großer Liebe Kiki, die jung gestorben ist. Und Hans war vor 25 Jahren schon einmal in Afrika, eine gemeinsame Reise mit seiner Freundin Mara. Für Hans ging es damals um Leben und Tod und Mara hat ihn gerettet. Danach verlässt sie ihn. Politycki versteht es, die konträren Charaktere der Figuren glaubhaft darzustellen. Anfangs ärgert sich Hans über Tscharlis Sprüche, merkt aber bald, dass dieser mit seiner lockeren Art die Herzen der Menschen, v.a. die der Frauen gewinnt. Und so kommt es zu einer Annäherung, ja zu einer Freundschaft zwischen den Männern. Tscharlis bayrisches Suaheli- Englisch lockert den Text auf und manche tiefsinnigen Lebensweisheiten bleiben dem Leser im Gedächtnis. Gleichzeitig vermitteln die Landschaftsbeschreibungen und die Begegnung mit Einheimischen ein lebendiges Bild von Afrika. Dabei werden die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Probleme nicht verschwiegen. Der Roman beginnt furios, hat danach einige Längen ( manche Wiederholungen, auch sprachlicher Art, hätte es nicht gebraucht ), nimmt aber gegen Ende hin wieder Fahrt auf. „Das kann uns keiner nehmen“ ist ein vielschichtiger Roman. Es ist ein Buch über das Leben mit seinen Verwerfungen, über Freundschaft, über die Liebe und über den Tod. Roadnovel und Reisebericht obendrein. Dass der Autor eigene Erfahrungen in diesem Roman verarbeitet hat, spürt man auf jeder Seite. Er hat selbst den Kilimandscharo bestiegen und ist vor vielen Jahren in einem afrikanischen Krankenhaus beinahe gestorben. Das war mein erstes Buch von Matthias Politycki, aber sicher nicht mein letztes.

Vielschichtiger Roman

Bewertung aus Baden-Baden am 06.07.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Matthias Politycki, 1955 geboren, hat schon sehr viele Bücher geschrieben - Romane, Erzählungen, Reiseberichte und mehr. Er ist ein Schriftsteller, der oft auf Reisen ist und dies in seinen Büchern literarisch verarbeitet. In diesem Roman führt er uns nach Afrika. Hans, ein kultivierter Hanseate, ist Schriftsteller, Anfang 60 und der Ich- Erzähler der Geschichte. Nun hat er es dieses Mal endlich geschafft. Er ist oben, auf dem Gipfel des Kilimandscharo, wo er schon sein Leben lang hin wollte. Eine Nacht möchte er unten im Krater verbringen, weg von all dem Trubel am Berg und hier mit seiner Vergangenheit abschließen. Das war sein Plan. Aber da unten ist schon einer - ein dürrer, verrückter Typ namens Tscharli. „ Lecko mio“ begrüßt ihn dieser; genauso wenig erfreut von dem Eindringling. Die beiden ungleichen Männer sind nun gezwungen, die Nacht gemeinsam im Krater zu verbringen. Eine Nacht, die ihnen unvergesslich werden wird. Ein Schneesturm bricht aus und am nächsten Morgen sind beide froh überlebt zu haben. Nach dem Abstieg will Hans eigentlich weiter. Die Chauvisprüche und die rassistischen Bemerkungen des Bayern gehen ihm gewaltig auf die Nerven. Trotzdem lässt er sich auf eine gemeinsame Reise ein. Tscharli ist nämlich ernsthaft krank und braucht deshalb einen „ Aufpasser“. Bald ist klar, dass dies seine letzte Reise sein wird. Und hinter seiner flapsigen Art steckt eine verwundete Seele. Der Leser begleitet die beiden Männer auf ihrer Tour quer durch Tansania bis nach Sansibar. Beide schleppen alte Geschichten mit sich herum. Nach und nach erfährt man nun von Tscharlis großer Liebe Kiki, die jung gestorben ist. Und Hans war vor 25 Jahren schon einmal in Afrika, eine gemeinsame Reise mit seiner Freundin Mara. Für Hans ging es damals um Leben und Tod und Mara hat ihn gerettet. Danach verlässt sie ihn. Politycki versteht es, die konträren Charaktere der Figuren glaubhaft darzustellen. Anfangs ärgert sich Hans über Tscharlis Sprüche, merkt aber bald, dass dieser mit seiner lockeren Art die Herzen der Menschen, v.a. die der Frauen gewinnt. Und so kommt es zu einer Annäherung, ja zu einer Freundschaft zwischen den Männern. Tscharlis bayrisches Suaheli- Englisch lockert den Text auf und manche tiefsinnigen Lebensweisheiten bleiben dem Leser im Gedächtnis. Gleichzeitig vermitteln die Landschaftsbeschreibungen und die Begegnung mit Einheimischen ein lebendiges Bild von Afrika. Dabei werden die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Probleme nicht verschwiegen. Der Roman beginnt furios, hat danach einige Längen ( manche Wiederholungen, auch sprachlicher Art, hätte es nicht gebraucht ), nimmt aber gegen Ende hin wieder Fahrt auf. „Das kann uns keiner nehmen“ ist ein vielschichtiger Roman. Es ist ein Buch über das Leben mit seinen Verwerfungen, über Freundschaft, über die Liebe und über den Tod. Roadnovel und Reisebericht obendrein. Dass der Autor eigene Erfahrungen in diesem Roman verarbeitet hat, spürt man auf jeder Seite. Er hat selbst den Kilimandscharo bestiegen und ist vor vielen Jahren in einem afrikanischen Krankenhaus beinahe gestorben. Das war mein erstes Buch von Matthias Politycki, aber sicher nicht mein letztes.

Der Mensch plant, dann kommt es anders

Bewertung aus Lünen am 06.06.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Einmal angefangen, wurde das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, der flotte Schreibstil und der fesselnde Inhalt hatten mich gefangen genommen. Am Kilimandscharo treffen zwei augenscheinlich unterschiedliche Männer im besten Alter zufällig aufeinander und verbringen anschließend noch eine gemeinsame Woche miteinander. Das Buch ist ein Mix aus einem "Roadmovie" abseits ausgetretener Wege, das sich im Kopf des Lesers durch die anschauliche Schilderung der Landschaft und der Menschen durch den Autors von alleine einstellt, von Rückblenden bzw. Erzählungen aus der bewegten Vergangenheit der Protagonisten und einem Zustandbericht Afrikas von heute und in der jüngeren Geschichte. Mein Fazit: Spannend, manchmal lustig, manchmal nachdenklich stimmend und mit überraschenden Wendungen bis zum Schluss!

Der Mensch plant, dann kommt es anders

Bewertung aus Lünen am 06.06.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Einmal angefangen, wurde das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, der flotte Schreibstil und der fesselnde Inhalt hatten mich gefangen genommen. Am Kilimandscharo treffen zwei augenscheinlich unterschiedliche Männer im besten Alter zufällig aufeinander und verbringen anschließend noch eine gemeinsame Woche miteinander. Das Buch ist ein Mix aus einem "Roadmovie" abseits ausgetretener Wege, das sich im Kopf des Lesers durch die anschauliche Schilderung der Landschaft und der Menschen durch den Autors von alleine einstellt, von Rückblenden bzw. Erzählungen aus der bewegten Vergangenheit der Protagonisten und einem Zustandbericht Afrikas von heute und in der jüngeren Geschichte. Mein Fazit: Spannend, manchmal lustig, manchmal nachdenklich stimmend und mit überraschenden Wendungen bis zum Schluss!

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Gnadenlos!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Afrika-Tour, die es verdammt in sich hat! Ein Hamburger und ein Bayer werden irgendwann Freunde. Hart und schonungslos geschrieben, aber unglaublich gut und spannend erzählt! "Jo mei, sakra" !
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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Leicht zu lesender Roman über Afrika, Männerfreundschaft und noch einiges mehr! Ich mag ihn!
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